Italiener will Deutschland aus der EU werfen!

30. August 2012

Der Spruch des Tages:

Berlusconi-Berater Renato Brunetta: Wenn Deutschland sich der Zusammenlegung der Schulden der Euroländer weiterhin widersetze, werde es zum Störfaktor und müsse aufgefordert werden die Union* zu verlassen!

Aus dem FAZ-Artikel geht nicht hervor, ob Brunetta hier „nur“ die Währungsunion oder gleich die EU meint, die Deutschland im Weigerungsfall verlassen müsse.

Seine Vorstellung von der Zukunft:
Jedes Land legt selbst fest, welche Schuldzinsen es zu zahlen wünscht! Zum Erreichen dieses Zieles gäbe es „Hausaufgaben“ sowie volle Palette der Mittel und Möglichkeiten der EZB.

Ohne unbegrenzte Garantie der EZB für alle Staatsschulden und die gemeinsame Haftung aller Länder für die gesamten Staatsschulden habe die Währungsunion, der Euro keine Zukunft mehr.

Mit solchen Thesen wurde Renato Brunetta zum Star der italienischen Rechten und zum Stichwortgeber Berlusconis, der offenbar allen Ernstes wieder zu den Präsidentschaftswahlen 2013 antreten will. Na denn, Bunga, Bunga!

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/berlusconis-wirtschaftsberater-hoeherer-zins-fuer-deutschland-11870860.html


Griechenland fürchtet Schäuble Pleite!

10. September 2011

Das Theater um die Bankenkrise, fälschlicherweise Griechenlandkrise genannt, geht in eine neue, die finale(?) Runde. Nun entdecken die ganzen verbalen Hardcore-Spar-Politiker was jeder Bürger seit langem weiss: Griechenland kann sich bei schrumpfender Wirtschaft zu Tode sparen, es würde auf diese Art seine Schulden nicht los!

Nun soll das Unmögliche, das Undenkbare gedacht werden, gar möglich werden: Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro und oder gar aus der EU! Brav, mag da so mancher Bürger denken, der um seine Steuergelder bangt, doch was hätten wir Bürger gewonnen? Wir haben ja schon bezahlt, beziehungsweise wir sind fleissig dabei! Die Banken haben sich ihrer Griechenland-Forderungen längst entledigt. Sie haben die Zeit genutzt, die das öffentliche Polit-Gelaber ihnen in den letzten Monaten geboten hat. Die Banken sind also jetzt bereits weitgehend aus dem Schneider. Der Bürger bekommt nun die Bestrafung der Griechen als Schmierentheater serviert. Dann kommt der unvermeidliche Schuldenschnitt und der Bürger zahlt mit dieser Tranche den Rest der noch offenen Forderungen.

Das ist sozusagen Staatswirtschaft. Industrie, Banken und Versicherungen produzieren, exportieren, finanzieren und versichern Güter die am Ende der deutsche Steuerzahler bezahlt. Die Griechen (oder Andere) sind in diesem Spiel nur Strohmänner. Das hat mit Kapitalismus und Unternehmertum nur noch dem Namen nach zu tun.

Ob das noch etwas mit Demokratie zu tun hat, das möge jeder selbst entscheiden!