Währungskrieg USA/UK gegen EU: Warum wir und nicht die?

17. Dezember 2011

Jetzt fetzen sich schon Briten und Franzosen im Währungskrieg des Pfund- und Dollar-Raumes gegen den Euro. Der britische Vize-Premierminister Nick Clegg, der von Cameron so bitter enttäuschte, forderte Frankreich auf den Ton zu ändern, sich zu mäßigen! Was war geschehen?

Der französische Wirtschaftsminister François Baroin hatte laut und öffentlich darüber nachgedacht, wie es denn sein könne, dass Frankreich von den Ratingagenturen mit Abstufung bedroht werde und das Vereinigte Königreich nicht, obwohl Frankreich weniger Defizit, die gleiche Verschuldung, mehr Wachstum und weniger Inflation als das Inselreich habe, dessen Kreditwürdigkeit sinke?

http://www.abc.es/20111217/internacional/abcp-guerra-nervios-entre-paris-20111217.html

Dies halte er, Baroin, für ungerecht und er könne nicht verstehen warum Paris Konsequenzen angedroht würden, London aber nicht?

Nun, selbst ich kann das verstehen und deshalb werte ich Baroins Frage als scheinheilige Schlitzohrigkeit!

Die Britische Regierung, vertreten durch David Cameron, die sich ja vorige Woche ausser Stande sah, die Änderung der EU-Verträge mitzutragen, hat heute übrigens „angedroht“ an den Verhandlungen über diese Änderungen „technisch“ mitzuarbeiten auch wenn das Vereinigte Königreich nicht mit darüber abstimmen dürfe!

Na Bitte, auch ohne Änderungen mitzutragen, auch ohne britische Zahlungen zur Euro-Rettung an den IWF zu leisten, können die Bedürfnisse der Finanzpiraten der City of London in Vertragsänderungen mit eingearbeitet werden! Wo, ausser in der EU geht so etwas?

http://www.lavanguardia.com/economia/20111216/54242174625/reino-unido-pide-francia-baje-tono-comentarios-economia.html