Kerry rettet die Ukraine im Alleingang!

4. März 2014

Eine Schuldengarantie über eine Milliarde Dollar im Handtäschchen schwebte US-Außenminister John (Forbes) Kerry heute in Kiew ein. Er bietet der „neuen Regierung“ die Hilfe und Assistenz von US-Fachleuten an, die am liebsten gleich Banken und Finanzministerium übernehmen würden.  Ausserdem soll die Energieabhängigkeit der Ukraine von russischem Erdgas reduziert werden? Will Kerry ihnen ein AKW bauen, oder soll das russische Erdgas von Deutschland in die Ukraine zurückgeführt werden?

Die USA wollen auch gestohlene Werte auffinden und zurück führen. Dann könnten sie gleich einmal in Frankfurt und London beginnen? Österreich, die Schweiz und Liechtenstein haben die Konten der üblichen Verdächtigen ja bereits blockiert, wenngleich noch nicht beschlagnahmt. Der eine oder andere ukrainische Oligarch könnte sein Schäfchen inzwischen ja auch in New York zum Trocknen spazieren führen?

Ausserdem will Kerry der Ukraine den technischen Rat amerikanischer Spezialisten bieten, für Klagen vor der WTO falls Russland den Handel als wirtschaftliche Waffe nutzen will.

Er selbst kündigte gleichzeitig an, noch diese Woche wirtschaftliche Sanktionen als Waffe gegen Russland beschließen zu wollen! Eine netter Gag, diese Duplizität!

Ein Informant der NYT, der selbstverständlich anonym bleiben wollte, geiferte lustvoll, dass man ein ganzes Spektrum von Sanktionen als wirtschaftliche Waffen gegen die Russen zur Verfügung habe…

Obama fahre eine Zwei-Wege-Strategie, die den Russen einen gesichtswahrenden Ausweg aus dem Schlamassel anbieten wolle:

Sie könnten ihre Truppen durch ein Spalier von internationalen Beobachtern die dabei „Schande, Schande“ skandierten, in die Kasernen zurückführen? Ob sie dabei pinkfarbende String-Tangas tragen müssten, sei noch nicht entschieden worden.

Das State Department gab die Zahl der „kontinuierlich“ in die Krim einrückenden Russen auf inzwischen 16.000 Soldaten an.

Eines musste am Ende aber sogar Kerry einräumen. Da Russland der größte Gläubiger der Ukraine sei, könne es geschehen, dass ein Teil der bereitgestellten Milliarde direkt in russische Taschen flösse…