Nee! Nee, diese Neederländer!

7. April 2016

Gestern haben die Niederländer in einem Referendum das EU–Ukraine Assoziierungsabkommen mit 61% gegen 38% der Stimmen abgelehnt. Die Wahlbeteiligung soll bei 32% gelegen haben und das Ergebnis damit gültig sein! Das Resultat ist für die niederländische Regierung zwar nicht bindend, die Regierung Rutte täte sich aber keinen Gefallen, wenn sie sich über den so manifestierten Volkswillen hinweg setzte, denn im nächsten Frühjahr stehen Wahlen an in den Niederlanden!

Viele interpretieren das Resultat des Referendums als Anti-EU-Statement. So weit würde ich zwar nicht gehen, aber man muss sich in Erinnerung rufen, daß es genau dieses Assoziierungsabkommen war, daß letztlich in der Ukraine seinen Teil zum US-NATO-Putsch in Kiew beitrug, als Janukowitsch es trotz starkem Druck nicht mehr unterzeichnen wollte.
Die Niederlande haben diesem Abkommen zwar bereits zugestimmt, es aber bisher nicht ratifiziert. Es ist also derzeit formell ungültig, obwohl die EU in schlechter Gewohnheit Teile bereits umgesetzt hat. Am wachsenden Widerstand gegen die EU sind ursächlich weder rechte Parteien, Nationalisten oder Separatisten noch gar der wahre “Gott-sei-bei-uns!” Putin schuld, SIE NÜTZEN DIE ANTI-STIMMUNG GEGEN DIE EU NUR AUS!

Die EU muss sich also schnellstens entscheiden ob sie ein reines Vollzugsorgan der Wirtschaft und der NATO sein will, oder ob die Bürger der (derzeit noch) 28 Mitgliedsstaaten einen überzeugenden Grund entdecken sollen, warum sie Mitglieder dieser Union bleiben sollten?

Die derzeit wie Pilze grassierenden Nationalismen sind die Vorboten eines Krieges in Europa, den wohl keiner von uns lange für möglich gehalten hat, aber “ewiger Friede” ist kein Geschenk, er muss hart erarbeitet werden…

Wenn Brüssel es nicht schafft, den deutschen Spar-Egoismus, den osteuropäischen Nationalismus, das wirtschaftliche Nord-Süd-Gefälle und die nordatlantische Abdrift der Briten unter einen Hut zu bekommen und dem US-Begehren nach Aufnahme der Türkei zu widerstehen, dann wird die EU, die wir kennen, am Ende sein und keiner wird ihr dann eine Träne nach weinen…


Juhu, die NATO hat eine Ukraine-Krise!

6. November 2014

Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Konflikt in der und um die Ukraine wird andaueren, weil viele der Protagonisten ein Interesse daran haben!

Kein Interesse an einer Beendigung haben die USA! Niemals seit dem Ende des Kalten Krieges hatten sie die Europäer an so kurzer Leine wie jetzt wieder. Ihr Führungsmonopol ist leider unumstritten. Die NATO wird kräftig aufgerüstet und die nationalen Armeen der EU werden vollends zu spezialisierten Hiwis und Vasallen umgerüstet, egal ob nun mit Kita oder ohne. Die steigenden Rüstungsausgaben werden direkt oder indirekt in die USA fließen. Europa scheinbare Eurasische Alternative zum Transatlantischen Wurmfortsatz ist Geschichte. Ebenso die Perspektive des Handels der EU und speziell Deutschlands mit Russland.

Kein Interesse an einer Beendigung hat das UK! Parallel mit der Schrumpfung der Bedeutung der EU steigt der Wunsch zum Ausstieg aus derselben. Special Relations zu den USA werden sorgsam gehütet und können zur Kontrolle der EU-Hiwis auch von außen eingesetzt werden. Sind sie erst einmal aus der EU ausgetreten, dann brauchte es nur eine Schamfrist von höchstens acht, zehn Jahren und sie wären zum erneuten Einmarsch in Europa an der Seite der USA bereit. Ein Grund wird sich dann gewiss finden lassen?

Kein Interesse an einer Beendigung hat die Ukraine! Das wohl korrupteste Land Europas würde ohne diesen Konflikt in Bedeutungslosigkeit verhungern, wenn seine schmarotzenden Oligarchen nicht einen traumhaften Weg gefunden hätten, sich (wieder einmal) auf Kosten von Leben und Lebensqualität der eigenen Bevölkerung nahezu unbegrenzt zu bereichern. Der Krieg löst scheinbar alle ihre Probleme. Sie zapfen die Gelder der EU-Steuerzahler an indem sie Russland vor’s Schienbein treten. Je asozialer sich die pseudo-demokratischen Ukraine-Chargen verhalten, desto begeisterter klatschen die USA und die EU und winken mit EU-Schecks (only!). Die USA haben ihre Investitionen in den Ukraine-Krieg ja bereits im Vorfeld getätigt, als Initialzünder des Krieges, der ursprünglich kein Bürgerkrieg war, sondern der von Außen initiiert worden ist, wie uns Frau Fucking-Nuland bestätigte!

Kein Interesse an einer Beendigung haben Polen und die Baltischen Staaten! Ihre Bedeutung bezüglich EU und NATO steigt durch den Konflikt und man versucht ihn auf vielfältige Weise zu Geld zu machen.

Kein Interesse an einer Beendigung des Konfliktes hat die Türkei. Ihre Bedeutung durch für die NATO als Partner gegen Russland wächst dadurch TROTZ ihrer Eskapaden in Syrien, im Irak und um Zypern und trotz ihrer athmosphärischen Störungen mit den USA. Außerdem kann der neue Kalte Krieg wegen der Ukraine von den USA dazu genutzt werden, die Europäer davon zu „überzeugen“, dass die Türkei, die Ukraine und natürlich Georgien unbedingt schnellstens in die EU aufgenommen werden müssen, bei zufällig gleichzeitigem NATO-Beitritt vermutlich?

Ein Ende des Ukraine-Konfliktes fordern die Interessen Russlands und Weissrusslands, die künftig zu Recht von massiven Störungen und Einmischungen in ihre inneren Angelegenheiten durch USA/NATO, deren Geheimdienste und NGO-Vorfeldorganisationen rechnen müssen.

Ein Ende des Ukraine-Konfliktes fordern die Interessen der Europäischen Wirtschaft mit Blick auf die Entwicklungspotentiale Russlands und ihre Energieversorgungssicherheit.

Ein Ende des Ukraine-Konfliktes fordern die Interessen der EU-Südschiene, also Griechenlands, Italiens, Spaniens und Portugals, für die künftig weniger Gelder* vorhanden sind, wenn alles in die Ukraine gepumpt wird um dort die Schwarzen Löcher der Oligarchen zu stopfen.

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* An diesem Sonntag jährt sich zum 25. Mal der 9. November 1989. Ich erlebt ihn auf einem Wirtschaftsempfang in Barcelona. Als wir alle ungläubig die TV-Bilder der über die Mauer krabbelnden Menschen bestaunten und bejubelten, da erkannten unsere katalanischen Gastgeber sofort die Konsequenzen für Südeuropa: Jetzt wird das Geld der EU und der Deutschen erstmals nach Osten fliessen und nicht mehr nach Süden, fürchteten sie damals…


Französischer „Fimi“ Sapin will Mistral-Hubschrauberträger jetzt nicht an Russland liefern!

30. Oktober 2014

Russland hatte die Auslieferung der „Vladivostok“ für Mitte November angekündigt. Schon die Werft in Saint-Nazaire (Loire-Atlantique) hatte auf Kritik von NATO-Staaten entsprechend reagiert und die bevorstehende Lieferung des Schiffes „mitten in der Ukraine-Krise“ dementiert. Finanzminister Sapin erklärte nun, „dass die Bedingungen für eine Auslieferung  heute nicht gegeben seien!“

Der russische Vize-Premierminister Dimitri Rogozine veröffentlichte hingegen über Twitter einen Brief der französischen Rüstungsfirma DCNS (Division systèmes navals de surface), in dem die Russen für den 14. November 2014 zu einer Übergabe-Zeremonie nach Saint-Nazaire, an die Loire-Mündung, eingeladen worden seien, wo die „Vladivostok“ erbaut wurde und derzeit liege. Der Brief in englischer Sprache enthält Termine und Details der Übergabe-Zeremonie und ist von Pierre Legros, Vize-Präsident der DCNS unterzeichnet.

Geplant sei, zumindest diesem Brief zu Folge:

10:30 Transfer des Eigentums und Übergabe des Schiffes.
11:15 Bla, bla wichtiger Russen und Franzosen.
11.50 Fahne der russischen Federation wird gehisst.
12.10 Militärzeremonie auf dem Flugdeck.
12:45 Lunch an Bord der Vladivostok.
15:15 Ende der Zeremonie.
_____(ab hier, inoffizieller Teil, nicht Inhalt des Briefes)
(18:00 Beschlagnahme des russischen Schiffes und Eingliederung des Beutegutes in die NATO-Marinen?)

Was hier augenscheinlich fehlt ist ein Termin für das Anker Lichten und Auslaufen des Schiffes. Zufall, oder bedeutet dies, dass der dann russische Mistral-Träger von den Franzosen am Auslaufen gehindert wird? Wird Putin ihn dann befreien oder läuft die russische Besatzung einfach bei Nacht und Nebel „inoffiziell“ aus?

Immerhin sind 360 russische Marineangehörige seit dem Sommer in Frankreich und haben die Erprobung in der Biskaya, vor der Küste der Bretagne, durchgeführt. Ihre Zeit in Frankreich ist bis zum Ende des Herbstes vorgesehen. Die Frage ist nun, fliegen die Russen zurück oder schiffen sie zurück?

Die Werft will die Autentizität des Briefes vom 8. Oktober nicht bestätigen und verweist auf die Politik. Am vergangenen Dienstag verwies der Verteidigungsminister Le Drian auf eine Entscheidung des Präsidenten im November.

Doch die Russen sind misstrauisch geworden und fordern „Mistral oder Geld zurück!“ Sie spekulieren wohl zu Recht darauf, dass Francois Hollande den 1,2 Milliarden-Euro-Vertrag, eine Altlast von Nicolas Sarkozy, wohl ungern canceln möchte, US-Druck hin, US-Druck her…

Hollande hatte die Auslieferung an die vollständige Einhaltung des Waffenstillstandes in der Ukraine geknüpft. Damit haben es die Ukra-Faschisten um den jetzt „ach-so-demokratischen“ Nazi-Jats letztlich in der Hand ob Putin sein Schiff bekommt.

Wie schon fast üblich, hält sich der Präsident Hollande „bedeckt“ und schweigt…


Gemein: NATO Russland Bashing abdelegiert!

26. September 2014

Die NATO haut seit Monaten in kurzen Abständen unbewiesene, an den Haaren herbeigezogene Behauptungen zu Russland heraus, meist im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise. Wichtig ist, dass die NATO-Propaganda-Medien, genannt „westliche, freie Presse“  irgend ein Schauermärchen von der NATO bekommt, das sie dann gegenseitig zitieren kann. Dies Verfahren wurde so inflationär, dass diese Aufgabe in der NATO nach unten delegiert wurde. Da fühlen sich die Russen aber dann auch nicht richtig Ernst genommen, denn der durchgeknallte NATO-Däne, inzwischen Gottseidank Geschichte, hatte dies noch als Chefsache persönlich exekutiert.

„Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass eine weitere Erklärung im Namen der NATO, die eine angebliche Präsenz russischer Truppen in der Ukraine ‚belegt‘, diesmal von einem Oberstleutnanten abgegeben wurde. Dabei spielte er den Text der renommierten Nachrichtenagentur Reuters per E-Mail zu.“

Konaschenkow kritisierte, dass die Allianz ihre „entlarvenden“ Erklärungen an die Adresse Russlands auf einer derart niedrigen Ebene abgibt. „Künftig dürften antirussische Äußerungen im Namen der NATO auch von Cleaningfirmen, die im Hauptquartier der Allianz sauber machen, per sms verbreitet werden“, spottete der General…“
(Zitat: RIA Novosti)


USA rügen das unabhängige Österreich wegen Putin-Besuch!

24. Juni 2014

Der leibhaftige Wladimir Putin ist am heutigen Dienstag Nachmittag in einer gewaltigen Schwefelwolke in Wien zum Staatsbesuch aufgeschlagen, unmöglich! Faymann (Kanzler), Fischer (Präsident), was habt ihr euch dabei gedacht? Am Abend soll der „Gott-sei-bei-uns“ aus Moskau sogar vor einer Wirtschaftskammer reden, anstatt in einer Folterkammer vor US-Verhörspezialisten…

Putin freute sich sehr in Wien zu sein, dass ihm  – wie so vielen reichen Russen vor ihm – in den letzten Jahren so sehr ans Herz gewachsen sei.

Ein Häufchen ukrainischer Demonstranten, die Rede ist von 70 bis 100 Personen, demonstrierten vor der Hofburg gegen den Russen, der entgegen seiner Gewohnheiten pünktlicher war als der Papst, mit der unübertrefflichen politischen Aussage „Putin kaputt“. Mit ach-und-krach brachte man noch eine Schwulen-Organisation und Greenpeace auf die Straße wegen der TV-Bilder in den „Nachrichten“.

Würden die Wien-Touristen, die wegen des Putin-Besuchs die Sperrzone nicht betreten dürfen, protestieren, dann wären es ganz sicher mehr Demonstranten gewesen.

Der US-Botschafter in Wien kritisiert die österreichische Regierung schriftlich wegen des zu Stande kommen dieses Staatsbesuches:

„Seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise (ausgelöst durch die USA selbst!) sei die Zusammenarbeit der USA und Europas (Obama befiel, wir folgen Dir!) maßgeblich daran beteiligt gewesen russische Aggressionen zu verhindern…Die österreichische Regierung solle sich genau überlegen, ob die heutigen Ereignisse (also mit dem Russen zu sprechen!) zu diesen Bemühungen beitragen!“ (Natürlich nicht, ihr Dummköpfe!)

Die neutralen österreichischen Spitzenpolitiker verwiesen auf den unbestreitbaren Sinn von Gesprächen, gerade in Krisenzeiten. Den Mut gegen die unverschämte Einmischung der USA in einen angeblich unabhängigen und überdies angeblich neutralen Staat zu protestieren brachten sie leider nicht auf. Der US-Botschafter wurde auch nicht zur „persona non grata“ erklärt und ausgewiesen, ja nicht einmal zum klärenden Gespräch bei dem „jungen Bengel mit den Haaren“ einbestellt!


NYT: Putin rief Obama an und will wieder lieb sein!

28. März 2014

Obama weilte gerade bei den Demokraten in Saudi Arabien als das rote Telefon schellte: Es war dieser Putin!

Er suchte nach einer diplomatischen Lösung für die Ukraine-Krise.

Kannst Du haben, sagte Obama, Du musst nur folgendes tun:

1. Ziehe Deine Truppen von der Krim zurück!
2. Falle in keine weiteren Teile der Ukraine ein!
3. Vermeide weitere Provokationen!
4. Ziehe keine Truppen an der ukrainischen Grenze zusammen!
5. Schiess‘ Dir eine Kugel in den Kopf oder lass‘ dir das von Timoschenko besorgen!
6. Das Ganze will ich schriftlich von Dir haben und zwar in lesbarem Englisch..

 

Putin läuft jetzt in seinem Büro Kreise, denn Obama war so nett ihm Zeit bis Morgen früh zu lassen…

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Geil: Merkel, oben ohne, auf Titanic-Cover.


Ukraine-Krise: US-Drohungen gegen Russland zeigen Wirkung!

16. März 2014

Die ständigen finsteren Androhungen von Sanktionen an den bösen Putin haben erste Ergebnisse gebracht. Es waren vielleicht nicht die von den USA erwarteten?

Helle Aufregung an den Finanzmärkten, als gestern heraus kam, dass innerhalb einer Woche mehr als 100 Milliarden US-Dollar an US-Staatsanleihen aus New York abgezogen worden sind. Dies sei die dreifache Menge des wöchentlichen Höchstbetrages des vergangenen Jahres von 32 Milliarden.

Wenn dahinter Russland stünde, dann würde das rund 80% des russischen Volumens an US-Staatsanleihen entsprechen. Aber nicht nur die russische Zentralbank, auch von Kontoblockaden bedrohte russische Oligarchen könnten ihre Gelder zumindest teilweise rechtzeitig aus dem Westen abgezogen haben?

Der Geldtransfer kam heraus,  als die US-Zentralbank in ihren wöchentlichen Veröffentlichungen einen Rückgang ihrer von Ausländern gehaltenen US-Staatsanleihen von  2.960 Milliarden US-Dollar auf 2.850 Milliarden US-Dollar vermeldete. Die entsprechende Summe könnte natürlich auch – ganz oder zum Teil – von China oder anderen Staaten abgezogen worden sein?