PP-Abgeordneter zur Kritik von EU-Kommissarin Cecilia Malmström: EU soll sich um EU-Aussengrenzen in Ceuta und Melilla kümmern!

17. Februar 2014

Die Integrität des Landes Spanien ist ein hohes Gut, schon wegen der katalanischen Separatismus-Attacke. Sie hat aber auch ihren Preis. Spanien leistet sich mit Ceuta und Melilla zwei Exklaven auf geschichtsträchtigem nordafrikanischem Boden, der in den letzten dreitausend Jahren ständig den Besitzer gewechselt hat. Jetzt fordert zum Beispiel Marokko diese autonomen Städte, die einen ähnlichen Status wie die spanischen Autonomien haben, ein.

Die Frage ist, welchen Sinn und Zweck diese Relikte der glorreichen spanischen Geschichte heute noch haben und zu welchem Preis?

Ceuta: 18,5 km2, 84.000 Einwohner, Dichtestress 4.550 Einwohner/km2.

Melilla*: 13,4 km2, 84.000 Einwohner, Dichtestress 6.244 Einwohner/m2.

Beide sind Mitglieder Spaniens mit Sitz und Stimmen in den spanischen Parlamenten, der EU und der NATO, nicht aber Teil des EU-Zollgebietes.

Sie haben niedrigere Arbeitskosten, auch durch das marokkanische Umfeld und eine niedrigere Mehrwertsteuer.

Sie sind Einkaufs- und Schnäppchenparadiese für Tages-Bootstouristen aus dem nahen Spanien, eine Art Helgoland des Mittelmeeres.

Würde sich sicherheitstechnisch für Spanien, für die EU oder die afrikanischen Flüchtlinge etwas ändern, gar verbessern, wenn Spanien diese Städte (ein undenkbares Sakrileg!) einfach an Marokko zurückgeben würde, was die spanische Verfassung in Artikel 2 (zum Ärger u.a. der Separatisten in Katalonien und im Baskenland) verbietet?

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*um Melilla herum, werden in Marokko unsere Nordseekrabben gepult, weil es dort billiger ist!