Gibt es viele Malis in Westafrika?

13. Januar 2013

Dieser Beitrag geht speziell an Leo Brux*.

Leo, ich habe mich mit der Lage in Afrika im Allgemeinen und Mali im Speziellen nicht so auseinandergesetzt, dass ich mir hier ein Urteil zutrauen könnte. Ich weiss es schlicht nicht! *(Ich antworte Dir nicht über die Kommentarfunktion, weil ich die Karte da nicht rein kriegte :-()

Ich will mal ganz vorsichtig und ganz allgemein die Ansicht wagen, dass wir anscheinend eine Art von Rekolonialisierung Afrikas erleben. Da sind zum Einen die alten Kolonialmächte England in Ostafrika und Frankreich in Westafrika. Sie haben noch immer einen gewissen Einfluss in ihrem Hemisphären, aber längst nicht mehr die alte militärische Stärke. Der Einfluß liegt wohl eher in Sprache, Kultur und Wirtschaftsbeziehungen.

Dann gibt es darüber die USA, die eine Zeit lang mehr oder weniger offen versuchten, z.B. die Franzosen in Westafrika abzulösen. Im Augenblick haben die USA aber wohl andere (wirtschaftliche) Sorgen. Dann gibt es die Chinesen, die in großem Stil in ganz Afrika agieren. Sie sind ebenso an Energieresourcen und Rohstoffen interessiert, wie alle anderen Kolonialisten auch.

Dann gibt es uralte Konflikte zwischen Wüsten- und Steppennomaden und sesshaften Bauern. Der Klimawandel sorgt für die Ausdehnung der Sahara nach Süden. Die Nomaden, mehrheitlich Muslime, dringen mit ihren Herden um zu Überleben in das Gebiet der Bauern ein.

Dann gibt es den Konflikt zwischen Christen und Muslimen, von dem ich nicht weiss, ob es ein „echter“ oder ein von außen, künstlich aufgeheizter Konflikt ist?
Er ist auch nicht auf Mali beschränkt, sondern existiert ja auch z.B. in Nigeria.

Dazu kommt die Destabilisierung der ganzen Nordafrikanischen Staaten durch die sogenannten Arabischen Revolutionen. Dazu kommen unkontrollierte, offene Grenzen und reichlich Waffen aus Lybien, Sudan, Somalia, etc.

Das wäre so in etwa die Ausgangslage, aus meiner begrenzten Sicht gesehen. Jetzt zu Frankreich. Das Land versucht zweifellos seine alte Rolle wiederzubeleben. Es hat schon im Lybien-Krieg eine treibende, aggressive Rolle gespielt, bei der allerdings die kolportierten finanziellen Abhängigkeiten des Herrn Sarkozy vom Herrn Gaddhafi auch eine Rolle gespielt haben könnten? Hollande hat öffentlich beteuert, dass es für Frankreich keine wirtschaftlichen Gründe in Mali gäbe.

Wie ich in meinem Beitrag schrieb, gehörte der am vergangenen Freitag getötete Hubschrauberpilot zu einer Kommandotruppe, die schon seit Ende Oktober (illegal?) in Mali operierte! Am vergangenen Donnerstag war der Präsident von Mali bei Hollande in Paris und bat offiziell um Hilfe. Innerhalb von Stunden wurden Truppen nach Mali geflogen und um Bamako stationiert. So etwas bedarf der Vorbereitung. Inzwischen sind auch Truppen der Westafrikanischen Union angekündigt, zugesagt, eingetroffen? Es gibt eine Resolution des UN-Sicherheitsrates die Frankreichs Agieren deckt. Die USA wollen nur Aufklärungsdaten und Drohnen stellen. Die Briten stellen anscheinend Transportflugzeuge. Die sind alle wirtschaftlich schwer angeschlagen und tun nur das Nötigste um Einerseits Solidarität und Andererseits Sparsamkeit zu zeigen. Ob die Franzosen das alleine schaffen können, dazu fehlen mir Informationen. Aber vielleicht mischen ja die Deutschen dort schon mit? Der FIGARO zeigte die Karte mit dem Flughafen wo französische UND deutsche Truppen gelandet seien. Das wurde dann zwar dementiert, aber wenn es so wäre, würde ein Einsatz der KSK überhaupt von der Bundesregierung bestätigt?Bei der parallelen gescheiterten Befreiungsaktion im ostafrikanischen failed state  Somalia haben sie sich die französischen Kommandos jedenfalls nicht mit Ruhm bekleckert. Nachdem was ich spanischen Quellen entnahm, soll es dort recht dilletantisch zugegangen sein…

Einen Aspekt habe ich bisher nicht erwähnt, aber er scheint mir durchaus wichtig: Die allgemeine Weltwirtschaftskrise wirkt sich in den ärmeren afrikanischen Staaten sicher noch härter aus als bei uns? Die simple Not der Menschen könnte die Lage in diesen Staaten weiter destabilisieren.

Ich halte Frankreichs Haltung auf der Grundlage meines heutigen Wissens für gerechtfertigt. Selbst wenn es stimmen sollte, dass Frankreich dort in Mali keine wirtschaftlichen Interessen habe, dann könnte dieser begrenzte(?) Krieg für den bisher insgesamt doch recht glücklos agierenden Präsidenten Hollande verlockend gewesen sein, um von innenpolitischen Schwierigkeiten an allen Ecken und Enden abzulenken?

Die Lage in Mali wurde aber schon vor Monaten durchaus kontrovers diskutiert und führte zu der sicher nicht allzu häufigen Situation, dass ein Presseoffizier von US-Army AFRICOM in Stuttgart auf konkrete Artikel von globalresearch einging und diese als schlechten Journalismus abqualifizierte. Mach‘ Dir selbst ein Bild, Leo:

http://www.africom.mil/Newsroom/ForTheRecord/10015/letter-to-the-editor-global-research-response

http://www.globalresearch.ca/americas-secret-war-in-africa/5307958

http://www.globalresearch.ca/covert-ops-in-nigeria-fertile-ground-for-us-sponsored-balkanization/30259


Obama: Der neue Bin Laden heisst Joseph Kony!

15. Oktober 2011

Vor zwei Tagen entsandte Obama US-Kampftruppen nach Uganda. Es gilt Afrika zu rekolonialisieren. Verzeihung, das ist natürlich der blanke Zynismus! Es gilt vielmehr, das Entführen, das Vergewaltigen und das Töten tausender Menschen zu beenden, Etwas Gutes tun also!

Die US-Truppen könnten – natürlich nur wenn man sie dort will – in den Südsudan (Nachtigall…), die Zentralafrikanische Republik und in die Republik Kongo einsickern. Auch Vietnam hat schließlich klein angefangen!

Obama schickt erst einmal nur hundert Mann, also fast gar nichts, von seinem AFRICOM aus Stuttgart, auf den Schwarzen Kontinent. Mehr kann man ja immer noch nachschicken…

Joseph Konys Al Kaida heisst LRA, oder Lord’s Resistance Army, ein Haufen der zunächst sehr christlich klingt, aber schwerer Menschenrechtsverletzungen schuldig sein soll!

Obamas AFRICOM-Boys sollen natürlich nur als Berater tätig werden, wie damals in Vietnam. Zwar sind sie voll ausgerüstete Kampftruppen, man kann ja nie wissen, aber sie sollen nur Informationen, Rat und Hilfe für Partner Killer bereitstellen. Die LRA wollen sie nur in Fällen von äusserster Selbstverteidigung, in absolut notweniger Notwehr töten, versprochen!

Und ja, Obama erwähnte, dass nächsten Monat zusätzliche Truppen den ersten Hundert zu Hilfe kämen, alles klar?

Dieser Kony, ein ganz fieser Bursche, wird übler Kriegsverbrechen beschuldigt und vom Kolonialgericht der NATO, dem ICC in Den Haag gesucht. Ist das der Laden, wo Milosevic und Mladic zu Tode ka…, aber wir wollen nicht vorgreifen!

General Carter Ham, der Chef von AFRICOM im von Rot/Grün regierten Stuttgart* gelegen, hat schon mal angekündigt, dass man den Verbleib von Joseph Kony nicht kenne, Man vermute ihn aber in der zentralafrikanischen Republik. Da kann der Schwarze Kontinent dann ja mal durchgepflügt werden…

http://english.aljazeera.net/news/africa/2011/10/20111014174712102972.html

*(Die Meldung, dass die Grün/Rote Landesregierung die AFRICOM-Killer nicht mehr im Ländle beherbergen wollen, die habe ich wohl irgendwie verpasst?)


Baden-Württemberg: D‘ Atomkraft isch doch sicher, gell Frau Merkel?

12. März 2011

Die Schwarz-Gelben AKW-Laufzeitverlängerer schauen momentan etwas dumm aus der Wäsche! In Japan steht die Welt womöglich vor ein, zwei Super-Gaus, ausgelöst durch Erdbeben und Tsunamis, aber das kann uns hier in Deutschland ja nicht tangieren!

Unsere Kernkraftwerke sind sicher! Da passiert scho‘ nix! Solange der Wind den radioaktiven* Scheiss‘ nicht nach Europa treibt, zumindest…
Machen wir also ungerührt weiter mit Schrott-Reaktoren und ungelösten Endlagerungsfragen.

Drum Baden-Württemberger! Wählt keine „strahlende“ Zukunft, wählt des von SIEMENS „vom schaffe“ beurlaubte Mappusle und seine Schwarze Hex‘ von Sigmaringen einfach ab!

Heute haben rund 60.000 Menschen in einer Menschenkette in Stuttgart gegen die Atomkraft demonstriert. Japan hat gerade wieder gezeigt: Die haben Recht!

*(radioaktiv bedeutet nicht etwa einen bemühten Radio-Sender, sondern eine der Gesundheit abträgliche, gefährliche Strahlung!)


Abkanzlerin: Wir werden euch Schwaben die Zukunftsfähigkeit schon einprügeln!

1. Oktober 2010

Die Abkanzlerin bedankte sich bei ihrem Statthalter Mappus und dessen Mann für’s Grobe Rech und seinen Prügelschergen für den besonnenen und angemessenen Einsatz gegen die bösen Alt-68er, die den ganzen Rasen im Hofgarten zertrampelt hätten. Manchmal sei es auch für den Friedlichsten halt alternativlos, verbockten, eigensinnigen Schwaben die Zukunftsfähigkeit einzuprügeln!

Sie habe zwar keine eigenen Kinder, dafür aber auch kein Verständnis, dass sogenannte Eltern ihren nicht weit vom Stamm gefallenen Nachwuchs in den gefährlichen Nahbereich von Hartgummi-Argumenten (Polizei-Knüppeln), Hochdruck-Flüssigkeits-Deeskalatoren (Wasserwerfern) und Pfeffer-Spray (Plärr-Initiatoren) brächten.

Die Bauindustrie, die Bahnindustrie, die Bahn selbst und die ganzen profitierenden Kreise bräuchten den Unterirdischen Bahnhof Stuttgart 21 wie der Fixer den nächsten Schuss! Das müsse man doch verstehen!

Alternativ könnten man mit ihr höchstens darüber reden, den Neckar zu stauen und den ganzen, verdammten, aufsässigen Schwabenkessel mit diesem Stuttgart zu fluten.