Peer Keinglück graust deutsche Manager. Die finden Merkel toll!

19. Dezember 2012

Die „Topp-500“, die Creme de la Sauce der deutschen Macher, finden daß Merkel besser verhandelt*, ihre Ziele besser verschleiert**, in die richtige Richtung „zickzackt“***, insgesamt von 86 Prozent als starke Kanzlerin zu-, …äh, wahrgenommen, wird und auch die schickeren Hosenanzüge trägt, bis auf den lila’nen Ausrutscher!

Nur beim Asthma, äh.. Charisma habe Peer Keinglück die Lunge knapp vorn. Deshalb hält ihn eine gute Hälfte als Pausenclown der SPD durchaus für die erste Wahl.

Wegen der Relevanz der befragten Gruppe und ihres ZK-der-SED-artigen Votums schlagen sie btw vor, die nächste BTW ausfallen zu lassen um das Wirtschaftswachstum in diesen Krisenzeiten dadurch um 0,03 Prozent zu pushen!

Natürlich müssten als begleitende Maßnahme die Löhne und Sozialabgaben gesenkt, die Tages-, Wochen-, Monats-, Jahres- und Lebens-Arbeitszeiten verlängert und, wie unser Nachbar Frankreich es plant, die aktive Sterbehilfe eingeführt werden. Fremdsprachen und Null-Kind-Ehen sollen für die notwendige Mobilität auf dem Arbeitsmarkt, vorerst nur in Europa, führen  (wie sich Merkel in der FINANCIAL TIMES bei den Neocons einschleimte!)

*     (Unentschlossenheit wird als Taktik wahrgenommen!)
**   (Wer nicht weiss, wo er hin will, kann niemals auf dem Irrweg sein!)
*** ( Orientierungsloses Umherirren wird so als navigieren verkauft!)


Riskiert Merkel vorgezogene Neuwahlen?

26. April 2012

Sollte es am 6. Mai zu einem Regierungswechsel in Frankreich kommen, mit einem dann sozialistischen Präsidenten Francois Hollande an der Spitze der „Grande Nation“, dann ginge Merkel der neoliberale Erfüllungsgehilfe und engste Verbündete Nicolas Sarkozy verloren. Wenn es Hollande dann wirklich gelänge, den künftigen Weg der EU etwas menschlicher, sozialer zu gestalten würde dies auf die Menschen in Deutschland, wo im kommenden Jahr Bundestagswahlen anstehen, unweigerlich einen gewissen Einfluss haben.

Sicher ist es noch ziemlich verfrüht – gerade auch Angesichts der personellen Ausstattung der SPD – von der Möglichkeit einer Abwahl der CDU/CSU/FDP-Merkel-Regierung ernsthaft zu reden, aber der Trend würde gewiss in diese Richtung gehen, denn bisher ist noch jede Regierung eines EU-Landes für Merkels hirnlose, neoliberale Zwangsspar-Politik bestraft worden. Das wird gewiss auch „Madame Alternativlos“ höchstselbst nicht anders ergehen, auch wenn die „halbamtliche“ Springer-Presse uns stetig einhämmert, das Merkel sei Deutschlands beliebteste Kanzlerin aller Zeiten!

In dieser Lage könnte es sich für Merkel als überlegenswert erweisen, die FDP kurzfristig (nach dem Rausflug aus dem NRW-Landtag?) über die Klinge springen zu lassen und Neuwahlen mit dem Ziel der Bildung einer großen Koalition anzukündigen. Die SPD würde begeistert mitmachen, die Grünen wären beleidigt und würden eine konstruktive Opposition ankündigen. Für die Linke bliebe ein stabiles Protestpotential. Eine populistische Rechte, ähnlich wie in Frankreich oder den Niederlanden, gibt es in Deutschland noch nicht. Wenn Merkel ihren Kurs zumindest in seinen Grundzügen in einem Koalitionsvertrag festzurren könnte, der als Basis der Großen Koalition gälte, dann könnte sie sich noch über ein paar weitere Jahre retten, denn ihre Politik wäre als Grundlage der Großen Koalition „alternativlos“!

Schweissgebadet wachte ich auf. Es war nur ein Albtraum! Nach dem Champions-League-Krimi von Madrid konnte ich zunächst schlecht einschlafen und träumte dann wirres Zeug von einer „alternativlosen Merkel“, der reine Horror war das…


Kanzlerkandidat der SPD: Kann Schmidt noch an Kandidatur gehindert werden?

5. Dezember 2011

Nach dem glorreichen, heftigst umjubelten Auftritt des Meister Yoda(1) der deutschen Sozialdemokratie ist im Vorstand der SPD eine heftige Diskussion, ja beinahe ein Streit darüber entbrannt, ob und wenn ja, gegebenenfalls mit welchen Mitteln, eine Kanzlerkandidatur des Johannes Heesters(2) der deutschen Politik noch verhindert werden kann!

Schmidt(3) hat offenbar durch seinen Comeback-Auftritt Blut geleckt und dabei eine von rund achttausend Anwesenden mitgestoppte, sensationelle Zeit von knapp einer Stunde ohne Nikotindopingauffrischung* durchgehalten.

Gehen Steinmeier, Steinbrück und Gabriel jetzt den Weg den Nahles schon gegangen ist, den der ewigen Nachwuchshoffnung?

(1) Yoda, „die Macht ist mit mir“, kannte den Imperator persönlich.

(2) Heesters soll angeblich „den Führer“ noch persönlich gekannt haben.

(3) Schmidt kannte angeblich immerhin noch den Volksgerichtshof aus eigener Anschauung…

*(hartnäckigen Gerüchten zufolge soll Schmidt am ganzen Körper mit Nikotinpflaster „getaped“ gewesen sein!)


Schmidt nur gaga, oder wollte er Steinbrück schaden?

25. Oktober 2011

Das war schon eine denkwürdige Aktion dreier  Hamburger im aktuellen Print-SPIEGEL, ein Nord-Coup sozusagen!
Da hatte das Altkanzlerfossil Helmut Schmidt, das wohl hauptsächlich nur noch vom Teer seiner Zigaretten in Form gehalten wird, den auch nicht mehr blutjungen Peer Steinbrück den staunenden Deutschen als „Kaka“, als Kanzlerkandidaten der SPD angedient, wow!

Nun hat Schmidt zwar einen hauptsächlich Nostalgie- und altersbedingten Kultstatus in Deutschland, der die gute, alte Zeit der (fast) heilen Welt der alten BRD heraufbeschwört, aber hier ging der Alte aus Bergedorf eindeutig zu weit, es sei denn, er wollte Peer Steinbrücks Kandidatur in Wirklichkeit verhindern?

Und so waren’s die drei Hamburger Institutionen zufrieden: Der SPIEGEL durfte mal wieder echte Politik machen, wie damals in der alten BRD! Helmut Schmidt durfte mal wieder echte Politik machen, wie damals in der alten BRD! Peer Steinbrück hingegen versprach, er würde mal wieder echte Politik machen, wie damals in der alten BRD! Da waren die drei alten Herren aber echt gerührt, schnorrten Kippen und rauchten erst mal eine, wie damals in der alten BRD!

Nun war der stramme SPD-Rechte Helmut Schmidt – durch Willy Brandts Rücktritt ohne Wahlen an die Macht gekommen – immer schon eher am rechten Rand seiner Partei als in deren Mitte angesiedelt. Kohls Chance kam erst, als die SPD Schmidt die Gefolgschaft verweigerte. Man kann also vermuten, dass Schmidt und/oder die SPD womöglich auch heute noch offene Wunden pflegen?

Während in Frankreich jüngst die Sozialisten ihren künftigen Präsidentschaftskandidaten Hollande durch eine Serie von Vorwahlen aus fünf Bewerbern kürten, kommt in Deutschland ein in der Partei nicht unumstrittener Polit-Methusalem daher und schlägt öffentlich einen etwas jüngeren Klon seiner selbst als Kanzlerkandidat der SPD vor! Da müsste eigentlich ein Aufschrei der Empörung und des Protestes durch den verlotterten Haufen der Sozis gehen?

Das Dumme sind die fehlenden „überzeugenden Alternativen“ der Spezialdemokraten: Nahles, Steinmeier oder gar Gabriel? Da kann es auch Steinbrück machen, falls Franz Müntefering keine Zeit hat als Interimskanzler den Stuhl für seine Gattin warmzuhalten? Und natürlich Wowereit und Scholz und…

Peer Steinbrück hat in seiner launigen Art zwar unbestritten einen gewissen Unterhaltungswert, den könnte er aber auch im Ohnsorg-Theater ausleben!
Im direkten Vergleich mit dem drögen Steinmeier kommt der besonders gut zu Geltung, wie ich im letzten Wahlkampf hier in Detmold erleben konnte. Aber was hat Steinbrück besonderes geleistet als Ministerpräsident von NRW, als Bundesfinanzminister? Nur weil Frau Merkel so grottenschlecht ist, wird man nicht automatisch befähigt für das vierthöchste politische Amt Deutschlands (BILD-Chefredakteur, Bundespräsident, Bundestagspräsident, Bundeskanzlette).

Ich bin kein Hellseher, aber ich denke, dass Helmut Schmidt Peer Steinbrück mit dieser öffentlichen Anpreisung einen Bärendienst erwiesen hat. Eine Partei mit einem letzten Rest von Charakter kann sich diese Frechheit nicht bieten lassen! Auch unter Regionalaspekten kann nicht schon wieder ein Hamburger Kanzler werden. Die Nordatlantiker- und Bilderberger-Schiene will ich hier bewusst aussen vor lassen…


Euroretterin Merkel: Wann springt die FDP ab und die SPD ein?

15. September 2011

Die geschätzte Drei-Prozent-Partei FDP bereitet inmitten von Auflösungserscheinungen ihren panischen Absprung aus der schwarzgelben Merkel-Regierung vor! Der trotzige kleine Junge Philipp Rösler mault beleidigt vor sich hin, sich von der Kanzlerin nicht den Mund verbieten zu lassen. Die lässt ihn, den leibhaftigen Vizekanzler, durch den subalternen Regierungssprecher belehren, dass er doch bitteschön Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sein solle…

Wie es scheint hat Merkel die größte Mühe eine eigene Mehrheit für die Verabschiedung des erweiterten Rettungsschirmes zu finden, unter den sich künftige EU-Schuldenstaaten automatisch flüchten können sollen.

Das bringt zwangsläufig die staatstragenden Spezialdemokraten ins Spiel. Sie stehen wachsam bereit um auf Zuruf in Merkels in Seenoot befindliches Regierungsbootchen zu springen. Das heisst, der dicke Gabriel vielleicht doch eher nicht? Wir wissen nicht, ob sein Zaudern der Angst geschuldet ist, er könne das Boot mit einem Sprung glatt versenken, oder ob er eventuell so weltfremd ist zu glauben, er könne als SPD-Parteivorsitzender als Erster bestimmen, wer Kanzlerkandidat der Spezialdemokraten werden soll: „Der Kandidat der SPD wird… äh, also… ich!“

Die Stones hingegen würden sofort springen. Beide haben schon unter Merkel gearbeitet und würden dies gewiss wieder tun. Das hätte für sie den Charme, sich nicht irgendwelchen ungeliebten Wahlen stellen zu müssen, die weder Gabriel noch Steinmeier noch Steinbrück jemals gewonnen haben.

Dies Gewinnergefühl kennt der Berliner Party-Knuddel-Bär Wowereit (Wer ist hier am meisten breit? Wowereit!) zur Genüge. Wahrscheinlich gewinnt er am Sonntag nun schon zum dritten Mal den Titel des Bundeskanzlers von Berlin? Darauf spekuliert wohl auch Frau Nahles? Wowereit Kanzler und sie SPD-Parteichefin?

Dann könnte Merkel ihr von den USA, dem IMF, der EZB und den Fast-Pleite-StaatenBanken heftigst gefordertes Rettungspaket umsetzen und bräuchte dabei weder auf die FDP noch Ihren Politik-schwesterlichen Blinddarm CSU  mit ihrem Nachtgespenst, Hui-Buh-Seehofer Rücksicht zu nehmen.

Das Wichtigste ist, dass es keine Neuwahlen gibt, dass das Deutsche Volk nicht befragt werden muss zur künftigen, automatisierten Bankenrettung, denn das wäre schlecht für Merkel und die üblichen Verdächtigen…


Wählervotum: Tschüss SPD! 150 Jahre sind genug!

27. März 2011

Die Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben einen klaren Verlierer, auch wenn dies durch vorherige Koalitionsabsprachen bzw. -Ausschlüsse vernebelt wird: Die SPD!

In beiden Ländern fuhren die ehemaligen Sozialdemokraten Stimmenverluste, die schlechtesten Ergebnisse der Nachkriegszeit ein, egal ob sie in der Regierungsverantwortung (Problembär Kurt Beck) oder in der Opposition waren (Zu-Leisetreter Nils Schmid). Nun könnten die Sozis in BW als Juniorpartner in Koalitionen mit den Schwarzen oder Grünen eintreten, würden dabei in jedem Fall jedoch die zweite Geige spielen!

Es könnte sich nach der HHamburg-Wahl, mit dem Sieg des eher SPD-untypischen Neoliberalen Atlantikbrücken-Freaks Olaf Scholz, eine Reihe von Niederlagen der SPD anschließen, die letztlich in der völligen Marginalisierung der SPD in der deutschen Politik enden könnten?

Wer sich die unfreiwillig komische, entgleiste Mimik des beleidigten SPD-Provinzkönigs Kurt Beck bei der Kommentierung seines Ergebnisses ansieht, der weiss, die Partei hat ein Personalproblem…

Gabriel, Steinmeier, Nahles und Steinbrück(?) wurden vom Wähler gewogen und zu leicht befunden!


Darf die das? Konstanzer SPD-Landtagskandidatin Zahide Sarikas zusammengeschlagen!

16. März 2011

Wie der Südkurier berichtet, wurde die türkischstämmige SPD-Politikerin in ihrem Wahlkreisbüro von einem Mann zusammengeschlagen. Sie liegt derzeit im Klinikum Konstanz.

Es ist zur Zeit unklar, ob der Täter aus einem Rechtsradikalen, einem islamistischen Umfeld oder von den Grauen Wölfen stammt. Für all diese Gruppen stellte diese Frau, die als Kind aus der Türkei nach Deutschland kam und die deshalb wohl als gelungenes Integrationsbeispiel bezeichnet werden darf, offenbar eine bedrohliche Reizfigur dar. Scheissfeiglinge, egal welche!


Westerwelle: Politischer Asozialer oder verkannter Kämpfer für den Mindestlohn?

18. Februar 2010

Während Guido Mantra-artig seine Floskeln herunter betet, von der Arbeit, die sich wieder lohnen müsse und vom Lohn-Abstand des Arbeitenden zum nicht Arbeitenden, bleibt er uns bewusst die Antwort darauf schuldig, wie er dieses Herzens-Anliegen denn regeln würde, wenn er in diesem Staat etwas zu sagen hätte?

Er könnte dies wie gehabt genuin FDP-Asozial tun, indem er den Ärmsten dieser Gesellschaft etwas nimmt um es seinen Mövenpick- und anderen Spezies zuzuschanzen oder er könnte sich für den Mindestlohn einsetzen, der ja seine Forderung auch schlagartig erfüllen würde? (Kleiner Scherz von mir, das würde Guido natürlich nie tun, dafür ist er sein Leben lang zu sehr Aussenseiter gewesen, „der, mit dem keiner spielen wollte“, das prägt!)

Während der gelbe Breitmaulfrosch frustriert sein ebensolches also nicht nur zu Aschermittwoch gewaltig aufreisst, lässt seine Chefin immer öfter erkennen, dass Schwarz-Grün für sie auch kein Beinbruch darstellen würde. Die schwarze Polit-Domina kann prinzipiell eben mit jedem, solange sie dabei oben sitzen darf. Das wird sicher lustig, wenn Frau Künast auch oben sitzen will?

Während der Nach-Oben-Umverteiler, unverdrossen vom sinkenden Wählerzuspruch (er hat seine Zustimmungsrate in viereinhalb Monaten halbiert!), sein Endlos-Band wiedergibt, hat sich die Zahl der Armen in Deutschland in den letzten zehn Jahren um dreissig Prozent erhöht! Daran ist die SPD leider zum großen Teil mitverantwortlich. Die Leute, die Schröder einst unterstützten (mea culpa, ich gehörte auch dazu, Asche auf mein Haupt!), konnten sich wohl nicht vorstellen, wie dessen eigene Herkunft ihn letztlich entsolidarisiert hat. Der hemmungslose Drang nach oben, dazu zu gehören, Genosse der Bosse zu sein, hat ihn – bildlich gesprochen – zu einem Parasiten werden lassen, der „seine Partei“ nur als Wirt benötigte.

Die SPD wird in diesem Land meist nur dazu gebraucht, um das soziale Netz ohne gesellschaftliche Unruhen zu zerstören, oder Deutschland in Kriege zu führen, die dieses Land eigentlich nie wieder führen wollte. Mit der SPD kann man die Bevölkerung zuverlässig so einlullen, dass sie willig dem Schlachter ins Schlachthaus folgt, getreu der Parole „mit den Anderen würde alles ja noch viel schlimmer werden“! Das lebende Beispiel dafür ist Steinmeier, der „Oppositionsführer“. Der hat naturgemäß heute die allergrößten Probleme damit, eine Politik, die er ein Jahrzehnt an maßgeblicher Stelle mitprägte in all ihren negativen Auswirkungen, als falsch zu betrachten. Schöne Opposition, das!

Merkel ist Kanzlerin. Das ist für sie das wichtigste, das reicht ihr! Noch schöner wäre es zweifellos, wenn sie zugleich Bundespräsidentin sein könnte, aber man kann ja nicht alles haben. Mit den Gelben von der FDP hat sie sich das ja eigentlich anders vorgestellt, irgendwie harmonischer halt? Aber zum Glück kann sie aus dem Vollen schöpfen! Die Grünen um Künast und vor allem um den in den USA offenbar für Höheres auserkorenen Cem Özdemir, stehen bereit um die FDP zu ersetzen. Dann gibt es ja auch noch den „Oppositionsführer“ Steinmeier, der Nachts im Bett sitzt um den Ruf der Kanzlerin an die Macht nicht zu verpassen! Wenn der Ruf eines Tages kommt, dann wird es interessant und widerlich zugleich sein zu sehen, wer von Nahles und Gabriel schneller auf die pragmatische Seite des Regierens umkippt? Der Rest der SPD trottet dann willig hinterher. Wie immer, um Schlimmeres zu vermeiden…

Ob aber Guido, der gelbe Breitmaulfrosch, die Ernte seines widerlichen Agierens einfahren kann, das darf bezweifelt werden. Seine Parteifreunde wetzen bereits die Messer. Fliegt die FDP in NRW aus der Regierung, dann fliegt auch der Frosch, oder der Storch holt ihn…


Stell‘ Dir vor, es heisst jetzt Krieg und die SPD macht wieder mit!

10. Februar 2010

Die hohe Anzahl der feindlichen Kämpfer, ihre Organisiertheit, die militärtypische Bewaffnung und ihre zunehmende Fähigkeit, in infanteristischer Kampfweise mitunter über Stunden andauernde Angriffe durchzuführen, bei denen sie in der Lage sind, quasi-militärische Taktiken und Methoden anzuwenden, entsprechen typischerweise der Situation eines bewaffneten Konflikts.“ Zitiert aus einer juristischen Bewertung des BfV an das Außenministerium, veröffentlicht bei SPON.

So langsam lässt die Bundesregierung die Katze aus dem Sack. Unser „bewaffnetes THW“ befände sich in einem nicht internationalen, bewaffneten Konflikt, so einer Art Bürgerkrieg also. Da ist es also, das böse Wort: „Krieg!“

Diese Zustandsbeschreibung trifft sicher den Nagel auf den Kopf! Aber hat es nicht auch Konsequenzen im Bundestag, in der Regierung, wenn sich deutsche Soldaten, also wir, Deutschland uns in einem Krieg befinden? Ist dann nicht automatisch Merkel, als Kanzlerin Oberbefehlshaber der Bundeswehr?
Klartext ist das vielleicht noch immer nicht, aber was nicht ist, das kann ja noch werden…

Wie nennt man es, wenn sich unsere Truppen in diesem Krieg in hoch gesicherten Camps verbarrikadieren und diese nur in stark bewaffneten, gepanzerten Konvois verlassen? Das nennt man dann wohl „in der Scheisse sitzen“, oder?

Die SPD steht zumindest in Teilen, „in Treue fest zur Kanzlerin“ und wird wohl ein gesplittetes Abstimmverhalten zeigen.
Steinmeier und ein Teil der Partei wird staatstragend für den Krieg in Afghanistan stimmen. Die Partei bekommt was sie verdient, schon in NRW im Mai, da bin ich mir sicher…


Für Merkel sterben? Wie Guttenberg die Bundeswehr opfert!

28. Januar 2010

Die Kanzlerin schwebt abgehoben auf ihrer Wolke, hoch über dem politischen Tagesgeschäft. Sie, die sich jahrelang auf jedem Gipfel vor jede Kamera drängte, legt sich neuerdings eine ungewöhnliche Zurückhaltung auf. Liegt das daran, dass es immer weniger Anlässe gibt, auf denen Sie mit ihrem unverbindlichen Merkel-Blabla punkten kann? Jedenfalls fehlt Merkel auf der Münchner Sicherheitskonferenz, beim Wirtschaftsgipfel in Davos und auf der Afghanistankonferenz in London. Warum fehlt Sie? Ich weiss es nicht, aber es könnte vermutlich auch daran liegen, dass die Welt endlich konkrete Entscheidungen von ihr, als immerzu nur neues Merkel-Blabla erwartet? So darf nun Westerwelle’s Guido den krampfigen deutschen Minimal-Konsens in London vortragen: Wir gehen nicht raus aus Afghanistan, wie es die große Mehrheit der Deutschen seit Jahren fordert (wem sind unsere Parlamentarier eigentlich verantwortlich?), wir gehen aber auch nicht so entschlossen rein, wie es die USA von uns erwarten. Statt dessen steigern wir die Truppenzahl um 500 Soldaten (gehen die noch rein, in die belagerte Festung Kundus?) und behalten, für den Ernstfall noch 350 Soldaten in der Hinterhand in Deutschland, falls die zum Endsieg benötigt werden sollten. Eine geradezu groteske, lächerliche Entscheidung! Dann wollen wir die Polizei-Ausbildung, die schon in den letzten Jahren zu heftiger Kritik an Deutschland führte, noch deutlich ausweiten. Das wichtigste, was diese hoch bewaffnete Land braucht sind nach deutschen Regeln ausgebildete Polizisten die Radarfallen bedienen und Knöllchen verteilen. Ob sie auch, wie in Deutschland immer mehr zu sehen, zur Deeskalation als gemischt-geschlechtliche Päärchen auf Streife gehen, sie womöglich landestypisch in Burka, entzieht sich meiner Kenntnis? Jedenfalls werden die mit AK47 bewaffneten Stammeskrieger, ob Taliban oder nicht, herzlich lachen, wenn die von Deutschland ausgebildeten Polizisten ihnen Anweisungen geben wollen. Vielleicht werden diese aber auch gleich die Seiten wechseln und für den lokalen Warlord Streife gehen. Das soll da eine Frage der Bezahlung, der Stammesloyalität und der höheren Überlebenschance sein…
Der Verteidigungsminister, eigentlich von Amts wegen für die Bundeswehr zur Fürsorge verpflichtet, hat bei seinem politischen Dauer-Slalom schnell mal wieder die Richtung gewechselt: In einem Radio-Interview heute Morgen sagte er etwa sinngemäß: „Natürlich ist das ein Krieg in Afghanistan. Da habe es schon früher Gefallene und Verletzte gegeben und das sei auch künftig so. Es klang irgendwie wie ein Appell an die eigene Truppe „nun habt euch mal nicht so, ihr Memmen“ und dann setzte er noch einen drauf, „es könne keine Lösung für die Bundeswehr sein, sich in einem stark gesicherten Lager (wie Kundus) zu verbarrikadieren, während der Taliban draussen den Kreis um das Lager immer enger ziehe!“ Also Jungs und Mädels in Uniform: Eure Führung hat aus durchsichtigen politischen Gründen und auf Druck der USA beschlossen, euer Risiko deutlich zu erhöhen. Das kann und wird vermutlich leider bittere Konsequenzen für einige von euch haben. Ihr dürft künftig mit afghanischen Soldaten, über deren Qualifikation und Loyalität ihr nie sicher sein könnt, gemischte Kampfeinsätze bestreiten. Das habt ihr in der Lüneburger Heide oder sonstwo, so nicht geübt…
Die wetterwendische Kanzlerin und ihre Opportunisten-Minister weigern sich auch, ein Datum für ein absehbares Ende des Wahnsinns zu nennen. Nur ein nebulöses Abzugs-Perspektiv-Gefasel, das davon ablenken soll, dass die Bundeswehr wohl auch in zehn Jahren noch am Hindukusch kämpft und blutet, ist zu hören! Für diesen politisch und militärisch sinnlosen Konflikt darf auch weiterhin gestorben werden, auch wenn der jetzt schon länger dauert als der Zweite Weltkrieg! Nebenbei erwähnt auch ein Milliardengrab für Deutschland, das in diesem Jahr eine Haushalts-Neuverschuldung von 104 Milliarden Euro benötigt! Außer den LINKEN sind alle Parteien im Bundestag bereit (auch die „neue, alte“ SPD), einige von euch auf dem Altar des Opportunismus zu opfern! Ich drücke euch die Daumen, auf das ihr möglichst bald lebend und mit heilen Knochen zurück kommt!