Katalonien, muslimisches Paradies in Europa?

24. September 2014

Spanisches Innenministerium weist auf Aktivitäten der Stiftung „Nous Catalans“ hin, die gezielt und intensiv muslimische Einwanderer in Katalonien umwerbe und für die Sache der Separatisten zu gewinnen suche.

„Die Stiftung habe die Aufgabe ihnen den Himmel auf Erden zu versprechen, wenn sie die Unabhängigkeit unterstützten“ so der spanische Innenminister Fernández Díaz am Dienstag in einem Radio-Interview der Cadena SER.

Die Stiftung umwerbe gezielt ca. eine halbe Million muslimische Einwanderer, hauptsächlich aus Marokko und unterhalte auch Kontakte zu radikalen Islamisten, behauptete der Minister.
So sei kürzlich eine Person aus diesem Umfeld wegen Aktivitäten, die gegen Spanien gerichtet gewesen seien, aus Spanien nach Marokko ausgewiesen worden (Ich berichtete damals darüber!).

Diese 500.000 Migranten, die nur eine geringe Bindung zu Spanien haben aber bei der geplanten Consulta oder einem späteren Referendum oder einer entsprechenden Wahl mit abstimmen dürften, könnten dabei als Gruppe eine zahlenmäßig wichtige Rolle spielen.

Fernández Díaz wollte hier sicher nicht nur mal eben Tatsachen im Radio verkünden, sondern bei den Katalanen Ängste vor muslimischer Überfremdung wecken im Vorfeld einer geplanten, nicht rechtlich bindenden  „Befragung“ (consulta) zur katalanischen Unabhängigkeit.


Gesetzesentwurf: Spanische Pässe für sephardische Juden!

16. Februar 2014

Die Vertreibung der spanischen Juden, der Sepharden aus Spanien im Jahr 1492 war ein historisches Verbrechen. Heute sind ihre Nachkommen, es ist von 3,5 Millionen die Rede, in der ganzen Welt verteilt, davon alleine 500.000 in Israel.

Ihnen soll künftig der Zugang zur spanischen Staatsangehörigkeit erleichtert werden in einem späten, symbolischen Akt der Wiedergutmachung.

Heute leben wohl die meisten Juden außerhalb Israels in den USA? Spanien könnte da in Zukunft wieder aufholen. Das Interesse an den spanischen Pässen soll groß sein, so wird berichtet.

Was der Staat Israel davon hält, dass da eventuell Spanien seine Doktrin von der alleinigen Heimstatt der Juden unterlaufen und konterkarieren könnte, das ist nicht bekannt und wie Eingangs schon erwähnt, es ist ja bisher nur ein Gesetzesentwurf des spanischen Justizministers Alberto Ruiz Gallardón.


Spanischer Innenminister gibt zu, dass die Guardia Civil mit Gummigeschossen und Tränengas „ins Wasser“ geschossen habe und nicht in die Luft, wie bisher behauptet!

13. Februar 2014

Jorge Fernández Díaz legte heute im spanischen Parlament seine Art von Rechenschaft ab über die Ereignisse des 6. Februar am Strand von Tarajal in Ceuta.

Auch diese Darstellung der Ereignisse wird sich nicht halten lassen, denn Fernández Díaz behauptet ernsthaft, dass nicht vom Wellenbrecher mit dem Zaun und nicht von See her von Schiffen geschossen worden sei! Seine Leute wollten den Übertritt über die spanische Grenze mit allen Mitteln verhindern und haben genau deshalb vom Zaun und von Booten geschossen, weil dies für dieses Ziel die besten Stellen sind, wenn man grundsätzlich Opfer in Kauf nimmt.

Ausserdem habe man aufgehört zu schiessen, als der Kommandierende vor Ort kapierte, dass er so das Leben von Menschen gefährden könnte. Na, dann ist ja alles gut…

Der Delegierte der Regierung vor Ort in Ceuta, Antonio Fernández, bestritt den Gebrauch von Tränengas und Gummigeschossen total und widerspricht damit seinem(?) Minister ganz offiziell.

Auch der Generaldirektor der Guardia Civil, noch so ein Fernández, diesmal aber Arsenio Fernández de Mesa, erklärte im Radio von Cadena SER, genau das Gegenteil seines Ministers!

Er sagt, seine Leute hätten vom Ufer aus mindestens 25 Meter Entfernung Sperrfeuer geschossen, nur ins Wasser und nur auf spanischer Seite, weswegen man Keinen habe treffen können, denn die starben ja alle auf marokkanischer Seite, nur woran dann eigentlich, an Querschlägern und Abprallern vielleicht, bei sehr flachen Schüssen oder haben sie sich einfach totgelacht?

Ich wette, mindestens ein Fernández muss in dieser Affäre den Hut nehmen, auf welchen der drei lege ich mich noch nicht fest!

Das Parlament kritisierte hauptsächlich die „heissen Rücklieferungen“ von aufgegriffenen Illegalen, denen so der Asylantenstatus verwehrt wurde.

Ein Abgeordneter zählte auf, dass es jetzt acht(!) „offizielle Versionen“ der Ereignisse gäbe, die sich alle irgendwie, irgendwo widersprächen!