US-Raketenfregatte USS-Taylor kann Sotschi nicht schützen!

20. Februar 2014

Sie liege an den Propellerblättern beschädigt im türkischen Hafen Samsun, wo sie zuvor beim Versuch des Auftankens Grundberührung hatte. Obwohl der Rumpf unbeschädigt geblieben sein soll, ist eine kleinere Menge Öl ausgelaufen. Die US-Marine zog es vor nicht darüber zu berichten, bevor das genaue Ausmaß des Schadens bekannt sei, also bis heute.

Aber vielleicht kommt Sotschi ja auch ohne den US-Raketenschirm aus, denn die Olympischen Spiele werden in drei Tagen beendet werden? Da heisst es Daumen drücken!

Ausserdem ist Obama inzwischen aber auch so richtig sauer auf Putin wegen der Ukraine und Syrien und hat anderes im Kopf als die blöde Olympiade…


Erdoğans Denkmal, der „verrückte“ Istanbul-Kanal!

13. April 2013

Als der türkische Premier dieses Projekt 2011 erstmals erwähnte, dachten viele an einen Wahlkampf-Gag. Aber er startete die Planungen und Schritt für Schritt nahm „das verrückte Projekt“ Form und Gestalt an.

Es geht dabei darum durch einen zu bauenden Kanal, der nord-westlich des Bosporus verlaufen soll, diese Istanbul durchschneidende, internationale Wasserstrasse von ihrem dichten und gefährlichen Schiffsverkehr zu entlasten. Hochseeschiffe werden mit dem billigsten Schweröl-Fusel betrieben, dessen gesundheitsgefährdende Abgase eine erhebliche Belastung der Luft in der Bosporus-Metropole darstellen. Dazu kommt die potentielle Gefahr durch die Ladung selbst. Rund 150 Millionen Tonnen Öl und Gas werden von Tankern jährlich durch die dicht befahrene Meerenge geschleust. Ein permanentes, erhebliches Risiko für Mensch und Natur!

Das rund 45km oder 30 Meilen lange „Kanal Istanbul“-Projekt würde das Schwarze Meer mit dem Marmara Meer verbinden und so den europäischen Teil Istanbuls in eine künstliche Insel verwandeln.

Gleichzeitig könnte die nordwestliche Stadterweiterung Istanbuls, seine Verkehrsanbindung mit Straßen und Brücken und ein weiterer Flughafen in Angriff genommen werden.

Interessant auch wäre die strategische Frage, ob der geplante Kanal „automatisch“ unter das Meerengenabkommen, den Vertrag von Montreux* vom 20. Juli 1936 fällt, der die Dardanellen, das Marmara-Meer und den Bosporus zu Internationalen Gewässern machte, in denen Handelsschiffen in Friedenszeiten freie Durchfahrt gewährt werden muss. In Kriegszeiten unterliegt diese Entscheidung alleine der Türkei. Für Kriegsschiffe gelten komplexere Regelungen bezüglich Tonnage, Schiffskategorie bzw. Schiffstyp sowie Herkunftsland bzw, Schwarzmeer-Anrainer-Status.

*(Montreux ersetzt den Dardanellen-Vertrag vom 13. Juli 1841, den Vertrag von Sevrès von 1920 und den Vertrag von Lausanne von 1923).

Stark vereinfacht ausgedrückt ging es dabei immer darum die Einen (Russen) drinnen im Schwarzen Meer und die Anderen (Engländer) draussen im Mittelmeer zu halten. Im WW2 verhinderte die neutrale Türkei den Angriff von Schiffen der Achsenmächte auf den „weichen Bauch“ des südlichen Russlands.