Frankreich blockiert Eintritt von Bulgarien und Rumänien in Schengener Abkommen!

30. September 2013

Manuel Valls und die Roma waren anscheinend nur das Vorspiel! Das Roma-Thema beherrschte die französische Politik der vergangenen Woche und es wird wohl auch noch bis zur Kommunalwahl in einem halben Jahr am köcheln gehalten werden.

Heute verkündete die französische Regierung durch Außenminister Laurent Fabius, dass sie den Beitritt von Rumänien und Bulgarien zum Schengener Abkommen blockieren werde, wenn diese beiden Staaten ihre EU-Außengrenzen nicht besser kontrollieren würden. Dieser muss bis zum Jahresende einstimmig verabschiedet werden.

Fabius versuchte aber klar zu stellen, dass es zwischen dem Thema der Grenzkontrollen und den Roma aus diesen Ländern keinen Zusammenhang gäbe.
Die EU-Außengrenzen von Bulgarien und Rumänien seien faktisch unkontrolliert. Er nannte speziell die Türkei, die Ukraine und die Schwarzmeer-Küste. Das mache die Aufnahme dieser Länder in den Schengen Raum sehr schwierig. Die große Mehrheit der Schengen Mitglieder teile diese Auffassung, sagte Fabius.

Nebenbei erwähnte er, dass Bukarest mehr Polizei* nach Frankreich schicken wolle und dass jugendliche Diebe nicht sofort wieder freigelassen werden sollten.

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*(Es scheint also rumänische Polizei in Frankreich zu geben, die sich um die Roma „kümmert“?)


Spanien: Schengen Adieu! Katalonien unterbricht freien Schengen-Grenzverkehr eine ganze Woche wegen EZB-Gipfel!

28. April 2012

Wegen des Gipfeltreffens der Europäischen Zentralbank (EZB, BCE, ECB) am 3. Mai in Barcelona hat die spanische Regierung für die Landgrenzen zu Frankreich ab Null Uhr letzte Nacht den freien Personenverkehr nach dem Schengener Abkommen ausgesetzt und kontrolliert eine ganze Woche lang die Einreisenden.

Nach Dänemark (letzten Sommer) und Holland (Kameraüberwachung) und Frankreich (letzten Sommer, und erneut angekündigt) und Deutschland (angekündigt) und Italien (letzten Sommer) setzt ein weiteres EU-Land, die angeblich höchste Errungenschaft der EU zeitweise außer Kraft, damit wir uns schon einmal an den Zustand „pro ante“ gewöhnen können!

Begründet wird der Schritt mit den Gummiparagraphen der „drohenden schweren Störung der öffentlichen Ordnung und der inneren Sicherheit“.

Davon werden hauptsächlich die katalanischen Grenzorte La Jonquera, Port Bou, Puigcerdá, Camprodon, sowie die Flughäfen Girona, Llerida und Barcelona betroffen sein.

In Barcelona glaubt man nämlich ernsthaft, dass die Krawalle, wie zuletzt am 29. März, von importierten, etwa eingeflogenen(?),  Anarchisten aus Italien und Griechenland begangen worden seien!

So werden die normalerweise heftig zerstrittene autonome Regional- und Zentralregierung zusätzlich zu den „Prügelburschen“ der Mossos noch zweitausend Guardia Civiles und Policias Nacionales einsetzen, das sind dann drei verschiedene Polizeitruppen unter drei verschiedenen Führungen und mit zwei Sprachen, denn die Mossos sind schriftlich angehalten nur auf Katalan zu kommunizieren! Damit dürfte dann das Chaos programmiert sein…

http://www.lavanguardia.com/politica/20120423/54285164160/espana-suspendera-tratado-schengen-toda-semana.html