Brüssel: Obama belügt Öffentlichkeit über Kosovo!

28. März 2014

Bei einer Rede in Brüssel am vergangenen Mittwoch log Obama, dass sich die Balken bogen:

Obama sagte: “And Kosovo only left Serbia after a referendum was organized not outside the boundaries of international law, but in careful cooperation with the United Nations and with Kosovo’s neighbors. None of that even came close to happening in Crimea.”

In der Tat, auch im Kosovo geschah dies nicht im Entferntesten:
Es gab kein Referendum im Kosovo. Es gab keine Kooperation mit Serbien.
Es war eine einseitige USA / NATO-Entscheidung und sonst gar nichts!
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Es ist ja traurig genug, dass der US-Präsident die Fakten nicht kennt, aber dass offenbar niemand seine Redemanuskripte checkt, dass keiner dies für ihn tut ist schlicht unverantwortlich.

Es sei denn, es war Absicht das Auditorium zu belügen?


THE ECONOMIST: Ein neuer Staat Catalunya müsste mindestens vier, fünf Jahre auf EU-Beitritt warten!

24. Februar 2014

Die bisher aufmunterndsten Prognosen über ein katalanisches Unabhängigkeitsprojekt kamen stets aus der englischen Presse. Gerne auch von Redakteuren mit familiärem Bezug an die Costa Brava und angetrieben von dem absolut selbstlosen, frommen Wunsch die EU zu schwächen und zu spalten.

Jetzt, wo sich das schottische Referendum nähert, und in einem halben Jahr Realität werden wird, da kommen realistischere Töne aus den englischen Medien.

Wenn Schottland und Katalonien unabhängig werden können, warum denn dann nicht auch das Baskenland, Flandern, Korsika oder Bayern?

Und gibt sich selbst die Antwort, weil die EU das nicht wolle, weil sie wachsen und größer werden und nicht zerbröseln wolle!

Es sei keinesfalls unmöglich für neue Staaten in die EU zu kommen, es sei aber keineswegs leicht oder gar schnell zu bewältigen. Wer so etwas verspreche, belüge die Menschen!

Dies gelte sogar für den Fall einer freundschaftlichen Trennung, wie sie in Schottland zumindest theoretisch eher möglich sei und in Katalonien bisher vollkommen unvorstellbar.

Da müssen den Senyores Junqueras, Mas und Homs eigentlich die Ohren geklungen haben? Keine Angst, das kümmert die nicht! Die können alles, was nicht in ihr sektierisches Weltbild passt, einfach ausblenden…


Pro Schottland 23, pro England 72. Salmond verliert Rückhalt für Unabhängigkeit!

24. Januar 2013

Diese Woche wurde die jüngste Umfrage zum geplanten Schottischen Unabhängigkeitsreferendum veröffentlicht. Nur 23 Prozent der befragten Schotten sprachen sich für die Unabhängigkeit von Großbritannien aus. 72 Prozent waren hingegen für einen Verbleib in der Union mit England und Wales.

Das ist der niedrigste Zuspruch für Salmonds Projekt seit dem schottischen Parlament in Edinburgh 1999 mehr Souveränität eingeräumt wurde. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die Zahl der Befürworter um neun Prozent gefallen! Sie hat übrigens zu keinem Zeitpunkt in diesen 13 Jahren mehr als ein gutes Drittel betragen. Hingegen bewegt sich die Kurve derer, die ein eigenes schottisches Parlament innerhalb des UK wollen stabil um die 60 Prozent.

Die Schotten wollen derzeit mehr Kompetenzen in finanziellen, sozialen und steuerlichen Fragen, stellen aber insgesamt mit deutlich mehr als einer Zweidrittel-Mehrheit die Union mit England nicht in Frage.

Salmond hatte zuletzt Falschinformationen einräumen müssen, hinsichtlich des automatischen Verbleibens eines unabhängigen Schottlands in der EU und der Möglichkeit, weiterhin das britische Pfund als Zahlungsmittel verwenden zu können. Ebenso ungeklärt ist der weitere Verbleib des Heimathafens der britischen Atom-U-Boote im schottischen Faslane.

Das schottische Unabhängigkeitsreferendum vom UK und das UK-Referendum über den EU-Verbleib sind übrigens schicksalshaft miteinander verknüpft:

Zuerst findet im Herbst des kommenden Jahres 2014 das schottische Referendum statt. Sollten sich die Schotten für eine Unabhängigkeit von England aussprechen, dann würde Alex Salmond ihnen jegliche Abstimmung beim darauf folgenden UK- Referendum (vermutlich 2017) über den EU-Verbleib oder einen neuen EU-Vertrag des UK verbieten, bevor Schottland als ein unabhängiger Staat in die EU eingetreten ist.

Nur wenn die Schotten sich gegen ihre Unabhängigkeit und für das UK in Europa entscheiden, dürfen sie später beim UK-Referendum über die EU abstimmen. Dann könnte aber der Fall eintreten, dass sie beim EU-Referendum 2017 aus der EU austreten müssten, falls sich die Mehrheit im UK für den Austritt entscheidet!

Also: Sie entscheiden sich zuerst für England, weil sie in der EU bleiben wollen und deshalb müssen sie dann später austreten, weil eine UK-Mehrheit raus will, total verrückte Welt!

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2267501/Poll-shock-Alex-Salmond-support-Scotland-leaving-UK-slumps-just-23-cent.html?ito=feeds-newsxml

http://www.elperiodico.com/es/noticias/internacional/apoyo-independencia-escocia-pierde-fuelle-2301473

http://www.independent.co.uk/news/uk/politics/fundamentally-confused-alex-salmond-slams-david-camerons-eu-speech-8463362.html