Wirtschaftsweise: Nicht Spanien, sondern Frankreich größtes Sorgenkind der EU!

9. November 2012

Gerade noch hatten wir uns sehr schwer daran gewöhnt, dass nach Portugal und Griechenland nun Spanien als größter Problemfall der EU genannt worden ist, da wird schon „eine neue Sau durch’s Dorf getrieben“, nämlich Frankreich!

Dies wäre in der Tat der Super-Gau für die Flickschusterei, mit der die Euro-Länder ihre Finanz-, Banken-, Systemkrise unter deutscher Führung zu bewältigen suchen. Ein Krisenherd Frankreich wäre in der Tat das Ende des Euro und wohl auch der EU wie wir sie kennen. Wirtschaftlich zu groß um gerettet werden zu können und politisch zu wichtig um á la Griechenland erpresst werden zu können.

„…Der Wirtschaftsweise Lars Feld (hat) bei der Vorstellung des Jahresgutachtens gesagt: „Das größte Problem ist nicht mehr Griechenland, Spanien oder Italien, es ist Frankreich, weil Frankreich im Hinblick auf die Herstellung seiner Wettbewerbsfähigkeit nichts unternommen hat und sogar in die Gegenrichtung geht…“ (Zitat: FAZ)

Das wäre doch ein guter Moment von der unhaltbaren, kapitalhörigen Zwangs-Spar-Manie der Merkel, Schäuble & Co. abzurücken und dem Südwesten Europas mehr Einfluss auf die anstehenden Problemlösungen einzuräumen, oder?

Mir persönlich wäre ein humaneres Europa, dass sich an französisch-spanisch-italienischen Einflüssen orientiert und den Menschen und das Soziale nicht als störenden Randfaktor betrachtet, erheblich lieber als deutsche Hartz-IV-versklavte Niedriglöhner, die nebenbei die Steuern zur Bankenrettung aufbringen müssen und unweigerlich der Altersarmmut entgegen malochen!

Das Einzige was wir uns wirklich sparen könnten, sind Frau Merkel und ihre Kapital-Lakaien…

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/sachverstaendigenrat-sondergutachten-ueber-frankreich-waere-grobe-unhoeflichkeit-11955596.html


Europas Südschiene: Der „Club Med“ verarscht Merkel auf Malta!

5. Oktober 2012

Heute trafen sich auf Malta, irgendwo südlich von Sizilien zwischen Europa und Nordafrika gelegen, die Vertreter der EU Südschiene (ohne die Griechen und Zyprioten, die man wohl schon abgehakt hat?) um Merkel am Nasenring durchs Mittelmeer zu ziehen.

Der französische Präsident François Hollande, und die Premierminister von Italien, Spanien und Portugal, Mario Monti, Mariano Rajoy y Pedro Passos Coelho. Zu ihnen gesellte sich als Gastgeber der Malteser Lawrence Gonzi, und der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Durão Barroso, noch so ein Portugiese.

Die Schuldner waren sich ihrer starken Position gegenüber ihren Gläubigern klar und tönten entsprechend selbstbewusst.

Sie verlangten, dass Europa eingegangene Verpflichtungen auch einhalten sollte und zwar gefälligst jetzt, sofort!

Im Januar sollte die EU-Bankenunion in Kraft treten, wie die EU-Kommission es vorgeschlagen und der mutmaßliche Profiteur Spanien es unterstützt hatte.

Spaniens zweites und allgemeines Rettungspaket lässt unterdessen noch auf sich warten.
Mariano Rajoy lässt sich damit noch etwas Zeit. In der selben Sekunde, in der er den Rettungsantrag stellte, würde er vom umworbenen Schuldner zum hässlichen, von der EU-Troika-entmündigten  Bittsteller.

Was macht Frankreichs Hollande in dieser Gruppe? Frankreichs (bekannte!) Situation ist eigentlich noch nicht so gravierend, um sich dem Bettel-Team anzuschließen. Trotzdem war er dabei. Ob da wohl was im Busch ist?

http://politica.elpais.com/politica/2012/10/05/actualidad/1349467863_323676.html


Deutschlands beliebteste Politikerin: Ende der Narrenfreiheit für Merkel in Sicht?

6. September 2012

Draghis neuester Wurf eines Schulden-perpeto-mobile in der EU, das permanenten und grenzenlosen Geldfluss in die klamme Euro-Südschiene verspricht, müsste eigentlich wie eine Ohrfeige bei Merkel einschlagen.

Tut er aber nicht! Merkel ist derzeit tiefer abgetaucht als ein deutsches U-Boot mit Davidstern vor der iranischen Küste. Was Draghis EZB beschloss, schrumpfte das Bild von der mächtigsten Frau der Welt schneller auf Normalmaß als die das später wortkarg und nichtssagend vor Kameras korrigieren konnte.

Beschlossen wurde die unbegrenzte künftige Finanzierung der Schulden der Euro-Südschiene mit variablen Begleitkonditionen die viel kreativen Spielraum für Gestaltung lassen. Rajoy bastelt schon an einem sanften Rettungskonzept für sein Spanien. Monti wird seine Italiener auch möglichst sanft behandeln wollen, zumindest falls er wiedergewählt werden möchte!

Uns Deutschen hat Draghi damit Inflation und ein höheres Ausfallrisiko verordnet, denn die EZB, für die der deutsche Steuerzahler geradestehen muss, hat zugunsten privater Investoren, sprich Banken, ihren Status eines bevorzugten Gläubigers aufgegeben. Allein dies wird uns eine Menge Geld kosten…
Diese Politik wird die Geldvermögen der Deutschen, ihre Ersparnisse, wie Eis in der Sonne abschmelzen lassen. Zusammen mit der angekündigten Armutsrente kommen herausfordernde Zeiten auf uns Deutsche zu.

Wo sind die „Mundheroen“ Merkel und Schäuble und Kauder denn jetzt?

Schäuble kommt als Zwetschgehex’ ins Fasnachtsmuseum und Merkel kriegt ein fürstliches Gnadenbrot auf europäischer Ebene und Kauder darf sich den Schweizer Fluglärm über Süddeutschland für den Rest seines Lebens anhören.
Er hat ihn sich schließlich selber eingebrockt…


Enthüllung: Müder Kick nach geilem Fick?

10. Juni 2012

Das Spiel gestern Abend war wohl für viele eine überraschende Enttäuschung? Speziell, diejenigen, die bei Real Madrid mit CR7 in einem Team zusammenspielen, blieben unerklärlicherweise unter ihren Möglichkeiten!

uhupardo.wordpress.com, der wohl beste investigative Blog wenn es um Fußball und Real Madrid geht, lieferte eine mögliche Erklärung. Da hat sich wohl jemand die falschen Pillen schicken lassen?

Wir wollen Ihnen diese Enthüllung nicht vorenthalten, sieht die ganze Sache nach dieser Erklärung doch wesentlich klarer und nachvollziehbarer aus:

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Zitat: http://uhupardo.wordpress.com/2012/06/08/em-2012-stahlhelm-auf-zum-freistoss/#comment-3301

Das geht auch nur in Deutschland durch. :-) Nach so einem Grottenkick wie gestern die zufriedene Miene raushängen, würde in Spanien einen Proteststurm entfachen. Aber im “Hauptsache-gewonnen-3-Punkte-ist-doch-wurscht-wie”-Land ist das derartig Tradition, dass auch so ein Kommentar niemanden mehr aufregt. Logisch.

Aber ich verstehe sowieso Vieles nicht mehr im Fussball. Hatte Khedira nicht eine Freundin?
http://i762.photobucket.com/albums/xx268/unamadridista/unamadridista8/2012-05-03-autobus-130.gif

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Yvonne, die blöde Kuh, behauptet Deutschland verliert gegen Portugal!

8. Juni 2012

Sie macht aber auch nichts als Scheiss’ oder ist es einfach nur die Rache dafür, dass sie nach dreimonatiger Freiheit wieder (ziemlich unsanft!) eingefangen wurde?

Yvonne, die Fluchtkuh von Bayern, behauptet jedenfalls per Futtertrog-Abstimmung, dass das portugiesische Team um CR7 die Deutsche Elf wegputzt in Polen.

Ich mache auch ’ne Abstimmung:
Wer ist dafür, dass Yvonne zum Schlachter kommt und zu zähen Schnitzeln oder Formfleisch in Fussballform verarbeitet wird? Okay, okay, Tierfreunde, war ja nur Spaß….

http://www.spiegel.de/panorama/fussball-em-kuh-yvonne-orakelt-auftaktniederlage-fuer-deutsche-elf-a-837669.html


Spanien: Streiflichter zur Krise aus ULTIMA HORA, EL PAÍS.

1. Juni 2012

Spanien war im März das EU-Land mit der höchsten Arbeitslosigkeit (24,3%), gefolgt von Griechenland (21,7%), Lettland (15,2%) und Portugal (15,2%).

Die EU-Länder mit der geringsten Arbeitslosigkeit waren Österreich (3,9%), Luxemburg  und die Niederlande (beide 5,2%) sowie Deutschland (5,4%).

Spanien hievt die Arbeitslosenquote in der EU auf satte 11%. Im Euro-Raum gibt es 17,4 Millionen, in der ganzen EU gar 24,6 Millionen Menschen ohne Arbeit!

Der Verkauf von Neuwagen in Spanien stürzte im Mai um 8,2% auf 72.442 Fahrzeuge ab und wird bis zum Jahresende auf dem Niveau von Marrokko angelangen.

Der Risikoaufschlag Spaniens für neue Kredite stieg angesichts der fehlenden Lösung der Bankenkrise auf den Rekordwert von 542 Basispunkte bezogen auf den deutschen Bezugswert. Zehnjährige Anleihen kosteten 6,5%. Ab sieben Prozent werden Rettungsmaßnahmen der EU und des IMF erwartet.


Was nicht sein darf, kann nicht sein! Paul Krugman in der NYT über Argentinien.

5. Mai 2012

Argentinien ist seit seinem Ausstieg aus dem von IMF und WB von außen verordneten Schuldenprogramm so etwas wie der Paria der internationalen Wirtschaftsjournalisten. Dazu kommen vollkommen unmögliche, populistische Regierungen, zuletzt die des Ehepaares Kirchners, die zuweilen durch Enteignungen und drastische Eingriffe in die „Freiheit der Wirtschaft und der Märkte“ von sich reden machten. „Ih-gitt, bäh, also Argentinien, das geht ja gar nicht“ lautet im Allgemeinen der Tenor der Berichterstattung.

Paul Krugman verweist auf Vorurteile und Wunschdenken, die verhinderten, die Basisfakten zur Kenntnis zu nehmen. Während wir bei Irland jeden vermeintlichen Mini-Fortschritt laut bejubeln, weil die Iren „die richtige Medizin“ gegen die Krise zu sich nähmen, gingen wir im Falle von Argentinien grundsätzlich erst einmal negativ zur Sache: Sie seien unverantwortlich, populistisch, ganz, ganz böse.

Vergleicht man den hochgelobten Nachbarn und BRIC-Staat Brasilien mit Argentinien, dann ist dieses, wenn man das Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2000 gleich 100 setzt, in Brasilien fast kontinuierlich gestiegen, mit einer leichten Delle in der Krise 2008-2009, und liegt jetzt bei etwa 150% bezogen auf das Jahr 2000. Argentinien stürzte zunächst bis 2002 steil ab auf etwa 85% um dann ebenso kontinuierlich wie Brasilien –nur steiler, stärker – anzusteigen und diesen Anstieg (abgeschwächt!) sogar 2008-2009 beizubehalten. Heute liegt Argentinien mit 180% um zwanzig Prozentpunkte über dem hochgelobten Brasilien. Haben wir das so wahrgenommen in Europa? Vermutlich eher nicht!

http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/05/03/down-argentina-way/

Matthew Yglesias zieht Argentinien sogar als Vorbild für die Südeuropäischen Krisenstaaten in Betracht. Anstatt Merkels bittere Brutal-Spar-Medizin anzuwenden, die den angeborenen Konstruktionsfehler des Euros in keiner Weise tangiert und die somit nicht zur Ursachenbewältigung der Krise beiträgt, solle man sich am Beispiel Argentiniens orientieren.

Argentiniens Problem war ein fester Wechselkurs zum US-Dollar, dem die Wirtschaft des Landes nicht gewachsen war. Die Verschuldung stieg und der IMF verweigerte schon fest zugesagte Mittel. Da stiegen die Argentinier aus dem Deal aus, kappten den festen Wechselkurs zum US-Dollar und hörten auf die Auslandsschulden zu bedienen. Das Land war auf sich alleine gestellt, das war der Absturz bis 2002, und dann hatte sich die Wirtschaft wieder erholt, Argentinien exportierte und der Tourismus florierte. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 6,7%, das ist ja schon beinahe Vollbeschäftigung!

Yglesias Resumée: Die Euro-Südstaaten sollten den Abschied aus der Gemeinschaftswährung ernsthaft in Betracht ziehen, die eher auf die Bedürfnisse Deutschlands zugeschnitten sei, als auf die der Südschiene Europas!

Ich teile diese Ansicht, denn mit Merkels dumpfen Gewalt-Spar-Exzessen sind die konstruktiven Geburtsfehler des Euros nicht beseitigt. Entweder eine andere EU, einen anderen Euro, oder einen Ausstieg der Südschiene aus der Gemeinschaftswährung! Alles andere wäre ein Leiden ohne Ende und eine unverantwortliche Zumutung für die jungen Generationen Europas:

50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit sind ein inakzeptabler Skandal der alles Positive, das es in Europa natürlich auch gibt, klar in den Schatten stellt!

http://www.slate.com/articles/business/moneybox/2012/05/spain_greece_and_portugal_should_quit_the_euro_it_s_the_only_way_to_save_their_doomed_economies_.html