PSOE-Sánchez-120 in 48 Stunden mit einer Stimme Mehrheit gewählter Präsident Spaniens?

5. Januar 2020

Heute Mittag erfolgte die erste Abstimmung zur Wahl des neuen Ministerpräsidenten Spaniens nach fast zwei Tagen der Debatte im Kongress:

350 = Anzahl der Abgeordnete
176 = Absolute Mehrheit, Mindestzustimmung gefordert im Ersten Wahlgang.

Wie erwartet worden war hat PSOE-Sánchez-120 diese Absolute Mehrheit verfehlt!

166 Sí / Ja-Stimmen
165 No / Nein-Stimmen
018 Stimmenthaltungen!
001 Stimme, nicht anwesend, nicht mitgewählt, nicht mitgezählt.

Was hier auf dem ersten Blick wie eine schallende OHRFEIGE für den Möchte-gern-Präsidenten aussieht, würde PSOE-Sánchez-120 aber im Zweiten Wahlgang zum legal-gewählten Präsidenten Spaniens machen, denn da genügte ihm EINE STIMME Mehrheit!

Was zeigt nun das Ergebnis des ersten Wahlganges?
Nun, die beiden Blöcke Links / Rechts sind annähernd gleich groß, denn JA und NEIN sind klare Aussagen und nur durch eine Stimme getrennt. Der entscheidende Faktor sind also die 18 Enthaltungen. Sie kommen von Separatisten aus Katalonien und dem Baskenland, die auf diese Weise PSOE-Sánchez-120 in den Präsidenten- und den Falcon-Sessel hieven und dafür nicht nur für diese passive Wahlduldung vom kommenden Dienstag sondern für jedes weitere Gesetz dieser abhängigen „Progressiven“-Regierung teuer bezahlen lassen werden, vom spanischen Steuerzahler und Wähler…

Warten wir also ab, was am Dienstag, den 7. Januar 2020 um 12:45 Uhr geschehen wird.

„Rein technisch betrachtet“ gefällt mir diese Wahl sehr, denn jeder einzelne Abgeordnete wird vom Ersten Sekretär des Kongresses – LIVE im TV – namentlich aufgerufen, erhebt sich von seinem Platz und anwortet laut und deutlich mit JA, NEIN, oder ENTHALTUNG. Darunter zeigt eine Einblendung den jeweils aktuellen Zählerstand der Abstimmung an. Das ist fast spannender als die Lottozahlen und der Wetterbericht zusammen…

PS: Eine ganz andere Frage ist es, daß hier theoretisch verfassungstreue, spezialdemokratische Pseudo-Linke von der PSOE, mit „straßenbewegten Gruppen“, denen in der Vergangenheit medial schon mal Nähe zu venezuelanischen aber auch iranischen Drogengeldern unterstellt wurde und denen die Spanische Verfassung „am Arsch vorbei geht“ und offenen Separatisten katalanischen und baskischen Ursprungs gebildet werden soll, deren wochenlange Verhandlungen weitgehend im Dunkeln blieben…