Ist das die neue Pressefreiheit? TV-Journalist bei Demo ca. 16 Stunden grundlos arrestiert!

20. November 2020

Während am Dienstag in der Nationalversammlung über den neuen Gesetzesantrag zur „globalen Sicherheit“ heiss diskutiert wurde, fand draussen eine Demo zum Thema Gefährdung der Pressefreiheit durch den Artikel 24 des geplanten neuen Gesetzes über „globale Sicherheit“ statt, welche die Demonstranten gefährdet sahen. Zu Recht, wie sich schnell herausstellen sollte!

Ein regional zuständiger TV-Journalist von France 3 Paris Île-de-France filmte mit seinem Telefon in der rechten und seinem Presseausweis in der linken Hand die Festnahme von 7 Demonstranten. Der äussere Ring der Polizei ließ ihn problemlos und ohne Kommentare durch. Doch dann, am Ort des Geschehens, wurde er von einem genervten Polizisten so ca. um 21 Uhr festgenommen und zu einer Gruppe von Verhafteten hinzugefügt.
Es gab 28 Verhaftete, fünf Kommissariate und ein erhebliches Durcheinander. Am Mittwoch um 01:15 Uhr wurde er dann nach gut 4 Stunden des Wartens im Kommissariat von Batignolles, im XVII Bezirk, offiziell arrestiert und in eine Zelle gesteckt, ohne daß ihm konkrete Dinge vorgeworfen wurden, aus der er dann am Mittwoch, den 18. November um 13:30 Uhr, also nach ca. 16 Stunden wieder freigelassen wurde!

Kommentar s/eines Anwaltes:
Es ist sehr lange her, daß ein Journalist einer großen TV-Kette unter solchen Bedingungen festgenommen wurde!

Gibt es eine Erklärung für diesen Vorfall?
Die Polizei sagte, sie hätte die Demonstration für aufgelöst erklärt und der Journalist sei der Aufforderung zu gehen nicht nachgekommen. Diese Auflösung der Demo geschah aber anscheinend lange bevor der Journalist an den Ort des Geschehens kam. Er wusste dies also nicht und die äusseren Ringe der Polizei ließen ihn problemlos und vor allem kommentarlos passieren.

Die Direktion von FRANCE 3 PARIS ILE DE FRANCE verurteilte die übertriebene und parteiische Festnahme eines Journalisten, der seiner Arbeit nachging, auf das Heftigste und unterstützt den Kollegen mit aller Kraft.

Fabrice Goll, Directeur régional de France 3 Paris Île-de-France a informé de son côté que „la Direction de France 3 Paris Île-de-France condamne avec la plus grande fermeté cette arrestation abusive et arbitraire d’un journaliste dans l’exercice de son travail et apporte bien sûr son total soutien à notre confrère“. 

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https://france3-regions.francetvinfo.fr/paris-ile-de-france/paris/journaliste-france-3-paris-ile-france-interpelle-hier-soir-1896138.html


Wie Paris trotz Corona seine Museen füllt…

14. September 2020

Die weltbekannten Pariser Museen haben trotz allen üblichen Corona-Einschränkungen geöffnet. Das ist auch gut so. Nur der Besuch lässt anscheinend etwas zu wünschen übrig?

Da trifft es sich doch gut, daß zumindest zwei dieser Museen jetzt in die Medien gerieten:
https://france3-regions.francetvinfo.fr/paris-ile-de-france/paris/jeune-femme-empechee-entrer-au-musee-orsay-cause-son-decollete-1872484.html

Hier wurde einer jungen Frau, „Jeanne“ wegen ihres tiefen Dekolletés der Eintritt in’s Musée d’Orsay verwehrt! Das gab einen Sturm in den sozialen Medien und das Museum entschuldigte sich später, doch zu spät:

Das Musée d’Orsay bekam Besuch von der Frauengruppe FEMEN, die mit über 20 Aktivistinnen, deren Oberkörper nur mit knappen Slogans bemalt waren, protestierten!

Mal sehen, wie sich danach die Zuschauerzahlen entwickeln werden?

Eine ganz andere Geschichte entwickelte sich in Paris in der Cinémathèque Francaise, wo Nudisten, FKKlern, nur „Oben“ mit Masken bekleidet, „Unten“ nicht, der Zutritt erlaubt wurde!

https://france3-regions.francetvinfo.fr/paris-ile-de-france/paris/cinematheque-exposition-louis-funes-s-ouvre-aux-naturistes-poil-1872878.html

Das Ausstellungsthema, Der Meister, Louis de Funès, war in seinen Paradekostümen als Flic, oder Rabbi Jacob leider nur als leblose, wie eingefroren wirkende, Wachsfiguren, aber dafür mehrfach anwesend, schade, sehr schade! Ich versuche mir vorzustellen, wie diese verschiedenen Figuren des Louis de Funés, alle gleichzeitig ausgeflippt wären bei dem Versuch, den Nackten den Zutritt ins Museum zu verwehren;-))


Schattenkabinett des Grauens!

22. Februar 2017

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So titelt ein sehr kurzweilig und treffender Artikel von Robert Griess, den ich im NEWSLETTER der  ver.di-Branchenzeitung Nr. 1, 2017, (gedruckt im 155. Jahrgang und quicklebendig!) gefunden habe. Kleine Kostprobe gefällig?

Casting-Show gegen Politikverdrossenheit: Merkel, Nahles und Roth in Kochshow bei Grünkohl mit Pinkel über Massenabschiebungen parlierend (bzw. dozierend was die GRÜNE betrifft)! Schäuble der LETZTE Finanzminister des vergangenen Jahrtausends und seit 17 Jahren noch immer im Amt (Ein Untoter. Jurist, halt!).
Schattenkabinett des Grauens!

Aus einem Mitbestimmungs-Report der HANS-BÖCKLER-STIFTUNG über die Entwicklung der Vorstandsgehälter von DAX-Unternehmen:

Vor zwanzig Jahren verdiente der durchschnittliche DAX-Vorstand „nur“ das 13-fache seiner Mitarbeiter (bildlich der Werkself und zweier Ersatzspieler…).

Heute bekommt (ich weigere mich, es Verdienst zu nennen!) der durchschnittliche DAX-Vorstand das 57-fache seiner Mitarbeiter (das ist eine Steigerung um fast das 4,5-fache oder das sind 5 Fußballmannschaften plus Trainer und Masseur! Das ist schon unanständig, aber es geht noch schlimmer!)

Wenn der Manager nämlich bei (den mit SPD-Politikern durchsetzten ahnungslosen Abgaskünstlern von) VOLKSWAGEN arbeitet, dann bekommt er das 141-fache seiner Mitarbeiter was 12 Werksmannschaften und 9 Trainern entspricht!)
http://verdi-drupa.de/2017/02/06/die-meldung-hinter-der-zahl-6/
dp-1-2017_meldung_hinter_der_zahl_fmt

(Alles was in Klammern steht, wurde von mir hinzu gefügt!)


Immer mehr Juden verlassen Frankreich

13. Januar 2015

Wieder einmal und in böser Regelmäßigkeit sind vorige Woche Menschen jüdischen Glaubens in Frankreich zu Tode gekommen.

Die Opfer im Supermarkt waren gezielt als Juden angegriffen und von ihrem Geiselnehmer vor dem Sturm der Polizei zu ihrer Befreiung aus diesem Grund, jüdisch zu sein, getötet worden.

717 jüdische Schulen in Frankreich müssen – wie nach den Attentaten von Toulouse – ab sofort durch 4.700 Polizisten geschützt werden. Eine traurige „Normalität“ in Frankreich.

Was zumindest ich in unseren deutschen Medien nicht las:
Erstmals hatten an diesem Freitag auf Anordnung der Polizei alle Geschäfte im jüdischen Viertel von Paris, dem Marais und der berühmten Rue de Rosiers aus Sicherheitsgründen geschlossen. Soweit ist es also wieder in Europa…

Diese rund 500.000 Menschen sind die größte jüdische Population Europas und stellen doch weniger als ein Prozent der Franzosen.

Trotzdem waren zum Beispiel 40% der rassistischen Angriffe auf Menschen in Frankreich gegen diese Mini-Minderheit gerichtet. Das Verhältnis von Juden und Muslimen in Frankreich beträgt numerisch mindestens 1:10. Aber Antisemitismus und Agression beschränkt sich nicht auf Muslime.

Das hatte Folgen: In 2014 stieg die Zahl der jüdischen Auswanderer aus Frankreich nach Israel um 88% auf 7.000 Menschen oder 1,5% der jüdischen Bevölkerungsgruppe an.

Dazu kommen noch jene, die in ein Drittland wie z.B. die USA, Canada, das UK oder auch Deutschland(?) auswanderten und deren Zahlen hier nicht enthalten und mir nicht bekannt sind.

Jedenfalls fühlen sich diese Menschen unsicher, da Frankreich unfähig erscheint, sie zu schützen. Der Großrabbiner Frankreichs, Haim Korsia sagt, dass es sich um die größte Auswanderungsbewegung von Juden aus Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg handele!

Wie sieht es aktuell in dieser Frage in Deutschland aus?

http://www.slate.fr/story/96707/juifs-france-trop-tard

http://www.thedailybeast.com/articles/2015/01/10/do-jews-have-a-future-in-france.html

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2903600/Every-single-French-Jew-know-left-Paris-Editor-Britain-s-Jewish-Chronicle-claims-people-fleeing-terror-hit-French-capital.html

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PS: Der israelische Premierminister Netanyahu lud in Paris, wo er an der Demo des vergangenen Sonntags teil nahm, alle französischen Juden nach Israel ein. Das ist offizielle israelische Politik und außerdem hat er im Januar noch Neuwahlen anstehen.


Schiesserei im Satire-Magazin CHARLIE HEBDO in Paris, mindestens elf Tote, 6 Schwerverletzte!

7. Januar 2015

Mitten in Paris, im 11. Bezirk, fand heute Morgen „am hellen Tage“ eine blutige Gewalttat statt. Zwei maskierte Männer mit Maschinenpistolen* sollen nach derzeitigen Angaben am Sitz des berühmten Satire-Magazins CHARLIE HEBDO 12 Menschen getötet haben. Davon seien zehn Personen innerhalb und zwei Personen ausserhalb des Gebäudes getötet worden sein, in dem sich noch zahlreiche Mitarbeiter versteckt haben sollen. Unter den Toten seien zwei Polizisten sein. Es soll auch mindestens sechs Schwerverletzte geben, darunter ein Polizist!

Die beiden maskierten Täter sollen geflüchtet sein mit Hilfe eines Autofahrers, den sie als Geisel** genommen haben sollen. Sie hätten gerufen «Nous avons vengé le prophète» (Wir haben den Propheten gerächt!). Die Flucht führte nach Norden. Die Täter wechselten mindestens einmal das Fluchtfahrzeug. Vermutliches Ziel könnte das nördlich von Paris gelegene Seine Saint Denis, ein Problembezirk, sein?

Im Netz kursieren Bilder von französischen Polizeifahrzeugen mit von ganzen Salven durchlöcherten Frontscheiben. Es gibt zahlreiche Bild- und Tondokumente des Geschehens: http://www.abc.es/videos-internacional/20150107/asaltantes-charlie-hebdo-asesinan-3975572002001.html

Für den Großraum Paris ist die höchste Alarmstufe für einen Terroranschlag ausgerufen worden. Das bedeutet, dass schwerbewaffnetes Militär die zentralen und strategischen Plätze in der französischen Hauptstadt sichert. (..le plan Vigipirate passe au niveau „alerte attentats“ dans toute l’Ile-de-France)

12:15 Uhr: Inzwischen muss die Lage aber unter Kontrolle sein, denn Premierminister Manuell Valls und sein Innenminister und oberster Dienstherr der Polizei sind vor Ort.

12:26 Uhr: Auch Präsident François Hollande ist am Tatort eingetroffen, gefolgt von der Kulturministerin Fleur Pèlerin. Er nannte das Geschehen einen „Terror-Anschlag“!

14:00 Uhr: Für diese Zeit ist eine Sondersitzung des Kabinetts einberufen worden. Ob diese am Tatort erfolgen wird – ein guter Teil der Minister sind schon da –                   ist nicht bekannt.

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*(Laut telefonischen Zeugenaussagen aus dem Gebäude-Inneren sollen die Männer mit einem Kalashnikov-Sturmgewehr und einem Granatwerfer bewaffnet gewesen sein, als sie um 11:30 Uhr in der Eingangshalle mit ihrem Gemetzel begannen!)

**(Jetzt ist von drei Tätern die Rede. Der erste Fluchtwagen ist gefunden. Von einer Geisel ist nicht mehr die Rede. Der dritte Täter könnte demnach ein bereit stehender Komplize als Fahrer des Fluchtwagens gewesen sein?)


D-Day minus 1: Putin landet vor den Amis in Paris!

28. Mai 2014

Am Tage vor dem 70. Jahrestag der Landung der Westallierten des WW2 in der Normandie, landet der derzeit in Ungnade gefallene ehemalige Ostallierte in Paris und besetzt den Élysée-Palast symbolisch, trotz der zur Abwehr des Bösen an den Kronleuchtern der Prunk-Säle aufgehängten provencalischen Knoblauch-Girlanden.

Im Nicht-Regierungspalast (so böse Zungen!) wird Putin mit dem gefühlten französischen Gewinner der Europawahl über die Ukraine reden und vielleicht, wer kann das schon wissen, über gewisse Hubschrauberträger für die russische Marine?

Dann wird der Ablauf, die Choreographie des Jahrestages besprochen: Während Obama und Cameron den Strand stürmen und Hollande Merkel ablenken und so daran hindern soll die Landung zu verhindern, soll Putin Merkel von hinten attackieren, die Deutsche also mit einem Zweifrontenkrieg konfrontieren…

Ob diese Taktik Erfolg haben wird ist hingegen mehr als fraglich, denn das kennt Merkel aus der CDU!


SIE schaffte es und schrieb damit Geschichte!

31. März 2014

Anne_Hidalgo


Spanische Migrantin wird als erste Frau Bürgermeisterin von Paris!

31. März 2014

Sie wurde 1954* in Andalusien geboren und im Jahr ihres 60. Geburtstages schenkten ihr die Pariser das Vertrauen und machten sie mit 54,5% der Stimmen als erste Frau zur Bürgermeisterin der Seine-Metropole. Sie wählten sie natürlich nicht direkt, aber ihr Wahlergebnis sichert ihr einen 20 Sitze Vorsprung bei der Bürgermeisterwahl im Rathaus von Paris.

Dies ist inmitten der allgemeinen Klatsche, die die Sozialisten bei dieser Wahl erhalten haben, ein um so mehr herausragendes Ergebnis.

Sie war die rechte Hand des langjährigen Pariser Bürgermeisters Bertrand Delanoë und kennt sich mit den Amtsgeschäften bestens aus, kann also direkt an die Arbeit gehen.  Sie selbst nennt ihren Sieg einen Sieg der „alten Linken“ mit ihren Idealen und will Bürgermeisterin ALLER Pariser sein, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte…

Ihre konservative Gegnerin NKM, die den ersten Wahlgang noch knapp gewonnen hatte, kündigte bereits neue Ziele an. Ihr werden Ambitionen auf das Präsidentenamt Frankreichs nachgesagt. Da könnte sie allerdings mit dem Untoten der UMP, mit Nicolas Sarkozy, ins Gehege kommen…

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Fehlerberichtigung:

*Anne Hidalgo ist nicht 1954 sondern 1959 geboren. Sie ist somit erst 55 Jahre alt! Das erlaubt mir das Zahlenspiel, dass sie bei den Wahlen für jedes Lebensjahr 1 Prozent an Stimmen erhielt.


Ukraine-Krise: Obama zieht die Schrauben an!

20. März 2014

Während UK-Cameron NICHT auf die Russen Milliarden in der City of London verzichten will, während der Franzose Hollande seine Sanktionen erst NACH der Lieferung und Bezahlung der beiden französischen Hubschrauberträger an die russische Marine starten will, während Frau Merkel brav Putin bis zur letzten deutschen Export-Firma sanktioniert, greift der US-Präsident knallhart durch: Putins Chauffeur und seine Putzfrau dürfen nicht mehr in die USA einreisen und ihre Konten im Westen werden blockiert.

Ein schwerer Schlag für den außerirdischen* russischen Finsterling:
„Hier, nimm dies, Putin!“
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*(Frau Merkel sagte, ihr russischer Gesprächspartner lebe in einer anderen Welt, ein Außerirdischer also!)


Paris: Die achtjährige Melissa verbrennt bei Brand in Roma Lager!

12. Februar 2014

Das Feuer wurde heute Morgen um 5:45 Uhr in Bobigny, im Nordosten von Paris entdeckt und innerhalb einer Stunde von hundert Feuerwehrleuten gelöscht.  Die Brandursache ist noch unbekannt. Melissa wird derzeit autopsiert. Sie ging in Bobigny zur Schule. Über die Brandursache gibt es noch keine Aussage.

Das Lager wurde derzeit von rund 200 Rom bewohnt. Sie wurden evakuiert. In diesem Lager kam es bereits im vergangenen April zu einem Brand, der damals keine Opfer kostete.

Laut der Präfektur sind in Seine-Saint-Denis im Jahr 2013 135 Roma-Lager geräumt worden, durchschnittlich 2 pro Woche. Die Anzahl der Roma ging in diesem Zeitraum von 8.000 auf 3.000 zurück, die sich in noch 46 Lagern befinden!

Nach Zahlen der Menschenrechts-Liga von Mitte Januar 2014 hat sich die Anzahl von Bränden in Roma Lagern von 11 Lagern mit 1.065 Personen in 2012 auf 22 Lager mit 2.157 Personen in 2013 verdoppelt!