Cuba wird gelobt und Fidel Castro bekommt von der New York Times Recht!

20. Oktober 2014

In einem nicht namentlich gezeichneten OPED-Artikel der Herausgeber der NEW YORK TIMES vom 19. Oktober wird der cubanische Beitrag zur Ebola-Bekämpfung in Westafrika hoch gewürdigt!

Ein weitgehend verarmtes (durch wen wohl?) und von der Welt abgeschnittenes Land (von wem wohl?) leiste in bewundernswerter Weise den bisher robustesten internationalen Beitrag zur Ebola-Bekämpfung!

Der reiche Westen wolle nur Gelder zur Verfügung stellen, während Cuba und einige NGO’s das eigentlich Wichtigste bereit stellten, Ärzte und Pflegepersonal!

Über 400 Personen medizinischen Personals haben sich bereits angesteckt in Westfarika, über die Hälfte von ihnen ist gestorben!

Es sei eine Schande, dass Washington und Havanna wegen des Embargos und der Blockade durch die USA ihre Hilfe nicht koordinieren und vereinen könnten, denn darauf seien die Stellen in den USA nicht vorbereitet. Dies habe nun tötliche Konsequenzen!

Das sei zugleich eine dringende Erinnerung an die Obama-Regierung, die Beziehungen zu Cuba wieder herzustellen!

Die Cubaner trügen das höchste Risiko vor Ort und es sei mit Erkrankungen zu rechnen. Obwohl sie unter der WHO agierten, sei unklar wer sie im Ansteckungsfall behandele und wie, womit, wohin transportiere?

US-Aussenminister John Kerry würdigte am Freitag den cubanischen Beitrag und versprach, dass jeder erkrankte Cubaner Aufnahme in dem derzeit von der US-Armee in Monrovia erstellten Behandlungscenter fände!

Die cubanischen Ärzte und Pflegekräfte werden von allen Seiten und Organisationen gelobt, denn sie seien hervorragend ausgebildet und verfügten oft über Erfahrung in Haiti, Afrika und Südamerika.

Selbst Fidel Castro wird in der NYT zitiert und ihm Recht gegeben, wenn er sagt, man solle seine Differenzen während der Bekämpfung einer tötlichen Epidemie begraben…


JPMorgan: Zwei, drei, vier oder neun Milliarden Dollar Verlust? Wen juckt das schon?

29. Juni 2012

Der leibhaftige Bankster-Gott Jamie Dimon, der mit den Präsidentenmanschettenknöpfen, ist die Gelassenheit in Person: Nur Scheibchenweise rückte er die Verluste seiner Londoner Zockerabteilung heraus. Gleich zweimal stand er vor verschiedenen Kammern der US-Regierung ohne den ihn befragenden Politikern allzuviel Antworten und Aufklärung zu geben, denn Antworten sind schädlich für`s Geschäft!

Zwei, drei verzockte Milliarden räumte er nuschelnd ein und wies stolz darauf hin, dass seine Bank im Ersten Quartal schließlich trotzdem Gewinne gemacht habe!

Er war immer strikt gegen jede staatliche Reglementierung des Bankensektors und die öffentlich zur Schau getragene Unkenntnis der Politiker von der Materie schien ihm dabei sogar recht zu geben?

Dimon genoss seinen Auftritt und wurde überwiegend ehrfürchtig behandelt und teils geradezu bejubelt von Senatoren, die zum großen Teil Spenden seiner Bank erhalten hatten. Die Jungs aus der Politik standen sozusagen mit einem Fuß auf Dimons Payroll!

Nun berichtet die NYT am 28.06.2012 mit Bezug auf Insider-Quellen darüber, dass die voraussichtlichen Verluste weit größer werden könnten als dies bisher von JPMorgan eingeräumt worden ist:

http://dealbook.nytimes.com/2012/06/28/jpmorgan-trading-loss-may-reach-9-billion/?hp

Auch habe sich die Bank schneller als erwartet, von über der Hälfte der Verlustbringer getrennt. Interne Modellrechnungen sollen den möglichen Gesamtverlust auf bis zu 9 Milliarden, also das dreifache der ursprünglich genannten Zahlen beziffern!

Technisch habe die betreffende Abteilung wie ein Hedge Fund innerhalb der Bank operiert und dies mit staatlichen Versicherungsgeldern.

„…Banksters and Members of Congress have been downplaying JP Morgan Chase’s sudden loss of $2 billion, and arguing that the loss doesn’t mean Wall Street needs more regulations. But now, the New York Times is reporting that the $2 billion dollar bet gone bad might actually turn be a $9 billion bad bet. It’s now come out that internal models at the bank project losses as high as $9 billion over the bungled trade. Right about now, Congress should be kicking itself for not pressing JP Morgan Chase CEO Jamie Dimon harder over what exactly went wrong at the bank. Instead – since Dimon has paid off most Members of the House and Senate Financial Committees – our lawmakers kissed his butt. Let’s not make the same mistakes twice – time to regulate Wall Street and turn banking into a safe and boring business once again…“ (Zitat aus „On the news with Thom Hartman“)

http://truth-out.org/news/item/10057-on-the-news-with-thom-hartmann-banksters-and-members-of-congress-are-downplaying-jp-morgan-chases-sudden-loss-of-$2-billion-and-more


Wird Frau Merkel zum Totengräber des Euros und der EU?

16. April 2012

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass am westlichen Ufer des Atlantiks nicht nur der Blickwinkel sondern auch die politische und ökonomische Interessenlage eine andere ist. Trotzdem sind die folgenden Erkenntnisse deshalb nicht von der Hand zu weisen:

Die NEW YORK TIMES spekuliert darüber, dass Spanien zum nächsten Opfer von Merkels Missis-Management der Euro-Krise werden könnte!
Merkels Sparorgie, ihr wenig orginelles Allheilmittel gegen alle Krisensympthome, funktioniere bisher nirgendwo und würde auch in Spanien nicht funktionieren.

Nach ein paar Wochen der Ruhe und riesigen Liquiditätsinjektionen, versinken die Länder tiefer in der Rezession, die Arbeitslosigkeit und die Defizitprognosen steigen an. Die Geldmärkte reagierten besonders nervös auf Spanien und Italien, zwei der größten Volkswirtschaften der Europäischen Union.

Spanien sei bereits gebeutelt von einer Arbeitslosigkeit auf dem Niveau einer Depression. Aber es werde wohl noch schlimmer kommen wenn Ministerpräsident Rajoy das Defizit in zwei Jahresschritten von 8,5 auf 5,3 Prozent zusammenknüppeln wolle, nachdem die EU Ende März sein Gnadengesuch abgeschmettert habe!

Dieses Ziel sei vermutlich unerreichbar. Selbst die optimistischsten Prognosen erwarten einen Rückgang der spanischen Wirtschaft um mindestens zwei Prozent für dieses Jahr. Das sei eine zerstörerische Abwärtsspirale. Die Finanzmärkte hätten bereits auf die Unerreichbarkeit dieses Zieles gesetzt. Die Zinsen Spaniens steigen wieder in gefährliche Regionen.

Die Engstirnigkeit Frau Merkels und ihrer Partner führten dazu, dass Rajoy nun sogar substanzielle Einschnitte ins Bildungs- und Gesundheitssystem anstrebe.

Paul Krugman fragt in seinem OP-ED, ob der ergreifende Bericht in THE TIMES über einen Selbstmord aus wirtschaftlichen Gründen, nicht gar symbolisch für die Führer der EU sei, die dabei seien die ganze Europäische Union ökonomisch „selbst zu morden“?

Spanien sei das momentane Epi-Zentrum der Krise. Jeder wisse, dass es so nicht weitergehen könne und trotzdem fiele den Verantwortlichen nichts als das zusätzlich schädliche Brutal-Sparen ein. Vor der Krise hatte Spanien geringe Schulden und einen Haushaltsüberschuss. Unglücklicherweise hatte Spanien aber auch eine Immobilienblase die größtenteils durch Kredite deutscher Banken an ihre spanischen Partner überhaupt erst ermöglicht worden war.

Spaniens Finanzprobleme seien die Folge seiner Depression nicht ihre Ursache! Trotzdem kämen aus Berlin, sie erraten es gewiss,  noch mehr, immer neue Spar-Diktate.

Das sei einfach krank! Europa habe bereits jahrelange Erfahrung mit Sparprogrammen und deren Ergebnis sei stets haargenau das, was jeder Student wisse, diese Sparprogramme stiessen die betroffenden Wirtschaften tiefer in die Depression hinein.

Krugman forderte als Lösung des Problems die Aufgabe des Euros und die Rückkehr zu nationalen Währungen! Wenn man dies nicht wolle, dann bliebe nur der Weg einer höheren Inflationsrate um die Schulden schmelzen zu lassen.

http://www.nytimes.com/2012/04/13/opinion/an-overdose-of-pain-for-spain.html?_r=4&hp

http://www.nytimes.com/2012/04/16/opinion/krugman-europes-economic-suicide.html?src=me&ref=general#