Spanien: Heissen die Mossos bald PoliCiU d’Catalunya?

1. Dezember 2012

Wahlsieger Artur Mas (Die neuen 50 Sitze sind wertvoller als es die alten 62 Sitze waren!) konsolidiert bedacht und mit der Umsicht, für die er jetzt weltweit berühmt ist, seine Macht:

Mossos sprechen anscheinend offiziell kein Spanisch, obwohl dies eine der beiden Amtssprachen Kataloniens ist, zumindest wird auf ihrer Website auf Englisch verwiesen, wer kein Katalan versteht?

Die „Prügelburschen“ der Generalitat waren zuletzt mehr Prügelknaben, haben sie doch bei jeder sich bietenden Gelegenheit und Demo so kräftig hingelangt, dass Menschen schwer verletzt wurden und die öffentliche Kritik an den Schlägertypen rapide zu nahm. Nur der selbstlose Einsatz von Richtern und gestaffelte Begnadigungen konnten für einige von Ihnen den Einzug in den Knast gerade noch eben so verhindern.

Aus Angst dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden und um ihr schlechtes Image zu verbessern, beschloss die Generalitat einige Veränderungen. Am auffälligsten sind die neuen Uniformen (unser Bild), die Schutz vor „friendly fire“ und Anonymität vor Strafverfolgung zugleich gewähren sollen.

Bild: Wikipedia, Rama, CC-Licence BY-SA 2.0,

Bild: Wikipedia, Autor: Rama,        CC-Licence BY-SA 2.0

Ein weiteres wichtiges Instrument der Imagepflege, soll eine Namensänderung sein. Der belastete Name „Mossos d’Esquadra“ gehört dann der Vergangenheit an. Der neue Name der Truppe „PoliCiU d’ Catalunya“ soll ihre Nähe und Treue zur meist  (und am meisten) regierenden Partei Kataloniens, der CiU verdeutlichen. Wer an dieser Nähe zweifelt kann ja mal den Ermittlungsrichter im Fall „Palau“ fragen!


Spanien: Schengen Adieu! Katalonien unterbricht freien Schengen-Grenzverkehr eine ganze Woche wegen EZB-Gipfel!

28. April 2012

Wegen des Gipfeltreffens der Europäischen Zentralbank (EZB, BCE, ECB) am 3. Mai in Barcelona hat die spanische Regierung für die Landgrenzen zu Frankreich ab Null Uhr letzte Nacht den freien Personenverkehr nach dem Schengener Abkommen ausgesetzt und kontrolliert eine ganze Woche lang die Einreisenden.

Nach Dänemark (letzten Sommer) und Holland (Kameraüberwachung) und Frankreich (letzten Sommer, und erneut angekündigt) und Deutschland (angekündigt) und Italien (letzten Sommer) setzt ein weiteres EU-Land, die angeblich höchste Errungenschaft der EU zeitweise außer Kraft, damit wir uns schon einmal an den Zustand „pro ante“ gewöhnen können!

Begründet wird der Schritt mit den Gummiparagraphen der „drohenden schweren Störung der öffentlichen Ordnung und der inneren Sicherheit“.

Davon werden hauptsächlich die katalanischen Grenzorte La Jonquera, Port Bou, Puigcerdá, Camprodon, sowie die Flughäfen Girona, Llerida und Barcelona betroffen sein.

In Barcelona glaubt man nämlich ernsthaft, dass die Krawalle, wie zuletzt am 29. März, von importierten, etwa eingeflogenen(?),  Anarchisten aus Italien und Griechenland begangen worden seien!

So werden die normalerweise heftig zerstrittene autonome Regional- und Zentralregierung zusätzlich zu den „Prügelburschen“ der Mossos noch zweitausend Guardia Civiles und Policias Nacionales einsetzen, das sind dann drei verschiedene Polizeitruppen unter drei verschiedenen Führungen und mit zwei Sprachen, denn die Mossos sind schriftlich angehalten nur auf Katalan zu kommunizieren! Damit dürfte dann das Chaos programmiert sein…

http://www.lavanguardia.com/politica/20120423/54285164160/espana-suspendera-tratado-schengen-toda-semana.html