David Cameron zündelt gezielt an Europa!

18. Januar 2013

Sein flammendes Fanal, seine Brandrede hat er zwar wegen der Lage in Nordafrika auf unbestimmte Zeit verschoben, aber er hat schon mal was durchsickern lassen.

Offenbar wird er gezielt einen Keil ansetzen bei der nicht geringen Zahl der Unzufriedenen in, mit und über Europa. Cameron, der strikt und einzig auf seinen britischen Vorteil, genauer gesagt, auf den Vorteil der britischen Finanzindustrie, bedacht ist, will sich zum Sprecher dieser Unzufriedenen machen. Der Witz des Jahres 2013!

Er will Europa so weit aufdröseln und rückabwickeln, bis nur mehr ein gemeinsamer Wirtschaftsraum bleibt. Keine Kompetenzen für Brüssel. Wozu der Euro? Wozu der Versuch eines Europäischen Arbeits- und Sozialrechts? Das brauchen wir alles nicht!

Cameron will mit seiner so ziemlich letzten verbliebenen Industrie, dem Finanzunwesen der City of London, mit der Hilfe von allerlei kunstvoll gewebten Netzen aus unverständlichen Finanzprodukten, ungestört und vor allem unkontrolliert den europäischen Kontinent abfischen. That’s it!

Er versucht die zwangssparende EU-Südschiene hinter sich zu vereinen. Deshalb hat er Hollande und Monti vorab informiert. Rajoy wurde in dem Zusammenhang nicht erwähnt. Vielleicht hält er ihn für einen Merkel-Lakaien, vielleicht sind ihm Leute, die das urbritische Gibraltar in Frage stellen, generell suspekt?

Aus den USA hat man ihm aber erneut ungewöhnlich deutlich gemacht, in welcher Rolle  Obama das UK sieht, in der eines starken Wächters von US-Interessen INNERHALB der EU. Dies wurde ihm jetzt in kurzer Zeit zweimal deutlich erklärt. Ob er es diesmal kapiert?

Camerons Rede ist klar gegen Brüssel und Berlin gerichtet. Merkel will absolutely not be amused, I suppose?

Camerons Rede muss geradezu zwangsläufig den Euro destabilisieren. Die Frage ist nur, wie stark ihr Einfluss auf die Gemeinschaftswährung sein wird? Europa hat seit langem seine Hausaufgaben nicht gemacht. Das rächt sich jetzt. Cameron kann sich die Angriffspunkte beliebig aussuchen, wo er den Meissel ansetzen wird. Es gibt deren viele…

Wer Europa weiter entwickeln will, kann dies nur in Richtung einer sozialeren, menschlicheren Gesellschaft tun, sonst folgen ihm zu Recht die Menschen nicht. Eine Bürokratur der van Rompuys, Barrosos und Ashtons braucht kein Mensch. Sie kann letztlich nur gewaltsam durchgesetzt werden.

Ein Europa der Nationalstaaten, der profitierenden Merkels und Schäubles und des sparenden, hungernden, leidenden, peripheren Restes braucht auch keiner. Deutschlands Hartz IV ist kein Vorbild, sondern ein Irrweg, ebenso wie aggressiver Export um jeden Preis.

Viele hatten Hoffnung auf Frankreich und Hollande gesetzt als Kontrapunkt zu Merkel. Leider hat der Mann bisher ziemlich glücklos agiert und es ist kein Ende in Sicht. Klar ist jedenfalls, dass niemand versuchen sollte Hartz IV zu kopieren, weder freiwillig noch unter Zwang der EU oder des IWF. Es ist keine Lösung, sondern ein Vehikel der brutalen, globalen erpresserischen Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung.

Es ist zwangsläufige Folge der Millionen Billigarbeitsplätze, dass die Sozialsysteme krachen, zuerst die Krankenversicherungen und später die Renten. Das löst dann immer eine neue Zwangspar- und Streichrunde aus und das böse Spiel beginnt erneut.

Zurück zu David Cameron: Die eigentlichen Ursachen der britischen Wirtschafts- und Strukturprobleme sind hausgemacht und haben nicht das Geringste mit Europa zu tun. Europa wurde aber von den britischen Politikern gerne als Sündenbock gebraucht, genau wie dies auch hier bei uns oft genug geschieht.

Der Mann glaubt anscheinend tatsächlich, mit der Rückeroberung  einiger oder vieler Kompetenzen von Brüssel bricht an der Themse und darum herum das blühende Leben aus? Die Ursache seiner Wirtschafts- und Gesellschaftsprobleme auf der Insel hat einen Namen und der hat nur am Rande mit Europa zu tun. Dieser Name lautet Margaret „I-want-my-money-back“ Thatcher, seine Jahrhundertvorgängerin, deren großer, böser  Schatten Camerons Mittelmäßigkeit sowohl im Partei- als auch im Premierminister-Amt umso deutlicher werden lässt.

Wer aber so falsch, ob bewusst lügend oder einfach irrend, liegt, dem sollte man nicht noch Veto-Rechte und andere Blockadewerkzeuge an die Hand geben. Deshalb muss die Antwort auf seine Forderungen die totale Ablehnung sein! Es wäre sehr wichtig ein konstruktives UK tiefer in der EU zu integrieren, mehr als es dies heute ist. Wenn er das nicht will, dann besser eher und schneller raus mit ihm, bevor er eine Meuterei anzettelt.

Denn was Cameron hier versucht, ist lediglich das alte, bewährte britische Prinzip des Spaltens, Teilens und Beherrschens des Europäischen Kontinents.

Das Problem der Menschen in Europa ist der gravierende Abbau von Sozial- und Lebensstandards. Das ist das bewusste und konsequente gegeneinander ausspielen der Beschäftigten der EU-Nationalstaaten. Wenn sich dieser Oberschicht-Schnösel heute über die massive Einwanderung aus Ost- und Südosteuropa aufregt, dann ist das schlicht verlogener Populismus! Welche Schicht, die seine Partei vertritt, profitiert denn von der konsequenten Unterbietung aller Tarife und Sozialleistungen? Das Problem hat seine Partei doch erst geschaffen!

Drum sehe sich jeder Unzufriedene in Europa genau an, WER hier WAS sagt und WIE es bei ihm daheim wirklich aussieht. Mit Unterhaus-Theater, nicht einmal mit Shakespeareschen Qualitäten, kommt Europa nicht voran. Ein zurück in die Goldenen 70er und 80er Jahre gibt es nicht, schon gar nicht mit David Cameron.

Bei seinem durchsichtigen Versuch, sich zum Anführer der Unzufriedenen in der EU aufzuschwingen, erinnert er an den Rattenfänger von Hameln. Natürlich gibt es mehr genug Grund zur Unzufriedenheit in der EU. Nur die EU, welche die Unterschicht, die Arbeitslosen, die Armutsrentner und Billiglöhner wollen, deren Anteil ständig wächst, oder die Mittelschicht deren Anteil ständig schrumpft, eine soziale, humane, lebenswerte, demokratische Gesellschaft, die will David Cameron garantiert nicht, wetten?


Deutschlands beliebteste Politikerin: Ende der Narrenfreiheit für Merkel in Sicht?

6. September 2012

Draghis neuester Wurf eines Schulden-perpeto-mobile in der EU, das permanenten und grenzenlosen Geldfluss in die klamme Euro-Südschiene verspricht, müsste eigentlich wie eine Ohrfeige bei Merkel einschlagen.

Tut er aber nicht! Merkel ist derzeit tiefer abgetaucht als ein deutsches U-Boot mit Davidstern vor der iranischen Küste. Was Draghis EZB beschloss, schrumpfte das Bild von der mächtigsten Frau der Welt schneller auf Normalmaß als die das später wortkarg und nichtssagend vor Kameras korrigieren konnte.

Beschlossen wurde die unbegrenzte künftige Finanzierung der Schulden der Euro-Südschiene mit variablen Begleitkonditionen die viel kreativen Spielraum für Gestaltung lassen. Rajoy bastelt schon an einem sanften Rettungskonzept für sein Spanien. Monti wird seine Italiener auch möglichst sanft behandeln wollen, zumindest falls er wiedergewählt werden möchte!

Uns Deutschen hat Draghi damit Inflation und ein höheres Ausfallrisiko verordnet, denn die EZB, für die der deutsche Steuerzahler geradestehen muss, hat zugunsten privater Investoren, sprich Banken, ihren Status eines bevorzugten Gläubigers aufgegeben. Allein dies wird uns eine Menge Geld kosten…
Diese Politik wird die Geldvermögen der Deutschen, ihre Ersparnisse, wie Eis in der Sonne abschmelzen lassen. Zusammen mit der angekündigten Armutsrente kommen herausfordernde Zeiten auf uns Deutsche zu.

Wo sind die „Mundheroen“ Merkel und Schäuble und Kauder denn jetzt?

Schäuble kommt als Zwetschgehex’ ins Fasnachtsmuseum und Merkel kriegt ein fürstliches Gnadenbrot auf europäischer Ebene und Kauder darf sich den Schweizer Fluglärm über Süddeutschland für den Rest seines Lebens anhören.
Er hat ihn sich schließlich selber eingebrockt…


Krisengipfel: Euro-Drama spitzt sich zu!

28. Juni 2012

Euro-Drama spitzt sich zu!


Spanier stufen Cristina Fernández de Kirchner auf Schurkenstatus ab!

19. April 2012

Über 80% der Spanier halten die Enteignung  von 51% der Anteile von YPF, entnommen ausschließlich vom Mehrheitsanteil REPSOLs an der Tochterfirma YPF, für schwerwiegend. Diese 51% sollen künftig zwischen argentinischen Provinzen und dem Staat aufgeteilt werden.

Der spanischen Energiefirma verbliebe so von ihren bisherigen 57,43% nur ein Minderheitsanteil von 6,43 %. Sie könnte künftig auf die Geschäfte der YPF keinen Einfluss mehr nehmen.

Unangetastet bliebe die Sperrminorität von 25,46% der argentinischen GRUPO ESKENAZI, sowie die 17,11% die US-Hedgefonds gehören. REPSOL soll für die Enteignung entschädigt werden.

Über den Wert des Anteils gehen die Meinungen weit auseinander. Ausserdem behält sich Argentinien vor, diesen gegen Umweltschäden zu verrechnen, die YPF in Argentinien begangen haben könnte! Die Einigung könnte also etwas Zeit in Anspruch nehmen…

Argentinien hatte REPSOL als Begründung dieser Enteignung Versäumnisse und Fehler in der Geschäftspolitik sowie einseitige Gewinnorientierung vorgeworfen.

Die Ende 2011 entdeckten großen Energiereserven im Gebiet Vaca Muerta (Tote Kuh) sollen künftig schnell und in ausreichender Menge gefördert werden um die für dieses Jahr benötigten Energie-Importe im Wert von rund 10 Milliarden Euro künftig zu vermeiden. Argentinien soll so schnell wie möglich vom Importeur zum Exporteur werden, sagt Kirchner.

Bei einer telefonischen Umfrage des Real Instituto Elcano werteten 1.000 Befragte die argentinische Präsidentin ab auf das Ansehens-Niveau von Vladimir Putin oder Raul Castro!

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PS: Aber auch der Französische Präsident Sarkozy und der Italienische Premierminister Monti wurden für ihre wiederholten Spanien-kritische Äusserungen in jüngster Zeit abgestraft!