Katalanischer Geheimdienst agiert gegen den gewaltätigen „Hispanolismus“ Madrids!

23. September 2014

Im Laufe der vergangenen zwei Jahre tauchte schon so manches Mal gerüchteweise die Existenz eines ominösen katalanischen Geheimdienstes auf, den es legal gar nicht geben dürfte.

Bei der großzügigen Etablierung von Parallelstrukturen der Katalanen zum verhassten Spanischen Staat und einer gewissen systematischen institutionellen Doppelzüngigkeit, dauerte es eine ganze Weile bis dessen Existenz zumindest prinzipiell zugegeben werden musste.

Er ist aber illegal und dies müsste entsprechende Folgen haben, die erstaunlicherweise bisher ausgeblieben sind, da Madrid zu akzeptieren scheint, was nicht offen und offiziell zu Tage tritt oder nur schwer zu beweisen ist?

Sonst hätte man Artur Mas und seine Autonomie-Regierung schon mehrfach absetzen können und müssen. So haben die Separatisten die Leitung des katalanischen Geheimdienstes durch Xavier Martorell* beim Präsidenten Mas angesiedelt und die operative Abteilung in der ganz harmlos und langweilig klingenden CESICAT, dem statistischen Institut Kataloniens untergebracht. Und überhaupt, gibt es zwischen Statistiken, Umfragen und Meinungsforschung nicht Überschneidungen zur altmodischen Spionage?

So soll systematisch ein katalanisch-separatistisches Herrschaftswissen erworben und durch hierarchische Zugangskontrollen für die Generalitat exklusiv geschützt werden.

In einem vom ANC beauftragten, über hundert Seiten starken Dokument „Estatuir Catalunya“ wird die Notwendigkeit der Geheimhaltung, sowie die Einrichtung eines eigenen Geheimdienstes als strategische Notwendigkeit gefordert.
Im Falle einer (natürlich nur rein theoretisch möglichen) einseitigen Unabhängigkeitserklärung(!) müsse ein friedlicher Übergang garantiert und Chaos auf den Straßen verhindert werden.

Ob es wohl irgendwo, vielleicht bei den Mossos d’Esquadra, den Prügelburschen der Generalitat, auch schon Strukturen einer eigenen Armee der Katalanen geben mag? Denn auch diese wird in dem Dokument gefordert: Das katalanische Territorium müsse in jedem Moment wirksam geschützt werden können durch die Bereitstellung effektiver Information von Innen und Außen, durch ein militärisches Verteidigungskonzept und trainierte, ausgebildete (Streit-)Kräfte. So sollen die „Mossos“, die einen traurigen Rekord der Gewalttätigkeit besitzen, zu den Wächtern der Revolution gehören!

Zwar sind die (un-)heimlichen Planer des katalanischen Staates im Prinzip überzeugt davon, dass Spanien wegen seines internationalen Ansehens keine militärische Gewalt gegen die Katalanen ausüben würde, aber in Zeiten sozialer und politischer Spannungen, in denen die innere Sicherheit und öffentliche Ordnung (Kataloniens!) von bewaffneten Milizen aus Zivilisten bedroht sei, müssten sie die Ruhe und Stabilität (gegen die 40% der eigenen Bevölkerung, ein Bürgerkriegsszenario?) gewährleisten. Dazu müssten die Truppen und ihre Leitung absolut fest, verlässlich, getestet und bewährt sein. Bei den Nazis nannte man diese Truppe SS…

Zuzutrauen wäre es ihnen auf jeden Fall, denn zum geschlossenen Weltbild vom eigenen Staat gehört natürlich auch eine gewaltige, eigene Armee, welche die katalanischen Dauer-Opfer künftig gegen die spanischen Dauer-Täter heldenhaft zu verteidigen in der Lage sein wird.


Marsch der Würde: Zweieinhalb Millionen aus ganz Spanien marschierten in Madrid!

23. März 2014

Die Polizeibüttel rechnen Teilnehmerzahl hingegen auf 35.000 herunter. Noch während der Kundgebung, die unter dem Motto „Brot, Arbeit und ein Dach-über-dem-Kopf für alle“ stand, kam es zu Zusammenstössen mit den Ordnungskräften, die auf beiden Seiten zu etwa 100 Verletzten führten.

Die große Mehrheit der Spanier befänden sich in einem sozialen Ausnahmezustand sagten die Demonstranten und forderten ein Ende der Kürzungen und den Rücktritt der neoliberalen PP-Regierung des Mariano Rajoy, welche die Krise dazu genutzt habe bürgerliche Rechte und Freiheiten zu beschneiden.

Die Protestierenden vereinten sich in sechs Marschsäulen die aus ganz Spanien kamen an der Placa de Colón zu einer gemeinsamen Abschlusskundgebung.

Zeitlich noch innerhalb der erlaubten Kundgebung kam es in der Nähe der PP-Parteizentrale in der Calle Génova zu ersten Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizei. Demonstranten warfen Flaschen, Steine und Knallkörper auf die Polizei. Die schoss mit Gummigeschossen zurück. Es kam zu 24 Festnahmen wegen Anschlägen und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Die Ersthilfskräfte von SAMUR versorgten 101 Verletzte, etwa zu zwei Drittel Polizisten und zu einem Drittel Demonstranten. Der Widerstand und die Gewaltbereitschaft sei viel härter und größer gewesen, als bei früheren Kundgebungen sagten Augenzeugen.

Der Versuch mitten im Zentrum von Madrid eine Zeltstadt zu errichten, wurden noch in der Nacht von der Polizei unterbunden.


Spanischer Kongress lehnte katalanischen Sezessionsplan ab!

20. Februar 2014

Der Kongress nahm einen Antrag der UPyD mit 272 JA-, 42 NEIN- und 1 Enthaltungsstimmen an und drückte seine „totale Ablehnung“ des Sezessionsplanes des katalanischen Parlamentes aus.

Damit haben mehr als vier Fünftel, oder 86% der Kongressmitglieder sich klar distanziert. Die 42 NEIN-Stimmen kamen von CiU, PNB, Esquerra Plural, ERC, Amaiur und Splittergruppen.

Der erste Teil des Antrages lautete:

Der Kongress weist ausdrücklich und vollständig des Teilungsplan der Generalitat de Catalunya zurück, wie er in der Resolution 323/IX vom 27.09.2013, die auf der Resolution 5/X vom 23.01.2013 basiert, ausgedrückt wird, als  als sogenannte „Erklärung der Souveränität und des Rechtes zur Entscheidung des katalanischen Volkes“.

Der zweite Teil des Antrages musste zuerst abgeändert, abgeschwächt werden um die Zustimmung der Sozialisten der PSOE zu ermöglichen. Die UPyD hatte in der Ursprungsfassung verlangt,

„dass die Regierung alle notwendigen Maßnahmen ergreift, um die offene, systematische Missachtung der geltenden Gesetze und Normen durch die Generalitat de Catalunya zu beenden!“

Die Sozialisten standen auf dem Standpunkt, dass die hier ausgedrückte juristische Einordnung der Ereignisse den Gerichten vorbehalten sein müsste.

So wurde schließlich die entschärfte Fassung verabschiedet und mit den Stimmen der PSOE angenommen:

Die spanische Regierung wird darin aufgefordert „weiterhin die Instrumente der Verfassung und die Gesamtheit der Justiz dazu zu nutzen zu garantieren, dass die Legalität eingehalten wird.“

Ein CiU-Sprecher fand, dass dass die Souveränität Catalunyas „nicht gegeben und nicht genommen werden könne“.

Er meinte vermutlich, sie sei gewissermaßen ein Naturgesetz, wie dass sich die Sonne um die Erde dreht?


Aus für Eurovegas: Spanische Regierung lässt Adelson auflaufen!

13. Dezember 2013

Adelson hatte bekanntlich eine ganze Menge Ausnahmen für sein Zockerprojekt verlangt. Dazu gehörten Ausnahmen im Aufenthalts- und Arbeitsrecht, im Gesundheitsbereich seine geforderte Aufhebung des allgemeinen Rauchverbotes sowie Steuer- und Abgabenbefreiungen.

Obendrein verlangte er die verbindliche, rechtswirksame Zusage einer Entschädigung für seine Gesamtinvestition wenn Madrid, das Land Spanien oder die EU nachträglich Gesetze und Verordnungen so ändern, das Adelson sie als nachteilig für seine Zockergeschäft erachtet.

Das wäre im Prinzip das Ende von politischer Gestaltungsmöglichkeit gewählter Instanzen, die Kapitulation der Politik vor der Privatwirtschaft! Genau dies soll aber der zukünftige Weg in Europa werden, wenn die geheim geführten TTIP Verhandlungen der EU dazu führen Europa eine neoliberale US-Wirtschaftsordnung überzustülpen.

Adelson, die Klage vor anonymen Schiedsgerichten auf entgangene Verluste von Privatfirmen, die Anzapfung von Steuergeldern durch Privatfirmen und einem Heer von Rechtsvampiren, das wäre dann der künftige Dauerzustand, der Normalzustand in Europa…

Die spanische Regierung hat nun offiziell Adelsons „unverzichtbare“ Forderungen abgelehnt. Diese hat er so übrigens an keinem seiner bisherigen Standorte durchsetzen können!

Er wollte halt die Notlage Spaniens und der Communidad de Madrid in der Krise für seine Zwecke ausnutzen. Das ist sicher nicht schön, aber legitim und eine halbwegs funktionierende Regierung lehnt dies einfach ab, denn noch gibt es so etwas wie Vertragsfreiheit. So scheint es hier endlich geschehen zu sein?

Eine offizielle Erklärung* zum Stand des EUROVEGAS Projektes soll noch heute erfolgen.

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https://almabu.wordpress.com/2013/09/17/madrid-lost-sheldon-adelsons-eurovegas-sich-in-rauch-auf/

https://almabu.wordpress.com/2013/03/08/eurovegas-und-das-erste-gebot-du-sollst-niemals-in-vorleistung-gehen/
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*Hier die offizielle Pressemitteilung von Las Vegas Sands:

December 13, 2013

Las Vegas Sands No Longer Pursuing Spain Development, Will Continue Aggressive Pursuit of Opportunities in Asia

 Las Vegas Sands No Longer Pursuing Spain Development, Will Continue Agressive Pursuit of Opportunities in Asia.

LAS VEGAS, NV — (Marketwired) — 12/13/13 — After months of on-going discussions with various levels of the Spanish government and continued internal due diligence, Las Vegas Sands Corp. (NYSE: LVS) said today that a formal proposal to invest more than $30 billion to develop a series of integrated resorts in Madrid, Spain will not be forthcoming from the company.

„We have reiterated time and again that our internal development process would dictate the outcome of a proposed development in Spain. That process has been extremely thorough and while the government and many others have worked diligently on this effort, we do not see a path in which the criteria needed to move forward with this large-scale development can be reached. As a result we will no longer be pursuing this opportunity,“ said Las Vegas Sands Chairman and Chief Executive Officer Sheldon G. Adelson.

„We are thankful to the many people who have devoted time and energy in an attempt to bring this development to fruition. The government of Spain, specifically the Regional Government of Madrid, has continuously pursued this opportunity with the interests of the Spanish people in mind and they should be commended for their efforts,“ said Michael Leven, the company’s president and chief operating officer.

„As chairman and CEO, my role is not only creating a vision for the company’s future, it is also fulfilling it in a way that best represents the interests of our shareholders. Developing integrated resorts in Europe has been a vision of mine for years, but there is a time and place for everything and right now our focus is on encouraging Asian countries, like Japan and Korea, to dramatically enhance their tourism offering through the development of integrated resorts there,“ concluded Mr. Adelson.


Auf der Suche nach dem Minimalkonsens: Artur Mas wachsweich!

26. September 2013

Seiner Schwäche bewusst, will er den breitest möglichen Konsens herstellen. Das bedeutet auf niedrigstem Niveau, welches überhaupt noch Referendum genannt werden kann, á la „sind Sie dafür, dass wir mal drüber reden sollten?“ „Es müsse ja überhaupt nicht, keinesfalls, ih..woh, von …äh, Unabhängigkeit die Rede sein!“

Artur Mas scheut dabei, wie der Teufel das Weihwasser, klare Worte und eine eindeutige Fragestellung. Das ist sein Dilemma! Die meisten Dinge im Leben haben einen Preis. Diese „consulta“, sein Referendum, wird auch einen Preis haben und deshalb ist es zutiefst unseriös den Mit-Parteien und der katalanischen Öffentlichkeit dies so verkaufen zu wollen, als handele es sich bei diesem existentiell wichtigen Referendum um so etwas, wie die Frage nach dem Wetter oder dem Fernsehprogramm!

Mas hat sich in eine Sackgasse ohne Ausgang manövriert in seinem Bemühen es dem Koalitionspartner Unió, der ERC, den Sozialisten der PSC und – last not least – dem Ministerpräsidenten Rajoy in Madrid recht zu machen.

Sein ganzes Projekt war ein spontanes, schlecht durchdachtes und vorbereitetes Ergebnis der für Mas überraschenden Massendemonstration der Diada vom 11. September 2012. Er wollte seine ganzen neoliberalen Schweinereien und Kürzungen vergessen machen  und sich an die Spitze der Bewegung setzen, die nicht seine war. Er wollte als cooler Surfer auf der Welle des Volkszorns seiner eigenen Vergangenheit entfliehen.

Die Wähler durchschauten ihn und straften ihn ab! Seitdem ist er Präsident einer von der ERC geduldeten Minderheitsregierung und absolut untätig in allem, was nichts mit der famosen „consulta“ zu tun hat. Er hat seit einem Jahr ein einziges Gesetz verabschiedet, eine Steuererhöhung! Immerhin hat die ERC zumindest weitere Kürzungen im Gesundheits- und Bildungsbereich verhindert.

Ansonsten herrscht Stillstand in Katalonien. Es gibt nicht einmal einen HaushaltsENTWURF für 2013, das laufende Jahr, das schon zu drei Viertel Geschichte ist. Ein einmaliger Vorgang. Alleine dieser Skandal würde eine Amtsenthebung rechtfertigen…

Was der sich von Tag zu Tag hangelnde Artur Mas heute erreichen will, sind TV-Bilder von einem katalanischen Parlament, das sich mit rund 80% Zustimmung zu einem völlig nichtssagenden Kompromisspapier äussert, in dem die Worte Referendum, Souveränität und Unabhängigkeit nicht einmal vorkommen.

Der katalanische Unternehmerverband hat es Gestern abgelehnt an den Vorbereitungstreffen von Artur Mas separatistischem Referendum teilzunehmen!
Er erklärte, ein erarbeitetes Dokument über „das Recht, zu entscheiden“ einstimmig zu akzeptieren und fügte hinzu, die Durchführung müsse mit der Regierung in Madrid abgestimmt sein und sich im Rahmen der Legalität befinden. Rote Karte für Mas von den eigenen Unternehmern!

ERGÄNZUNG:
In der ganzen Unabhängigkeitsdiskussion wird viel von Nation, Volk mit eigener Sprache geredet. Wer spanisch versteht und Interesse daran hat, möge den folgenden Experten mit Genuß folgen:


Olympische Spiele Tokyo 2020

8. September 2013

Die Sieger: TEPCO verspricht der Welt „strahlende Spiele“. Müssen die Sportler künftig außer auf Doping auch auf Mutationen untersucht werden?

Die Verlierer, 1.) Madrid: Wer hat’s vermasselt? Rajoy hat’s vermasselt! Bárcenas: Mir wär‘ das nicht passiert! Was konnte man schon erwarten von einer Delegation, die von einer Flasche angeführt wurde? Mas: Wir haben nicht für Madrid gestimmt, wir wollten denen nicht auch noch eine Oympiade finanzieren. Mr. Adelson: Ohne Olympiade, kein EuroVegas!

Die Verlierer, 2.) Istanbul: Erdogan: Hauptsache, die Spiele gehen nach Asien! Die Lufthansa ist schuld! Alkoholverbot 50km um das Olympische Dorf war vielleicht übertrieben?


Artur Mas: Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Katalanen! Sein Plan von 2013 − 2016.

11. Juni 2013

Seine „Regierungserklärung“ könnte man kurz zusammenfassen mit dem Versuch, nach den für seine CiU verheerenden jüngsten Umfragen wieder etwas auf Distanz zur ERC zu gehen und solchermaßen mehr Profil zu zeigen.

Der von der ERC geduldete Minderheitspräsident Artur Mas von der Schwarz-Gelben CiU (Mitte rechts!) will mit der ERC (links!) und der PSC (etwas links!) eine gemeinsame Regierung unter seiner Leitung (natürlich!) bilden. Das ist reine Notwehr, denn wegen seines (von der ERC erzwungenen!) Nichtstuns laufen ihm inzwischen die eigenen Stammwähler in Scharen davon.

Trotzdem will er sein Referendum über „das Recht zu entscheiden“ erst wie geplant in 2014 abhalten und erwartet voller Zweckoptimismus, dass dieses Referendum dann nicht das Ende der Legislaturperiode sein würde.

Wenn es derzeit noch keine breite Regierungskoalition gäbe, dann läge dies daran, dass die anderen Parteien diese nicht wollten!

Wenn es derzeit Stillstand gäbe in Catalunya, dann läge das an (siehe oben) dem fehlenden Willen der Anderen und vielleicht ein ganz kleines bisschen an der allzu bescheidenen Kommunikation seiner Regierung, weshalb er künftig über alles tagesaktuell sprechen wolle, toll!

Auch habe er die ersten zwei katastrophalen Jahre die Missstände der Vergangenheit aufräumen müssen!

Schuldige hat er also zumindest schon einmal gefunden. Ein typischer katalanischer Victimist, immer von bösen Feinden umgeben.

Einen tollen und komplexen Plan hat der unfreiwillig Untätige auch schon: Er hat sieben Achsen, 77 Ziele und 355 Maßnahmen, boah.. ey!

Was das Referendum betrifft, dass von großer Bedeutung für gegenwärtige und künftige Generationen sei, könne es nur „vom Volk“ der Katalanen getätigt werden und nicht von der Generalitat oder dem autonomen Parlament Kataloniens.

Damit stellt er sich wieder etwas enger an die Seite seines Koalitionspartners Unió und deren Chef Duran i Lleida der klar verfassungsrechtlich saubere Wege verlangt und nicht die Trennung von Spanien um jeden Preis, die sogenannte „Kosovo-Lösung“, eine einseitige Erklärung, wie die ERC es tut.
Er forderte eine juristisch unanfechtbare Form des Referendums (die praktisch nur mit einer Verfassungsänderung in Spanien möglich wäre, zu der alle Spanier befragt werden müssten, was Mas natürlich nicht sagte).

Zusätzlich relativiert er den Absolutismus der ERC bezüglich des Referendums, das er in 2014 oder Ende 2014 oder gar nicht abhalten wolle, ganz wie die Umstände es erforderten!

Sein Hauptproblem stelle die „Nullbock-Attitüde“ Rajoys zum Referendum dar.

Da er nach dem ersten Halbjahr 2013 noch immer keinen Haushaltsentwurf für das laufende Jahr aufzustellen in der Lage war (woran natürlich Madrid die Schuld trage!), könne er die eine oder andere überraschende neue Steuer nicht ausschließen, wenn es denn mal so weit sei, irgendwann!


Grand Jury ermittelt gegen Sheldon Adelsons Las Vegas Sands Corp. wegen Geldwäsche.

5. Juni 2013

Geleitet wird die Untersuchung vom Staatsanwalt von Los Angeles, California. Der Vorwurf lautet, dass in zwei mehrere Jahre zurückliegenden Fällen, gegen Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche verstossen worden sei.

Einzelheiten sind nicht bekannt, doch soll gegen Las Vegas Sands Corp. in den USA bereits seit Jahren ermittelt werden.

Auch wegen der Casinos in Macao wurde gegen Las Vegas Sands Corp. jahrelang ermittelt.

Im April hatte nach 25-jähriger Tätigkeit die Buchprüfer und Berater von pricewaterhouseCoopers ohne Angabe von Gründen die Beratung von Las Vegas Sands Corp. niedergelegt.

In Madrid überlegt man derweil, ob in Adelsons künftigen EuroVegas Casinos geraucht werden darf!

Wer sonst keine Sorgen hat…


Catalunya Nord: Mas will Hollande nicht mehr ans Bein pinkeln, weil er ihn noch braucht!

14. April 2013

CiU war lange bestrebt, seinen Pan-Katalanismus über die Pyrenäen nach Frankreich auszuweiten. Dazu wurde das französische Departement  Pyrénées Orientales mit einer Zentrale der CDC, mit einem Studio von TV3 und politischen Aktivitäten beehrt.

Jetzt haben die schlechten Ergebnisse, der Sparzwang und die schlichte Erkenntnis, dass es nicht sehr klug ist, jemanden ständig anzupinkeln, dessen Hilfe man Morgen braucht, zu einem Umdenkprozess geführt.

CDC wird ihren Ableger in Frankreich auflösen. Der Versuch einen Fuss in die französische Politik zu bekommen sei ein Desaster, ein Fiasko gewesen!

Die CDC rät ERC es ihr gleich zu tun. ERC hält sich noch bedeckt wie üblich, wenn man Teil der Regierung und der Opposition zugleich sein will.

Die politische Zentrale der CDC in Perpignan wird zu einer Untergliederung derjenigen von Paris herabgestuft (müssen die Jungs Geld haben!). Das Studio von TV3 wird geschlossen.

Was steckt hinter diesem Symbolismus? Artur Mas braucht für sein sich dahinschleppendes Unabhängigkeitsprojekt jede erdenkliche Hilfe. Er selbst hat eine französische Privatschule in Barcelona besucht und gilt als Francofon. Frankreich hatte historisch immer einen starken Einfluss auf Katalonien, besonders dann, wenn der Druck der Zentralregierung aus Madrid auf die Katalanen besonders stark war. In finstersten Franco-Zeiten lag für die Katalanen nördlich der Pyrenäen die kulturelle und politische Freiheit. Die Möpse von Maria Schneider in „Der letzte Tango“ sah der kulturbeflissene Katalane in Frankreich im Kino, weil in Spanien verboten.

Es ist also denkbar und wahrscheinlich, dass die Separatisten in Barcelona jetzt aus purer Verzweiflung die „Französische Karte“ spielen wollen! Jeder Expansionismus des Pan-Katalanismus nach Norden (Frankreich) und Süden (Valencia) wird vorläufig eingestellt.

Da vieles bei Mas Mangels realer Möglichkeiten momentan aus Symbolismus besteht, soll das 70. Jubiläum der Veröffentlichung des Buches „Der kleine Prinz“ des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry in Barcelona groß gefeiert werden. Vermutlich könnte man dazu, den einen oder anderen namhaften französischen Politiker über die Pyrenäen locken? Die Idee dahinter ist, die klassische Francophonie der Katalanen wiederzubeleben, für die katalanische Kultur zu werben und Verbündete gegen Madrid zu suchen. Ob’s klappt?

Man muss kein Seher sein um vorauszusagen, dass am Tag nach der Unabhängigkeit Kataloniens der Pan-Katalanismus wieder über die Pyrenäen-Nordhänge lawinengleich nach Frankreich hinab rutschen wird. Das ist den Franzosen natürlich auch klar. Witzig daran ist, dass die katalanischen Separatisten gegen den bösen spanischen Zentralismus, ausgerechnet Hilfe bei den Franzosen suchen, dem Zentralstaat ‚par excellence‘. So betrachtet, die gute, alte Nachbarschaftspolitik von Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts.


Exodus aus Katalonien! Nehmen die Multis die Unabhängigkeit vorweg?

7. April 2013

„…Desde el 11-S del año pasado han dejando Barcelona para instalr sus sedes en Madrid las siguintes multinacionales: Ausonia-Arbora,Cobega-Coca Cola, Prockter & Gamble, Merck, Loewe, Abanderado, Deutsche Bank, Abbott, Takeda…y meses antes: Bayer, Panasonic, Philips, Galler, Gates Vulca, Samsung, Hewlett-Packard, Lear, Levi-Strauss, Autotes, Puignero, Valeo…más la congelación de Hoerchst Ibérica de invertir 300 millones en su planta petroquimica de Tarragona…“

Diese Aussage stammt aus einem Leserbrief einer seriösen spanischenTageszeitung. Sie besagt, dass die genannten Firmen seit der Unabhängigkeitsdemonstration vom 11. September 2012 Barcelona verlassen und ihren Hauptsitz nach Madrid verlegt hätten.  Hoechst Ibérica habe zudem eine bereits geplante 300 Millionen Euro-Investition in Tarragona „vorerst auf Eis gelegt“!

Ich kann die Richtigkeit dieser Meldung so schnell nicht verifizieren, stelle sie einfach als Aussage eines spanischen Leserbriefschreibers in den Raum.