Freue Dich Madrid, auf EuroVegas!

4. März 2013

Sheldon Adelsons Las Vegas Sands Corporation hat gegenüber der US-Behörde S.E.C.* eingeräumt, „wahrscheinlich“ Bundesgesetze gebrochen zu haben, durch die Bestechung ausländischer Amtsträger. Keine Angst, wir sprechen über die Vergangenheit. Spanische Amtsträger sind wohl nicht gemeint, die lassen sich bekanntlich nicht bestechen! EuroVegas in Madrid scheint also vorerst völlig sauber…

Gegen Adelsons Spielhöllen-Imperium ermitteln aber nicht nur die S.E.C. sondern auch das US-Justizministerium und das FBI. Freu dich, Madrid!

Das Eingeständnis möglicher Fehler im jüngsten Jahresbericht ist eine Premiere für Las Vegas Sands. Die Firma soll in China über einen Vermittler zweistellige Millionen-Dollar-Beträge aus unklaren Gründen an unbekannte Empfänger bezahlt haben. Gegen Adelsons Zockerfirma wird seit 2010 ermittelt auf Grund einer Selbstanzeige des früheren LVS-Präsidenten in Macao S. C. J., der angab, unter Druck unsaubere Geschäfte mit chinesischen Regierungsvertretern gemacht zu haben. Er warf seiner Ex-Firma weiterhin vor, dem Treiben des organisierten Verbrechens Chinas in den Spielcasinos und Einrichtungen untätig zuzusehen!

Sheldon Adelson begann vor zehn Jahren seine Aktivitäten in China, als die Behörden eine limitierte Zahl von Lizenzen für Macao herausgaben, einem semi-autonomen Archipel in der Mündung des Perlenflusses, das einmal portugiesisch war. Aber wie viele lukrative Geschäfte in China ist auch die Glücksspielbranche von Korruption durchsetzt. Adelson war in der Folge vom Wohlwollen der Chinesen abhängig um Lizenzen und Verträge und natürlich, um Besucher vom Festland in seine Spielhöllen zu bekommen.  2004 eröffnete er sein erstes Kasino, das „Sands Macao“ und 2007 folgte das „Venetian“.

Das boomende China-Geschäft liess seinen Reichtum, der zwischenzeitlich arg Federn lassen musste, wieder derart ansteigen, dass Adelson mit einem von Forbes geschätzten Vermögen von rund 25 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Erde zählt.

Adelson neigt dazu sich Einfluss zu kaufen. Mit wechselndem Erfolg. In Israel verhinderte er so vermutlich den völligen Einbruch seines Protegées Netanyahu. In den USA scheiterte er mit dem Versuch Obamas Wiederwahl zu verhindern, obwohl er an insgesamt 8 Republikaner bei Vorwahlen und im Wahlkampf über 60 Millionen Dollar durch sogenannte super PACs verteilt hatte und so zum größten Einzelspender in der politischen Geschichte der USA geworden war.

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*(Die S.E.C. wurde durch eine Reihe von Gesetzen während der Zeit der Grossen Depression gegründet und sollte Exzesse von Banken und Wall Street Firmen verhindern. (Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor?). Kritiker und Konsumenten-Anwälte werfen ihr Versagen vor, während der Bankenkrise des Jahres 2008. Als sie nach 2008 wirklich einmal ernsthaft die Regeln des Finanzmarktes gestalten wollte, wurde die S.E.C. Vorsitzende Mary L. Shapiro vom eigenen Board überstimmt. Folgerichtig trat sie zu Obamas zweiter Amtszeit nicht mehr für das Amt an, das jetzt von Mary Joe White ausgeübt wird.)

http://www.nytimes.com/2013/03/03/business/in-filing-casino-operator-admits-likely-violation-of-an-antibribery-law.html?_r=0


Zockerkönig Sheldon Adelson greift zur ganz großen Keule!

9. August 2012

Er verklagte den National Jewish Democratic Council vor einem Gericht in Manhattan wegen falscher und ehrabschneidender Aussagen auf 60 Millionen Dollar Schadensersatz.

Es geht um einen von NJDC President und CEO David A. Harris am 3. Juli veröffentlichten Artikel, der mit Bezug auf einen früheren leitenden Angestellten Adelsons, diesem unterstellt, er habe persönlich die Prostitution in seinen Macao-Kasinos genehmigt.

Dazu muss man wissen, dass Adelson die Republikaner im Wahlkampf mit großen Summen unterstützt. Allein der bereits ausgeschiedene Newt Gingrich soll mindestens mit 12 Millionen Dollar unterstützt worden sein. Jetzt spendet Adelson an die Kampagne von Mitt Romney. Der NJDC hatte Romney aufgefordert Adelsons schmutziges Geld zurückzuweisen.

Nach der Kritik durch verschiedene jüdische Organisationen zog der NJDC zwar seine Petition zurück um die Harmonie zwischen den jüdischen Gruppen zu schützen, erklärte aber ausdrücklich zu seinen früheren Aussagen zu stehen und drückte seine Bedenken über die Quellen von Adelsons Wohlstand aus.

In der Klageschrift heisst es dass Steven Jacobs, die Quelle dieser rufschädigenden Information, ein ehemaliger Angestellter, der 2010 vom Kasino entlassen worden sei, unglaubwürdig  sei  und seine eigene Agenda verfolge.

Es wird ferner auf die zahlreichen philanthropischen Aktivitäten des Ehepaares Adelson verwiesen.

Der NJDC versprach nicht einzuknicken und sich nicht einschüchtern zu lassen von der Macht eines der reichsten Männer der Welt. Dies seien die USA und nicht Putins Russland und politische Aussagen über eine der bekanntesten Personen des Landes sei ein fundamentales Recht.

(Adelsons Rechtsvertreter in diesem Fall soll der ebenfalls berühmt-berüchtigte Anwalt Allan Dershowitz sein?)

http://www.haaretz.com/jewish-world/jewish-world-news/sheldon-adelson-files-60-million-libel-suit-against-u-s-jewish-democrats-1.456915

Das Thema EuroVegas, der in Spanien geplante Kasinokomplex Adelsons, scheint derzeit kein Thema zu sein? Vielleicht müssen zuerst Spaniens Banken gerettet werden um dann Adelsons Zockerparadiese finanzieren zu können?

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Ältere Beiträge zum Thema EuroVegas:

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/04/12/madrid/1334184015_725015.html

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/04/11/madrid/1334161769_194372.html

http://economia.elpais.com/economia/2012/04/07/actualidad/1333822781_311435.html

https://almabu.wordpress.com/2012/04/01/eurovegas-katalanen-betteln-in-las-vegas-um-sheldon-adelsons-spielholle/

https://almabu.wordpress.com/2012/03/06/katalanische-regierung-verhandelt-uber-3-casino-projekte/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/22/will-obamas-groster-feind-eine-spielholle-ein-puff-aus-katalonien-machen/

https://almabu.wordpress.com/2011/11/05/katalonien-ein-einziger-riesiger-freizeitpark


Zockerkönig Sheldon Adelson bekämpft Obama mit vielen Millionen Dollar!

25. Juni 2012

Der Casino-Magnat, der gegenwärtig Spanien in Atem hält mit seinen EuroVegas-Plänen, steckt wie die NYT berichtet, jede Menge Geld in Republikanische Kandidaten: Zunächst setzte er vergeblich 20 Mio Dollar auf Newt Gingrich. Jetzt hat er Mitt Romney mit 10 Mio Dollar bedacht. Mindestens 10 Mio Dollar gingen an eine Anzeigen-Kampagne von Crossrads GPS von Karl Rove. Weitere 10 Mio Dollar gingen an eine ähnliche Pressure Group, die von den Koch-Brüdern gegründet wurde. Insgesamt sind 60 Mio Dollar an Wahlkampfspenden gegen Obama von Adelson bekannt, aber das muss nicht alles gewesen sein…

Adelson kann es sich leisten. Er wird auf 22 Milliarden geschätzt und soll in den letzten drei Jahren mehr Geld gemacht haben, als jeder andere US-Amerikaner.

Adelsons Motive mögen in seiner ausgeprägten Pro-Israel-Pro-Netanyahu-Haltung und in seiner Ablehnung einer Zwei-Staaten-Lösung für den Israelisch-Palästinensischen Konflikt liegen.

Sein persönliches Interesse ist die Verhinderung der Besteuerung seiner weltweiten Geschäfte, die Obama anzuheben drohte. Adelson macht mit seiner Las Vegas Sands 90 % der Gewinne im Ausland. Er zahlt gegenwärtig in den USA 9,8% Steuern auf sein Welt-Einkommen. In Macao beträgt sein Steuersatz 0%! Obamas Versuche diese Zustände zu beenden, wurden bisher von den Republikanern wirksam blockiert. Der normale Steuersatz für US-Bürger beträgt 35%!

Das US-Justiz-Ministerium untersucht ob Adelsons Macao-Geschäfte gegen den „Foreign Corrupt Practices Act“ verstossen. Diese Untersuchung würde unter einem republikanischen US-Präsidenten wohl eher im (Las Vegas) Sand verlaufen?

http://www.nytimes.com/2012/06/24/opinion/sunday/what-sheldon-adelson-wants.html?_r=1&ref=politics


EuroVegas-Poker: Sheldon Adelson erhöht auf 26,69 Milliarden Euros!

11. April 2012

26,69 Milliarden Euro will er nun investieren. Geld, dass er in Spanien an Steuern und Abgaben sparen will und das seine Gewinne unfair erhöhen würde. Jeder beliebige Firma könnte ihre Gewinne erhöhen, würde sie keine Steuern und Abgaben bezahlen.

Kein Kunststück: Das ist einfach ein gigantischer Schwindel, der die wirtschaftliche Notlage Spaniens in der Krise ausnutzen will!

Damit will er in zehn, fünfzehn Jahren eine Viertelmillion schlecht bezahlter Jobs ohne Kündigungsschutz und soziale Sicherheit schaffen. Diese stellten gleichzeitig den Präzendenzfall dar, zum Knacken des spanischen Arbeitsrechtes.

Er behält sich vor, diese Jobs teilweise mit Leuten zu besetzen, die er ohne spanische Kontrolle und Einfluss aus dem Ausland holen will.

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/04/11/madrid/1334161769_194372.html

http://economia.elpais.com/economia/2012/04/07/actualidad/1333822781_311435.html

https://almabu.wordpress.com/2012/04/01/eurovegas-katalanen-betteln-in-las-vegas-um-sheldon-adelsons-spielholle/

https://almabu.wordpress.com/2012/03/06/katalanische-regierung-verhandelt-uber-3-casino-projekte/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/22/will-obamas-groster-feind-eine-spielholle-ein-puff-aus-katalonien-machen/

https://almabu.wordpress.com/2011/11/05/katalonien-ein-einziger-riesiger-freizeitpark


Barcelona: Katalanen bieten Zockerkönig Adelson neuen Standort für seine Spielhöllen an!

3. April 2012

Wie ich Vorgestern berichtete, kommen die von Sheldon Adelson verlangten gigantomanischen Hochhaus- und Prachtstraßenkomplexe, ein absolutes Killer-Kriterium, am Flughafen El Prat de Llobregat südwestlich von Barcelona aus Flugsicherheitsgründen nicht in Frage. Dieser Standort scheidet also definitiv aus.
Die Generalitat zieht für diesen Fall ihren Joker, „den Plan B“ aus der Tasche, denn sie denkt natürlich nicht daran, Madrid das Feld kampflos zu überlassen!

Jetzt soll ein eigentlich wenig attraktives Gelände in Montcada i Reixac, nördlich von Barcelona, wo es bezüglich der Bauhöhe keine Einschränkungen gäbe, als Standort für das EuroVegas-Projekt angeboten werden. Dort, am Durchbruch des Rio Besós durch die Kette des Küstengebirges führt auch die nördliche Autobahn und die Bahnlinie in Richtung Girona und Frankreich aus der Katalanenmetropole heraus. Ein eher hässliches Gewirr von Industriegebieten und Autobahnkreuzen…

http://maps.google.de/maps?q=montcada+i+reixac&ll=41.48029,2.187309&spn=0.192394,0.32341&oe=utf-8&client=firefox-a&fb=1&gl=de&hq=montcada+i+reixac&cid=0,0,9281213309401733966&t=h&z=12

Offenbar stellt der von Adelson bezüglich der Konditionen und Bedingungen geforderte ordnungspolitische Offenbarungseid für die Generalitat d‘ Catalunya kein Problem dar, das hier gesondert erwähnt werden müsste. Man ist offenbar zu jeder Schandtat bereit?

Frühere Beiträge zum Thema:

https://almabu.wordpress.com/2012/04/01/eurovegas-katalanen-betteln-in-las-vegas-um-sheldon-adelsons-spielholle/

https://almabu.wordpress.com/2012/03/06/katalanische-regierung-verhandelt-uber-3-casino-projekte/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/22/will-obamas-groster-feind-eine-spielholle-ein-puff-aus-katalonien-machen/

https://almabu.wordpress.com/2011/11/05/katalonien-ein-einziger-riesiger-freizeitpark/


EuroVegas: Katalanen betteln in Las Vegas um Sheldon Adelsons Spielhölle!

1. April 2012

Das für das Projekt vorgesehene, ökologisch wertvolle Gelände, direkt westlich an den Flughafen „El Prat de Llobregat“ angrenzend, müsste wegen der Sicherheit des Flugverkehrs mit flachen Gebäuden bebaut werden. Das sehen die Gesetze und die Vernunft vor.

Adelson will aber hohe Gebäude und rechtwinklige Prachtstraßen!

Dieser – auf den ersten Blick scheinbar unlösbare – Punkt, soll im Moment die grösste Hürde des Projektes sein, meint der katalanische Emissionär, der Conseller de Territori i Sostenibilitat, Lluís Recoder, dem in Las Vegas eine zweistündige Audienz bei seiner Eminenz gewährt wurde.

Interessant: Die geforderte Steuerfreiheit, die gravierenden Gesetzesänderungen, alles kein Thema für die Generalitat?

Gestern waren also die Katalanen dran, heute folgen Ihnen die Madrilenen. Sie müssen nur der katalanischen Schleimspur folgen. Deren Chancen werden als weitaus besser beurteilt…

Interessant trotzdem, dass die spanische Regierung offenbar bereit ist, nach dem Kniefall vor der EU und Merkel nun auch für einen US-Glückspielmagnaten, der von US-Stellen wegen seiner Geschäfte in Macao der möglichen Nähe zum chinesischen, organisierten Verbrechen verdächtigt wird, sinnvolle spanische Gesetze zu streichen oder zu verändern!

http://www.lavanguardia.com/vida/20120401/54279531763/adelson-se-resiste-propuesta-catalana-construir-eurovegas-cerca-el-prat.html