Mas und Pujol und Brandtridge Establishment.

29. September 2014

Die Behörden des alpinen Steuerparadieses Liechtenstein informierten im September darüber, dass der aktuelle Präsident der spanischen Autonomie Katalonien Artur Mas in illegale Aktivitäten der Familie Pujol verwickelt sein könnte, mittels einer Gesellschaft mit Namen „Brandtridge Establishment“ die vom Pujol-Clan 2005 gegründet und 2014 aufgelöst worden sei.
Darüber berichteten die spanische EL MUNDO und die katalanische EL PERIODICO gleichermaßen.

Diese Gesellschaft habe Millionenbeträge in Steuerparadiesen von London aus kontrolliert.

Auch Mas war bereits einmal mit Schwarzgeld in Liechtenstein ertappt worden und auch er hatte dies damals als (beinahe lästige) Erbschaft seines Vaters deklariert, der wie der Vater von Pujol ein weit vorausschauender Ehrenmann gewesen sei, wodurch eigentlich alles vollkommen normal und sauber sei und keine Steuerhinterziehung vorläge ;-)

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Die spanische Eisenbahngesellschaft RENFE soll an einer gemeinsamen Gesellschaft mit der DEUTSCHE BAHN arbeiten, vermutlich mit dem Ziel, die Pünktlichkeit der Letzteren zu verbessern?


Jean-Claude Juncker: Ein Hardcore-Säufer wie Churchill?

22. Juni 2014

Die Briten wollen ihn partout nicht an der wichtigsten Schaltstelle der EU haben und greifen jetzt zum Mittel der anonymen Gerüchte, der Denunzierung. Demnach werfen ihm ungenannte Diplomaten vor „seit Jahren zu viel zu trinken“!

Dies sei in Brüssel ein offenes Geheimnis. Mit Cognac und Zigaretten überstünde er lange Brüsseler Sitzungsnächte. Auch zum Frühstück gäbe es schon einmal Cognac. Manchmal verliere er volltrunken die verbale Kontrolle und werde ausfällig. Ein Luxembourger Geheimdienstler berichtet von einem Dreier-Treffen mit Juncker bei dem er volltrunken mehrere Minuten lang verbal ausfällig gegen den Geheimdienstleiter geworden sei.

Auch sein niederländischer Nachfolger als Leiter der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem wird als Zeuge für Junckers Schwächen angeführt: „Bei den Treffen der Euro-Gruppe habe es immer ein generelles Rauch- und Trinkverbot gegeben, nur sein Vorgänger habe sich niemals daran gehalten“, soll er auf entsprechende Fragen gesagt haben!

Damit hat die Schlacht um die Führungspersonen der EU einen neuen Tiefpunkt erreicht, ist zur Schlammschlacht geworden, mit den Mitteln der persönlichen Diffamierung.

Ausgerechnet die Briten, die allgemein für ein recht entspanntes Verhältnis zum Alkohol bekannt sind, fahren jetzt diese Schiene? Sollte man jetzt deswegen das Trinkverhalten britischer Politiker zum Thema machen?

Ihr Jahrhundertpolitiker Winston Spencer Churchill hätte unter diesen Kriterien des David Cameron wohl niemals die Insel vor Hitler retten dürfen, weil er charakterlich völlig ungeeignet für den Job gewesen, der Whisky sein ständiger Begleiter gewesen sei.

Und wenn wir schon mal bei den billigen Unterstellungen sind, so wird das häufig rote Gesicht des Mr. Cameron, sein hoher Blutdruck, womöglich ganz ähnliche Gründe haben? Doch lassen wir das…
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http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/15869415/21027125/

http://www.mailonsunday.co.uk/news/article-2664738/A-drunk-cognac-breakfast-EU-presidency-favourite-faces-explosive-claims-Cameron-prepares-showdown-Merkel-stop-taking-job.html


Warum Luxembourg die EU unbedingt in der Türkei sehen will!

22. November 2013

Der türkische Präsident Abdullah Gül forderte die EU dazu auf, in ihrem eigenen Interesse gefälligst das Verhandlungskapitel „Energie“ in den Beitrittsverhandlungen der EU zur Türkei zu eröffnen! Als – seiner Meinung nach – wichtigster Energie-Hub für die EU, sprich Durchleiter, möchte die Türkei schnellstens in die Troublemaker-Position der Ukraine gelangen und die Finger an den Absperrhahn bekommen.

Alles, was nicht durch Russlands Territorium gepumpt werden solle, müsse durch die Türkei geleitet werden, stellte Gül fest. Damit vereinnamt er auch gleich die neuen Funde im südöstlichen Mittelmeer, zwischen Zypern und Syrien, dem Libanon und Israel/Palästina. Es soll dort aber auch Überlegungen geben, Pipelines direkt durchs Meer über Zypern nach Griechenland zu legen, eine reine EU-Lösung also. Das wäre aber doof, denn dann wäre die Türkei außen vor!

Der Großherzog Henri von Luxembourg sprang als versierter Geopolitiker sofort auf diesen Zug und unterstützte Gül total:
„Die EU hänge von der Türkei ab“, erkannte Henri glasklar, „denn nur so könne sie ihre Abhängigkeit von der begrenzten Anzahl von Lieferanten reduzieren!“ Aha, so läuft das also: Das Gas kommt nicht irgendwo in Zentralasien, im Mittleren Osten oder im Mittelmeer aus der Erde, sondern aus dem Rohr aus der Türkei und der Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose! Alles klar, Henri, das musste wirklich mal gesagt werden!

Aber die EU brauche die Türkei nicht nur in Energiefragen, sondern auch als politisches Schwergewicht in der internationalen Szene. Die Türkei sei eine Brücke für die EU zum Mittleren Osten, Kaukasien, Zentralasien und Nordafrika sowie nach Nord-, Mittel- und Südamerika, Japan, China, Neuseeland, Australien, Russland, Polynesien, Mikronesien und die beiden Pole nicht zu vergessen.

Die EU sei ohne die Türkei vollkommen hilflos und könne nicht ohne sie. Deshalb unterstütze Luxembourg die unermüdlichen Beitrittsbemühungen der EU zur Türkei.

Eine Frage blieb unbeantwortet. Welche Rolle, Bedeutung und damit Macht hat ein Durchleiter, Verzeihung ein „Energy-Hub“, solange er seine Finger vom Absperrhahn lässt?

Am Beispiel der Ukraine sehen wir die möglichen Konfliktpunkte:
Er will Geld für die Durchleitung. Er legt den Preis dafür fest. Er nutzt seine Position zwischen Energie-Erzeuger und Energie-Konsument aus. Er zweigt sich Energie ab. Er bezahlt seine Rechnungen nicht. Er nimmt notfalls die Endabnehmer als Geiseln, wenn er mit dem Energie-Erzeuger Streit hat.

Was hätte Europa also eigentlich gewonnen, wenn es die Ukraine durch die Türkei ersetzt?