Paris, am Tag danach: Rollen Köpfe und wer wird was?

31. März 2014

Die Rechte erreichte zusammengerechnet 45,9% die Linke kam zusammen auf 40,57% bei den französischen Kommunalwahlen. Die FN kam letztlich „zwar nur“ auf 6,62%, was aber als ein großer Erfolg angesehen werden muss, da sie 11 Städte „eroberte“, hauptsächlich im Süden des Landes, sowie vier Bürgermeister stellen wird. Bei den anstehenden Europawahlen könnte sie zwischen 15 und 20% erringen!

Nach der Wahlschlappe der Sozialisten (die 155 Städte verloren haben), die als Abrechnung mit der Zentralregierung gesehen wird, muss Hollande endlich etwas tun. Der Präsident kann sich nicht mehr hinter seinem Premierminister Ayrault verstecken, er muss ihn vielmehr ablösen!

Aber durch wen? Wenn es nur nach Popularität ginge, wäre der Innenminister Manuel Valls die erste Wahl. Doch der ehrgeizige Partei-Rechte ist bei den Sozialisten selbst vielleicht nicht vermittelbar? Er müsste auch zusammenführen und ausgleichen. Das sind Eigenschaften, die sich bei Manuel Valls nicht gerade in den Vordergrund drängen. Letztlich zögert Hollande wohl auch aus Selbstschutz? Valls wäre endgültig der starke Mann des Kabinetts und Hollande vermutlich wohl bald der Präsident unter Manuel Valls?

Ein Treffen zwischen Ayrault und Valls wurde heute Morgen auf später am Tag verschoben.

Danach tagte Hollande zwei Stunden mit Ayrault. Das Ergebnis drang nicht nach draussen.

Einem Gerücht zufolge soll Hollande den Job des Premiers dem Verteidigungsminister Le Drian angeboten haben, doch dieser habe dankend abgelehnt!

Die französischen Grünen wollen mit Ayrault weiter machen!

Ayrault raf sich für 30 Minuten mit dem Parteichef der Sozialisten Harlem Désir zum Vieraugengespräch.

Sicher ist, dass Hollande einen Dickschädel hat und alles tun wird, die Erwartungen an ihn zu enttäuschen. Vor Valls wird er vermutlich eher seine Ex-Lebensgefährtin und Mutter seiner vier Kinder Ségolène Royal zur Premierministerin machen. Dann muss sie ihm endlich zuhören und er hat immer das letzte Wort?


Mali: Französische Armee, keine 24 Stunden im Land, beklagt den ersten Toten!

12. Januar 2013

Jean-Yves Le Drian, Frankreichs Verteidigungsminister bestätigte, dass beim ersten Angriff auf die Islamisten ein Pilot eines Helicopters durch den Schuss einer Handfeuerwaffe verletzt worden sei und im Krankenhaus an den Folgen dieser Verletzung starb.

Die erst gestern eingetroffenen französischen Truppen würden um die Stadt Bamako im Süden gruppiert um französische Interessen zu schützen.

Präsident Hollande sagte einen geplanten Besuch in Marseille ab und rief für 15 Uhr den Verteidigungsrat zusammen.

Der FIGARO zeigt übrigens noch immer eine Grafik, die deutsche Truppen am Flughafen Sévaré verortet.
http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2013/01/12/97001-20130112FILWWW00335-un-pilote-francais-tue-au-mali-defense.php

Le Drian fügte hinzu, dass zwischen den Operationen in Mali und der gescheiterten Geiselbefreiung in Somalia kein Zusammenhang bestünde.

Dort sollen Französische Kommandos, die mit Hubschraubern eingeflogen waren, auf schweren Widerstand gestossen sein. Die offiziellen Meldungen und die von AFP zitierten Augenzeugenberichte sind sehr widersprüchlich.

Es habe ein bis zwei tote Kommandos gegeben und die Geisel, deren Befreiung die Aktion galt, sei ebenfalls durch ihre Bewacher getötet worden. Es handele sich dabei um Denis Allex, einen Geheimdienstler des DGSE, der seit drei Jahren in der Hand seiner Entführer war.

Die Somalischen Islamisten widersprechen dieser Darstellung. Die Geisel sei am Leben und würde in zwei Tagen verurteilt. Frankreich habe Militärs verloren und einen Toten am Boden zurückgelassen behaupten sie.