Brüssel: Obama belügt Öffentlichkeit über Kosovo!

28. März 2014

Bei einer Rede in Brüssel am vergangenen Mittwoch log Obama, dass sich die Balken bogen:

Obama sagte: “And Kosovo only left Serbia after a referendum was organized not outside the boundaries of international law, but in careful cooperation with the United Nations and with Kosovo’s neighbors. None of that even came close to happening in Crimea.”

In der Tat, auch im Kosovo geschah dies nicht im Entferntesten:
Es gab kein Referendum im Kosovo. Es gab keine Kooperation mit Serbien.
Es war eine einseitige USA / NATO-Entscheidung und sonst gar nichts!
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Es ist ja traurig genug, dass der US-Präsident die Fakten nicht kennt, aber dass offenbar niemand seine Redemanuskripte checkt, dass keiner dies für ihn tut ist schlicht unverantwortlich.

Es sei denn, es war Absicht das Auditorium zu belügen?


Catalunya: Mas erzählt den Katalanen, dass mehr weniger und weniger mehr ist!

3. Juni 2013

Kleine Länder hätten weniger Arbeitslosigkeit als große Länder hat Artur Mas herausgefunden! Spanien sei zwar groß aber arm und habe eine hohe Arbeitslosigkeit. Schneide man also vom großen Spanien nun ein (gar nicht mal so kleines!) Stück Catalunya ab, dann entstünde ein selbständiger, kleiner, reicher Staat mit geringer Arbeitslosigkeit. Daran arbeite er beständig…

Es entstünde also quasi automatisch so etwas wie die Schweiz, Schweden, Dänemark, Österreich oder Finnland in Südeuropa: Klein, reich, solide und mit geringer Arbeitslosigkeit.

Schon interessant, für wie dumm Artur Mas seine Katalanen offenbar hält, wie gering er letztlich mit dieser Aussage die kleinen Länder Europas schätzt: Man mache sie nur klein genug und schon läuft alles Bestens?

Die wirtschaftliche Lage, der Reichtum und die Stabilität der kleinen Staaten Europas hat so gar nichts mit deren Bevölkerungen, deren Fleiß, deren Kultur, deren  Ausbildungssystemen und deren Wirtschaftsethik zu tun? Es gehört schon noch ein klein wenig mehr dazu, als nur ein krankhaftes Sezessionsgespinst im Kopf, um ein prosperierender Kleinstaat der EU zu werden.

Mit dem berüchtigten katalanischen Korruptionssumpf, an dem Mas beziehungsweise seine CiU nicht ganz unbeteiligt sind, könnte auch so etwas wie ein Staat wie Rumänien, Bulgarien oder das Kosovo entstehen, nur AUSSERHALB der EU! Mit „Dracula“ Mas und seiner CiU würden die Katalanen ihr hausgemachtes Problem schließlich mit in die Unabhängigkeit nehmen. Wahre Unabhängigkeit könnte die nordostspanische Autonomie nur ohne Mas und die CiU erlangen, doch das ist noch Zukunftsmusik!

Abschließend will ich erwähnen, dass Mas die Steilvorlage für seinen schrägen Vergleich von „Don Quichote“ Mariano Rajoy bekommen hat, der zuvor erklärt hatte, die kleinen Staaten zählten nichts in Europa! Die genannten Kleinstaaten werden sich über die Großmäuligkeit des Merkel-Sklavens von der korrupten PP sicher außerordentlich freuen…

Einstweilen hat der (noch?) nicht existierende Phantasiestaat seine teure, schon real* existierende „Diplomatie“ dazu angewiesen, weltweit für die Marke Catalunya zu trommeln.

*(Bezahlen lassen will Mas diese teure Diplomatie durch den assymetrischen Verschuldungsgrad, den er für Catalunya fordert, letztlich durch ALLE Spanier.)


Katalanisches Modell: Nordserbische Autonomie im Kosovo!

3. April 2013

Die separatistischen Katalanen um Artur Mas haben erklärtermaßen die Abspaltung des Kosovo von Serbien als EU-konformes Handlungsmodell für ihre geplante Unabhängigkeit von Spanien im Hinterkopf.

Das semi-kriminelle 1,8 Millionen Balkan-Protektorat der EU hat indes selbst ein Separatismusproblem, denn die Serben im Nord-Kosovo streben nun ihrerseits den katalanischen „status quo“ einer weitgehenden Autonomie innerhalb des Kosovo an! Wie in Katalonien würde diese „lediglich“ Bildung, Polizei, Justiz, Medien, Energie, Wirtschaft und Telekommunikation umfassen.

Gespräche zwischen Serbien und Kosovo unter der Leitung der glücklosen EU-Aussen-Baronin-Lady-Ashton endeten nach acht Treffen auf höchster Ebene ergebnislos.

Kosovo MP Thaci nannte Autonomiebestrebungen der Kosovo-Serbien „antieuropäisch“. Seine eigene Abspaltung von Serbien war damals also vermutlich „proeuropäisch“? Immerhin kannte die EU ihn an, weil das im Balkankrieg in ihre Pläne passte und den Amis Camp Bondsteel bescherte!

Daraus folgt dann wohl, dass sich die Kosovo-Serben also nicht das aktuelle, autonome Katalonien zum Vorbild nehmen sollten, sondern das künftige, nach dem Kosovo-Modell abgespaltene freie Katalonien?

Also, äh.. was ist jetzt eigentlich die wahre, demokratische, friedliche, „proeuropäische“ Lösung für alle Separatisten, oder gibt es die am Ende gar nicht und was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?


Katalonien, ein zweites Kosovo auf der iberischen Halbinsel?

13. März 2013

Anscheinend haben die Berater um den Präsidenten der Generalitat d’Catalunya, Artur Mas ihm für seine Separatismus-Strategie das Modell des Kosovo vorgeschlagen?

Artur Mas hatte vor Monaten gesagt, er wolle seinen Volksentscheid um jeden Preis durchführen, sozusagen frei nach der alten Sponti-Regel, „legal, illegal, (Scheiss-egal*).“ *(ganz genau so hat er’s natürlich nicht formuliert;-)

Um an die für die Wahl benötigten, notwendigen Bürgerdaten zu kommen, wolle er die Krankenversicherungskarten als Datenbasis benutzen. „Missbrauchsgefahr bestehe dabei nicht“, meinte der Scherzkeks inmitten eines Abhörskandals, „schließlich gäbe es ein Datenschutzgesetz in Katalonien!“

Auf das Beispiel Kosovo angesprochen, beschwichtigte Mas, „man wolle kein Balkanland sein, sondern ein zweites Massachussets oder Bayern!“

Trotzdem setzt Mas Spanien die Pistole auf die Brust: Wenn die Zentralregierung seiner Selbstermächtigung durch ein Ermächtigungsgesetz, das sich über die aktuelle spanische Verfassung hinweg setzt nicht zustimme, dann wolle er – sozusagen der Plan B im Hintergrund – ein Bündnis aus CiU und ERC bilden, vorgezogene Neuwahlen in der Autonomie Katalonien ausrufen, mit einem einzigen Punkt im Wahlprogramm, der Ausrufung der Unabhängigkeit Kataloniens und diese Wahl so zum Plesbizit über die Unabhängigkeit machen.

Mas und seine Berater berufen sich auf eine Expertise des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag von 2010, nach der die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo keine Verletzung des Internationalen Rechts darstellen würde. Die Separatisten wollen dazu einen der Berater dieser damaligen IGH-Studie, den Briten Sir Michael Wood, konsultieren. Daneben haben sie katalanische und baskische Juristen befragt…

Dieser Plan B, oder Kosovo-Plan, wird allerdings das Bündnis CiU, gebildet aus CDC und UDC auf eine harte Probe stellen. Der Partner UDC würde dies wohl schwerlich mittragen können? Man will hier eigentlich keine Trennung sondern lediglich – wie bisher immer – mehr Geld von Madrid. Eine Internationalisierung des Konfliktes, wie sie offenbar Artur Mas vorschwebt, lehnen sie bei der UDC hingegen ab.

Der Kosovo, von nicht wenigen als dubioses Banditennest von US-Gnaden betrachtet, soll also nun zum Vorbild für die Katalanen werden? Ganz neu ist das nicht: Der Sezessionskrieg auf dem Balkan der zum Zerfall Jugoslawiens führte, war Anfang der 90er Jahre von den Katalanen wie elektrisiert verfolgt worden. Sie schickten damals nicht nur Scharen von Journalisten sondern auch Waffen und Unterstützung an die Kroaten.

PS: Nur nebenbei sei erwähnt, dass die ERC gestützte CiU-Regierung des Artur Mas kurz vor dem Ende des ersten Quartals (Q 1/13) noch nicht einmal einen Haushaltsentwurf für 2013 vorgelegt hat. Man hat wohl wichtigeres zu tun, bzw. beim Geld hört die Gemeinsamkeit dieser Dreier-Koalition auf.  Sie reicht nicht einmal für einen Haushaltsentwurf. So wackelig ist das Bündnis des Artur Mas…