So ändern sich die Zeiten: Kohl gibt Stellvertreter Audienz!

25. September 2011

Dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl wird im Allgemeinen weder mangelndes Selbstvertrauen noch Selbstbewusstsein konstatiert. In seiner Amtszeit kannte er die Privatnummern der wichtigsten Leute der Welt und pflegte die Dinge auf dem direkten, dem kürzesten Weg zu klären.

Wie haben sich doch die Zeiten geändert! Jüngst gewährte der Pate und ehemalige Ehrenvorsitzende der CDU bescheiden und genügsam dem Stellvertreter der einzigen Persönlichkeit von globaler Bedeutung, mit der Kohl noch nicht das Vergnügen der persönlichen Begegnung hatte, die Gunst einer Audienz. Womöglich hatte er auch einfach Terminschwierigkeiten oder es nicht eilig dessen Chef zu treffen…

Zunächst hatte sich die alten Herren vergnügt über die Fähigkeit von Frauen beim Einparken lustig gemacht. (Kohls Frau hatte den Wagen in einen Graben gesetzt: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/papst-trifft-orthodoxe-katholische-laien-und-altkanzler-kohl–49821908.html) „Und die wollen in meiner Firma Verantwortung übernehmen, gar Priester werden?“

Dann hatte Kohl dem Rangniederen Stellvertreter seine Zustimmung zu dessen Haltung in der Frage der Ökumene mit den Protestanten signalisiert: „Meinen Segen hast Du. Ich hab‘ ja auch ganz schlechte Erfahrung mit einer Pfarrerstochter von denen gemacht!“

Doch dann nahm das Gespräch eine unerwartete Wendung: Der Stellvertreter war dem AbAltkanzler entschieden zu vertraulich geworden!

Angeblich hatte der Stellvertreter Kohl ausgerichtet, sein Chef wolle wissen, wer denn die anonymen Spender gewesen seien, denen der sein Ehrenwort gegeben habe. Darauf habe Kohl die Audienz mit den Worten „das sei Chefsache“ brüsk beendet.


Baden-Württemberg Wahlen: Dolchstoss-Legende Guttenberg und Islam-Ängste! Die Waffen der Union.

7. März 2011

Sie sind ja so gemein, niederträchtig könnte man fast sagen, diese Linken die den strahlendsten Hoffnungsträger der Unionsparteien als schnöden Dissertationsbetrüger geoutet haben. So etwas tut man nicht! Deshalb entrüstet sich die Union, allen voran die von allen moralischen Geistern verlassene Kanzlerin, über Anstand und Ehre und Moralbegriff der Grünen, der Sozis und der Linken. Wie durch ein Wunder tauchen dann Schröder Millionen in den Medien auf, Vorschüsse vom Drücker-König für Buchrechte? Was ist denn eigentlich aus Kohls Ehrenwort-Millionen geworden? Denn wisse, Wähler, Moral und Anstand hat die Union gepachtet, auch bei ertapptem Betrug…
Das ist nicht Schizo, das ist vielmehr Merkel ;-))

Wenn es in Wahlkampfzeiten eng wird für die Union, so richtig eng, dann macht sie eine Kampagne gegen Türken oder gegen Muslime im Allgemeinen. Rund vier, fünf Millionen Angehörige dieser Religion leben seit etwa sechzig Jahren zwischen uns und gehen mehr oder weniger ungestört ihrem Glauben nach. Es soll hier sogar die eine oder andere Moschee und dazugehörige Minarette geben. Trotzdem erdreisten sich immer wieder deutsche Politiker über die Zugehörigkeit dieser Menschen zu unserer Kultur zu befinden. Diese ist jedoch gelebte Realität dieses Landes und untersteht nicht unserem Urteil.
Auch hier ist Merkel sich nicht zu Schade zu zündeln, denn der Zweck heiligt bei ihr bekanntlich die Mittel ;-((

Und da gibt es noch diesen Volkstribun eines aussereuropäischen Landes, der in Abständen hier einfällt und in Deutschland Wahlkampfveranstaltungen mit gelinde gesagt nicht hilfreichen Aussagen und Forderungen durchführt.
Der kommt der Union in Wahlkampfzeiten wie gerufen. Die brauchen nur den Auftritt des Nationalislamisten abzuspielen und die Halle tobt. Vielen Dank nach Ankara für diesen Fauxpas, den wir uns vielleicht wirklich künftig ersparen sollten?


Stirbt der Euro an seinem Geburtsfehler?

4. Februar 2010

Die monetäre Stabilität der Südschiene der EU krankt. Griechenland hat es nun als erstes Land erwischt. Die Griechen wurden unter Kuratel der EU gestellt!

Aber auch in Italien, Spanien und Portugal sieht es nicht viel besser aus. Der Geburtsfehler des Euro war es, dass die Wirtschaften der Beitrittsländer nur auf dem Papier im Gleichtakt waren und nicht realiter! Auch die Steuerung der Europäischen Zentralbank funktioniert nur zum Teil. Diese klassischen Abwertungsländer wurden mit viel Taschenspielertricks und Schönrechnerei dazu gebracht, die Aufnahmekriterien für die gemeinsame Währungsunion, das Luftschloss der Herren Mitterand und Kohl, offiziell zu erfüllen. Dann kriegten sie den Euro und glaubten sich im Paradies: Eine harte Währung und jeden Menge Konsumwünsche!

Das ging eine Weile scheinbar ganz gut, aber irgendwann erkannten diese Länder, dass ihre Wirtschaftsleistung, speziell die Produktivität, weit hinter derjenigen der Mitteleuropäer, besonders der Deutschen zurück geblieben war. Die Deutschen lieferten was das Zeug hielt und steigerten ihre Exporte in die EU-Märkte ganz erheblich. Trotz zunächst noch höherer Löhne erzielten sie Dank ihrer höheren Produktivität geringere Stückkosten. Der früher übliche Ausweg, die Abwertung, blieb den Südeuropäern verwehrt. Sie mussten ihre Währungen in einem engen Zielkorridor bewegen. Dazu wurde konsequent auf Pump gelebt und die Schattenwirtschaft spielte dort sei jeher eine wichtige Rolle. Dazu kam, dass die deutsche Wirtschaft in den letzten zehn Jahren gewaltig auf die Löhne drückte. Dies sollte Arbeitsplätze in Deutschland sichern, verschlechterte die Produktivität der Südeuropäischen Wirtschaften aber zusätzlich. Aus der Sicht der Zielländer der deutschen Exporte eine geradezu aggressive deutsche Wirtschaftspolitik.

Irgendwann lief die Wirtschaft dann aus der Spur und spätestens hier begann die „kreative Buchführung“. Die Dinge wurden „schön gerechnet“ und die EU drückte aus politischen Gründen beide Augen zu. Man konnte nicht genug kriegen an Wachstum und Ausdehnung und nahm Länder wie Rumänien und Bulgarien in die EU auf. Die Ukraine lauerte dahinter und irgendwo ganz weit hinten, soll auf Druck der USA auch die dort schon eine ganze Generation lang wartende Türkei in die EU aufgenommen werden. Mit einigem zeitlichen Versatz bedeutet das in den meisten Fällen auch Aufnahme in die Währungsunion, die Neulinge sollten dann auch baldmöglichst den Euro bekommen.

Es gibt in einer solchen Situation nur wenig Lösungswege. Am einfachsten scheint es, die betroffenen Länder würden die gemeinsame Währung verlassen und zu ihren alten Währungen zurückkehren. Sie könnten abwerten und damit den deutschen Exportdruck abmildern. Das würde ihre Heimatmärkte zuverlässig schützen. Das dumme ist, ein Austritt aus der Währungsunion ist genauso wie ein Austritt aus der EU in dem gewaltigen Vertragswerk nicht einmal vorgesehen! Was nicht sein kann, das darf eben auch nicht sein!

So müssen sie also „drin bleiben“! In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: Die EU, sprich Deutschland kommt für die Verschuldung der Südschiene auf. Das würde den Euro schwächen, ihn weich machen und natürlich inflationsbedingt die Vermögen der Deutschen, ob Wirtschaft oder Privat, einschmelzen lassen! Es würde auch den Druck vom US-Dollar nehmen und die US-Wirtschaft schützen. Dann, spätestens dann würde der deutsche Michel, dem man sehr lange etwas erzählen kann, aufwachen und vermutlich recht ungemütlich werden?

Was bleibt also als Lösung: Man stellt Länder wie Griechenland unter Kuratel und verordnet ihnen einen harten Crash-Kurs in Haushalts-Sanierung! Schließlich sollen die Versäumnisse des letzten Jahrzehnts korrigiert werden. Das wird empfindliche soziale Einschnitte mit sich bringen und die Griechen haben sofort gemeldet, dass dies für sie überhaupt nicht in Frage käme!

Der Charme dieser Lösung bestünde aber zweifellos darin, dass die Vorgaben und die Erfolgsmessung durch die EU erfolgen würden und Brüssel könnte hier wieder „politisch“ agieren. Man könnte den Deutschen nur ein bisschen Inflation unterjubeln und den Griechen kreativ unter die Arme greifen. Nebenbei wären sie entmündigt und der erste EU-Staat, der zentral aus Brüssel zwangsverwaltet würde. Ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einem Europäischen Zentralstaat, einem undemokratischen Moloch, den kein Volk in der EU so wollte, zu dem aber auch viele gar nicht erst gefragt wurden. Dass die Deutschen zu den Fragen EU und Euro nicht gefragt wurden, das brauche ich hier gar nicht erst erwähnen, das ist Allgemeinwissen.

So geht die EU auf ungewisse Zeiten mit starken sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen und Ungleichgewichten zu. Da Brüssel außer Zentralismus keine Lösungen anbietet und die nationalen und lokalen Politiker naturgemäß opportunistisch agieren, sind auch Konflikte denkbar, die regional oder national in bewaffnete Konflikte führen könnten. Dann hätten wir den Ersten Europäischen Bürgerkrieg, der in bewährter Manier von außen unterstützt und am kochen gehalten werden würde. Deja vu?

PS: Angela Merkel sicherte Kroatien (dem alten faschistischen Waffenbruder des Deutschen Reiches) Deutschlands volle Unterstützung zum Beitritt in die EU zu. Er wird wohl noch in diesem Jahr erfolgen. Ein weiteres, weiches, kreatives Südschienen-Land!


Oh weh, mein Hirnlappen ist mir auf die Hüften gerutscht!

27. August 2009

Dicke, volkstümlich für Menschen mit Übergewicht, sollen hohl in der Birne sein. Daraus folge, dass der kleine verbleibende Überrest anfälliger für Krankheiten wie Alz sei, als bei Schlanken. Ich habe immer schon so etwas vermutet, während der langen 16 Jahre von Kohls Kanzlerschaft. Das letzte Jahrzehnt und diverse Kästen Bier und Rotwein sind aber auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen. Ich muss mich also mit dem unangenehmen Gedanken anfreunden, dasx ikh mglchrwse rgndwnn vllg vrblde…