Artur Mas in den USA und keiner merkt es!

16. April 2015

Beim verzweifelten Versuch, dem erlahmenden Separatismus wieder ein wenig Leben einzuhauchen, ist dem Führer der separatistischen Katalanen-Minderheit Artur Mahatma Nelson Ghandi Mandela Mas wieder einmal die Flucht aus Spanien in die Irrationalität eingefallen.

Die USA sollten es diesmal sein, sein gelobtes Land. Wie üblich, wie schon in Brüssel, Paris, Moskau, Jerusalem und London, fand sich kein nennenswerter Gesprächspartner für den größten aller Katalanen.

So hielt er vor vorwiegend katalanischen Lehr- und Studentenkörpern einen Vortrag an der Columbia-Universität, wo er den katalanischen Separatismus mit dem Kampf der USA um ihre Unabhängigkeit von England verglich und Catalunya wirtschaftlich die Potenz von Österreich, Finnland, Dänemark und Portugal zu schrieb, jedenfalls solange man die katalanische Verschuldung und Korruption einmal ausser Betracht lässt.

Er vereinnahmte also die USA für seine Zwecke, gleichzeitig unterstellte er ihnen – charmant wie immer – keine Ahnung von Katalonien und dessen Geschichte zu haben.

Die haben die Amis jetzt wohl noch weniger, denn ein Geschichtsvortrag von Artur Mas kann wohl getrost mit plumper Geschichtsfälschung beschrieben werden?

Auch Think Tanks wolle er treffen und informieren. Ich weiss nicht, wie groß sein Präsidenten-Tross war auf dieser Reise, ob ihn seine „Herzallerliebste First Lady“ begleitete und ob es erste Klasse-Flüge und Hotels sein durften, wie auf der Reise nach Moskau?

Jedenfalls kam der geplagte, spanische Autonomiepräsident Artur Mahatma Nelson Ghandi Mandela Mas auf diese Weise mal wieder aus der geographischen Enge des katalanischen Zwergstaates heraus, wenngleich er die geistige Enge seiner Utopie auch in der Neuen Welt mit sich herum schleppte.

Bei der anschließenden Pressekonferenz sollen übrigens keine US-Reporter anwesend gewesen sein. (1)

Wie sagte doch der katalanische Schriftsteller Josep Pla einst treffend: „In der Politik darf man alles, nur nicht sich lächerlich machen!“

Die US-Wirtschafts-Site FORBES stellte lakonisch fest, „die Politik des Artur Mas nützt weder den USA, noch Europa, noch Spanien noch Katalonien!“ (2)

Ein anonymer Leserkommentar:
Proximo viaje del muy honorable e hijo politico del tambien muy honorable Señor Pujol como esta demostrado,
El 27 de septiembre a su casa.
Eso si después de hacer el ridiculo Mas espantoso y gastar el dinero de todos los catalanes.

Artur Mahatma Nelson Ghandi Mandela Mas schreckte auch nicht vor der Geschmacklosigkeit zurück, die Pariser Attentate für seine Zwecke zu manipulieren, in einem Interview mit dem WALL STREET JOURNAL:

…He compared the numbers of people at Catalan independence demonstrations to those in Paris after the terrorist attack on Charlie Hebdo magazine in January.

“They said that there were 1.5 million people in Paris and that it was an immense demonstration for a country that has almost 70 million people,” Mr. Mas said. “In Catalonia, with a population of 7.5 million, we’ve put 1.5 million people on the street supporting an independence referendum each of the last three years…”(3)

Selbst im „eigenen“ katalanischen Propagandasender TV3 macht sich das (ausgezeichnete!) Team von Polònia über ihren geltungssüchtigen Autonomie-Präsidenten und seine US-Reise lustig:

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(1) http://dolcacatalunya.com/2015/04/09/nuevo-ridiculo-de-mas-en-estados-unidos/

(2) http://www.forbes.com/sites/danielrunde/2015/04/08/catalonia-independence-artur-mas/

(3) http://www.wsj.com/articles/catalan-president-artur-mas-says-populist-podemos-party-an-obstacle-to-independence-movement-1427901212