Katalanischer Geheimdienst agiert gegen den gewaltätigen „Hispanolismus“ Madrids!

23. September 2014

Im Laufe der vergangenen zwei Jahre tauchte schon so manches Mal gerüchteweise die Existenz eines ominösen katalanischen Geheimdienstes auf, den es legal gar nicht geben dürfte.

Bei der großzügigen Etablierung von Parallelstrukturen der Katalanen zum verhassten Spanischen Staat und einer gewissen systematischen institutionellen Doppelzüngigkeit, dauerte es eine ganze Weile bis dessen Existenz zumindest prinzipiell zugegeben werden musste.

Er ist aber illegal und dies müsste entsprechende Folgen haben, die erstaunlicherweise bisher ausgeblieben sind, da Madrid zu akzeptieren scheint, was nicht offen und offiziell zu Tage tritt oder nur schwer zu beweisen ist?

Sonst hätte man Artur Mas und seine Autonomie-Regierung schon mehrfach absetzen können und müssen. So haben die Separatisten die Leitung des katalanischen Geheimdienstes durch Xavier Martorell* beim Präsidenten Mas angesiedelt und die operative Abteilung in der ganz harmlos und langweilig klingenden CESICAT, dem statistischen Institut Kataloniens untergebracht. Und überhaupt, gibt es zwischen Statistiken, Umfragen und Meinungsforschung nicht Überschneidungen zur altmodischen Spionage?

So soll systematisch ein katalanisch-separatistisches Herrschaftswissen erworben und durch hierarchische Zugangskontrollen für die Generalitat exklusiv geschützt werden.

In einem vom ANC beauftragten, über hundert Seiten starken Dokument „Estatuir Catalunya“ wird die Notwendigkeit der Geheimhaltung, sowie die Einrichtung eines eigenen Geheimdienstes als strategische Notwendigkeit gefordert.
Im Falle einer (natürlich nur rein theoretisch möglichen) einseitigen Unabhängigkeitserklärung(!) müsse ein friedlicher Übergang garantiert und Chaos auf den Straßen verhindert werden.

Ob es wohl irgendwo, vielleicht bei den Mossos d’Esquadra, den Prügelburschen der Generalitat, auch schon Strukturen einer eigenen Armee der Katalanen geben mag? Denn auch diese wird in dem Dokument gefordert: Das katalanische Territorium müsse in jedem Moment wirksam geschützt werden können durch die Bereitstellung effektiver Information von Innen und Außen, durch ein militärisches Verteidigungskonzept und trainierte, ausgebildete (Streit-)Kräfte. So sollen die „Mossos“, die einen traurigen Rekord der Gewalttätigkeit besitzen, zu den Wächtern der Revolution gehören!

Zwar sind die (un-)heimlichen Planer des katalanischen Staates im Prinzip überzeugt davon, dass Spanien wegen seines internationalen Ansehens keine militärische Gewalt gegen die Katalanen ausüben würde, aber in Zeiten sozialer und politischer Spannungen, in denen die innere Sicherheit und öffentliche Ordnung (Kataloniens!) von bewaffneten Milizen aus Zivilisten bedroht sei, müssten sie die Ruhe und Stabilität (gegen die 40% der eigenen Bevölkerung, ein Bürgerkriegsszenario?) gewährleisten. Dazu müssten die Truppen und ihre Leitung absolut fest, verlässlich, getestet und bewährt sein. Bei den Nazis nannte man diese Truppe SS…

Zuzutrauen wäre es ihnen auf jeden Fall, denn zum geschlossenen Weltbild vom eigenen Staat gehört natürlich auch eine gewaltige, eigene Armee, welche die katalanischen Dauer-Opfer künftig gegen die spanischen Dauer-Täter heldenhaft zu verteidigen in der Lage sein wird.


Wer leitet eigentlich den katalanischen Geheimdienst?

4. Juni 2013

Anstatt sich mit den drängenden anstehenden Problemen zu befassen, konkret Tag für Tag zu regieren also, schwelgt Artur Mas entrückt in den höchsten Sphären der Konzeption eines neuen Staates.

Das „Recht sich zu entscheiden“ für die Katalanen wird zwar permanent propagiert und eingefordert, ist aber längst noch nicht durchgesetzt. Statt dessen „katalanische Botschaften“ in allen Ecken der Welt, sogar eine eigene UNESCO-Delegation neuerdings (mit eigenen, katalanischen UNESCO-Beiträgen?).

Wollte er sich vom französischen Verteidigungsminister Le Drian Tipps für eine eigene „Grande Armée“ holen, oder wollte er gar die Franzosen um zeitweiligen Beistand gegen die Spanier bitten?

Expertengremien tagen zu jedem Aspekt einer künftigen Staatlichkeit Kataloniens. Das „Recht sich zu entscheiden“ ist unter diesem Aspekt nur eine vorgeschobene Formalie der zur gegebenen Zeit „Die Pflicht, sich richtig zu entscheiden“ nachgeschoben werden wird. An diesem Punkt spätestens müsste es die CiU eigentlich „zerbröseln“, denn die Unió sieht nicht unbedingt den Bruch mit Spanien, auf den Mas hinarbeitet.

Die spanische Regierung versucht offen und versteckt, das Projekt des Artur Mas zu vereiteln. Sie ist per geltender Verfassung dazu verpflichtet.

Aus diesem Dilemma gibt es nur zwei Auswege: Zum Einen eine Verfassungsänderung und die Schaffung eines föderalen Bundesstaates (u.U. verbunden mit einer Änderung in eine Republik?) was die Unterstützung aller Spanier in einem demokratischen Prozess voraussetzte, oder den „harten Bruch“, auf den Artur Mas offenbar hinarbeitet? Der spanischen Regierung stehen dabei alle staatlichen Institutionen einschließlich der Armee und der Geheimdienste zur Verfügung.

Wer offen staatliche Strukturen aller Art schafft, obwohl er kein Geld dafür hat, der hat sich ganz gewiss auch schon Gedanken zu einer eigenen Armee und einem eigenen Geheimdienst gemacht?

Da es genügend Verfechter eines katalanischen Alleinganges zu geben scheint, sollte auch an Rekruten für Geheime kein Mangel sein? Loyalität, Geschäftssinn und Abenteuerlust sind gewiss im Überfluss vorhanden.

Nicht zuletzt die Vorgänge um die vorgezogenen Autonomiewahlen in Katalonien mit den „anonymen Geheimakten aus Madrid“ zu Schweizer Konten namhafter Katalanen muss Mas die Notwendigkeit eines eigenen Geheimdienstes drastisch vor Augen geführt haben.

Unterstellen wir also getrost, dass es ihn in der einen oder anderen Form gibt, den katalanischen Geheimdienst. Dann stellt sich die Frage WER leitet ihn?