​Falkland – Malvinas: Cristina Kirchner provoziert, Briten schicken Atom-U-Boot!

20. Mai 2012

Zwei Länder mit massiven wirtschaftlichen Problemen suchen ihr Heil in geradezu kindischen, nationalistischen Provokationen.

Seit einigen Monaten spielen sich Kirchner und Cameron gezielt und gekonnt die Bälle zu in einem Ballwechsel von unterirdischem Niveau.

Argentiniens Präsidialamt in der Casa Rosada ließ von der Werbeagentur Young and Rubicam einen Werbespot drehen, der den argentinischen Teilnehmer an der bevorstehenden Olympiade London 2012, Fernando Zylberberg,  dabei zeigt, wie er auf den Falkland-Inseln seine Kondition trainiert. Dazu der Spruch: Um uns auf Englands Boden zu messen, trainieren wir auf argentinischem Boden! Gedreht in  pathetischen Szenen und Bildern, die an eine militärische Erstürmung erinnern, unterlegt mit dramatischer Musik. Der Spot ist den Verwundeten und Gefallenen des Falkland-Krieges gewidmet. Wenigstens bei Ihnen wird nicht unterschieden nach Nationalität…

Die Agentur, mit einem Briten an der Spitze, bat die argentinische Regierung den Spot nicht mehr zu senden. In der britischen SUN ist er jedoch jederzeit abrufbar, denn er dient der Motivation der eigenen Truppen durch Erzeugung eines Feindbildes:

http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/4298654/Argentinas-Olympic-team-ad-filmed-on-Falklands-war-memorial-is-blasted-by-agencys-British-boss.html

Die Antwort der Briten ließ nicht lange auf sich warten: Letzte Nacht stahl sich das Atom-U-Boot HMS TALENT, randvoll beladen mit Tomahawk-Cruise Missiles, aus einem südafrikanischen Versorgungshafen und nahm Kurs auf die Falkland – Malvinas im Südatlantik. Das Jagd-U-Boot der Trafalgar-Klasse soll rechtzeitig zur dreissigjährigen Jubiläum der Siegesfeier vor Ort sein.

Nationalistische Ablenkung von Regierungen, die ihrer echten Probleme immer weniger Herr werden..

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Bisher zum Thema erschienen:

https://almabu.wordpress.com/2012/03/02/telenovela-uk-argentina-jetzt-wochentlich-the-falklands-vs-las-malvinas/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/15/briten-drehen-die-spannungs-spirale-um-die-malvinasfalkland-inseln-hoch/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/11/argentinien-bringt-den-streit-um-die-malvinas-vor-den-weltsicherheitsrat/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/01/1982-2012-dreissig-jahre-spater-falkland-krieg-reloaded/

https://almabu.wordpress.com/2012/01/22/uk-cameron-prinz-william-soll-die-falklands-retten/

https://almabu.wordpress.com/2012/01/21/gibraltar-und-falkland-zweifrontenkrieg-fur-cameron/


Dicke Luft am Silberfluss: Nix Buenos Aires am Rio de la Plata!

17. April 2012

Wird die EU einen basisdemokratischen Regime-Change in Argentinien wagen?

Unbequem waren die Argentinier immer: Ob sie nun dem NATO-Partner United Kingdom die Falkland-Inseln abnehmen wollten, die sie Malvinas nennen, oder ob sie einfach bei ihrer letzten(?) Schuldenkrise dem IMF eine lange Nase drehten und die Zahlungen einstellten, oder ob sie nach dem letzten Weltkrieg deutschen Kriegsverbrechern eine relativ sichere und ungestörte Zukunft boten, sie waren immer berechenbar unberechenbar!

Nun hat Sra. Presidenta de Kirchner erneut zugeschlagen und YPF, die argentinische Tochterfirma der spanischen Energiefirma REPSOL verstaatlicht, wegen erwiesener Unfähigkeit! REPSOL hatte die Firma YPF in der letzten Krise zum Schnäppchenpreis erworben und Versprechungen und Ankündigungen anscheinend keine Taten folgen lassen?

Argentinien musste statt dessen Energie einführen und dafür stetig mehr bezahlen!

Seit einem nicht genau definierten Zeitpunkt, es heisst zumindest seit Februar 2012, seien die beiden Regierungen hinter den Kulissen im Gespräch über eine Lösung dieser Angelegenheit gewesen. Nun hat Sra. de Kirchner zugeschlagen. Sie wollte wohl nicht länger warten?

Spanien hat den Fall sofort der EU vorgelegt und die zeigte sich verstimmt! So springt man nicht mit einem EU-Mitglied um, auch wenn es diesem gerade ziemlich schlecht geht…

Eine rechtliche Handhabe gegen Argentinien hat die EU zwar nicht, sie sitzt aber wirtschaftlich am längeren Hebel. Es wäre wohl kein Wunder, wenn Europas Arbeitslose schon bald auf ihr argentinisches Rindersteak verzichten müssten, wegen eines EU-Boykotts?

Es wäre auch kein Wunder wenn Spanien die zahlreichen Argentinier auf seinem Territorium noch etwas kritischer behandelt, als es dies ohnehin schon tut? Allerdings können nicht wenige von ihnen bei Bedarf zusätzlich einen Italienischen Pass zücken, wie die Oma den Knoblauch vor dem Vampir!

In den neokolonialen Zeiten der Regime-Changes in unbotmäßigen Ländern, könnte es aber auch den Versuch geben, die argentinische Regierung von außen zu destabilisieren und basisdemokratische Veränderungen, hin zu einer EU-freundlicheren Politik geben. Bis dahin könnten wir ja schon mal den Tango boykottieren?

NACHTRAG:
Die Entwicklung dieses Konfliktes, der anscheinend schon ein Jahr vor sich hin schwelt, hier in spanischer Sprache:
http://www.lavanguardia.com/economia/20120416/54284842132/cronologia-conflicto-entre-argentina-y-repsol-ypf.html


Werden die Falklands mit Hilfe der USA unabhängig vom UK und Cameron?

3. April 2012

Heute, am 30. Jahrestag des Falkland-Krieges, wird wieder von beiden damals beteiligten Seiten mit dem Säbel gerasselt und wieder aus denselben Gründen wie damals. David Cameron könnte es zum größten Flop der Nachkriegszeit in UK bringen und mit dem Krieg meine ich natürlich den WW2! Der argentinischen Präsidentin Christina Fernández de Kirchner steht das Wasser des Rio de la Plata auch schon symbolisch bis zum Halse. Beide stecken in einem Umfragetief und in noch viel tieferen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Da bietet sich irrationales Kriegsgetrommel natürlich an. Das funktioniert schließlich in den allermeisten Fällen!

Ein paar gravierende Unterschiede gibt es diesmal aber schon: Die UN hat beide Seiten zu Gesprächen über die Falkland Islands / Las Islas Malvinas aufgerufen. Und – vielleicht noch viel wichtiger – die USA haben sich nicht bedingungslos hinter das UK gestellt sondern sich der UN-Forderung angeschlossen.

Cameron tönt herum, nur die Falkländer könnten über ihre Zukunft entscheiden! Da hat er zwar recht, aber die könnten durchaus anders entscheiden als der kleine David sich das so vorstellt! Wegen des ausserordentlichen Fischreichtum und großer ihrer Ausbeutung harrenden Offshore-Energieressourcen wären die Falklands eine potentiell sehr reiche Inselgruppe mit nur wenig Einwohnern. Sie könnten die Ölscheichs des Südatlantiks werden.

Die Briten brauchen sie eigentlich nur solange, wie ihre Sicherheit durch Argentinien bedroht ist. Käme es also hier zu einer Einigung auf dem Verhandlungswege, dann tschüss Tommies!

Eventuell könnten aber auch die USA bei unabhängigen Falklands für Großbritannien einspringen, denn die Inselgruppe ist von strategischer Bedeutung für die Kontrolle der Antarktis. Es wäre im Lauf der Geschichte nicht die erste Kolonie, die die USA den Briten abgenommen hätten…

https://almabu.wordpress.com/2012/03/02/telenovela-uk-argentina-jetzt-wochentlich-the-falklands-vs-las-malvinas/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/15/briten-drehen-die-spannungs-spirale-um-die-malvinasfalkland-inseln-hoch/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/11/argentinien-bringt-den-streit-um-die-malvinas-vor-den-weltsicherheitsrat/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/01/1982-2012-dreissig-jahre-spater-falkland-krieg-reloaded/

https://almabu.wordpress.com/2012/01/22/uk-cameron-prinz-william-soll-die-falklands-retten/

https://almabu.wordpress.com/2012/01/21/gibraltar-und-falkland-zweifrontenkrieg-fur-cameron/


Argentinien bringt den Streit um die Malvinas vor den Weltsicherheitsrat!

11. Februar 2012

Argentinien wirft Großbritannien Verstoss gegen den Vertrag (Tlatelolco, von 1967) zur Verbreitung von Atomwaffen in Lateinamerika und der Karibik vor!

Der argentinische Außenminister Héctor Timerman sagt unter Berufung auf (alte!) Erkenntnisse der Geheimdienstkreise von 2003,  London habe dies schon verschiedentlich getan und Buenos Aires sei besorgt, dass jetzt auf den Malvinas, (die die Briten Falkland nennen) das Gleiche geschehe.

Vielleicht hat sein Geheimdienst die Nachricht auf diesem Blog gelesen, dass die Briten ein Atom-U-Boot, die Vanguard(?), bewaffnet mit atomaren Taurus-Raketen(?),  da runter schicken? Damit hätten die Briten eine ähnliche militärische Schlagkraft wie im Persischen Golf zusammengezogen., darunter Flugzeuge, die in Lybien, Afghanistan und im Irak eingesetzt worden seien.

Mit dem bei den Malvinas zusammengezogenen militärischen Potential könne Großbritannien einen guten Teil Argentiniens, ganz Uruguay, einen Teil Chiles und den Süden Brasiliens mit Atomwaffen angreifen! Kein Land dieser Region könne diesem Potential begegnen.

Timerman fragt, ob ihm irgendein Experte erklären könne, wozu Großbritannien einen militärischen Aufmarsch wie am Persischen Golf im Südatlantik benötige?

Er kündigte für heute den Protest seines Landes gegen die Militarisierung des Südatlantiks beim UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und beim Weltsicherheitsrat an.

http://www.lavanguardia.com/internacional/20120210/54252902244/argentina-acusa-reino-unido-nucleares.html


Gibraltar und Falkland! Zweifrontenkrieg für Cameron?

21. Januar 2012

Der latente Dauerzwist um die Islas Malvinas oder Falkland Islands zwischen Argentinien und dem UK flackert wieder auf. Cameron wirft den Argentiniern Kolonialismus vor, da die Falkländer lieber britisch bleiben wollten. Die Argentinier sehen das wie immer genau umgekehrt! Immerhin ist diesmal die Solidarität der Lateinamerikanischen Staaten größer, denn sie haben beschlossen alle Häfen Südamerikas für Schiffe unter Falkland-Flagge zu sperren.

Cameron kündigte an die Verteidigungsfähigkeit der Inseln zu überprüfen, zu stärken und zu gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund machte der neue spanische ‚Spitzendiplomat‘, Außenminister García-Margallo, eine neue, eine zweite Front auf, indem er dem konservativen britischen Europa-Abgeordneten Charles Tannock, der ihm zu seinem Ministerposten gratulierte, ein keckes „¡Gibraltar español!“ entgegnete.

Steht David Cameron also womöglich ein Zweifrontenkrieg bevor? Wir werden sehen! Das war es auch, was Charles Tannock dem spanischen Minister gelassen antwortete.


http://www.20minutos.es/noticia/1280709/0/garcia-margallo/saluda-eurodiputado-britanico/gibraltar-espanol/