Frankreich im Schock islamistischen Terrors!

17. Oktober 2020

Da gibt Samuel Paty, 47, Lehrer in Geschichte und Erdkunde, im Collège du Bois d’Aulne in Conflans-Sainte-Honorine (Yvelines), das ist in Frankreich EIN Fach, im atheistischen Französischen Schulsystem Hinweise zur Religions- und Gedankenfreiheit am Beispiel der Mohammed-Karrikaturen von CHARLIE HEBDO und sagt den Schülern vorher, wer das nicht sehen wolle, der könne gerne das Klassenzimmer vorher verlassen. Klingt eigentlich korrekt, oder?

Es muss aber wohl so gewesen sein, daß ein, zwei, „einige“ Schüler zu Hause, offenbar in einer islamistischen Parallelgesellschaft, diesen „skandalösen Umstand ihren Eltern erzählten, diese sich empörten und als der Lehrer die Schule verließ, säbelte ihm ein 18-jähriger Russe, gebürtiger Moskauer mit tschetschenischen Wurzeln, der als Kind mit seiner Familie nach Frankreich gelangte, dort aufwuchs und die Schule besuchte*, kurzerhand mit einem Küchenmesser den Kopf ab!

Neun Personen, davon eine Minderjährig wurden arrestiert. Darunter die Eltern, ein Großvater und ein Bruder des Täters, sowie ein Vater eines Schülers der ein zur Gewalt aufrufendes Video ins Netz gestellt hatte.

Den Geheimdiensten sei er nicht bekannt gewesen, der Polizei aber wohlbekannt als „ganz normaler Krimineller“, der 18-jährige Russe aus Moskau mit tschetschenischen Wurzeln. Nun, hätte er Novitschok benutzt, wäre alles klar und Putin Schuld gewesen, aber ein Küchenmesser?

Der Täter hatte in den sozialen Medien das Opfer zur Schau gestellt und den französischen Präsidenten direkt angesprochen. Emmanuel Macron hatte darauf reagiert. Der Präsident hatte, begleitet von seinem Innenminister Gerald Darmanin, dem Bildungsminister Jean-Michel Blanquer, sogleich den Tatort besucht und dort geantwortet. Das klang gut, doch war es klug? Kann künftig jeder Fanatiker, den Präsidenten der Republik Frankreich „antanzen“ lassen und ihn dazu zwingen „über Leichen“ einen Dialog zu führen?
https://www.abc.es/internacional/abci-macron-califica-ataque-terrorista-islamista-asesinato-profesor-cuchillo-202010171136_video.html

Könnte es vielleicht sein, daß Tschetschenen, die auch nur im geringsten Verdacht stehen sich gegen Russland in Stellung bringen zu lassen, eher, vielleicht sogar bevorzugt, in den Genuß des Asyls als Flüchtling kommen?

Aber bei den bisher bekannten Islamisten handelt es sich nicht nur um Russen, sondern auch um Pakistanis und Türken. Es gibt in Europa, das heisst ausdrücklich nicht nur in Frankreich, Grauzonen oder gar Parallelgesellschaften mit zunehmend eigenen Spielregeln, denen die Kultur, die Gesetze ihres Gastlandes am A…. vorbei gehen. Leider gilt das z.T. auch für Staatsbürger mit entsprechenden Migrationswurzeln.

Erst im vergangenen Juni gab es gewalttätige Zusammenstöße zwischen tschetschenischen und algerischen Banden in der 150.000 Einwohnerstadt Dijon in Ostfrankreich. Die Tschetschenen reisten aus Deutschland und Belgien nach Frankreich ein, waren mit automatischen Waffen und Gewehren bewaffnet und französische Sturmtruppen benötigten mehrere Tage um Ruhe, Ordnung und Frieden wieder herzustellen!

Interessanterweise bezeichnet der französische Staatspräsident Emmanuel Macron dieses Verhalten nicht als Islamismus, sondern als Separatismus, so als wolle der Präsident einer laizistischen Republik die Religionen aus dem Spiel halten?

Vor kaum 4 Wochen hatte ein 18-jähriger Pakistani vor dem ehemaligen Büro von CHARLIE HEBDO, das längst von Anderen genutzt wird, versucht einen Mann und eine Frau zu töten, sozusagen zum (beinahe!) 5-jährigen Jubiläum des Attentates auf die Journalisten der Satire-Zeitschrift. Aktuell läuft übrigens in Paris nach 5(!) Jahren der Prozess über das Attentat auf CHARLIE HEBDO…

Der französische Präsident Emmanuel Macron vermutet, daß sein türkischer Gegenspieler Erdogan den muslimischen Separatismus in der französischen und europäischen türkischen Diaspora propagiert?

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*Der Halbsatz in Kursiv wurde nachträglich von mir geändert. Es gab zunächst unterschiedliche Meldungen zur Vita und zum Tathergang!


FBI: Spanische Exklave Ceuta, Islamisten-Nest, 170km von US-Basis Rota, Andalusien entfernt!

12. Dezember 2014

US- und spanische Agenten gehen ein und aus und interessieren sich für die Durchlässigkeit der Grenzen und das soziale und religiöse Profil der Bevölkerung der spanischen Exklave in Nordafrika.

Ceuta, das über Spanien bekanntlich zur EU gehört, hat mit 72% die höchste Jugendarbeitslosigkeit in der ganzen EU, das heisst, nur jeder vierte Jugendliche hat Arbeit, 39% keinen Schulabschluß! Als Spanier haben sie nicht nur in Festland-Spanien, sondern natürlich in ganz Europa Reise- und Niederlassungsfreiheit. Muslime stellen 40% der Bevölkerung Ceutas. 25% aller spanischen Jihadisten kämen aus Ceuta sagt das spanische Innenministerium. Das Ceuta umgebende Marokko ergänzt, dass 30% seiner Jihadisten aus den Ceuta nahegelegenen Städten Tánger und Tetuán stammten.

Das spanische Militär, beschäftigt sich seit über einem Jahr mit Soldaten, die radikalem Gedankengut (natürlich nicht nur islamischem!) anhingen und die deshalb eine Gefahr darstellten. Das spanische Militär in Ceuta und Melilla besteht zu etwa 30% aus Muslimen.

Die Jihadisten der Zweiten Generation kämen heute nicht mehr aus dem Irak oder Syrien, sondern aus Ceuta und Melilla!

Alleine in Ceuta gäbe es derzeit über 50 offene Ermittlungen wegen Terrorismusverdachtes. Dies stelle aber nur 6% der gesamten Ermittlungen dar, die sich auf Madrid, Katalonien, Valencia und Andalusien konzentrierten.


Frankreich: Wie verzweifelt ist Sarkozy?

30. März 2012

Der amtierende französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy vollzieht in diesen Tagen eine erstaunliche Metamorphose. War er zu Beginn seines Wahlkampfes, vor etwa acht Wochen, noch ein harter Verfechter eines eng an Deutschland und Madame Merkel angelehnten Sparkurses, ein wahrer Euro-Fighter und allzeit bereit, seine Herrin und Meisterin gar im französischen Wahlkampf einzusetzen, so hat er jetzt einen brutalen Kurswechel vollzogen.

Frankreich ist für ihn kein Land, dass – wie der britische THE ECONOMIST in seinem aktuellen Heft schreibt – extrem renovierungsbedürftig, gar brachial reformreif ist,  Sarkozys Frankreich hat ganz andere Probleme:

Es hat zu viele Migranten! Fast doppelt so viele, wie es verkraften kann. Die andere Hälfte schmeisst Sarkozy unter dem lebhaften Beifall der Front National raus!

Die Franzosen müssen Halal-Fleisch, also nach muslimischen Religionsvorschriften geschächtetes Fleisch von lebend ausgebluteten Tieren essen und wissen es nicht!

Die Mordserie von Toulouse und Montauban gab Sarkozy die Chance, sich selbst zum Kämpfer gegen den Islamismus zu ernennen und er nutzte sie!

Er stellte im Wahlkampf kunstvoll einen schamlosen Vergleich zwischen den Morden des Mohamed Merah und dem 11. September 2001 der USA her, einen Moment, von dem an nichts mehr so sei wie es vorher gewesen war…

Zufällig ist Merah kaum unter der (französischen!) Erde, als überall in Frankreich Razzien bei Islamisten stattfinden, bei denen 19 Verhaftungen erfolgen und Kalaschnikov-Sturmgewehre beschlagnahmt werden.

„In einen guten, französischen Haushalt gehört keine Kalaschnikov“, findet Sarkozy zwar nicht zu Unrecht, aber ein Staatspräsident der Razzien kommentiert wie ein Polizeisprecher? Man könnte es als würdelos und durchsichtig bezeichnen…

Es gibt scheinbar nur noch ein Thema in Frankreich, der extreme Islam, die „Islamisten“?

Sarkozy warf sein gesamtes Spar- und Wirtschaftskonzept und Euro-Retter-Image über Nacht kurzerhand über Bord und setzte statt dessen auf die Themen, Ausländer, Migranten, Islamismus, Innere Sicherheit. Sarkozy reloaded, wann kommt der „Kärcher“?

Der ganz profane Grund für diesen Wechsel ist seine vernichtende Bilanz der ersten fünf Jahre, „quelle catastrophe!“

Dazu seine späte Erkenntnis, dass man mit Merkel und ihrer grenzdebilen Sparpolitik in Frankreich nicht punkten kann!

Die Themen in Frankreich müssten da sein:

Jobs
Verschuldung
Euro-Rettung
EU
Neo-Kolonialismus

Leider hat Monsieur, „le President de la Republique“ bei diesen Themen gaanz schlechte Karten und viele Altlasten im Keller!

Schließlich: ohne die Unterstützung und Stimmen der extremen Rechten von der FN kann Sarkozy nicht wieder Präsident werden und er weiss das!


Frankreich: Ein Land in Realitätsverweigerung!

30. März 2012

THE ECONOMIST schreibt diese Woche über Frankreich, seinen Wahlkampf und seine gravierenden Probleme.  Wenn man in diesen Zeiten die Eurozone bereise, würde man von den vielen verbalen Reformen bekräftigt. Mari Monti haben den „Rettet-Italien-Plan“ ausgerufen und damit die Euro-Krise schon beinahe für beendet erklärt! Spaniens Rajoy habe den Arbeitsmarkt „reformiert“ und einen brutalen Spar-Haushalt angekündigt. Die Griechen wüssten, dass die Freigiebigkeit und Steuerhinterziehung vorbei seien. Doch ein Land habe sich noch nicht mit seiner veränderten Lage beschäftigt, Frankreich. (Das fängt ja an wie bei Asterix!)

Frankreich gehe in die letzten drei Wahlkampf-Wochen vor dem Ersten Wahlgang seiner Präsidentenwahlen.  Beide Kandidaten überböten sich in teuren Wahlversprechungen und „angekündigtem Geld ausgeben“, völlig losgelöst von den wirtschaftlichen Realitäten Frankreichs.

Die Verschuldung, die Arbeitslosigkeit, spätestens seit den Anschlägen von Toulouse und Montauban kein Thema mehr im Wahlkampf! Statt dessen Sicherheit, Migration, Halal-Fleisch und Islamismus. (Sarkozy verstieg sich sogar dazu, die Anschläge des Mohamed Merah als Frankreichs 11. September zu bezeichnen, nach dem nichts mehr so wie vorher sein würde!)

Als Rezept würden höchstens wirtschaftliche Abschottung gegen den bösen Weltmarkt und ein Ausstieg aus dem Schengen-Abkommen, der europäischen Reisefreiheit angeboten.

Der mutmaßliche Wahlsieger Hollande stünde am Tag nach der Wahl, vor genau den selben Problemen wie Sarkozy…

Der ECONOMIST hat mit seiner Analyse recht und doch nicht recht! Er beschreibt die Lage Frankreichs zutreffend, aber er unterstellt, dass dieser Problematik nur mir den üblichen neoliberalen Folterwerkzeugen beizukommen sei. Damit erweist er sich als ideologisch blind.

Die Hoffnung Europas ruht darauf, dass Hollande (ja, diese Schnarchnase!) nach der Wahl das Steuer herumwirft und Merkel Paroli bietet. Im Interesse ganz Europas muss das hirn- und charakterlose Wirken dieser Dame schleunigst beendet werden. Wenn Frankreich die Südschiene und einige andere Länder hinter sich vereinen kann, dann besteht die reale Chance den neoliberalen Irrsinn, dem Merkel blindlings folgt, zu beenden! Dafür wünschen wir Hollande Glück!

(Was den ECONOMIST betrifft, anstatt über den Kanal nach Frankreich zu spähen, sollte er sich zunächst an beiden Ufern der trüben Themse umsehen?)

http://www.economist.com/node/21551478


Der Terroranschlag von Frankfurt war zu erwarten!

3. März 2011

Irgendwann würde etwas geschehen. Wer wie die US-Army weltweit engagiert, involviert und disloziiert ist und an zahlreichen Plätzen dieser Welt robust seine Vorstellungen von Freiheit und AbenteuerDemokratie durchzusetzen versucht, der lädt seine zahlreichen Feinde geradezu zur Revanche ein! Die greifen zum Terror, zum Kampfmittel der Schwächeren und es trifft naturgemäß meist Unschuldige, irgendwo weit weg von den Kampflinien Asiens oder des Mittleren Ostens.

Hier in Deutschland, im verkehrsreichen Vorfeld des Frankfurter Flughafens, wo US-Soldaten in Bussen herumfahren die sich in Typ, Farbe und Zulassungsnummer von weitem identifizieren lassen, haben Terroristen relativ leichtes Spiel. Wir sind in Deutschland halt die Etappe der US-Army. Sie operieren und steuern ihre Kriege auch von Deutschland aus und sie werden nach der Logik dieser Kriege folglich auch zunehmend hier angegriffen werden.

Nach dem was bisher über den Vorfall bekannt wurde, handelte es sich um einen muslimischen Kosovaren, der irgendwann, irgendwo radikalisiert wurde. Womöglich geschah dies sogar mitten unter uns in Deutschland?

Wir können jetzt Deutschland in einen Polizeistaat verwandeln bei dem Versuch, die Sicherheit für die US-Army zu erhöhen.

Die USA könnten aber auch ihre Konflikte herunterfahren oder ihre Präsenz in Deutschland weiter reduzieren oder Beides!