Frankreichs Hollande: Regieren kann er nicht, Seitensprung auch nicht!

13. Januar 2014

Er war die unbegründete Hoffnung vieler Linken in Europa, den Neoliberalen um Cameron, Draghi und Merkel ein sozialistisches Gegengewicht entgegen zu stellen um die schlimmsten sozialen Sauereien zu verhindern. Das ging gründlich schief!

Längst ist er der Präsident mit den schlechtesten Umfragewerten aller Zeiten in Frankreich und er ist noch keine zwei Jahre im Amt. Zu seiner Bilanz zählen die Homo-Ehe und zwei kriegerische Interventionen in Afrika, sowie die Rolle des Einpeitschers einer westlichen Intervention in Syrien, der angeblich erst im letzten Moment von Obama himself gestoppt worden sei.

Nun hat er auch in seinem Privatleben wenig Fortune bewiesen. Hollande hatte etwas nebenbei am Start, was bei den Herren des Elysée-Palastes jetzt nichts völlig Ungewöhnliches war. Keiner aber hat sich bisher so dämlich angestellt…

Ungewöhnlich war, dass der Präsident sich nach Einbruch der Dunkelheit im Trenchcoat und mit Motorradhelm auf einen dreirädrigen Rentner-Scooter von Piaggio schwang und durch das nächtliche Paris bretterte, nur gefolgt von einem Leibwächter, ebenfalls auf einem Roller, bevor er zwei Straßen vom Regierungssitz entfernt ein Appartement aufsuchte und dort offenbar den Freuden der Lust frönte, mit einer hübschen Schauspielerin, ein paar Jahre jünger als seine „offizielle première dame“. Der Leibwächter ging am Morgen für das Paar Croissants holen. Wie überaus romantisch?

Die Presse berichtete ungewöhnlicherweise über Hollandes Eskapaden. Sie hatte sich gegenüber des Liebesnestes eingemietet. Es gab Fotos! Normalerweise ein Sakrileg in Frankreich. Hollande protestierte als Privatmann ganz offiziell!
Seine „offizielle première dame“ versank in tiefem Blues und begab sich ins Krankenhaus über’s Wochenende. Heute sollte sie wieder rauskommen, mit einer Presseerklärung ihrerseits wurde gerechnet, jedoch sie ist noch immer drin!
Hollande, der Unglücksrabe, will am Mittwoch eine seiner seltenen Pressekonferenzen geben und hat schon einmal verkünden lassen, dass private Fragen Tabu seien. Ob das realistisch ist, bleibt abzuwarten.

Nun stellen sich aber gewisse Fragen zur nationalen Sicherheit der Franzosen. Erstens, wie sicher und unauffällig ist ein ungeübter Dreiradfahrer im nächtlichen Paris, dem nur ein ebenfalls Roller fahrender Leibwächter folgt?

Was tun die Polizei und die Geheimdienste um die Privatssphäre des Präsidenten zu schützen? Was wäre gewesen, wenn diese Journalisten nicht nur mit Kameras hätten schiessen wollen? Hat Manuel Valls, der dynamische, ambitionierte Rechtsaussen-Innenminister, versagt, oder kommt ihm diese peinliche Episode am Ende gerade recht bei seiner Karriereplanung?

Das Liebesnest soll Leuten mit Beziehungen zur korsischen Mafia gehören und an Hollands Geliebte verliehen worden sein? Einer der letzten Bewohner mit Mafia-Hintergrund sei im vergangenen Mai erschossen worden…

In Frankreich nennt man dies „die Affäre Gayet“. Sie müsste eigentlich „Affäre Hollande“ heissen!


Wir Deutsche haben ein Glaubwürdigkeitsproblem!

17. März 2013

Das empfinden sehr viele türkische Migranten, Deutsche mit türkischen Wurzeln und auch zunehmend deutsche „Ureinwohner“.

Regelmäßig brennen Wohnungen und Häuser türkischer Mitbürger ab. Stets wird ein fremdenfeindlicher Hintergrund geradezu rituell geleugnet, oft noch bevor noch die brandtechnischen Sachverhalte ordentlich geprüft worden sind.

In einigen Fällen waren es dann eben am Ende doch Brandstiftungen, vermutlich gelegt von Rassisten.

Professor Faruk Şen, von TAVAK, wies darauf hin, dass es in der Region um Backnang im vergangenen Monat 12 Brandstiftungen gegeben habe. Dies sei ein Fakt, auch wenn in diesem konkreten Fall durchaus ein elektrischer Fehler die Brandursache gewesen sein mag.

In dem Gebäude seien neben der ausgebrannten Wohnung der türkischen Familie noch ein griechisches Restaurant und ein griechischer Nachtclub sowie Büros einer türkischen Vereinigung untergebracht. Faruk Şen geht sogar so weit, zu behaupten, dass Elemente des deutschen Staates diese fremdenfeindlichen Angriffe unterstützen würden!

So sei 2008 bei einem Brand in Ludwigshafen bei dem neun Menschen davon fünf Kinder, getötet worden sind, offiziell eine technische Brandursache genannt worden. Nachdem eine Neonazi-Spur auftauchte und die NSU-Gruppe enttarnt worden ist, seien die Ermittlungen im vorigen Jahr erneut aufgenommen worden.

Letzten Oktober seien zwei Appartment-Blocks in Bremen in Brand geraten. Beide gehörten Deutschen mit türkischen Wurzeln. 30 Personen kamen verletzt ins Krankenhaus. Es wird Brandstiftung vermutet.

Im vergangenen August brannte eine Wohnung in Dortmund. Drei türkische Kinder kamen zu Tode. Es gäbe starke Anzeichen für Brandstiftung hiess es offiziell.

Natürlich haben deutsche Politiker längst eine latente Angst vor fremdenfeindlichen Anschlägen. Sie wollen sie möglichst nicht wahr haben. Deshalb kommt es gelegentlich zu vorschnellen Aussagen, bei denen manchmal der Wunsch der Vater des Gedankens ist, über die Brandursachen. Sie plagt primär die typisch deutsche Angst, was wohl das Ausland darüber denken und sagen wird?

Die politische Aufarbeitung des Skandals um die Mordserie der NSU-Mörderbande macht auch nicht gerade Hoffnung, dass die Bemühungen um Aufklärung dieses unglaublichen Geheimdienstskandals die Abwiegelungs- bzw. gar Vertuschungsbemühungen überwiegen.

Ich fürchte, wir Deutsche haben in der Tat ein Glaubwürdigkeitsproblem in dieser Frage…


Frankreich: Ein Jahr nach Toulouse und Montauban, Gedenkroutine?

11. März 2013

Heute jährt sich der Beginn der Mordserie des Mohamed Merah in Montauban und Toulouse. Es gibt offizielle Ermittlungen. Es gibt TV-Dokus. Es gibt Gedenkfeiern, Gedenktafeln an den Tatorten und einen „Weissen Marsch“. Es gibt wieder viele Worte, aber gibt es auch konkrete Ergebnisse?

Ausser unerklärlichen Pannen und Koordinationsproblemen zwischen den Französischen Sicherheitsbehörden ist nicht wirklich viel heraus gekommen. Sein Bruder Abdelkader Merah sitzt in Untersuchungshaft. Im Vorfeld des Jahrestages gab es einige Aktivität vortäuschende vorläufige Festnahmen von der Beihilfe Verdächtigen. Sie alle mussten nach Ablauf der maximalen Arrestzeit wieder entlassen werden, weil die Beweise nicht reichten. Die Suche nach dem ominösen „Dritten Mann“ geht weiter.

Es bleibt weiterhin unklar, wie ein junger Mann unter den Augen der Geheimdienste  und vermutlich von ihnen geführt, derart aus dem Ruder laufen konnte, ohne dass die Profis dies bemerkten?

Merah jedoch ist in seinen Kreisen und seiner Familie längst zum Helden verklärt worden. Die Angehörigen der Opfer beklagten, dass seiner Mutter und Schwester in einer auf France 3 ausgestrahlten Doku zum Jahrestag zu viel Raum zur Selbstdarstellung eingeräumt worden sei. Es kann leider nicht ausgeschlossen werden, dass es irgendwo Nachahmer gibt, die den Jahrestag zu Aktionen nutzen wollen? Vermutlich werden die französischen Behörden in diesen Tagen stillen Alarm ausgelöst haben? Denn in Mali sterben Muslime durch französische Truppen, wie damals in Lybien.

Eines von Merahs Opfern lebt noch. Ein schwerstverletzter junger Soldat, Loïc Liber, der vermutlich Zeitlebens unter den Folgen des Attentats leiden wird. Er ist in der Öffentlichkeit fast vergessen…

http://www.lemonde.fr/societe/article/2013/03/11/debut-des-hommages-aux-victimes-de-mohamed-merah_1845876_3224.html


Ach Gott, was wird bloß das Ausland von uns denken?

14. November 2011

Legt der braune Sumpf sich selbst trocken? Werden mutmaßliche Serienmörder – von womöglich rund zehn Immigranten und Polizisten – plötzlich ihres Nomadenlebens im Untergrund überdrüssig und geben sich selbst die Kugel? Sie tun dies schön ordentlich unter Hinterlassung einer Bekenner-DVD und seit Jahren fieberhaft gesuchten Tatwaffen aus der Döner-Mordserie und dem Polizistinnenmord in Baden-Württemberg? Da hat wohl einer reinen Tisch gemacht, wie es scheint, aber waren es die Männer aus dem verbrannten Wohnwagen? Das scheint mir ziemlich unwahrscheinlich…

Die unheilvolle Verbindung von Verfassungsschutz, Teilen der Polizei und der Geheimdienste mit dem braunen Sumpf, die seit Jahren immer wieder gut dokumentiert wird, aber offenbar unlösbar weiter andauert, hat offenbar eine reale braune Terrorszene geschaffen, der in Deutschland mehr Menschen zum Opfer fielen als dem vielbeschworenen Islamistischen und Links-Terror, dessen angebliche Existenz als Begründung der Existenzberechtigung und Finanzierung dieser Organisationen dient.

Nun läuft wieder die übliche „Das müssen wir erst gründlich ermitteln und aufklären und wollen deshalb kein vorschnelles Urteil abgeben!“-Arie ab. Wer erwartet eigentlich von Sympathisanten, Mitwissern und möglichen Tatbeteiligten Aufklärung? Da ist wohl eher Vertuschung angesagt?

Nehmen wir einmal an, ein ausländischer Geheimdienst, der einigermaßen Zugang zu unseren Diensten und deren Wissen hat, hat die Schnauze voll von der braunen halbstaatlichen Symbiose in Deutschland und der Engelsgeduld unserer Dienste mit der rechten Terrorszene? Er unterwandert die Szene und macht auf eine Art und Weise „reinen Tisch“ – garniert mit Doku und Beweisen – die es den üblichen Verdächtigen sehr schwer, wenn nicht unmöglich macht, die Dinge in bewährter Form zu vertuschen.

Könnte dies so gewesen sein? Womöglich nur eine neue VT, aber sie erscheint mir wahrscheinlicher als der Doppelselbstmord von ihres Lebens überdrüssigen mutmaßlichen Massenmördern!

Einstweilen dürfen wir uns selbst bemitleiden und uns um unser Ansehen im Ausland sorgen, wie immer halt!