LAC D’ANNECY MASSAKER, Das perfekte Verbrechen?

17. September 2015

Es ist jetzt drei Jahre her und die Ermittler tappen nach wie vor im Dunkeln. Der Vierfach-Mord von Chevaline, Haute-Savoie, ist noch immer weit davon entfernt aufgeklärt zu werden!

Alle möglichen und denkbaren Tatmotive wurden erdacht, durchgespielt, penibel untersucht und führten letztlich ins Nichts.

Die irakisch-stämmigen, im Großraum London lebenden Eltern der Al-Hilli-Familie, die in Schweden lebende Schwiegermutter und der „zufällig vorbei kommende“ Radfahrer Mollier kamen durch 24 Schüsse ums Leben, die beiden Töchter der Al-Hillis überlebten, eine davon sogar unverletzt am Körper.

Die große Politik, der Irak, Israel, Spionage, Geldwäsche, alles wurde aufs Tablett gebracht und wieder aussortiert. Die Tat und die Waffe, eine historische Luger P08 der Schweizer Armee deuteten eher auf eine Affekthandlung eines Einzeltäters als auf Profi-Killer hin. Diese Waffen sind heute begehrte Sammlerstücke, waren jedoch zur Zeit ihrer Ausmusterung aus der Armee im französisch-schweizerischen Grenzgebiet relativ günstig und relativ problemlos zu bekommen, z.B. in Schützenvereinen.

Der Bruder Al-Hillis und Erbstreitigkeiten wurden genannt und verworfen. Ihm war nichts nachzuweisen. Ebensowenig wie dem durchgeknallten und gewalttätigen Sohn der Schwiegermutter, der zur Tatzeit in einer geschlossenen Psychiatrie in Schweden saß.

Dann wurde erfolglos ein BMW-Geländewagen mit Rechtssteuerung und britischer Nummer gesucht. Danach ein Motorradfahrer mit seltenem Helm und Vollbart. Er wurde nach längerem Suchen gefunden und sogleich wieder entlastet, ohne jedoch den Grund für diese Eile zu nennen, außer vielleicht, daß er ein in der Gegend renommierter Unternehmer sei?
Weiterhin nicht bekannt sind der Mann, mit dem sich Saad Al-Hilli auf seinem Campingplatz erregt unterhalten haben soll und die Person, die nur eine halbe Stunde vor der Tat ein „schönes Urlaubsfoto von der lächelnden, ahnungslosen Al-Hilli-Familie machte…

Der britische Journalist Tom Parry schrieb über das Massaker das Buch „The Perfect Crime“. Er brachte eine neue Variante ins Spiel. Ziel des Verbrechens sei der „zufällig vorbei kommende“ Radfahrer Sylvain Mollier gewesen. Der mögliche Täter ein 50-jähriger Ex-Legionär, der in der Gegend lebt(e). Schnittpunkt beider Personen sei die Lebensgefährtin des Radfahrers Mollier, Claire Schutz gewesen, die beide „kannten“.

Das war die „lokale Tatvariante“, die auf Grund der vermutlichen Affekthandlung und der alten Waffe früh als Möglichkeit ins Spiel gekommen war. Die Al-Hillis, in ihrem BMW-Kombi, seien demnach die „zufällig vorbei kommenden“ in diesem Plot gewesen und als Tatzeugen kaltblütig dahin gemetzelt worden!

Der „Charme“ dieser Variante liegt für die Ermittler in dem Umstand, dass der Ex-Legionär nicht mehr lebt. Kurz nach einer Routine-Vernehmung und noch nicht als Hauptverdächtiger, habe er Selbstmord begangen. Er habe psychologische Probleme gehabt, vielleicht unter der Tat gelitten? Es gäbe sonst keine andere Erklärung, kein überzeugendes Motiv für den Selbstmord. Seine Schwester meint hingegen, dass sich ihr Bruder mit Mollier gut verstanden hätte und in seinen zwei(!) Abschiedsbriefen geschrieben habe, mit den Taten nichts zu tun zu haben.

Die Ermittlungen wurden nach drei Jahren zwar stark reduziert, die dauern aber noch immer an. Der tote Ex-Legionär Patrice Menegaldo steht für die Ermittler derzeit auf der Liste der Verdächtigen ganz weit oben. Na, denn…


FRENCH ALPS KILLING, TUERIE DE CHEVALINE, LAC D‘ ANNECY MASSAKER

14. Mai 2015

Seit September 2012 ungeklärt, könnte das Lac d’ Annecy-Massaker zum perfekten Verbrechen werden?
Die Eltern und die Schwiegermutter der Al Hilli Familie sowie ein zufällig vorbei kommender Radfahrer wurden getötet. Eine 7-jährige Tochter überlebte den Versuch des Totschlages und die 4-jährige Zweite verbarg sich stundenlang unter dem kalten Leib ihrer toten Mutter!

Nun wurde bekannt, dass bereits im März ein ehemaliger Kommando-Soldat der Marines in einem Leihwagen von der britischen Polizei festgenommen wurde, der das „Sichere Haus“ nahe London fotografierte, in dem die beiden al Hilli-Töchter Zainab und Zeena damals untergebracht waren. Dies verkündete der ermittelnde französische Staatsanwalt Eric Maillaud in einem Briefing.

Der Angehörige der Special-Forces habe der britischen Polizei gesagt, er wolle ein Haus in der Gegend kaufen.
Damit war der Fall für die Briten erledigt. Sie hatten keine juristische Handhabe für eine weitere Überprüfung. Die Franzosen waren sauer und wollten wissen, ob der Mann überhaupt die Mittel für einen Hauskauf hatte, doch umsonst:
„Wir bekommen mehr störende als nützliche Information. Je mehr wir suchen, desto weniger finden wir. Nichts macht Sinn!“

So klingt ein frustrierter Staatsanwalt…

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https://almabu.wordpress.com/2012/09/05/massaker-ein-auto-voller-leichen-und-ein-schwerverletztes-madchen/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/06/vierjahrige-uberlebt-das-lac-dannecy-massaker-offenbar-korperlich-unverletzt/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/06/lac-dannecy-massaker-uberfall-familiendrama-oder-hinrichtung-mit-politischem-hintergrund/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/07/lac-dannecy-massaker-warum-mussten-familie-al-hilly-und-sylvain-mollier-sterben/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/10/lac-dannecy-massaker-bombe-umgebung-des-hauses-der-al-hilli-familie-evakuiert/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/10/lac-dannecy-massaker-tatwaffe-vom-gleichen-kaliber-wie-bei-der-nsu-mordserie/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/11/neues-vom-lac-dannecy-massaker-unsere-tagliche-wendung-gib-uns-heute/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/13/lac-dannecy-massaker-ermittlungen-treten-auf-der-stelle/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/15/lac-dannecy-massaker-verletzte-siebenjahrige-sah-einen-bosen-doch-der-schwager-wars-nicht/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/13/lac-dannecy-massaker-wars-der-schwager/
https://almabu.wordpress.com/2012/09/21/lac-dannecy-massaker-gemeinsame-untersuchungskommision-ece-eingerichtet/
https://almabu.wordpress.com/2012/10/15/lac-dannecy-massaker-nach-sechs-wochen-nichts-als-spekulationen/
https://almabu.wordpress.com/2012/10/21/%EF%BB%BFneues-vom-lac-dannecy-massaker-radfahrer-zuerst-beschossen/
https://almabu.wordpress.com/2012/10/28/neues-zum-lac-dannecy-massaker-al-hilli-uberfuhr-mollier-mit-dem-bmw/
https://almabu.wordpress.com/2012/11/23/lac-dannecy-massaker-erneute-wendung-und-untersuchungen-im-irak-und-den-usa/
https://almabu.wordpress.com/2012/11/23/lac-dannecy-massaker-erneute-wendung-und-untersuchungen-im-irak-und-den-usa/
https://almabu.wordpress.com/2013/04/30/lac-dannecy-massaker-polizei-ruft-zeugen-auf-sich-zu-melden/
https://almabu.wordpress.com/2013/06/24/uk-surrey-festnahme-im-lac-dannecy-massaker/
https://almabu.wordpress.com/2013/09/30/lac-danney-massaker-ein-jahr-danach-alles-beim-alten/
https://almabu.wordpress.com/2013/10/24/lac-dannecy-massaker-uk-passe-des-ehepaares-al-hilli-fehlen/
https://almabu.wordpress.com/2013/11/05/lac-dannecy-massaker-phantombild-schon-nach-14-monaten/


Das Chevaline-Massaker, der perfekte Mord?

25. Februar 2015

Im September 2012, vor zweieinhalb Jahren ging ein Verbrechen, festgemacht am Namen eines kleinen französischen Alpendorfes in den Savoyen, um die Welt. Ein einzelner Irrer soll es gewesen sein, andere Möglichkeiten wurden nur höchst unwillig in Betracht gezogen, aber schließlich immerhin untersucht. Die Europäische Justizeinheit, die zur Aufklärung gebildet wurde, die Sonderkommissionen in Frankreich und England, vermutlich alle inzwischen in aller Ruhe und ohne Ergebnis aufgelöst?

Der letzte Verdächtige Zaid al-Hilli, der Bruder des ermordeten Saad al-Hilli, inzwischen von der britischen Polizei* offiziell rein gewaschen vom Verdacht an dem vierfach-Mord beteiligt gewesen zu sein, klagt nun seinerseits die französische Polizei an:

Die französische Polizei habe den Tatort nicht gesichert, so dass mögliche Spuren von den zahlreichen Rettungsfahrzeugen vernichtet worden seien.

Einer der auffälligen offenen Punkte war das Fehlen der Pässe der Opfer, die schließlich mit Pässen per Fähre über den Ärmelkanal nach Frankreich gekommen seien und sich auch mit Pässen auf dem Camping-Platz angemeldet hätten. Bei den Leichen aber habe man keine Pässe gefunden, so hieß es damals.

Jetzt wurde bekannt, dass der/die vermisste/n Pässe sich in einer Jacke Saad al-Hillis befunden hätten, die seit über zwei Jahren in einem französischen Polizei-Labor läge und anscheinend nie richtig durch- bzw. untersucht worden sei! Ein veritabler Skandal…
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*(Zaid al-Hilli wirft der französischen Polizei Rassismus vor, weil sie ihn immer noch als „interessante Spur“ bezeichne und fordert eine öffentliche Untersuchung!)

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Es gibt auf meinem Blog ca. 20 Artikel zum Thema, über die Suchfunktion zu finden, die aktuell jeweils den bekannten Ermittlungsstand beschrieben. Eine gute Zusammenfassung hat wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Annecy_shootings


Lac d’Annecy Massaker: Keine Beweise gegen Zaid al-Hilli!

15. Januar 2014

Siebzehn Monate nach dem Verbrechen bei Chevaline in Hoch-Savoyen in den französischen Alpen stecken die Ermittlungen in einer Sackgasse. Die Ermittler glauben, dass ein Bruderzwist, ein Streit um das Erbe ihres Vaters und letztlich um Geld das wahrscheinlichste Tatmotiv sei. Nur, sie können dies nicht beweisen! Zaid al-Hilli bleibt deshalb also vorerst vollkommen unbehelligt und auf freiem Fuß.

Die Ermittler legen Wert darauf daß der Franzose Sylvain Mollier, der (anscheinend zufällig?) mit dem Rad zum Tatort kam und dort auch getötet wurde, nichts mit dem eigentlichen Geschehen zu tun hatte, er sei halt schlicht „the wrong man, at the wrong time, at the wrong place“ gewesen…

Der rechtsgesteuerte Luxus-Geländewagen, den Zeugen zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes gesehen haben wollen und nach dem noch immer gefahndet wird, tauchte bisher nirgendwo auf. Er war der einzige Hinweis, der sich auf das UK bezog.

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Durch die Nutzung der Suchfunktion in der rechten Seitenleiste können alle Artikel dieses Blogs zu diesem Thema aufgerufen werden. Es sind mittlerweile einige…


UK, Surrey: Festnahme im Lac d’Annecy-Massaker!

24. Juni 2013

Ein 54-jähriger Mann wurde  heute Morgen um 7:30 Uhr Ortszeit im Zusammenhang mit der Ermordung einer britischen Urlauberfamilie in Chevaline, Hoch-Savoyen, vor einem dreiviertel Jahr festgenommen. Ihm wird vorgeworfen Teil einer Verschwörung zur Ermordung der Al Hilli-Familie (und des französischen Radfahrers Sylvain Mollier, als Zufallsopfer) zu sein.

Weitere Einzelheiten sind derzeit noch nicht bekannt.

Vor etwa einer Woche war gemeldet worden, dass verdächtigte Telefonate des Bruders des ermordeten Saad al Hilli nach Rumänien untersucht würden. Ob es einen Zusammenhang zwischen diesen Telefonaten und der Festnahme gibt, oder ob es sich bei dem Festgenommenen gar um den Bruder selbst handelt, das ist derzeit unbekannt.

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NACHTRAG:

Es soll sich bei dem Verhafteten tatsächlich um Saad al Hillis Bruder Zaid handeln. Das Alter und der Vorwurf passen. Er galt bisher lediglich als Zeuge. Nach englischem Recht darf er erst als Verdächtiger, bzw. Beschuldigter zur Tat befragt werden.

Tatmotiv wird vermutlich ein Streit um das Erbe des gemeinsamen Vaters gewesen sein. Es handelt sich um Immobilien in England, Frankreich und Spanien, sowie rund eine Million Euro auf einem Schweizer Konto bei einer Bank in Genf.


Lac d’Annecy-Massaker: Erneute Wendung und Untersuchungen im Irak und den USA!

23. November 2012

Eric Maillaud, der ermittelnde Staatsanwalt, kündigte für irgendwann in den nächsten Tagen ein Rechtshilfeersuchen an den Irak an. Bravo, die Fakten liegen ja auch erst zweieinhalb Monate auf dem Tisch! Da kann man schon mal langsam den Arsch bewegen…

Man will das familiäre Umfeld der Al-Hillis, speziell des Vaters, klären und die Gründe und Umstände seiner Emigration nach Großbritannien, seine Kontakte und die Quelle seines Vermögens erkunden.

Dann rutscht Maillaud etwas heraus, das so gar nicht zu seiner noch vorgestern publizierten Theorie vom „lokalen-Irren-Einzeltäter“ mit der prähistorischen P08 passt:

„Können wir eine Verbindung herstellen, zwischen DEN MÖRDERN (!) und der irakischen Herkunft der Opfer?“

Nanu, hat sich da etwa einer verplappert?

Anfragen auf Rechtshilfe habe es auch an die Schweiz und Italien als nahe Nachbarländer der Region Haute Savoie, sowie an Spanien, wo Al-Hillis Vater zuletzt lebte und starb, an Schweden, die Wahlheimat der Ehefrau und Schwiegermutter, sowie an die USA gegeben. Dort soll der email-Verkehr der Al-Hillis überprüft werden, denn „Big-Brother“ speichert bekanntlich alles penibel ab.

Über ein Ersuchen an Deutschland, dessen BND die Saddam-Hussein-Spur ins Spiel brachte, ist nichts bekannt. Kann ja noch kommen…

http://fr.news.yahoo.com/tuerie-chevaline-point-lenqu%C3%AAte-5-questions-152657906.html

http://www.20minutes.fr/ledirect/1048928/tuerie-chevaline-commission-rogatoire-bientot-envoyee-irak

http://www.leparisien.fr/faits-divers/tuerie-de-chevaline-une-commission-rogatoire-envoyee-a-l-irak-23-11-2012-2349005.php

http://www.lemonde.fr/societe/article/2012/11/23/tuerie-de-chevaline-une-commission-rogatoire-bientot-envoyee-en-irak_1795331_3224.html


Lac d’Annecy-Massaker: Psychisch instabiler, durchgeknallter Amateur-Killer hinterließ keine Spur!

18. November 2012

Der französische Staatsanwalt Eric Maillaud, ein Kommunikationswunder des beredten Nichtssagens, hat mehr als zwei Monate nach der Bluttat den Offenbarungseid als Fahnder geleistet. Nachdem alle bisher verfolgten 8oo Spuren nicht weiter führten, führte er kunstvoll eine Hilfskonstruktion ein:

Die eines psychisch instabilien, äusserst brutalen, erfahrenen Amateur-Killers, der sein Ziel erreichte, dabei sehr schlampig vorging und dennoch keine Spuren hinterließ.

Diesen irren Mörder hofft er nun unter Waffensammlern, Schützen und Jägern – also den üblichen Verdächtigen –  der Drei-Länder-Region Frankreich, Schweiz und Italien zu finden. Er bestätigte weiterhin nicht den Typ der Tatwaffe, obwohl alle Welt von einer seltenen, fast hundert Jahre alten Luger P08 bzw. P06 ausgeht. Da man von den Gebrauchsspuren an den Geschoßhülsen wohl auf den verwendeten Lauf, vermutlich nicht aber auf den Typ der Tatwaffe schließen kann, müssten die Waffe eindeutig identifizierende Funde am Tatort gemacht worden sein um sich hinsichtlich des Typs der Waffe festzulegen?

Sollte dies zutreffend sein, dann könnte der psychisch instabile, durchgeknallte, morderfahrene, irre Killer aber auch mit einem scheinbar achtlos weggeworfenen leeren P08-Magazin eine falsche Spur gelegt haben, an der sich jetzt alle Profis und Amateurfahnder die Zähne ausbeissen? Er könnte dann eine ganz andere Waffe, mit doppelreihigem, zwölfschüssigem Magazin und nur einem Wechselmagazin verwendet haben, die es nämlich in 7,65mm Luger durchaus gibt? Zusammen mit einer Kugel im Lauf der durchgeladenen Waffe läge man dann, oh Wunder, bei genau der Anzahl von 25 Schüssen, von denen überall die Rede ist…

Nur, kann man einen Täter der so „tricky“ vorginge, als schlampigen Amatuer (kleines Wortspiel!) bezeichnen? Ich würde mal sagen, eher nicht…

Der Charme von Eric Maillauds Einführung des „irren Killers“ in diese Geschichte liegt einfach darin, dass damit der bisherige Misserfolg erklärt werden könnte und zugleich eine Menge Fragen bezüglich eines geheimdienstlichen Hintergrundes still „ad acta“ gelegt werden könnten. Alle Spekulationen um Schmuggel von sicherheitsrelevanten Embargo-Waren von Personen deren professioneller Hintergrung perfekt zu dieser Geschichte passen würde entfielen. Kein befreundeter oder gar eigener Dienst hätte sich die Finger schmutzig machen müssen.

Wer weiss, vielleicht war es ja ein achtzigjähriger Schweizer Banker, der seine alte Militärwaffe P06 von 1915 zwischen den Unterhosen aus dem Schrank kramte und al Hilli abräumen musste, weil der Saddams Konto in Genf auflösen wollte, das sich der Gnom längst selbst einverleibt hatte?
Eine wilde Geschichte? Genau! Genau so wild, wie alle anderen Geschichten, solange sie nicht durch Fakten belegt werden können…

http://www.bbc.co.uk/news/uk-20373970

http://www.leprogres.fr/france-monde/2012/11/18/le-profil-d-un-desequilibre-collectionneur-d-armes-se-dessine


Neues vom Lac d’Annecy-Massaker: Radfahrer zuerst beschossen!

21. Oktober 2012

Einem an den LE PARISIEN durchgesickerten ballistischen Untersuchungsbericht zu Folge soll/en der/die Mörder zuerst eine nicht tötliche, fünfschüssige Salve auf dem Radfahrer Sylvain Mollier abgefeuert haben.

Saad Al-Hilli und seine große Tochter Zainab sollen sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des BMWs der Familie befunden haben. Beide wiesen Blutspritzer Molliers an den Beinen und Erdspuren an den Schuhen auf.

Dann seien Al-Hilli und seine Tochter beschossen worden. Dieser habe sich in den Wagen geflüchtet und zu fliehen versucht, sei dabei aber mit der Hinterachse auf einem Erdhaufen aufgesetzt und habe sich festgefahren.

Dann seien die Insassen des BMWs erschossen worden. Dann sei/en der/die Täter zu Mollier zurückgekehrt und hätten diesen mit zwei Kopfschüssen hingerichtet. Molliers Leiche wies sieben Einschüsse (davon zwei in den Kopf) auf, die aus zwei unterschiedlichen Winkeln abgegeben worden seien. Danach sei sein Körper vermutlich durchsucht und neben den BMW Al-Hillis gezogen worden.

Dieser Tatablauf stünde nicht im Widerspruch zu der Theorie, dass sich Al-Hilli und Mollier hier verabredet Treffen wollten, sie untermauert sie sogar eher!

Einige Medien berichten inzwischen, dass der Französische Staatsanwalt gesagt habe, dass sich die Reihenfolge der Tötung nicht sicher nachvollziehen ließe.

Trotzdem werteten die französischen Behörden diesen Tat-Hergang offenbar als Hinweis auf einen hektischen aber unprofessionellen Täter, der somit durchaus ein lokaler Psychopath sein könnte.

Die naheliegende Frage nach der Tatwaffe, dem genauen Kaliber und dem exakten Pistolenmodell blieb jedoch unbeantwortet.  Ein Psychopath als Einzeltäter hätte im Falle der oft kolportierten Luger P 08 eine durchgeladene Waffe und drei volle Ersatzmagazine mit sich führen müssen und während der Tat dreimal nachladen müssen. Er hätte dann aber auch über genügend Munition verfügt um auch das angeschossene Mädchen Zaynab zu erschiessen, die er hingegen zu erschlagen suchte?

http://www.lexpress.fr/actualite/societe/fait-divers/tuerie-de-chevaline-les-enqueteurs-sur-la-piste-d-une-moto_1176073.html

http://www.leparisien.fr/actualite/tuerie-de-chevaline-saad-al-hilli-est-sorti-de-sa-voiture-avant-d-etre-abattu-19-10-2012-2247667.php

http://www.bbc.co.uk/news/uk-20009542

http://www.thedailybeast.com/articles/2012/10/20/french-alps-murder-mystery-s-forensic-breakthrough.html

http://www.france24.com/en/20121020-french-cyclist-may-first-shot-not-last-hilli-mollier-alps-murder-ballistics-test

http://www.independent.co.uk/news/world/europe/french-alps-killings-not-a-professional-hit-say-police-8219523.htm


Lac d’Annecy-Massaker: Nach sechs Wochen nichts als Spekulationen!

15. Oktober 2012

Es ist ziemlich ruhig geworden um diesen rätselhaften Fall. Dies ist womöglich der gemeinsamen Ermittlungskommission geschuldet, die eine wirksame Kontrolle des Informationsflusses erleichtert.

Es kann aber wohl eher darauf zurück geführt werden, dass die Ermittler nach wie vor keine belastbaren Beweise für eine der zahlreichen Hypothesen befunden haben.

So möge man die folgenden „Fakten“ einfach als Info-Splitter verstehen und sich eine eigene Meinung über das Geschehen bilden. Die Reihenfolge, in der sie hier aufgeführt werden, spielt insofern also keine „wertende“ Rolle:

Saad al-Hilli betrieb von seinem Haus in Claygate, Surrey mit 4 Workstation PCs und einem Laptop ausgedehnte antizionistische, antisemitische Aktivitäten in islamistischen Internet-Foren.

In diesem Haus wurde auch eine eine Hochspannungs-Taser-Pistole gefunden.

Es hatte den Anschein, als habe er diesen Camping-Urlaub in Frankreich sehr kurzfristig angetreten, zu einem Zeitpunkt, da seine Töchter bereits wieder in der Schule hätten sein müssen. Ein entsprechender Anruf der Schule wurde auf seinem Handy gefunden.

Kurz vor dem Urlaub hatte er alle Türschlösser seines Hauses auswechseln lassen.

Einen Tag vor der Mordtat in Chevaline besuchte Saad al-Hilli das nur rund 60km entfernte schweizerische Genf, wo er ein Bankkonto* mit einem Millionenbetrag unterhielt. *(Andere sagen, das Konto gehörte seinem verstorbenen Vater und soll Teil des unter den al-Hilli-Brüdern umstrittenen Erbes gewesen sein! Dieser soll ein Millionenvermögen und Grundbesitz in mehreren Ländern der EU und im Irak hinterlassen haben. Trotzdem seien Saad al-Hillis Eltern in England in geradezu ärmlichen Verhältnissen beigesetzt worden?)

Rund  dreissig Minuten vor der Tat machte al Hilli mit einer von den französischen Ermittlern im BMW gefundenen Digitalkamera Urlaubsbilder in einem Nachbardorf, die seine Familie als entspannte, lachende Urlauber vor malerischen Bauernhäusern zeigten.

Auf Grund der Entfernung zum Tatort muss er dann praktisch auf direktem Weg dorthin gefahren sein.

Dies wird als mögliches Anzeichen für ein von Saad al-Hilli geplantes Treffen mit einem Unbekannten gewertet, von dem seine Familie möglicherweise nichts wusste und die ihm dabei praktisch als Tarnung dienen sollte?

Bei diesem Unbekannten könnte es sich auch um den französischen Radfahrer Sylvain Mollier gehandelt haben, der ebenfalls ermordet wurde?

Saad al-Hilli war selbständiger Ingenieur und Informatiker und hatte zumindest familiäre Kontakte in den Irak. Seine politischen Ansichten verbreitete der schiitische Muslim freizügig in entsprechenden Foren. Vielleicht wollte er auch in einem Sektor „dealen“, der Embargos unterliegt und deshalb gute Gewinnspannen versprach?

Sylvain Mollier arbeitete in einem speziellen Sektor von Behältersystemen für Zirkonium. Seine Firma CEZUS, die zu AREVA gehört, hatte vor Jahren mit dem Iran Geschäfte im Umfeld dessen nuklearen Aktivitäten gemacht.

War es wirklich ein Zufall, der diese beiden Männer an diesem abgelegenen Ort zusammenführte? Wenn es kein Zufall war, dann muss der/die Mörder Saad al-Hilli zum Waldparkplatz-Treffpunkt in Chevaline gefolgt sein oder – in Kenntnis des geplanten Treffens – bereits dort auf die Opfer gewartet haben?

Die Polizei notierte den Notruf des Ex-RAF-Briten Brett Martin um 15:48 Uhr, also noch vor 16 Uhr!

Dieser gab aber bei seiner Vernehmung an, am Tatort keine Verbindung gehabt zu haben und deshalb wieder in Richtung Chevaline bergab gefahren zu sein, wo er auf den Franzosen mit seinen beiden Begleiterinnen traf.

Nach mühsamer Verständigung wegen Sprachproblemen und Aufregung seien beide Männer zurück an den Tatort hinauf gegangen. Dann will der Franzose den Notruf getätig haben. Das sei etwa um 16:10 Uhr gewesen.

Diese Zeitdifferenz und die Frage WER den nun die Polizei verständigt hat, sind meines Wissens nie befriedigend erklärt worden, aber vielleicht habe ich das auch nur irgendwo übersehen?

Bei einem grünen Geländewagen, den Zeugen mit hoher Geschwindigkeit in der Nähe gesehen haben, könnte es sich um ein Fahrzeug der Forstbehörde ONF gehandelt haben, sagt die Polizei lakonisch…

Im Prinzip könnte es so gewesen sein, aber es könnte auch vollkommen anders gewesen sein. Die Ermittlungen treten anscheinend auf der Stelle oder man will niemand auf die Füsse treten, bei der französischen Staatsanwaltschaft?

Über einen Monat(!) nach der Tat, hat die französische Polizei eine „grüne Telefonnummer“ unter 0800 002 950 eingerichtet und veröffentlicht, unter der mögliche Zeugen ihre Beobachtungen melden können. Das war wirklich schnell gehandelt!