Emmanuel Macron gegen US-/UK-Medien.

18. November 2020

„…So President Emmanuel Macron of France called me on Thursday afternoon from his gilded office in the Élysée Palace to drive home a complaint…“

Dass der französische Präsident medial als Einzelkämpfer agiert und wenig von den Institutionen „seines“ Staates Frankreich gebrauch macht, hat auch schon sein Vorgänger Francois Hollande öffentlich geäussert. Mir fiel es erstmals auf, als Emmanuel Macron sich persönlich vor den Kameras zu den Beleidigungen und Provokationen durch den Mörder des Lehrers Samuel Paty äusserte und den Mörder dadurch aufwertete, ihn überhöhte frei nach dem Motto „um mit dem französischen Präsidenten ins Gespräch zu kommen, muss man nur irgend jemand den Kopf absäbeln“!

Die US-/UK-Medien sehen die aktuelle Situation in Frankreich anscheinend ebenfalls kritisch und deren Leser(!) Emmanuel Macron greift dann schon mal zum Hörer um denen seine Meinung zu sagen…

Da Englisch in Deutschland die erste Fremdsprache ist, erspare ich mir hier die Übersetzung des verlinkten Textes…

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https://www.nytimes.com/2020/11/15/business/media/macron-france-terrorism-american-islam.html
https://www.leparisien.fr/politique/laicite-macron-reproche-aux-medias-anglo-saxons-de-legitimer-les-violences-contre-la-france-16-11-2020-8408580.php


Dank Corona, zurück in die Zukunft?

1. November 2020

Verlieren die Betroffenen in ihren Gesellschaften am Ende gar nicht nur den Geruchs- und Geschmacksinn sondern das Bewusstsein des Wertes ihrer demokratischen Errungenschaften?

In der föderalen BUNDESrepublik Deutschland sind Gewalten und Kompetenzen auf allen Ebenen klar definiert und geteilt. Aber in Zeiten von Corona müssen wir uns daran gewöhnen, daß ein von der Verfassung nicht vorgesehenes Gremium aus Ministerpräsidenten und Kanzlerin vorbei an Bundestag und medialer Öffentlichkeit Entscheidungen auskungelt für deren Folgen dann letztlich niemand die Verantwortung trägt. Aus der Sicht der Entscheider schon irgendwie praktisch, nicht?

Noch schlimmer scheint es jedoch unsere französischen Nachbarn zu treffen in dieser (und anderen) Angelegenheit/en? Dort regiert sei Mai 2017 Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron zunehmend in der Art eines absolutistischen Herrschers! Als er an die Macht kam, mit EN MARCHE, seinem selbstgegründeten Haufen politikunerfahrenen Neulingen, erwartete man, daß dieser von den erfahrenen Altparteien des Parlamentes quasi zerfetzt werden würde, doch es kam anders…

Sowohl bei Terror- als auch in Gesundheitsfragen wurden Ausnahmezustände verkündet, die dem Präsidenten das Regieren erleichterten und den Einfluß des Parlamentes einschränkten oder gar ausschalteten.

Der Sprecher der Linken im Parlament, Jean-Luc Mélenchon, LFI, warf jüngst dem Präsidenten beim Thema Corona vor mit einer Art von macronistischer Präsidialmonarchie zu regieren (in der Art eines absolutistischen Herrschers also?). Er bezog sich dabei auf den zunehmenden Einsatz des Instrumentes des Verteidigungsrates. Das Parlament habe selbst dann, wenn es debattiere, keinerlei Einfluß auf Entscheidungen des Präsidenten in der „Macronie“! Macron verkünde Mittwochs einen Plan, dem das Parlament dann Donnerstags brav beistimmen, gar diskutieren, aber keinesfalls verändern dürfe.

Der Verteidigungsrat sei eine 1959 gegründete Einrichtung des Militärs gewesen zur Lösung militär-strategischer Fragen und von Macrons Vorgängern im Amte des Präsidenten nur selten genutzt, von Emmanuel Macron jedoch seit Beginn des Jahres 2020 über 40 mal genutzt worden! Sein Vorteil: er schließe nicht nur das Parlament aus, sondern auch die Mehrheit der eigenen Minister seiner Regierung, weil ihm nur handverlesene Hardcore-Macronisten angehörten. Darüber unterliege alles was gesagt, entschieden, getan würde der militärischen Schweigepflicht und so würden auch keine zugänglichen Protokolle der Sitzungen geführt!

Eine sichtbare Folge dieser Gewaltenteilung ist die ständige Präsenz des französischen Präsidenten vor den Kameras der Medien am Ort des jeweiligen Geschehens, mit ein, zwei maskierten, stummen Ministern im Schlepp, wie einst im Stile eines Hans-Dietrich Genschers, nur daß Genscher natürlich zu keinem Zeitpunkt die Macht eines französischen Staatspräsidenten besaß.

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https://www.20minutes.fr/politique/2898207-20201101-coronavirus-jean-luc-melenchon-gestion-pandemie-derive-vers-monarchie-presidentielle-macroniste
https://de.wikipedia.org/wiki/Emmanuel_Macron


Islamistischer Terroranschlag in Nizza!

29. Oktober 2020

Heute Morgen, Donnerstag, den 29. Oktober 2020, kam es bei/in der Basilika Notre-Dame de l’Assomption in Nizza, Alpes-Maritimes, zu einem Terroranschlag durch eine Messerattacke, bei der zwei Frauen und ein Mann auf schreckliche Weise (wie der Lehrer Samuel Paty) getötet und mehrere Menschen verletzt wurden. Der Täter wurde ebenfalls verletzt und festgenommen. Die Gegend ist abgeriegelt und wird momentan gesichert. Das für Terroranschläge zuständige parquet national antiterroriste hat die Ermittlungen übernommen. Die französische Nationalversammlung hielt eine Schweigeminute ab.

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https://www.francetvinfo.fr/france/provence-alpes-cote-d-azur/direct-nice-une-attaque-au-couteau-a-eu-lieu-devant-la-basilique-notre-dame_4160375.html#xtor=EPR-51-%5Battaque-au-couteau-a-nice-le-parquet-national-antiterroriste-ouvre-une-enquete-pour-assassinat-et-tentative-d-assassinat-en-relation-avec-une-entreprise-terroriste_4160375%5D-20201029-%5Bbouton%5D


Streit zwischen Recep Tayyip Erdoğan und Emmanuel Macron: Worum geht es?

27. Oktober 2020

Da beschimpfen sich zwei Männer. Das kommt öfter vor. Diese beiden aber sind die Präsidenten ihrer Länder und sie beschimpfen sich öffentlich über die Medien. Das bedeutet, sie können nicht zurück ohne vor den eigenen Bürgern das Gesicht zu verlieren. Vermutlich haben beide Berater und eine Menge Erfahrung im politischen Streit. Warum also die (offensichtlich?) gewollte Zuspitzung?

Der Eine ist eine der Top-Figuren der EU, des Westens (Nun, Donald Trump und Boris Johnson würden dies wohl bestreiten?), der Andere ist der selbsternannte Sprecher der Muslime und gefühlte Rekonstrukteur des Osmanischen Imperiums. Der Eine sieht sich in postkolonialer Veranwortung für Teile Nord- und Westafrikas und des Nahen Ostens.

Der Eine beheimatet Millionen Bürger muslimischen Glaubens, für die sich der Andere als Sprecher zuständig fühlt und bei Bedarf auch einmischt.

In der EU herrscht Religionsfreiheit, in Frankreich zusätzlich eine klare Trennung zwischen Staat und Religionen, gleich welchen Typs, der Laizismus. Der hier, diesem Konflikt offenbar zu Grunde liegende Karikaturenstreit ist offensichtlich nur die Spitze eines Eisberges der wechselseitigen Entfremdung? Da gibt es eine große Minderheit die der Mehrheit ihren Glauben, ihren Willen, aufzwingen will und wenn man dazu zu tötlicher Gewalt greifen muss. Das bedeutet im Prinzip, es gibt keine gemeinsamen, von beiden Gesellschaftsteilen akzeptierten Spielregeln mehr.

Diese Spaltung in Gesellschaften gibt es nicht nur in Fragen von Religion, sondern auch im Umgang mit der aktuellen Corona-Pandemie, die persönliche Einschränkungen fordert. Es gibt sie schon länger bei der Frage der Impfpflicht, wo Impfgegner Andere gefährden. Der Umgang mit den sozialen Medien führt häufig zur Sammlung von Gleich- oder ähnlich Gesinnten, was in der Regel zur Verstärkung derer Ansichten führt.

Könnte es am Ende gar sein, daß die beiden sich streitenden Präsidenten gemeinsam von jeweil innenpolitischen Konflikten ablenken wollen? Brauchen sie gar den „äusseren Feind“, weil sie nicht in der Lage sind den Bruch in ihren Gesellschaften zu heilen?

Was hat Erdogan im östlichen Mittelmeer verloren, was in Syrien, in Libyen, in Azerbaidjan, auf der Krim, im Irak? Geht es der türkischen Wirtschaft dadurch besser oder schmiert die Lira gerade ab?

Was will Macron am Ende eigentlich erreichen? Er, der schon einmal eine EU-Armee forderte und die NATO für „Hirntot“ erklärte? Wie weit folgt ihm die EU bei seinen Ansinnen? Deutschland hält sich derzeit auffällig zurück, von etwas Pathos unseres Aussenministers abgesehen.

Was will der EU-Staat Frankreich im Alleingang in all diesen Konflikten erreichen? Die EU vor vollendete Tatsachen stellen? Tatsache ist, daß die meisten EU-Staaten ähnliche Probleme mit ihren Minderheiten haben. Dies ist keine Frage der jeweiligen Staatsangehörigkeit sondern des Denkens eines jeden Einzelnen, egal welchen Pass er in der Tasche hat.

Die bestialische Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty erfolgte zu einem Zeitpunkt, als all diese oben genannten Konflikte schon offen ausgetragen wurden. Das eher trotzig klingende „wir werden weiterhin Karikaturen veröffentlichen“ geht in diesem Sinne am Problem vorbei. Es wird weiterhin einen, mehrere, viele selbsternannte Sprecher der Muslime geben, die ihren Glaubensgenossen in Europa Handlungsanweisungen, Befehle geben, die von Ultras dann befolgt und ausgeführt werden. Wir, die EU brauchen GEMEINSAM ein funktionierendes Handlungskonzept zum Umgang mit dieser supranationalen Problematik.


Bricht Manuel Valls seine Zelte ab in Barcelona und kehrt nach Frankreich zurück?

23. Oktober 2020

Es ist natürlich zur Zeit nur eine Spekulation, aber es könnte durchaus etwas dran sein, am Abgang des Katalanen, Franzosen mit Schweizer Wurzeln aus der Kommunalpolitik Barcelonas.

Seine Episode in Katalonien war nicht vom erwarteten Erfolg gekrönt, mit Ausnahme seines Privatlebens vielleicht?

Für seinen Sitz im Rathaus von Barcelona soll es bereits einen Nachfolger geben?

Es ist davon die Rede, daß der Französische Präsident Emmanuel Macron ihm ein Angebot gemacht habe, daß Manuel Valls nicht ablehnen könne?

Valls galt in Frankreich als Hardliner und sollte wegen seiner Erfahrung unter Präsident François Hollande zumindest als Innenminister, wenn nicht gar als Premierminister gehandelt werden?

Die Zeit wird es zeigen..


Frankreich im Schock islamistischen Terrors!

17. Oktober 2020

Da gibt Samuel Paty, 47, Lehrer in Geschichte und Erdkunde, im Collège du Bois d’Aulne in Conflans-Sainte-Honorine (Yvelines), das ist in Frankreich EIN Fach, im atheistischen Französischen Schulsystem Hinweise zur Religions- und Gedankenfreiheit am Beispiel der Mohammed-Karrikaturen von CHARLIE HEBDO und sagt den Schülern vorher, wer das nicht sehen wolle, der könne gerne das Klassenzimmer vorher verlassen. Klingt eigentlich korrekt, oder?

Es muss aber wohl so gewesen sein, daß ein, zwei, „einige“ Schüler zu Hause, offenbar in einer islamistischen Parallelgesellschaft, diesen „skandalösen Umstand ihren Eltern erzählten, diese sich empörten und als der Lehrer die Schule verließ, säbelte ihm ein 18-jähriger Russe, gebürtiger Moskauer mit tschetschenischen Wurzeln, der als Kind mit seiner Familie nach Frankreich gelangte, dort aufwuchs und die Schule besuchte*, kurzerhand mit einem Küchenmesser den Kopf ab!

Neun Personen, davon eine Minderjährig wurden arrestiert. Darunter die Eltern, ein Großvater und ein Bruder des Täters, sowie ein Vater eines Schülers der ein zur Gewalt aufrufendes Video ins Netz gestellt hatte.

Den Geheimdiensten sei er nicht bekannt gewesen, der Polizei aber wohlbekannt als „ganz normaler Krimineller“, der 18-jährige Russe aus Moskau mit tschetschenischen Wurzeln. Nun, hätte er Novitschok benutzt, wäre alles klar und Putin Schuld gewesen, aber ein Küchenmesser?

Der Täter hatte in den sozialen Medien das Opfer zur Schau gestellt und den französischen Präsidenten direkt angesprochen. Emmanuel Macron hatte darauf reagiert. Der Präsident hatte, begleitet von seinem Innenminister Gerald Darmanin, dem Bildungsminister Jean-Michel Blanquer, sogleich den Tatort besucht und dort geantwortet. Das klang gut, doch war es klug? Kann künftig jeder Fanatiker, den Präsidenten der Republik Frankreich „antanzen“ lassen und ihn dazu zwingen „über Leichen“ einen Dialog zu führen?
https://www.abc.es/internacional/abci-macron-califica-ataque-terrorista-islamista-asesinato-profesor-cuchillo-202010171136_video.html

Könnte es vielleicht sein, daß Tschetschenen, die auch nur im geringsten Verdacht stehen sich gegen Russland in Stellung bringen zu lassen, eher, vielleicht sogar bevorzugt, in den Genuß des Asyls als Flüchtling kommen?

Aber bei den bisher bekannten Islamisten handelt es sich nicht nur um Russen, sondern auch um Pakistanis und Türken. Es gibt in Europa, das heisst ausdrücklich nicht nur in Frankreich, Grauzonen oder gar Parallelgesellschaften mit zunehmend eigenen Spielregeln, denen die Kultur, die Gesetze ihres Gastlandes am A…. vorbei gehen. Leider gilt das z.T. auch für Staatsbürger mit entsprechenden Migrationswurzeln.

Erst im vergangenen Juni gab es gewalttätige Zusammenstöße zwischen tschetschenischen und algerischen Banden in der 150.000 Einwohnerstadt Dijon in Ostfrankreich. Die Tschetschenen reisten aus Deutschland und Belgien nach Frankreich ein, waren mit automatischen Waffen und Gewehren bewaffnet und französische Sturmtruppen benötigten mehrere Tage um Ruhe, Ordnung und Frieden wieder herzustellen!

Interessanterweise bezeichnet der französische Staatspräsident Emmanuel Macron dieses Verhalten nicht als Islamismus, sondern als Separatismus, so als wolle der Präsident einer laizistischen Republik die Religionen aus dem Spiel halten?

Vor kaum 4 Wochen hatte ein 18-jähriger Pakistani vor dem ehemaligen Büro von CHARLIE HEBDO, das längst von Anderen genutzt wird, versucht einen Mann und eine Frau zu töten, sozusagen zum (beinahe!) 5-jährigen Jubiläum des Attentates auf die Journalisten der Satire-Zeitschrift. Aktuell läuft übrigens in Paris nach 5(!) Jahren der Prozess über das Attentat auf CHARLIE HEBDO…

Der französische Präsident Emmanuel Macron vermutet, daß sein türkischer Gegenspieler Erdogan den muslimischen Separatismus in der französischen und europäischen türkischen Diaspora propagiert?

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*Der Halbsatz in Kursiv wurde nachträglich von mir geändert. Es gab zunächst unterschiedliche Meldungen zur Vita und zum Tathergang!


Französische Justiz ermittelt gegen Ex-Premier und Minister/innen wegen Umgang mit Corona-Pandemie!

15. Oktober 2020

Der Cour de justice de la République hatte im Juli Ermittlungen begonnen wegen ihres Umgangs mit der Corona-Epidemie. Betroffen sind der Ex-Premierminister Édouard Philippe (bis 03.07.2020)* sowie die Ex-Gesundheitsministerin Agnès Buzyn (bis 03.07.2020)* und ihr Nachfolger Olivier Véran. Am heutigen 15. Oktober wurden deren ehemalige Diensträume in ihren Ministerien durchsucht. Es hatte 90 Vorwürfe gegen die Betroffenen gegeben, von denen sich 9 erhärtet hätten. Es haben bei den Durchsuchungen keine Schwierigkeiten gegeben ließ das Gesundheitsministerium verlauten.
Weiter gab es Durchsuchungen beim Generaldirektor für Gesundheit Jérôme Salomon und der Generaldirektorin für Santé Publique France, Geneviève Chêne.

« le chef d’abstention de combattre un sinistre, délit prévu et réprimé par l’article 223-7 du code pénal »

Das sind derzeit laufende Ermittlungen, bei denen der Vorwurf prinzipiell lautet Angesichts der Corona Pandemie Nichts, bzw. nicht das Richtige getan zu haben. Wäre so etwas in der deutschen Politik auch vorstellbar?
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*(Édouard Philippe trat mit seiner gesamten Regierung zurück, um so einer von Präsident Emmanuel Macron angekündigten Regierungsumbildung zuvor zu kommen!)
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https://www.francetvinfo.fr/sante/maladie/coronavirus/perquisitions-chez-olivier-veran-jerome-salomon-edouard-philippe-et-agnes-buzyn-dans-le-cadre-d-une-enquete-sur-la-gestion-de-la-crise-du-covid-19_4142417.html#xtor=EPR-51-%5Bperquisitions-chez-olivier-veran-jerome-salomon-edouard-philippe-et-agnes-buzyn-dans-le-cadre-d-une-enquete-sur-la-gestion-de-la-crise-du-covid-19_4142417%5D-20201015-%5Bbouton%5D

https://www.lefigaro.fr/actualite-france/covid-19-une-enquete-judiciaire-sera-ouverte-contre-edouard-philippe-olivier-veran-et-agnes-buzyn-20200703


Von Sophie Pétronin, die zur Maryam (Maria) wurde…

12. Oktober 2020

Mit großem medialen Einsatz wurde die Freilassung der weltweit letzten französischen Geisel in diesen Tagen gefeiert. Die 75-jährige Sophie Pétronin, mit Französischer und Schweizer Staatsangehörigkeit, wirkte dabei körperlich fit und psychisch gefasst, kurz stabil, und trug einen islamischen Schleier, wie er in Mali, wo sie seit 19 Jahren (seit 2001) lebte, davon die letzten 4 Jahre (seit 2016) als Geisel von Al-Quaeda nahen Jihadisten lebte, wohl üblich ist?

Es gibt einen Film der Erstbegegnung mit ihrem fassungslosen Sohn, der nur noch überwältigt „Maman“ schluchzen konnte, während sie eher stumm und kontrolliert wirkte. Sie wurde mit einem Privatjet nach Paris geflogen und dort von Präsident Emmanuel Macron an der Maschine begrüßt.

Es gab Interviews, Mikrophone und Kameras und dann platzte die Bombe: Sophie erwähnte, daß sie zum Islam konvertiert sei, während ihrer Entführung und jetzt Maryam (Maria) heisse! Sie ließ kein böses Wort auf die Jihadisten kommen, die sie nicht als islamistische Glaubenskrieger, sondern als bewaffnete Opposition zur Regierung Malis bezeichnete.

Sophie/Maryam kündigte an, jetzt Frankreich und die Schweiz zu besuchen und dann nach Mali zurückkehren zu wollen, wo sie ein Kinderhilfswerk betrieben hatte, bis zu ihrer Geiselnahme!

Es wird vermutet und wäre nicht unüblich, daß zu ihrer Freilassung eine größere Anzahl von in Mali inhaftierten Jihadisten freigelassen wurden und daß darüber hinaus auch Gelder geflossen seien?

Sollte dies so zutreffen, dann könnte die ganze Befreiungsaktion einer Schein-Geisel ein Fake gewesen sein und Sophie/Maryam, damit womöglich indirekt dazu beigetragen haben inhaftierte Terroristen zu befreien und ihnen obendrein Gelder in die Kriegskasse zu spülen?

Es könnte sich aber auch um einen Fall des „Stockholm-Syndroms“ handeln, wo Geiseln unter langanhaltenden psychologischem Druck und in permanenter Lebensgefahr befindlich, sich an ihre Entführer und ihr Denken stark annähern bis hin zur Identifikation, wie es nach der Geiselnahme in der Deutschen Botschaft von Stockholm am 24.04.1975 ausgeführt von RAF-Terroristen beobachtet wurde. Der Name stammt aber schon von einer 1973 erfolgten Geiselnahme in einer Stockholmer Bank…







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https://www.abc.es/internacional/abci-caso-sophie-petronin-convertida-maria-musulmana-divide-francia-202010101815_noticia.html

https://www.youtube.com/watch?v=V4ICKnGrOEU

https://5pillarsuk.com/2020/10/10/france-in-shock-as-freed-hostage-reveals-she-converted-to-islam/


Lässt Putin jetzt Medien und NGO’s bei Demos verprügeln, beschießen und verhaften?

20. September 2020

«L’exercice de la liberté d’expression et de communication, dont découle le droit d’expression collective des idées et des opinions, est une condition première de la démocratie et l’une des garanties du respect des autres droits et libertés. L’Etat a la responsabilité de garantir cet exercice.»

Also, das kommt mir jetzt weder spanisch noch russisch vor, sondern eher… irgendwie französisch?

Mit diesen Zeilen beginnt in der Tat das neue französische nationale Gesetz zum Erhalt der Ordnung (SNMO). Es ist ein Dokument der Härte, wie es die LIBÉRATION einordnet, das den Einsatz von Schusswaffen (Hartgummigeschosse, Blend- und Tränengasgranaten) gegen Demonstranten (und ihre üblichen Begleiter von Medien und NGO’s) legalisiert, des höheren Zieles wegen, wie in den Eingangszeilen formuliert.
Das SNMO wurde vom Innenministerium am vergangenen Donnerstag (nach monatelangem Nachdenken) durch M. Gérald Darmanin, Innenminister der Republik Frankreich, vorgestellt.

Auslöser dürften vermutlich die Gewaltaktionen durch in die seit zwei Jahren veranstalteten all-samstäglichen „Gelbwesten-Demos“ eingesickerten Gewaltäter gewesen sein, die diesen Akteuren (ungewollt?) Schutz und Deckung vor den Ordnungshütern brachte? Dazu kamen Medien, Veranstalter, NGO’s die im Prinzip unterschiedliche Behandlung durch die Polizei und Militär erforderten? Das alles wird jetzt „Schnee von gestern sein“, denn:

Kurz zusammengefasst, kann man sagen, daß künftig zwischen Medien, NGO’s und Demonstanten von Seiten der Polizei als Hüter der öffentlichen Ordnung und damit auch des Demonstrationsrechtes als Teil der Meinungsfreiheit bei Ausübung ihrer Tätigkeit nicht mehr unterschieden werden muss. Das heisst dann wohl, daß sie in Ausübung ihrer beruflichen und/oder gesellschaftlichen Tätigkeit beschossen, verprügelt und verhaftet werden können, für den Eingangs formulierten höheren Zweck, den die Ordnungskräfte durch ihre „robusten Einsätze“ nur garantieren?

Dieser Putin aber auch… hm, äh… ich meine natürlich, dieser Macron, d’accord?
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https://mobile.interieur.gouv.fr/Le-ministre/Actualites/Schema-national-du-maintien-de-l-ordre
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https://www.liberation.fr/france/2020/09/18/maintien-de-l-ordre-l-interieur-confirme-sa-doctrine-dure_1799862


„Druck“ von Präsident Macron im Libanon erfolglos?

18. September 2020

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte sich diesen Sommer intensiv, persönlich und 2x vor Ort in Beirut dafür eingesetzt, daß das krisengeschüttelte Nahostland nach der Explosions- und der Brandkatastrophe bei gleichzeitig paralysierter Regierung schnell wieder zu arbeitsfähigen, verlässlichen und damit vertrauenswürdigen politischen und in der Folge auch wirtschaftlichen Zuständen kommt. Diese seien die Voraussetzung damit der Libanon aus seiner größten Krise seit über dreissig Jahren, als 1990 der 15-jährige Bürgerkrieg zu Ende ging, schnell heraus käme. Es scheint, als habe er hat mit seinem persönlichen Einsatz bisher wenig sichtbaren Erfolg erzielt?

Die üblichen Verdächtigen im Hintergrund mauerten auf die übliche Weise und forderten, daß die Regierungsämter die Machtverhältnisse und damit die Religionen wiederspiegeln sollten.

Die Schiiten von der iranisch gesteuerten Terrororganisation Hizbollah und die Amal-Bewegung forderten schiitische Minister, darunter (sehr wichtig!) das Amt des Finanzministers.

Macron hatte für eine neue Regierung eine Deadline bis 15. September gefordert, die zunächst von der libanesischen Seite akzeptiert worden war.

Präsident Michel Aoun, „der Christ“ im libanesischen Sektistischen System, bestätigte einen Anruf von Macron aus Paris, der Druck machte auf die Verantwortlichen einer Regierungsbildung.

Diplomatische Quellen sagten Macron habe auch den Parlamentssprecher Nabih Berri, den Führer von Amal angerufen, sowie den führenden Sunnititischen Politiker und Ex-Präsidenten Saad al-Hariri, der bisher den geplanten neuen Premier-Minister (und Ex-Botschafter in Deutschland) Mustapha Adib unterstützte.

Der Sunnit Adib sagte Gestern, er wolle (bzw. benötige?) mehr Zeit für Gespräche zur Kabinettsbildung, nachdem es erste Meldungen gab, er wolle von der Aufgabe zurücktreten! Er hatte die rotierende Kontrolle von Ministerien vorgeschlagen, was nicht gut ankam, den manche dieser Ministerien werden seit Jahren von den gleichen Fraktionen/Gruppen/Religionen gehalten und kontrolliert, ein Umstand, der bei einem evtl. Wechsel noch für die eine oder andere Überraschung gut sein könnte?

Angeblich hatte Macron Adib zugesprochen, bat ihn ruhig zu bleiben und nicht zurückzutreten.

Der christliche Oppositionspolitiker Samir Geagea, ein politischer Gegner der Hizbollah, erklärte, die Forderungen der Terrorgruppe hätten ins Herz der französischen Initiative gezielt. „So Gott will, liege ich falsch, aber sie ist wirklich zusammengebrochen, was kann sie jetzt noch retten?“

Er sagte, daß ein Nachgeben auf die Forderungen der Hizbollah und Amals würde andere Fraktionen ebenfalls dazu veranlassen Forderungen zu stellen und die Reformen verhindern.

Gefragt, was geschehen würde falls die Möglichkeit, welche die französische Initiative böte, nicht genutzt würde, sagte er „mehr Kollaps, aber schneller!“
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https://www.reuters.com/article/us-lebanon-crisis-government/frances-macron-calls-lebanese-president-about-cabinet-formation-idUSKBN2691BA