Bienvenidos in Deutschland!

3. März 2013

Die andauernde Wirtschaftskrise und die hohe Arbeitslosigkeit haben zu einem Anstieg der Spanier geführt, die in Deutschland arbeiten. Ihre Zahl stieg im Jahr 2012 auf 50.201. Dies bedeutet zum Vorjahr 2011, wo 43.017 Spanier bei uns arbeiteten, einen Anstieg um 16,7 Prozent.

Dies ist zwar die höchste prozentuale Zunahme bei den Arbeitsmigranten aus den südeuropäischen Krisenländern, sie basiert aber auf einem viel niedrigeren Ausgangsniveau. So gibt es mit 232.292 fast fünfmal soviel Italiener, mit 124.098 etwa zweieinhalb mal soviel Griechen und mit 55.474 etwa zehn Prozent mehr Portugiesen in Deutschland als Spanier.

Alle oben genannten Zahlen beziehen sich auf arbeitende Migranten.

Dazu kommen die Arbeitsuchenden aus den genannten Ländern. Sie betragen 9.271 Spanier (+26,4%). Bei den Italienern wuchs die Zahl der Arbeitsuchenden um 12,4% auf 55.889, bei den Griechen um 23,2% auf 30.476 und bei den Portugiesen um 12,3% auf 9.929.

Insgesamt gibt es aus den genannten Ländern der EU-Südschiene 462.064 beschäftigte Arbeitnehmer in Deutschland. Ihre Zahl entspricht etwa 1,4% aller Arbeitnehmer in Deutschland. Sie stieg damit überproportional zum Wachstum an Arbeitsplätzen.

Ihnen stehen insgesamt 105.565 arbeitsuchende Migranten aus der EU-Südschiene gegenüber. Von der Gesamtzahl der EU-Süd-Migranten von 567.629 haben 81,4% Arbeit und 18,6% sind Arbeitsuchende.

Hier mag man über die 18,6% Arbeitsuchenden stutzen, muss sich aber vor Augen halten, dass die offiziellen deutschen Arbeitslosenquoten in mehrfacher Hinsicht „geschönt“ sind. (Siehe dazu auch: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/10/27/september-119-prozent-der-deutschen-erhalten-arbeitslosen-geld/)

http://www.lavanguardia.com/economia/20130303/54368944514/trabajadores-espanoles-alemania-aumenta-16-7-ano.html


Trotz Krise: Mehr Deutsche arbeiten in Spanien als Spanier in Deutschland!

4. Januar 2013

Scheinbar eine erstaunliche Aussage, wo doch aus der EU-Südschiene 452.102 Menschen in Deutschland arbeiten, davon 46.026 aus Spanien. Damit liegen die Spanier erst auf Platz vier im Ranking der Arbeitsmigranten aus der EU-Südschiene. Die Italiener stellen mit 232.772 Personen den größten Teil, gefolgt von den Griechen mit 117.744 Personen und den Portugiesen mit 55.560 Personen.

Die Zahl der Deutschen, die in Spanien arbeiten, liegt bei 40.066. Ihr prozentualer Anteil am Arbeitsmarkt des Gastlandes ist hingegen höher als der der Spanier in Deutschland. Der Anteil der Deutschen am Spanischen Arbeitsmarkt beträgt 1,734 pro Tausend Arbeitnehmern, oder 1,734 Promille.

Der Anteil der Spanier am Deutschen Arbeitsmarkt beträgt hingegen lediglich 1,350 pro Tausend, oder 1,350 Promille.

Die Gesamtmenge der 452.102 Südeuropäer entsprechen gerade einmal 1,3 Prozent des Deutschen Arbeitsmarktes.

http://www.publico.es/dinero/440819/la-tasa-de-alemanes-trabajando-en-espana-supera-a-la-de-espanoles-en-alemania

http://economia.elpais.com/economia/2013/01/04/actualidad/1357296820_731674.html


George Soros im Schafspelz, ruft in SPON zum EU-Putsch gegen Deutschland auf!

9. September 2012

Soros beschreibt als Partei, als großer Player des Kapitalmarktes, was Deutschland tun sollte um, ja was wohl, um genau diesen Kapitalmarkt zufriedenzustellen und ohne Störung am Laufen zu halten.

Deutschland hält sich weitgehend an die abgeschlossenen Verträge, die aber offenbar aus Sicht anderer das Papier nicht wert sind, auf das sie geschrieben sind. Eine verhängnisvolle Tendenz wird zur Mode…

Wie konnte es nur geschehen, dass heute einige Länder Gläubiger und andere Schuldner sind? „Gottgewollt“ war das nicht, da muss wohl etwas anderes geschehen sein?

Die Zinsnachteile wegen angeblich erhöhten Risikos, wurden den Schuldnerstaaten übrigens nicht von Deutschland auferlegt, sondern vom Kapitalmarkt, der sehr gerne hohe Gewinne risikolos einstreicht.

Wer verbreitete die Krise von Land zu Land? Deutschland, der liebe Gott oder Männer wie Herr George Soros, die daran verdienen wollen und dies nicht zu knapp?

Deutschland soll führen oder austreten verlangt Soros. Es bedeutet in beiden Fällen Deutschland soll bezahlen! Er verlangt eine 180 Grad Wende von Deutschland, die er anderen natürlich nicht zumuten will.

So schlägt er einen Putsch der EU-Südwest-Schiene Frankreich, Spanien und Italien gegen Deutschland vor, der zu Deutschland Hinauswurf aus dem Euro führen solle. Trotzdem müsste Deutschland natürlich auch in diesem Fall die Rechnung bezahlen.

Soros erinnert mich an einen Schlachter, der das Messer in der Hand hinter dem Rücken haltend, einem störrischen deutschen Rindvieh bedeutet, dass es besser sei den Schlachthof freiwillig zu betreten, da ein Rücktritt vom Eintritt es unterm Strich teurer zu stehen käme…

Man stelle sich eine ähnliche Forderung von deutscher Seite vor und das daraus resultierende Geschrei! Soros ist mit seiner Forderung eine Art finanzmarktpolitischer Quartalsirrer, ähnlich wie dieses aussenpolitische Dob Rindvieh aus Bayern wenn Saure-Gurken-Zeit in den Medien ist.

Ich teile seine Analyse in vielen Punkten, besonders was die Unmöglichkeit eines Zweiklassen-Europas betrifft und das Kaputtsparen einer ganzen Generation in der EU-Südschiene. Dies darf, kann und wird nicht geschehen!
Die Schwäche seiner Argumentation liegt in seinem Blickwinkel, dem eines Fachidioten des Finanzmarktes, den nur interessiert,  das das Ding wieder möglichst einträglich und ungestört brummt…

Ich denke dagegen, das die Überwindung, Entmachtung, Formung und Gestaltung dieses Finanzmarktes der zielführende Weg für Europas Völker ist. Da ist dann für Exoten wie George Soros primär kein Berater-Bedarf mehr vorhanden.

Künftige Transferleistungen, die durchaus sinnvoll und notwendig sein können müssen bilanzneutral sein und unter Ausschluss von Banken direkt zustande kommen. Wenn ein Dienstleister, das sollen Banken ja eigentlich sein, zum eigentlichen Hauptproblem wird, sollte man seine Einkaufsstrategie kritisch überprüfen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/george-soros-deutschland-muss-fuehren-oder-aus-dem-euro-austreten-a-854595.html