Melilla, Spanien, EU: 400 Zentralafrikaner stürmten die Grenzzäune!

18. März 2014

Die Menschenwelle brandete heute Morgen um 8 Uhr gegen die Absperrungen und die Hälfte kam – teils mit leichten Verletzungen – durch. Jubelnd und singend zogen sie zum Internierungslager CETI durch die Straßen der spanischen Exklave in Nordafrika.

Dies war bereits der dritte und zugleichst erfolgreichste Ansturm seit vergangenen Sonntag. Der Erfolg wird einer neuen Technik zur Überwindung der mit Nato-Draht umwickelten Zäune zugeschrieben. Die Kandidaten wickeln ihre Oberbekleidung um den Nato-Draht was sie vor vielen, aber nicht allen, Verletzungen schützt. Sie kommen deshalb verstärkt mit freiem Oberkörper in Europa an.

Zuletzt gelangten 15 Migranten aus einer Gruppe von 150 am 10. März nach Melilla. Sie haben ihre Erfolgsquote also in 8 Tagen von 10 auf 50 Prozent gesteigert. Die menschenunwürdigen Zäune werden also über kurz oder lang ihre Wirkung verlieren.

Das Internierungslager CETI ist damit mit 1.400 Bewohnern um fast das dreifache der geplanten Bewohnerzahl von 480 überbelegt.

Europas Antwort lautet mehr Zäune, höhere Zäune, mehr Nato-Draht, weniger Menschenwürde…


Melilla: Spanien schließt Grenze vor syrischen Kriegsflüchtlingen!

14. Februar 2014

Sie flohen aus vor dem Bürgerkrieg und schlugen sich quer durch Nordafrika. Jetzt haben sie die EU-Grenze erreicht, am Hafen von Melilla, der spanischen Exklave in Marokko. Doch die EU, in Gestalt von Spanien heisst sie nicht willkommen! Die Gruppe von 200-300 Syrern, die gestern Abend die Grenze erreichten, wurde gestoppt.

Die Spanier wurden von den Marokkanern vorgewarnt, dass sich eine unkontrollierbare Gruppe, im festen Willen die Grenze zu überwinden, dieser EU-Außengrenze nähere. Sie schlossen für zwei Stunden die Grenze und riegelten sie mit einem Kordon der Guardia Civil ab. Dies beeinträchtigte auch die Marokkaner, die tagsüber in Melilla arbeitend, sich auf dem abendlichen Heimweg befanden und umgekehrt.

Die Spanier griffen nicht ein, da es den Marokkanern gelang, die Syrer zu „zerstreuen“, die Grenze so frei zu machen, so dass sich der Grenzverkehr ab halb elf wieder normalisierte.

Wo blieben, wo bleiben die Syrer jetzt? Die EU hat den sogenannten „syrischen Bürgerkrieg“ als Interessenpartei jahrelang mit befeuert, wenn nicht gar mit ferngesteuert und nun das. Ein beschämendes Kontingentversprechen vor TV-Kameras, schleppend eingehalten, das war’s dann, Syrer…