Separatisten geht die Muffe: Nach Unabhängigkeit sofort Union zwischen Katalonien und Spanien gefordert!

20. Dezember 2013

Den Beratern von Artur Mas scheint mittlerweile klar zu werden, was für ein debiles Konstrukt die Separatisten mit dem Staat Katalonien schaffen werden. Um dessen Überlebensfähigkeit zu garantieren, fordern sie eine sofortige Union mit Spanien, womöglich auch mit Portugal und Andorrra.

Dazu müssten natürlich neue Gremien und Strukturen, ein „supranationaler Wasserkopf“ geschaffen werden. Die geforderte Union mit Spanien soll die dringend notwendige Zusammenarbeit auf den Gebieten Finanzen, Industrie, Handel, Steuern, Kultur, Infrastruktur, Verteidigung und Einwanderung garantieren. Ja, eigentlich soll die Zusammenarbeit nach der Trennung besser und enger und auf Augenhöhe erfolgen! Das klingt wie „wir trennen uns zwar, aber wir können ja Freunde bleiben“?

Verdammt, warum wollten die Separatisten eigentlich einen eigenen Staat? Spanien ist eigentlich doch gar nicht soo schlecht?
Immerhin, in Europa hätte die Union dann die doppelte Stimmenzahl…

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PS:
Barca und Espanyol sollen natürlich auch künftig in der ersten spanischen Liga, der Primera División spielen, klar doch!


Caldwell: Islam wichtiger als Christentum in Europa!

8. Dezember 2009

Einen interessanten Aspekt zum schwierigen Verhältnis muslimischer Einwanderer zur christlichen Aufnahmegesellschaft fand ich in einem Interview bei SPON mit dem Einwanderungsexperten und US-Amerikaner Christopher Caldwell. Ich muss gestehen, so habe ich das Thema bisher noch nie betrachtet und würde spontan sagen, da ist wohl was wahres dran:

(Zitatausschnitt SPON)
SPIEGEL ONLINE: Halten Sie die europäische Mehrheitskultur für so schwach, weil sie säkular ist?

Caldwell: Der Islam ist in Europa die zweitgrößte Religion. Aber das ist nur statistisch richtig. Wenn man die Lebendigkeit seiner Ideen betrachtet, ist der Islam in Europa die viel wichtigere Religion als das Christentum. Es gibt so viele Artikel in Zeitungen, so viele Debatten zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, die sich mit der Frage beschäftigen, was der Koran zu Ehrenmorden oder zum Kopftuch sagt. Was das Christentum dazu sagt, scheint für niemanden von großer Wichtigkeit zu sein.

SPIEGEL ONLINE: Da höre ich ein gewisses Bedauern.

Caldwell: Ich will Europa keine Ratschläge erteilen. Mir fällt nur auf, dass viele Europäer sich selbst für aufgeklärt halten und den Islam für barbarisch. Es ist ein Fehler, die Religiosität der Muslime zu verachten. Mein Eindruck ist, dass sie ihnen etwas gibt, das den Europäern fehlt. Das ist auch einer der Gründe, weshalb die Präsenz so weniger Muslime viele Europäer so nervös macht. (Zitatende SPON)

Wenn man die dynamischen Aktivitäten der beiden Religionen in der Öffentlichkeit betrachtet, dann hat man oft wirklich nicht mehr den Eindruck, dass der Islam die Nummer zwei in Europa ist?