Putin würde Unabhängigkeit Kataloniens anerkennen…

15. September 2014

…sofern es sich nach der Abspaltung von Spanien entweder Russland anschließt, nach dem „Modell Krim“, oder zumindest nicht der NATO und der EU beitritt! Die Katalanen könnten ihre Öl- und Gaslieferungen künftig in Pesetes, in Rubel oder Yuan bezahlen. Ein russischer Flottenstützpunkt vor der Zona Franca in Barcelona würde die Freundschaft beträchtlich vertiefen.

Die aus den spanischen Sanktionen folgende Überproduktion katalanischen Cavas könnte zum Krimsekt „umgelabelt“ werden und in Zentralasien einigermaßen erträglich an den Mann, bzw. die Frau gebracht werden.

Einen Haken hätte das russische Angebot aber doch: Das nach dem letzten Besuch von Artur Mas in Moskau erlassene Einreiseverbot wegen Plünderung der Hausbar in einem Luxushotel bliebe bestehen…

Unter diesen Umständen könnte sich Putin vorstellen, den in den letzten Jahren an die Costa Brava und nach Barcelona umgesiedelten Russen entsprechende Wahlempfehlungen für das Referendum der Katalanen zu geben

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NACHTRAG:

Wie eben bekannt wurde, will Artur Mas den Briten über einen vertraulichen Kanal in der FT die Stationierung der britischen Nuklear-U-Boot-Flotte in der Bucht von Roses anbieten, sollte diese nach der Unabhängigkeit Schottlands die schottischen Gewässer verlassen müssen. Hollande sei von diesem Vorschlag nicht begeistert, so flüstert man in Paris…


Noch-Nordost-Spanien: XC und die Russen-Mafia von Lloret de Mar.

18. März 2013

Wir haben schon über den Bürgermeister XC berichtet, der kurz vor der Wahl in einem „Hauruck“-Verfahren ohne jegliche Transparenz bei Formulierung, Ausschreibung, Auswertung und Vergabe einer nachweislich nicht gut arbeitenden Firma einen Zehnjahresvertrag im Wert von schlappen 80 Mio Euros zuschanzte.

Heute reden wir über XCs Kontakte zur Russen-Mafia an der Costa-Brava. Da gab es den vermutlichen, lokalen Chef der Russen, den AP. Der hatte um das Rathaus seinen Wünschen gefällig zu stimmen jahrelang den lokalen Fussball- und Hockey-Club mit 230.000 Euro gesponsert. Ob von diesen Geldern etwas an das Ratshaus oder einzelne Personen darin floss, das konnte AP natürlich nicht sagen, das wusste er nicht.

Die Guardia Civil hatte ihn am 25. Januar 2013 in seinem Haus verhaftet wegen des Vorwurfs, 56 Millionen Euro mit der Hilfe von öffentlichen Amtspersonen der Stadt Lloret de Mar gewaschen zu haben und anderer schlimmer Dinge.

Bei seinem Verhör vor dem Gericht für die ganz bösen Jungs und ihr Vergehen, der Audiencia Nacional in Madrid, erzählte der mutmaßliche Pate der Russen-Mafia an der Costa-Brava AP folgende Geschichte:

Bei seiner Verlegung nach Madrid per Auto, habe man vor der Ankunft an einem Ort, den er nicht kenne, halt gemacht, einem Haus mit normalen Holztüren. Dort sei er mit seinen Begleitern der Guardia Civil zwei Tage verblieben. Am Sonntag, vor der Abfahrt habe sich ihm ein Polizist genähert und ihm einen Deal angeboten:

Die Polizei interessiere nicht seine Geschäfte, die Geldwäsche und all das, sondern nur der Bürgermeister XC!

Der Pate machte eine 47-minütige Aussage. Die Polizei (Guardia Civil) wollte nur belastendes über XC wissen und bot ihm im Tausch für Informationen die Freilassung seines ebenfalls verhafteten Vaters an. Er habe getan, was von ihm verlangt worden sei und zehn Minuten später sei sein Vater wieder frei gewesen!

Der Russe wollte nicht mehr genau sagen können, was er den Polizisten erzählt habe, nur dass das Einzige was sie interessierte, das Rathaus von Lloret der Mar und sein Bürgermeister, der Senyor XC gewesen sei.

Erkennen habe er die Polizisten leider auch nicht können, da diese (die ganzen zwei Tage?) ihre Gesichter maskiert (bedeckt) hatten.

Bei seinem zweiten Verhör vor der Audiencia Nacional bestritt er, der Hauptverdächtige der Geldwäsche, der Bildung einer kriminellen Vereinigung, der Fälschung von Wirtschaftsdokumenten, im Fall „Clotilde“, dass  es von ihm an die Stadtverwaltung Bargeldkuverts gegeben habe, für großzügiges Wegsehen bei seinen Geschäften.

Wenigstens räumte er ein zwei „Geschäftsreisen nach Russland“ mit dem Bürgermeister, dessen Ehefrau, sein jüngster Sohn, und anderen Mitgliedern der Stadtverwaltung von Lloret de Mar unternommen zu haben. Die erste habe sein Chef und Obermafiosi VK bezahlt. Nein, er könne sich nicht vorstellen, woher das Geld dazu gekommen sei, vielleicht habe VK es unter der Matraze hervor geholt? Sie dauerte drei Tage und schloss Hubschrauber-Rundflüge, Gelage und Unterhaltungsprogramme ein.

AP wurde ausgesprochen wortkarg und unwissend als er über Art und Umfang der Geschäfte seines Bosses VK befragt wurde. Nein, er könne wirklich nicht sagen, ob das Geld aus Drogen und Prostitution stamme!

Was, 2,6 Millionen Euro seien auf einem Konto im nahen Steuerparadies Andorra?
Das sei doch nicht sein Geld, meinte da der Mafiosi knapp.

http://www.poderjudicial.es/cgpj/es/Poder_Judicial/Audiencia_Nacional/Informacion_institucional/Que_es_la_AN


Katalonien: Costa Brava wird zurück gebaut!

30. Oktober 2010

Rückläufige Touristenzahlen und suboptimale Hotelsünden der 60er bis 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts lassen die katalanische Regierung zu drastischen Mitteln greifen. Man will den deutsch-britischen Komasäufertourismus endgültig stoppen und die ganze „Wilde Küste“ für den gehobenen russischen „mit-Geldbündeln-aus-Plastiktüten-Bar-zahlenden“ Tourismus der sanften Art remodellieren. Um keine Panik aufkommen zu lassen wird strikte Geheimhaltung geübt!

In den letzten Jahren wurde die Realisierbarkeit der Maßnahme an einem ganzen Dorf erprobt, das Stein für Stein zurück gebaut wurde und an dessen ursprünglicher Stelle heute ein scheinbar unberührter Nationalpark liegt. Es handelt sich um den in den 60er Jahren erbauten Club Med am Cap de Creus auf dem Gebiet der Gemeinde Tudela.

Nachdem die Club-Anlage, in der Generationen francophiler Menschen ihren Urlaub in grandioser Mondlandschaft verbracht haben, spurlos verschwunden ist, hat man bei der Generalitat Blut geleckt. Sollte die Regierung nach den Regionalwahlen noch die selbe sein, dann wolle man die gesamte Costa Brava nach diesem Modell erneuern, so hört man unter der Hand. Beginnen will man mit Brennpunkten wie Lloret de Mar oder Calella.

Den Bewohnern dieser Orte wird empfohlen, des Morgens als erstes einmal bei google-maps nachzusehen, ob die eigene Gemeinde noch zu sehen ist! Wie gesagt, es ist alles so streng geheim, dass bisher nur der Namen der Operation durchsickerte: COSTA LINDA

Nachtrag:
Am 12. Dezember diesen Jahres, also in rund sechs Wochen, findet eine Besichtigung des „Nichts“ am Ort des Rückbaues statt!
Auskünfte erteilt die Abteilung für Umwelt: Les rutes es poden consultar www.gencat.cat/parcs