London stellt schottische Unabhängigkeit in Frage!

14. Februar 2014

Wie der INDEPENDENT aus hohen Regierungskreisen in London erfahren haben will, sei die Unabhängigkeit Schottlands nach einem erfolgreichen Referendum keineswegs gesichert! Der im Referendum eventuell von den Schotten geäußerte Wunsch nach Unabhängigkeit sei vielmehr lediglich der Startschuss von langwierigen Verhandlungen über die Details und Ausgestaltung dieser angestrebten Unabhängigkeit.

Aber wenn der Schottenführer Alex Salmond unzumutbare Forderungen stelle und keine Einigung erreicht werden könne, dann sei der „status quo“, der gegenwärtige Zustand eines Schottlands als Teil des UK, die unverändert gegebene Lösung, dann bliebe im Prinzip alles beim Alten! Viel Theaterdonner um Nichts also?

Es ginge nicht darum, den Schotten ihre Wünsche zu verweigern, aber als Regierung des UK habe man die Pflicht, die Interessen der Bürger von England, Wales und Nordirland zu vertreten. Die Vorstellung der Verwirklichung einer schottischen Unabhängigkeit innerhalb von 18 Monaten sei deshalb vollkommen unrealistisch!

Alex Salmond reagierte – wie immer – wütend und tobte:

Dies sei eine erstaunliche und unverantwortliche Äußerung aus Westminster. Die hätten Angst das Referendum zu verlieren und drehten jetzt durch. So drohten sie den Willen der Schotten nicht zu respektieren und das Abkommen von Edinburgh, das er guten Willens mit David Cameron unterzeichnet habe, zu schreddern…

Was da in den letzten 48 Stunden aus London gekommen sei, das wäre atemberaubend! Die könnten keinen besseren Job machen ihm die Menschen ins JA-Lager zu treiben als auf diese Weise!

Fassen wir also zusammen:
London sagt den Schotten dass – unabhängig von ihrer Abstimmung – der Teufel im Detail stecke und ein mit JA angenommenes Referendum keinesfall schon die Unabhängigkeit bedeute. Vom Pfund müssten sie sich dann auch verabschieden und mit der EU, der UN und der NATO sei das im Übrigen auch so eine Sache…


Alex, dem Schotten-Lachs, flattert der Kilt: Kein Pfund!

13. Februar 2014

Der Britische Finanzminister George Osborne sagte heute, dass es für den Rest des UK keinen rechtlichen Grund gäbe, seine Währung, das Pfund, mit einem unabhängigen Schottland zu teilen: „Wenn sie vom UK weglaufen, dann laufen sie auch vom Pfund weg!“

Und Osborne teilte weiter aus: Die Schottische National Partei, SNP habe bisher nichts als Konfusion, wilde Spekulationen und leere Drohungen verbreitet!

Salmonds Stellvertreterin Nicola Sturgeon schlug die Warnungen als „Westminster Establishment“ in den Wind!

Es wird mit einer gemeinsamen Erklärung aller im Britischen Unterhaus vertretenen Parteien gerechnet, dass ein unabhängiges Schottland nicht mit dem Britischen Pfund bezahlen dürfe.

Pannen-Dave Cameron schlägt diesmal hingegen einen soften Ton an und ruft alle Teile des UK dazu auf, ihre schottischen Freunde und Familien davon zu überzeugen, beim Referendum am 18. September für einem Verbleib im UK zu stimmen:

Aber ich liebe Euch doch, ich liebe Euch doch alle! (frei nach Erich Mielke)

http://www.snp.org/


Erdoğan will bei türkischem EU-Beitritt keinen Euro, sondern Wirtschaftszone der türkischen Lira einrichten!

13. Februar 2013

Während der zuständige EU-Kommissar Stefan Füle verlangt, dass die Türkei nach einem eventuellen EU-Beitritt den Euro als nationale Währung der Türkei übernimmt, hat der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan kürzlich gesagt, dass er statt dessen die Enrichtung einer Währungszone der türkischen Lira beabsichtige. Die Briten seien schließlich auch nicht im Euro und glücklich damit! Sie hätten ihm dazu geraten, lieber eine Lira-Zone einzurichten. Er selbst denke genau so und die EU solle sich lieber um ihr eigenes Währungssystem kümmern…

Was hat David Cameron sich da wohl gedacht? Mit wem meinte er es „besonders gut“ bei diesem Ratschlag?

Stefan Füle verlangt statt dessen kategorisch den Euro-Beitritt eines hypothetischen* EU-Mitglieds Türkei und sagt sogar, dass die Türkei  nie darum gebeten worden sei ihre eigene Position dazu zu äußern!

Nun scheint es so, als müsse die „Wackelwährung Euro“ weiter auf einen „Weissen Ritter“ zu ihrer Rettung warten und die harte türkische Lira zieht hochmütig unter ihrem Fenster vorbei?

*(Frankreich will der Türkei helfen, zumindest eines der fünf von Sarkozy blockierten Verhandlungs-Kapitel kurzfristig zu öffen!)

http://www.hurriyetdailynews.com/turkey-must-adopt-euro-if-accepted-as-eu-member.aspx?pageID=238&nID=40985&NewsCatID=344

Zurück in die Zukunft?
Die neuen Uniformen des Kabinenpersonals der türkischen Airline THY sorgen für Gesprächsstoff! Sie sehen sehr konservativ aus. Die Damen muten mit knöchellangen, hochgeschlossenen Gewändern, Schals und Fez-artigen Käppchen eher arabisch an. Die Kritiker sagen, man wolle wohl mit dem Entwurf an Ottomanische Zeiten anknüpfen und erwähnen die TV-Serie „Muhteşem Yüzyıl“ in diesem Kontext.

http://www.hurriyetdailynews.com/new-turkish-airlines-uniforms-raise-eyebrows.aspx?pageID=238&nID=40810&NewsCatID=341