Algerien: Islamisten aus Mali haben Ausländer als Geiseln genommen!

16. Januar 2013

(Die Sahara ist so ursprünglich, dass sogar google-maps streikt, eine Route zwischen Mali, woher die Angreifer angeblich gekommen seien, und dem Ort In Amenas in Algerien auszuwerfen!)

Bei einem Überfall auf eine Gasförder-Installation von BP in d’In Amenas in Süd-Ost-Algerien, nahe den Grenzen zu Lybien und Tunesien, sollen bei einem Überfall von Al-Kaida-Kämpfern aus Nord-Mali zwei Franzosen und ein Japaner als Geiseln genommen worden sein. Das meldet die algerische Tageszeitung EL WATAN.

Andere Quellen sprechen von acht Geiseln, von Briten, Norwegern und Japanern, aber keinen Franzosen. Die Geiselnehmer seien aus Mali gekommen und bei ihrer Flucht von der algerischen Armee umzingelt worden. Momentan würden Gespräche geführt.

BP bestätigte den Überfall. Zwei britische Sicherheitsleute seien getötet worden. Ein Dutzend schwer bewaffnete Touaregs mit Allradfahrzeugen hätten am Vormittag den Überfall durchgeführt. Algerien hatte am Montag seine lange Grenze zu Mali geschlossen.

http://www.lemonde.fr/afrique/article/2013/01/16/deux-francais-enleves-en-algerie-selon-el-watan_1817589_3212.html

http://www.guardian.co.uk/world/2013/jan/16/mali-militants-kidnap-bp-algeria


BP vorläufig als Lieferant der US-Regierung für künftige Neuverträge ausgeschlossen!

28. November 2012

Wegen Verfehlungen und Missetaten während der Ölkatastrophe im Golf von Mexico von 2010, hat die staatliche US-Umweltschutz-Agentur EPA den Energie-Konzern vorläufig von künftigen, neuen Verträgen mit der US-Regierung ausgeschlossen.

EPA wirft BP mangelnde Seriosität im Geschäftsgebaren vor. BP habe während der Krise die US-Regierung wissentlich mit falschen Angaben belogen. Anfang November hatte das Unternehmen zahlreiche strafrechtlich relevante Vergehen eingeräumt, darunter Totschlag(?) im Falle der elf getöteten Ölarbeiter.

An der bevorstehenden Auktion neuer Bohrgründe im Golf von Mexico darf BP sich folglich nicht beteiligen. Ob BP, das große Lieferverträge mit dem US-Militär besitzt, auch hier ausgeschlossen wird, ist derzeit nicht bekannt.

BP hat sich bis heute Abend noch nicht zu der aktuellen Entwicklung geäussert.

http://www.huffingtonpost.com/2012/11/28/bp-epa-contracts-suspended_n_2203820.html?utm_hp_ref=daily-brief?utm_source=DailyBrief&utm_campaign=112812&utm_medium=email&utm_content=NewsEntry&utm_term=Daily%20Brief


Ölpest im Golf von Mexico: BP gesteht 14 Verbrechen und zahlt 4,6 Milliarden Dollar!

15. November 2012

Zwei Jahre nach der verheerenden Ölpest im Golf von Mexico ist zwischen BP und der US-Regierung anscheinend eine finanzielle Vereinbarung zur Schadensregulierung in naher Sicht.

Der NEW YORK TIMES zufolge zahlt BP über die nächsten fünf Jahre insgesamt 4 Milliarden Dollar Strafe an die US-Regierung, von denen das Meiste an Umwelt-Organisationen ginge. Das Unternehmen erklärt sich in insgesamt 14 Punkten schuldig, u.a. für den Tod von 11 Menschen auf der Bohrplattform Deepwater Horizon. In diesem Zusammenhang müssen sich zwei BP-Angestellte vor Gericht verantworten.

Der US-Generalstaatsanwalt Eric H. Holder, wird dazu heute Nachmittag Ortszeit in New Orleans eine Pressekonferenz abhalten.

Diese Regelung würde aber nur die kriminellen, strafrechtlich relevanten Anklagepunkte abdecken. Eine ganze Reihe weiterer Klagen stehen an, darunter Zivilklagen und Klagen wegen Umweltschäden.

Die möglicherweise „teuerste“ Strafe,  wegen Verstosses gegen den „Clean Water Act“, ist ebenfalls durch die geplante Übereinkunft mit der US-Regierung nicht abgedeckt. Hier sind Strafen zwischen 1.100 und 4.300 Dollar pro Barrel Öl vorgesehen. Das alleine könnte Strafen von bis zu 21 Milliarden Dollar bedeuten!

Seit März laufen Verhandlungen zu außergerichtlichen Übereinkünften mit der betroffenen Fischereiindustrie und wegen gesundheitlicher Probleme von Anwohnern. Für diese rechnet BP mit einer zusätzlichen Belastung von ca. 7,8 Milliarden Dollar.

Trotz dieser enormen Summen scheint BP bemüht, dieses Thema endgültig zu schließen, da der Firmenwert und das Ansehen des Unternehmens beeinträchtigt seien.

BP hat Teile des Unternehmens veräussert um Rücklagen für die Entschädigungen und Strafen zu schaffen und macht seit dem dritten Quartal wieder Gewinne.

Der reale Schaden an Flora und Fauna im Golf, besonders evtl. Spätfolgen, kann durch diese finanziellen Regelungen natürlich nicht behoben werden…

 

NACHTRAG, AKTUALISIERUNG: 16.11.2012
Erneut ist eine Ölbohrplattform im Golf von Mexico explodiert, in Brand geraten und mittlerweile gesunken. Es gab Tote und Verletzte und durch die Anwesenheit eines Versorgungsschiffes auch viele, die sich glücklich an Bord retten konnten. Diese Plattform soll im Flachwasser gestanden haben und nicht von den Vorschriften, die nach dem PB-Desaster erlassen worden waren, betroffen gewesen sein! Siehe Kommentare!


Zurück in die Zukunft: Wir basteln uns ein Reichssicherheitshauptamt!

9. Dezember 2010

Ein deutsche Superpolizei soll nach den Vorstellungen einer Kommission durch die Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt und den polizeiähnlichen Teilen des Zolls sowie IT-Spezialisten entstehen:

(Zitat FOCUS:)
Dies berichteten mehrere Tageszeitungen am Donnerstag übereinstimmend und beriefen sich dabei auf Teilnehmer eines Spitzentreffens des Ministers mit Mitgliedern der Werthebach-Kommission.

Weil das unwillkürlich unerwünschte Erinnerungen an die deutsche Geschichte wach ruft, nennt man das geplante Bürokratiemonster mit rund 50.000 Mitarbeitern, vermeintlich unverfänglicher, „das deutsche FBI“.

Das hat uns gerade noch gefehlt…


Ölkatastrophe eine Privatangelegenheit BP / USA?

15. Juli 2010

Seit über drei Monaten sprudeln gewaltige Mengen Erdöl in den Golf von Mexico und von da in den Atlantik. Computersimulationen zeigen eine mögliche Verbreitung des Öls durch den Golfstrom entlang der US-Ostküste bis nach Europa. Im Prinzip kann dieses Leck die Weltmeere verschmutzen und möglicherweise irreparabel schädigen.

Die USA, angeführt durch ihren Präsidenten Barak Obama, behandeln diese Umweltkatastrophe wie eine lästige Lapalie, eine Privatangelegenheit innerhalb der US-Staaten, Louisiana, Texas und Florida und dem Energiemulti BP. Von den notorischen Bösewichten Halliburton und Co. einmal ganz zu schweigen. Angebotene internationale Hilfe wird unangebracht überheblich zurück gewiesen. Die USA stümpern mehr oder weniger ratlos herum.

Diese Katastrophe hat aber inzwischen durch menschliche Dummheit und Gier, Überheblichkeit und Ignoranz eine globale Dimension erreicht, deren Schäden bisher nicht einmal abgeschätzt werden können. Statt dessen werden Medien durch Verbote bei der Arbeit behindert, tote und sterbende Tier aus der Berichterstattung verbannt, verschmutzte Strände mit frischem Sand überschüttet.

Dies ist ein Offenbarungseid des Raubtier-Kapitalismus nach US-Art. Obama stört es nur so weit, wie es ihn in einem Zustand der Hilflosigkeit erscheinen lässt. Da fängt er besser in einem anderen Teil der Welt einen Krieg an, entschlossen und dynamisch…