Erdoğan will bei türkischem EU-Beitritt keinen Euro, sondern Wirtschaftszone der türkischen Lira einrichten!

13. Februar 2013

Während der zuständige EU-Kommissar Stefan Füle verlangt, dass die Türkei nach einem eventuellen EU-Beitritt den Euro als nationale Währung der Türkei übernimmt, hat der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan kürzlich gesagt, dass er statt dessen die Enrichtung einer Währungszone der türkischen Lira beabsichtige. Die Briten seien schließlich auch nicht im Euro und glücklich damit! Sie hätten ihm dazu geraten, lieber eine Lira-Zone einzurichten. Er selbst denke genau so und die EU solle sich lieber um ihr eigenes Währungssystem kümmern…

Was hat David Cameron sich da wohl gedacht? Mit wem meinte er es „besonders gut“ bei diesem Ratschlag?

Stefan Füle verlangt statt dessen kategorisch den Euro-Beitritt eines hypothetischen* EU-Mitglieds Türkei und sagt sogar, dass die Türkei  nie darum gebeten worden sei ihre eigene Position dazu zu äußern!

Nun scheint es so, als müsse die „Wackelwährung Euro“ weiter auf einen „Weissen Ritter“ zu ihrer Rettung warten und die harte türkische Lira zieht hochmütig unter ihrem Fenster vorbei?

*(Frankreich will der Türkei helfen, zumindest eines der fünf von Sarkozy blockierten Verhandlungs-Kapitel kurzfristig zu öffen!)

http://www.hurriyetdailynews.com/turkey-must-adopt-euro-if-accepted-as-eu-member.aspx?pageID=238&nID=40985&NewsCatID=344

Zurück in die Zukunft?
Die neuen Uniformen des Kabinenpersonals der türkischen Airline THY sorgen für Gesprächsstoff! Sie sehen sehr konservativ aus. Die Damen muten mit knöchellangen, hochgeschlossenen Gewändern, Schals und Fez-artigen Käppchen eher arabisch an. Die Kritiker sagen, man wolle wohl mit dem Entwurf an Ottomanische Zeiten anknüpfen und erwähnen die TV-Serie „Muhteşem Yüzyıl“ in diesem Kontext.

http://www.hurriyetdailynews.com/new-turkish-airlines-uniforms-raise-eyebrows.aspx?pageID=238&nID=40810&NewsCatID=341


Ein trauriger Tag für Europa!

9. Dezember 2011

Es ist sicher der Anfang vom Ende der nach dem Krieg angestrebten Europäischen Union. Schluss mit den politischen Mogeleien, die sich im Laufe der Jahre in den Prozess eingeschlichen haben um grundsätzliche, ungelöste Fragen zu verkleistern. Davis Camerons Drohung und Haltung ist aus britischer Sicht zwar verständlich, zeigt aber auch wo die Grenzen dessen liegen, was mit Europa zu machen ist. Auch hier ist Klarheit letztlich das kleinere Übel!

Die europäischen Institutionen der 27 für die 17+ blockieren zu wollen ist aber schon ein schönes Stück Frechheit! Wenn es denn dazu kommen sollte, könnte andererseits der EU-Wasserkopf um Barolo, van Rompuy und die unsägliche Lady Ashton nach Hause geschickt werden. Die hier von Cameron gebotene Chance der Verkleinerung und personellen Veränderung der EU-Institutionen sollte man dann auf jeden Fall nutzen, finde ich?

Es wäre aber ein Trugschluss anzunehmen, Cameron würde dann Ruhe geben. Er hat ja angekündigt mit seiner Londoner City weiterhin uneingeschränkt im europäischen Finanzmarkt fischen zu wollen. Es wird wohl nicht lange dauern, dann fischen die Briten auch wieder echte Fische vorbei an europäischen Fesseln?

Um ihren traditionellen Einfluss auf europäische Geschicke nicht zu verlieren, werden die Briten auch weiterhin versuchen, ausser Schweden und Ungarn, auch weitere Länder aus den 17+ herauszubrechen. Sie spielen das Spiel der Bankster in London und New York.

Den verschuldeten Südblock aus der Rest-EU herauszubrechen, also Portugal, Spanien, Italien und Griechenland und diesen vielleicht auf Dollar-Währungs-Basis als britische Version der Mittelmeerunion dem deutsch-französischen „Kaputt-Spar-Europa“ entgegen zu setzen, und diesen Ländern damit eine neue Lebensperspektive zu geben, die zumindest scheinbar über die von Schuldensklaven hinausgeht, das könnte der nächste Schritt sein:

Die Rest-EU der 17+ eingrenzen, von ihren Schuldnern und Märkten abschneiden, das würde wohl dann der nächste logische Schritt sein?

Die Schwäche von Merkozys EU ist, dass sich sich völlig Bankenkonform verhält und ihren Bürgern nichts als Blut, Schweiss und Tränen anbietet ohne damit verhindern zu können, dass schon Morgen die angelsächsischen „Finanzfischer“ erneut ihre Netze auswerfen in Rumpfeuroland. Keinerlei Vision eines gemeinsamen Zieles, nichts!

Merkozy verpassen hier die Chance bei den Bevölkerungen für ihr Modell zu werben und zu punkten, wogegen die Briten „very easily“ die Europaverdrossenheit der Bevölkerungen nutzen und instrumentalisieren können. Vielleicht erleben wir ja bald einen aus London gesteuerten „Europäischen Frühling“ auf dem Kontinent?