„Tut nicht weh!“ Europas Separatisten lügen sich Ergebnis des schottischen Referendums schön.

19. September 2014

Von überall her aus Europa sind Separatisten nach Schottland geflogen um am möglichen „Magic Moment“ live teil zu haben. Sie wurden bitter enttäuscht und klagen nun teilweise über die Feigheit der Schotten, welche die wirtschaftliche Sicherheit der Freiheit vorgezogen hätten.

Nach dem ersten Reflex der Enttäuschung beteuern sie aber unisono, dass Schottland mit der Lage in ihren Ländern und ihren Plänen aber auch überhaupt gar nichts zu tun habe! Warum nur sind die bloß alle nach Schottland geflogen, alles Whisky-Freunde vermutlich?

Den Vogel abgeschossen hat wie üblich der Katalane Artur Mas. Er sieht seine Separatisten gar gestärkt, weil sie dabei zugesehen hätten, wie in einem EU-Staat eine Volksabstimmung zugelassen worden sei! Mas hat im Prinzip wohl nur noch sieben Wochen in seinem Amt vor sich  und steht vor der Wahl von den eigenen Leuten zum Teufel gejagt zu werden oder von der Zentralregierung abgesetzt und im schlimmsten Fall eingesperrt zu werden wegen Landesverrats. Seine Landsleute sehen dies in den Online-Foren-Kommentaren wesentlich kritischer, aber Mas scheint ohnehin die Orientierung verloren zu haben?


Schotten bleiben im UK: 44,6% YES und 55,4% NO!

19. September 2014

Deutlich, aber wohl nicht klar genug um für die schottische Gesellschaft folgenlos zu bleiben?

Cameron hofft, dass sich der schottische Separatismus damit vielleicht für alle Zeiten erledigt habe, während Salmond ihn an die Einlösung seiner Last-Minute-Versprechen erinnert!

Nachdem 31 von 32 Councils ausgezählt worden sind ist die Entscheidung gefallen. Das Ergebnis kann sich nur noch im Dezimalbereich ändern. Nur 4 Coucils, darunter Glasgow, wählten die Unabhängigkeit, 28 wollten hingegen im Uk bleiben

Dies ist trotz der haarsträubenden Lügenkampagne beider Seiten mit den ultimativen Schreckensszenarien einerseits und den superlativen Versprechungen andererseits letztlich eine Sternstunde der Demokratie im UK. Darauf können die Insulaner zu Recht Stolz sein.

Jetzt gilt es Wunden zu heilen und Versprechungen zu erfüllen. Dies dürfte für Cameron den nächsten Ärger bedeuten? Nordirland, Wales und Cornwall beobachten genau, welche Privilegien Schottland künftig erhalten soll.  Den größten Ärger könnten Cameron aber die eigene Partei die Konservativen machen. Sie hat genau einen(1!) schottischen Abgeordneten ins britische Parlament gebracht! Auch die EU-Austritts-Drohung Camerons wird wohl mit den von Europa überzeugten Schotten nun schwerer glaubwürdig durchgezogen werden können?

Die wirtschaftlichen „hard facts“, die Währung, die Großfirmen, die Banken und Versicherungen, aber auch die Unsicherheit der Haupteinahmequelle der Nordsee-Energie-Resourcen, dürften letztlich den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben haben, denn den Menschen wurde klar, dass Freiheit von London nicht Freiheit von der Globalisierung, auch der Finanzwirtschaft bedeutet?

Für zeitweilige Verwirrung sorgte bei mir der Fakt, dass die Zahl der abgegebenen Stimmen sich unter Berücksichtigung der Wahlbeteiligung sich nicht mit der kommunizierten Zahl der Wahlberechtigten deckte. Ich habe inzwischen möglicherweise die Lösung des Zahlenrätsels gefunden? Sie liegt m.E. in der Unterscheidung der möglichen Wahlberechtigten und den tatsächlich Wahlberechtigten durch Eintragung in die Wählerlisten:

Das sähe dann etwa so aus:

4,3 Mio mögliche Wahlberechtigte, eingetragen 93% =
4,0 Mio echte Wahlberechtigte, Wahlbeteiligung 84% =
3,3 Mio abgegebene Stimmen, davon 55% NO =
1,9 Mio und 45 % YES =
1,5 Mio Stimmen.

Der Rest sind Rundungsfehler ;-)


Viel Glück, Schottland!

18. September 2014

Heute ist D-Day, Decision-Day und Defeat-Day für einen Teil der Schotten. Für die Anderen bedeutet dies V-Day, Victory-Day. Was es für das UK und die EU bedeuten wird, das muss sich erst noch herausstellen in der nächsten Zeit. In unserer wirtschaftlich und politisch vielfältig auf das Engste verbundenen Welt werden die Folgen vermutlich überraschend weitläufiger sein, als man zunächst annehmen würde? Wer immer heute gewinnen mag, der möge sich künftig daran erinnern, dass an diesem entscheidenden Tag fast die Hälfte der Schotten sich anders entschied als die Sieger und dass man mit diesen Menschen auch Morgen friedlich zusammenleben können sollte…


London stellt schottische Unabhängigkeit in Frage!

14. Februar 2014

Wie der INDEPENDENT aus hohen Regierungskreisen in London erfahren haben will, sei die Unabhängigkeit Schottlands nach einem erfolgreichen Referendum keineswegs gesichert! Der im Referendum eventuell von den Schotten geäußerte Wunsch nach Unabhängigkeit sei vielmehr lediglich der Startschuss von langwierigen Verhandlungen über die Details und Ausgestaltung dieser angestrebten Unabhängigkeit.

Aber wenn der Schottenführer Alex Salmond unzumutbare Forderungen stelle und keine Einigung erreicht werden könne, dann sei der „status quo“, der gegenwärtige Zustand eines Schottlands als Teil des UK, die unverändert gegebene Lösung, dann bliebe im Prinzip alles beim Alten! Viel Theaterdonner um Nichts also?

Es ginge nicht darum, den Schotten ihre Wünsche zu verweigern, aber als Regierung des UK habe man die Pflicht, die Interessen der Bürger von England, Wales und Nordirland zu vertreten. Die Vorstellung der Verwirklichung einer schottischen Unabhängigkeit innerhalb von 18 Monaten sei deshalb vollkommen unrealistisch!

Alex Salmond reagierte – wie immer – wütend und tobte:

Dies sei eine erstaunliche und unverantwortliche Äußerung aus Westminster. Die hätten Angst das Referendum zu verlieren und drehten jetzt durch. So drohten sie den Willen der Schotten nicht zu respektieren und das Abkommen von Edinburgh, das er guten Willens mit David Cameron unterzeichnet habe, zu schreddern…

Was da in den letzten 48 Stunden aus London gekommen sei, das wäre atemberaubend! Die könnten keinen besseren Job machen ihm die Menschen ins JA-Lager zu treiben als auf diese Weise!

Fassen wir also zusammen:
London sagt den Schotten dass – unabhängig von ihrer Abstimmung – der Teufel im Detail stecke und ein mit JA angenommenes Referendum keinesfall schon die Unabhängigkeit bedeute. Vom Pfund müssten sie sich dann auch verabschieden und mit der EU, der UN und der NATO sei das im Übrigen auch so eine Sache…


Alex, dem Schotten-Lachs, flattert der Kilt: Kein Pfund!

13. Februar 2014

Der Britische Finanzminister George Osborne sagte heute, dass es für den Rest des UK keinen rechtlichen Grund gäbe, seine Währung, das Pfund, mit einem unabhängigen Schottland zu teilen: „Wenn sie vom UK weglaufen, dann laufen sie auch vom Pfund weg!“

Und Osborne teilte weiter aus: Die Schottische National Partei, SNP habe bisher nichts als Konfusion, wilde Spekulationen und leere Drohungen verbreitet!

Salmonds Stellvertreterin Nicola Sturgeon schlug die Warnungen als „Westminster Establishment“ in den Wind!

Es wird mit einer gemeinsamen Erklärung aller im Britischen Unterhaus vertretenen Parteien gerechnet, dass ein unabhängiges Schottland nicht mit dem Britischen Pfund bezahlen dürfe.

Pannen-Dave Cameron schlägt diesmal hingegen einen soften Ton an und ruft alle Teile des UK dazu auf, ihre schottischen Freunde und Familien davon zu überzeugen, beim Referendum am 18. September für einem Verbleib im UK zu stimmen:

Aber ich liebe Euch doch, ich liebe Euch doch alle! (frei nach Erich Mielke)

http://www.snp.org/


Werden die Schotten durch die Briten 2017 aus der EU geworfen?

31. Januar 2014

London zählt den Schotten genüßlich die Kosten ihrer Unabhängigkeit auf. Aussenminister und Euro-Skeptiker William Hague schreibt in einer 113-seitigen Analyse, die 5,3 Mio Schotten müssten künftig für weniger Leistung mehr Geld bezahlen!

Aktuelle Umfragen ergeben, daß nur 30-35% für und 45-50% gegen eine schottische Unabhängigkeit stimmen würden. Um die maximal 25% Unentschlossenen wird bis September heftig gerungen werden.

Schottland müsste sich als neuer Staat den jahrelangen Aufnahmeprozeduren der EU stellen. Eine Teilung des von Maggie Thatcher erpressten „Briten-Rabattes“ in der EU werde es zudem nicht geben. Die Briten würden sich künftig die ganze Kohle selbst reinschieben…

Je nach Entwicklung der Verhandlungen, müssten die Schotten mit bis zu 4,4 Milliarden Mehrkosten durch die Unabhängigkeit rechnen.

Die eigentliche Gefahr – so sieht es zumindest die Schottin Nicola Sturgeon, Stellvertreterin von Alex Salmond – könne das 2017 geplante britische Referendum über den Verbleib des UK in der EU werden. Bei einem entsprechenden Ausgang dieses Referendums könnte Schottland durch seine Mitgliedschaft im UK automatisch und gegen seinen Willen mit aus der EU „ausgetreten“ werden!


Wird Schottland einen König Alex I bekommen?

27. November 2013

Es mag wohl sein, dass Alex Salmond davon träumt, aber vorläufig will er Lisbeth, the Queen ebenso behalten behalten, wie das Pfund, die Schulden und die britischen Atom-U-Boote. Es soll sich für die Schotten fast nichts verändern, sodaß man sich schon fragen könnte, wozu das alles?

Die 4 Millionen Wähler des 5 Millionen Volkes der Schotten sollten für die Unabhängigkeit stimmen, meint der First Minister Schottlands Alex Salmond bei der Vorlage seines 670 Reports  SCOTLAND’S FUTURE der seinen Vorschlag untermauern soll. Hier einige Gründe:

Das unabhängige Schottland wolle das britische Pfund weiter hin als Gemeinschaftswährung mit dem restlichen UK (rUK) nutzen, denn die Bank von England gehöre auch den Schotten.
Es wolle das Pfund sogar OHNE eine Vereinbarung mit dem rUK nutzen! Die gemeinsame Königin – last not least – wolle man auch behalten! Es soll eine wieder staatliche Schottische Post geben und eine 15.000 Mann starke Armee sowie einen Geheimdienst und eine Staatssicherheits Agentur, eine schottische Stasi sozusagen. Einen SBC anstatt der BBC, beide sollen aber eng zusammenarbeiten im Medienbereich.

Schottland wolle vom Tag der Unabhängigkeit an als vollberechtiges EU-Mitglied mit allen britischen Sonderrechten wie euro opt-out, Briten-Rabatt, kein Schengen-Raum, etc. in der EU verbleiben. Für die die Kontinentaleuropäer würde sich der Insel-Trouble also verdoppeln!

Zur anteiligen Schuldenübernahme der britischen 1.200 Milliarden(?) Schulden gäbe es zwei mögliche Lösungswege:
Man könne die realen Steuern und Ausgaben ab 1980 oder den proportionalen Anteil der Schotten an der UK-Gesamtbevölkerung zur Grundlage nehmen. Das Ergebnis unterschiede sich allerdings gewaltig. Es könne von etwa 200(?) bis 500(?) Milliarden  reichen!
(Alle hier genannten Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, da ich sie nicht verifizieren konnte!)

Die Nationale Lotterie soll weiterhin gemeinsam verbleiben, über die Verteilung des schottischen Anteils ihrer Gewinne soll künftig aber in Schottland entschieden werden.

Schottische Kunst in britischen Museen, z.B. in London, soll einvernehmlich zugänglich bleiben und nicht generell nach Schottland verbracht werden.

Kinderbetreung ist eines der Schlüsselthemen der schottischen Unabhängigkeit. Die Separatisten locken mit der Zusage, dass jedem Kind ab dem Alter von einem Jahr 30 Stunden wöchentlicher Betreuung für 38 Wochen des Jahres garantiert werden solle! Dafür müsse man nicht einmal die Steuern erhöhen! (DieserPunkt wurde vermutlich extra wegen des in Umfragen schwachen Standes der Separatisten bei den weiblichen Wählern eingebracht und besonders betont!)

Ein unabhängiges Schottland wolle in seiner ersten Legislaturperiode die Trident-Atom-U-Boote der Britischen Navy und ihren Stützpunkt aus dem Land haben. Es wolle aber Teil der NATO bleiben. Deshalb solle die Anwesenheit von britischen und anderen nuklearen Kriegsschiffen in schottischen Stützpunkten und Gewässern zunächst einfach nach dem Motto „don’t ask, don’t tell“ gedulded werden.

Die berüchtigte „Bedroom Tax“ der liberal-konservativen Cameron/Clegg-Regierung würde außer Kraft gesetzt!

Als abschreckendes Horror-Szenario für den Verbleib im UK würden den Schotten dann blühen:

Eine neue Generation von Atom-U-Booten am Clyde.
Kürzung öffentlicher Leistungen.
Der mögliche Austritt – erzwungen durch das geplante UK-Referendum – aus der EU!

Zusammengefasst kann man dieses Sammelsurium als plumpe Wahlwerbung der Separatisten für ihren Standpunkt und als mögliche maximale Ausgangsposition für allfällige Verhandlungen nach einem positiven Referendum werten. Mit Realismus hat das wenig zu tun, wie das Meiste, was Alex Salmond so absondert…


Heute wurde der 18. September 2014 als Datum für schottisches Unabhängigkeits-Referendum verkündet!

21. März 2013

Heute verkündete der schottische Premierminister Alex Salmond im schottischen Parlament in Holyrood, Edinburgh den 18. September 2014 als Datum  für das im Herbst 2014 geplante Unabhängigkeitsreferendum Schottlands.

Seit dem 30. Januar 2013 ist die dem Referendum zu Grunde liegende Frage bekannt. Sie sollte zunächst lauten „Sind Sie damit einverstanden, dass Schottland ein unabhängiges Land sein sollte?“

Weil diese Fragestellung zur Zustimmung verleiten würde und somit nicht die gebotene Neutralität aufwies, musste sie geändert werden in „Sollte Schottland ein unabhängiges Land sein?“

Vergangene Woche begannen die schottischen Abgeordneten mit einer Gesetzesänderung um das Mindestwahlalter auf 16 Jahre zu senken, wie es zwischen Alex Salmond und David Cameron vereinbart worden war.

An dem schicksalhaften Referendum dürfen übrigens, wie bei einer ganz normalen Kommunalwahl, neben allen Einwohnern Schottlands, auch Engländer, Iren, Commonwalth-Bewohner und EU-Bürger teilnehmen, die ihren Wohnsitz in Schottland haben, jedoch nicht US-Bürger, Chinesen und Türken und was sonst nicht zum Commonwealth oder zur EU gehört…

Insgesamt rund 4 Millionen Wahlberechtigte werden erwartet. In Umfragen bekennt sich nur ein Drittel zur Unabhängigkeit, zwei Drittel wollen im Vereinigten Königreich verbleiben. Salmond hat noch gut eineinhalb Jahre sie für die Unabhängigkeit zu gewinnen. Seine Kritiker werfen ihm vor, zwei Jahre für die Verkündung dieses Datums gebraucht zu haben, während in dringenden Fragen politisch Stillstand geherrscht hätte. Diese „Pause“ würde jetzt wohl noch eineinhalb weitere Jahre andauern?


Pro Schottland 23, pro England 72. Salmond verliert Rückhalt für Unabhängigkeit!

24. Januar 2013

Diese Woche wurde die jüngste Umfrage zum geplanten Schottischen Unabhängigkeitsreferendum veröffentlicht. Nur 23 Prozent der befragten Schotten sprachen sich für die Unabhängigkeit von Großbritannien aus. 72 Prozent waren hingegen für einen Verbleib in der Union mit England und Wales.

Das ist der niedrigste Zuspruch für Salmonds Projekt seit dem schottischen Parlament in Edinburgh 1999 mehr Souveränität eingeräumt wurde. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die Zahl der Befürworter um neun Prozent gefallen! Sie hat übrigens zu keinem Zeitpunkt in diesen 13 Jahren mehr als ein gutes Drittel betragen. Hingegen bewegt sich die Kurve derer, die ein eigenes schottisches Parlament innerhalb des UK wollen stabil um die 60 Prozent.

Die Schotten wollen derzeit mehr Kompetenzen in finanziellen, sozialen und steuerlichen Fragen, stellen aber insgesamt mit deutlich mehr als einer Zweidrittel-Mehrheit die Union mit England nicht in Frage.

Salmond hatte zuletzt Falschinformationen einräumen müssen, hinsichtlich des automatischen Verbleibens eines unabhängigen Schottlands in der EU und der Möglichkeit, weiterhin das britische Pfund als Zahlungsmittel verwenden zu können. Ebenso ungeklärt ist der weitere Verbleib des Heimathafens der britischen Atom-U-Boote im schottischen Faslane.

Das schottische Unabhängigkeitsreferendum vom UK und das UK-Referendum über den EU-Verbleib sind übrigens schicksalshaft miteinander verknüpft:

Zuerst findet im Herbst des kommenden Jahres 2014 das schottische Referendum statt. Sollten sich die Schotten für eine Unabhängigkeit von England aussprechen, dann würde Alex Salmond ihnen jegliche Abstimmung beim darauf folgenden UK- Referendum (vermutlich 2017) über den EU-Verbleib oder einen neuen EU-Vertrag des UK verbieten, bevor Schottland als ein unabhängiger Staat in die EU eingetreten ist.

Nur wenn die Schotten sich gegen ihre Unabhängigkeit und für das UK in Europa entscheiden, dürfen sie später beim UK-Referendum über die EU abstimmen. Dann könnte aber der Fall eintreten, dass sie beim EU-Referendum 2017 aus der EU austreten müssten, falls sich die Mehrheit im UK für den Austritt entscheidet!

Also: Sie entscheiden sich zuerst für England, weil sie in der EU bleiben wollen und deshalb müssen sie dann später austreten, weil eine UK-Mehrheit raus will, total verrückte Welt!

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2267501/Poll-shock-Alex-Salmond-support-Scotland-leaving-UK-slumps-just-23-cent.html?ito=feeds-newsxml

http://www.elperiodico.com/es/noticias/internacional/apoyo-independencia-escocia-pierde-fuelle-2301473

http://www.independent.co.uk/news/uk/politics/fundamentally-confused-alex-salmond-slams-david-camerons-eu-speech-8463362.html


Log Alex Salmond die Schotten ins Unabhängigkeits-Referendum?

25. Oktober 2012

Alex Salmond bläst zur Zeit der Wind kräftig ins Gesicht! Nur eine Woche nachdem er mit dem britischen Premier David Cameron den Vertrag über die Abhaltung des Referendums zur Frage der Schottischen Unabhängigkeit schloss, springen ihm Parteimitglieder ab und er steht öffentlich als Lügner da.

Die Scottish National Party, SNP hatte dreissig Jahre lang die Position vertreten, dass Schottland aus der NATO austreten solle. Diese Position hat Salmond auf einer Konferenz der SNP am vergangenen Wochenende aufgegeben und lediglich auf dem Abzug der britischen mit Atomwaffen bestückten U-Boote aus dem Clyde bestanden.

Deshalb traten am Dienstag zwei verärgerte Mitglieder des Schottischen Parlamentes, Jean Urquhart and John Finnie, aus der SNP aus! Dadurch schrumpfte Salmonds Mehrheit im Parlament auf nur zwei Sitze zusammen.

Doch dies war erst der Auftakt: Die Opposition überführte ihn später am Dienstag im Parlament der Lüge bezüglich des Status und der Chancen, die ein unabhängiges Schottland in der EU habe!

Salmond hatte in einem BBC-Interview im Frühjahr gesagt, dies sei von Schottischen Juristen geprüft worden:

http://youtu.be/p1pt-zOnU9c

Jetzt kam in der Befragung heraus, dass dieser juristische Rat erst in der vergangenen Woche gesucht worden war! Salmond hatte diese existenzielle Frage für Schottland sozusagen im Blindflug, basierend auf Hoffnungen, Spekulationen und Lügen durchgeführt!

Entgegen Salmonds Beteuerungen spricht viel dafür, dass ein unabhängiges Schottland die EU zunächst verlassen und den vollen Aufnahmenprozess mit allen 35 Kapiteln durchlaufen müsste. Vermutlich müsste es auch den Euro einführen und dem Schengener Abkommen beitreten. Dies wäre ein vollkommen anderer Zustand als der von Salmond öffentlich beschriebene!

Alex Salmond hatte den Schotten erzählt, Schottland könne als in Nachfolger des UK in der EU bleiben, sowie das Britische Pfund und die Queen beibehalten!

http://www.guardian.co.uk/politics/2012/oct/23/alex-salmond-eu-legal-advice-scotland?INTCMP=SRCH