Madrid: Adelson legt Machbarkeitsstudie über EuroVegas vor!

25. Juli 2013

Nachdem es Anfang Juli zu Gerüchten gekommen war, das in Alcorcón bei Madrid geplante 18 Milliarden-Spielhöllen- und Raucher-Projekt befände sich in Schwierigkeiten, hat der US-Investor heute mit dreimonatiger Verspätung eine zweibändige Studie zur Machbarkeit, dem wirtschaftlichen Effekt und der vermuteten Schaffung von Arbeitsplätzen vorgelegt.

Adelson fordert Begünstigungen und Subventionen, damit das Projekt realisiert werden könne. Mit anderen Worten: Er hat den Köder ausgeworfen, um den sich die Regierungen der Comunidad de Madrid, Spaniens und Europas wie hungrige Barsche streiten sollen. Jetzt müssen die Regierungen der Comunidad de Madrid, Spaniens und der EU schnellstens ihre Gesetze ändern und Adelsons Wünschen anpassen!

Wenn der Investor dann noch mit billigsten EU-Krediten versorgt wird, dann stünde theoretisch einem Beginn der Arbeiten zum Ende diesen Jahres nichts im Wege.

Adelson will mit 2,68 Milliarden Euro etwa 15% der immer in den Raum gestellten Gesamtinvestitionssumme von 18 Milliarden Euro flüssig haben. Um die restlichen 85% finanzieren zu dürfen prügeln sich angeblich „viele Banken“! Das Projekt ist jetzt in drei Phasen gegliedert und soll ganze 21(!) Jahre bis zur vollständigen Realisierung dauern!  Die Investitionssumme soll also zunächst durch ersparte Steuern und Löhne selbst erwirtschaftet werden. Ähnlich phantastisch sind die Zahlen der zu erwartenden „Neuen Arbeitsplätze“ von über 200.000 Stellen…


EuroVegas und das erste Gebot: Du sollst niemals in Vorleistung gehen!

8. März 2013

Die Eigentümer der 750 Hektar Brachland „La Venta de la Rubia“ bei Alcorcón, südwestlich von Madrid hat die Gier und die Angst gepackt. Die Gier ihr Land zum Höchstpreis an den „superreichen Onkel Adelson aus Amerika“ zu verkaufen und die Angst vorher von der Comunidad de Madrid enteignet zu werden.

Sheldon Adelson kann kein Interesse daran haben, langwierig mit Hinz und Kunz über Phantasiepreise zu verhandeln. Die Comunidad de Madrid ist sein gefügiger Verhandlungs- und Geschäftspartner. Wahrscheinlich gibt es über das procedere des Landkaufes bereits konkrete Absprachen?

Die Eigentümer könnten sich einen Preis von 60 Euro pro Quadratmeter vorstellen. Das würde für Adelson 450 Millionen Euro bedeuten. Wenn die Comunidad de Madrid hingegen die Eigentümer enteignet, sind Entschädigungen von 30 Euro pro Quadratmeter im Gespräch. Irgend jemand, vermutlich Adelson, könnte so die ersten 225 Millionen Euro gespart haben, noch bevor der erste Spatentich getan ist! Wenn Adelson einen höheren Preis als die Entschädigung an die Eigentümer bezahlt, dann könnten sich hier die ersten eine goldene Nase verdienen? Das sind die Momente wo Politik, Spekulanten und Big Business zusammen treffen, an denen die Korruption entsteht, unter der ganz Spanien leidet!

Natürlich wurde hier im Vorfeld spekuliert und es sollen spekulierende Käufer vor der Entscheidung für Alcorcón bis zu 240 Euro pro Quadratmeter bezahlt haben. Hier wird es also zwangsläufig Verlierer geben!

Las Vegas Sands, Adelsons Firma, kündigte den Landkauf als letzten Schritt der ersten Phase an und will dazu sowieso nur höchstens ein Drittel eigenes Geld bei steuern. Das bedeutet, Adelson nimmt höchstens zwei Milliarden eigenes Geld in die Hand. Den Rest sollen spanische Banken finanzieren! Diese halten sich noch vornehm zurück, zumindest offiziell, denn sie haben gerade eine geplatzte Immobilienblase zu verantworten unter der das Land seit Jahren leidet. Bald wird diese Erinnerung Schnee von Gestern sein…

Diese Banken sind gerade mit 40 Milliarden EU-Geldern zum Minimalzins gerettet worden. An dieses international konkurrenzlos günstige Geld kommt der Spielhöllenmagnat sozusagen durch das Zwischenschalten geretteter spanischer Banken. So würden letztlich auch EU-Gelder in Adelsons EuroVegas-Projekt fliessen!

Adelson will aber zunächst auch nur das Land für die erste Bauphase erwerben. Das lässt Raum für weitere Spekulation in den angrenzenden Ländereien in die sich bereits Spekulanten einkaufen, in der Erwartung, dass der Wert dieses Landes stark steigen wird, wenn die erste Bauphase abgeschlossen sein wird und die ersten Spielkasinos in der Einöde stehen.

Aber vielleicht ist Adelson ja auch einfach nur „klamm“, knapp bei Kasse? Seine Firma soll in 2012 bei 11,6 Milliarden Dollar Umsatz Schulden von 10 Milliarden angesammelt haben. Die Geschäfte in den USA, China und Singapur seien von der Krise beeinträchtigt. Jede weitere Beeinträchtigung könne Auswirkungen auf weitere geplante Investitionen haben…

Das erste Gebot dieser Deals lautet „Gehe niemals in Vorleistung!“ Wer wird wohl zuerst wackeln, zucken und umfallen, bei diesem Pokerspiel?

http://www.elconfidencial.com/espana/2013/03/06/adelson-aun-no-sabe-ldquoel-tamano-y-el-alcancerdquo-de-la-primera-fase-de-eurovegas-116290/

http://www.elconfidencial.com/espana/2013/03/08/los-propietarios-del-suelo-se-agrupan-para-intentar-sacar-450-millones-por-eurovegas–116432/


Letzte Runde: Adelson pokert mit Madrid und Barcelona um EuroVegas!

11. Mai 2012

Erneut will sich in der kommenden Woche eine Delegation katalanischer Politiker auf den Weg nach Las Vegas machen um den US-Casino-König Sheldon Adelson doch noch Catalunya als Standort für sein geplantes Zockerparadies schmackhaft zu machen.

Dies wird als letzter Versuch der Katalanen eingeschätzt, das monströse Casino-Projekt nach Barcelona zu holen, denn die Entscheidung für den Standort EuroVegas soll noch im Mai fallen.

Die Verzweiflung und/oder die Gier müssen sehr groß sein um sich auf ein solches Projekt einzulassen, das sich hauptsächlich aus steuerfreien Gewinnen und tarif- und rechtlosen Beschäftigten über einen Zeitraum von zehn Jahren selbst finanzieren soll.

Kriminalität, Prostitution, Geldwäsche und Mafia gibt es noch „gratis“ dazu! Aber ich fürchte, diese negativen Begleiterscheinungen werden keineswegs „gratis“ sein, sie werden die Spanier vielmehr teuer zu stehen kommen…

http://www.lavanguardia.com/politica/20120511/54292145009/el-govern-ultima-una-visita-decisiva-a-sheldon-adelson-para-atraer-eurovegas-a-catalunya.html

Sheldon Adelson, globaler Casino-König, möchte seinen Zockerhöhlen in den USA und China seit längerem einen Stützpunkt in Europa hinzufügen. Das geplante EuroVegas soll in Spanien entstehen.

Adelsons neoliberale Wirtschaftsansichten wurden hinreichend beschrieben. Sie würden in mehrfacher Hinsicht mit spanischem und europäischem Recht kollidieren, aber das hält die Comunidad de Madrid und die Autonomía Catalunya nicht davon ab, mit allen Mitteln um das skandalöse Großprojekt zu kämpfen.

Es scheint, dass Madrid deutlich die Nase vorn hat und die Entscheidung soll jetzt kurzfristig getroffen werden. So schwebte Adelson am vergangenen Sonntag, dem 6. Mai mit seiner Frau Miriam Ochsorn im Privat-Jet in Barajas ein um sich das in Frage kommende Gebiet Alcorcón, im Madrider Westen gelegen, persönlich vor Ort anzusehen.

Dieses verkehrstechnisch gut erschlossene Gebiet, das ungefähr von den Straßen M-501, M-506, A-5, M-40 und M-50 begrenzt wird, liegt etwa zwanzig Minuten vom Flughafen Barajas und dem Stadtzentrum Madrids entfernt. Er wurde dabei von den Madrider Politikern Percival Manglano, Pablo Cavero, David Pérez und Jesús Sainz begleitet. Nach einem Treffen mit Madrider Unternehmern flogen die Adelsons in die Staaten zurück.

http://www.lavanguardia.com/economia/20120506/54290134596/adelson-terrenos-alcorcon-eurovegas.html

____________________
(almabus blog berichtete über die Entwicklung dieses Zockerprojektes!)

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/04/12/madrid/1334184015_725015.html

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/04/11/madrid/1334161769_194372.html

http://economia.elpais.com/economia/2012/04/07/actualidad/1333822781_311435.html

https://almabu.wordpress.com/2012/04/01/eurovegas-katalanen-betteln-in-las-vegas-um-sheldon-adelsons-spielholle/

https://almabu.wordpress.com/2012/03/06/katalanische-regierung-verhandelt-uber-3-casino-projekte/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/22/will-obamas-groster-feind-eine-spielholle-ein-puff-aus-katalonien-machen/

https://almabu.wordpress.com/2011/11/05/katalonien-ein-einziger-riesiger-freizeitpark