Spanien: Rajoy und seine PP kurbeln die Wirtschaft an!

12. Juni 2014

Die Krise in Spanien wird jetzt geradezu „schlagartig“ überwunden. Denn Premierminister Mariano Rajoy Brey hat den vollen Durchblick und seine PP sind die geborene Winner-Partei. Notfalls muss man da halt ein wenig mit Zahlenkosmetik nachhelfen…

Auch Brüssel liebt die steigenden Kurven und hat deshalb verfügt, dass in die Errechnung des Brutto-Inland-Produktes BIP (auf spanisch PIB = Producto Interior Brutto) künftig auch die (geschätzten!) Einnahmen aus illegalen Tätigkeiten wie Drogenhandel, Prostitution, Schmuggel und die „gute, alte Schwarzarbeit“ hinzu gerechnet werden sollen.

In Geld bedeutet das bis zu 45 Milliarden Euro und in Prozent wären das etwa 4,5%. Das wäre in der Tat ein kleines, spanisches Wirtschaftswunder, das es zu bestaunen gäbe…


Ölpest im Golf von Mexico: BP gesteht 14 Verbrechen und zahlt 4,6 Milliarden Dollar!

15. November 2012

Zwei Jahre nach der verheerenden Ölpest im Golf von Mexico ist zwischen BP und der US-Regierung anscheinend eine finanzielle Vereinbarung zur Schadensregulierung in naher Sicht.

Der NEW YORK TIMES zufolge zahlt BP über die nächsten fünf Jahre insgesamt 4 Milliarden Dollar Strafe an die US-Regierung, von denen das Meiste an Umwelt-Organisationen ginge. Das Unternehmen erklärt sich in insgesamt 14 Punkten schuldig, u.a. für den Tod von 11 Menschen auf der Bohrplattform Deepwater Horizon. In diesem Zusammenhang müssen sich zwei BP-Angestellte vor Gericht verantworten.

Der US-Generalstaatsanwalt Eric H. Holder, wird dazu heute Nachmittag Ortszeit in New Orleans eine Pressekonferenz abhalten.

Diese Regelung würde aber nur die kriminellen, strafrechtlich relevanten Anklagepunkte abdecken. Eine ganze Reihe weiterer Klagen stehen an, darunter Zivilklagen und Klagen wegen Umweltschäden.

Die möglicherweise „teuerste“ Strafe,  wegen Verstosses gegen den „Clean Water Act“, ist ebenfalls durch die geplante Übereinkunft mit der US-Regierung nicht abgedeckt. Hier sind Strafen zwischen 1.100 und 4.300 Dollar pro Barrel Öl vorgesehen. Das alleine könnte Strafen von bis zu 21 Milliarden Dollar bedeuten!

Seit März laufen Verhandlungen zu außergerichtlichen Übereinkünften mit der betroffenen Fischereiindustrie und wegen gesundheitlicher Probleme von Anwohnern. Für diese rechnet BP mit einer zusätzlichen Belastung von ca. 7,8 Milliarden Dollar.

Trotz dieser enormen Summen scheint BP bemüht, dieses Thema endgültig zu schließen, da der Firmenwert und das Ansehen des Unternehmens beeinträchtigt seien.

BP hat Teile des Unternehmens veräussert um Rücklagen für die Entschädigungen und Strafen zu schaffen und macht seit dem dritten Quartal wieder Gewinne.

Der reale Schaden an Flora und Fauna im Golf, besonders evtl. Spätfolgen, kann durch diese finanziellen Regelungen natürlich nicht behoben werden…

 

NACHTRAG, AKTUALISIERUNG: 16.11.2012
Erneut ist eine Ölbohrplattform im Golf von Mexico explodiert, in Brand geraten und mittlerweile gesunken. Es gab Tote und Verletzte und durch die Anwesenheit eines Versorgungsschiffes auch viele, die sich glücklich an Bord retten konnten. Diese Plattform soll im Flachwasser gestanden haben und nicht von den Vorschriften, die nach dem PB-Desaster erlassen worden waren, betroffen gewesen sein! Siehe Kommentare!