Französische Medien weigern sich unter Berufung auf das Gesetz von 1881 über Pressefreiheit ihre Reporter für Berichte über Demos zuvor beim Polizeipräfekten zu akkreditieren!

21. November 2020


Mein Französisch ist leider nicht gut genug um so eine detaillierte Erklärung exakt zu übersetzen, deshalb folgt der Originaltext und vorab eine provisorische, „freie Zusammenfassung von mir“:
Die Redaktionen sind beunruhigt über die geplante Gesetzesänderung durch das Gesetz über die globale Sicherheit und sehen damit die seit 1881 geltende Pressefreiheit als eines der traditionellen Grundrechte künftig eingeschränkt, begrenzt, kontrolliert und genehmigungspflichtig. Die Journalisten lehnen daher diese geplanten Änderungen ab, die einer freien Berufsausübung im öffentlichen Raum im Wege stehen. Sie berufen sich dabei ausdrücklich auf das Gesetz über die Pressefreiheit von 1881.

Responsables de rédaction, nous nous inquiétons de la volonté du ministre de l’Intérieur, Gérald Darmanin, de porter atteinte à la liberté de la presse dans le cadre des manifestations.

La volonté exprimée d’assurer la protection des journalistes revient à encadrer et contrôler leur travail. Ce dispositif s’inscrit dans un contexte particulièrement inquiétant avec la proposition de loi sur la sécurité globale qui prévoit la restriction de la diffusion des images de policiers et de gendarmes.

Les journalistes n’ont pas à se rapprocher de la préfecture de police pour couvrir une manifestation. Il n’y a pas d’accréditation à avoir pour exercer librement notre métier sur la voie publique.

Nous refuserons, pour cette raison, d’accréditer nos journalistes pour couvrir les manifestations.

Nous réaffirmons notre attachement à la loi de 1881 sur la liberté de la presse et serons vigilants pour qu’elle soit préservée.


Les signataires : AFP, BFM TV, « le Canard enchaîné », « Challenges », « Charlie hebdo », « Centre Presse », CNews, « Courrier international », les rédactions du Groupe Centre France, les rédactions du Groupe Ebra, les rédactions de France Télévisions, le HuffPost, « la Croix », « la Croix hebdo », « la Nouvelle République du Centre-Ouest, « la Provence », « la Vie », LCI, « les Echos », « l’Express », « le Figaro », « le Figaro Magazine », « le Journal de la Haute-Marne », « le Point », « le Monde », « le JDD », « Paris Match », « le Parisien-Aujourd’hui en France », « Libération », « l’Obs », M6, « Marianne », Mediapart, « Télérama », « Challenges », les rédactions des antennes de Radio France, RMC, RTL, TF1, Europe 1.
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https://www.leparisien.fr/politique/nous-n-accrediterons-pas-nos-journalistes-pour-couvrir-les-manifestations-20-11-2020-8409493.php?xtor=EREC-1481423472&utm_medium=email&utm_source=internal&utm_campaign=newsletter_politique&_ope=eyJndWlkIjoiMTVjN2FlNDcyYzk2OTVkMTNhMjU2ZWU5ZGM1MDEzMmEifQ%3D%3D


Ist das die neue Pressefreiheit? TV-Journalist bei Demo ca. 16 Stunden grundlos arrestiert!

20. November 2020

Während am Dienstag in der Nationalversammlung über den neuen Gesetzesantrag zur „globalen Sicherheit“ heiss diskutiert wurde, fand draussen eine Demo zum Thema Gefährdung der Pressefreiheit durch den Artikel 24 des geplanten neuen Gesetzes über „globale Sicherheit“ statt, welche die Demonstranten gefährdet sahen. Zu Recht, wie sich schnell herausstellen sollte!

Ein regional zuständiger TV-Journalist von France 3 Paris Île-de-France filmte mit seinem Telefon in der rechten und seinem Presseausweis in der linken Hand die Festnahme von 7 Demonstranten. Der äussere Ring der Polizei ließ ihn problemlos und ohne Kommentare durch. Doch dann, am Ort des Geschehens, wurde er von einem genervten Polizisten so ca. um 21 Uhr festgenommen und zu einer Gruppe von Verhafteten hinzugefügt.
Es gab 28 Verhaftete, fünf Kommissariate und ein erhebliches Durcheinander. Am Mittwoch um 01:15 Uhr wurde er dann nach gut 4 Stunden des Wartens im Kommissariat von Batignolles, im XVII Bezirk, offiziell arrestiert und in eine Zelle gesteckt, ohne daß ihm konkrete Dinge vorgeworfen wurden, aus der er dann am Mittwoch, den 18. November um 13:30 Uhr, also nach ca. 16 Stunden wieder freigelassen wurde!

Kommentar s/eines Anwaltes:
Es ist sehr lange her, daß ein Journalist einer großen TV-Kette unter solchen Bedingungen festgenommen wurde!

Gibt es eine Erklärung für diesen Vorfall?
Die Polizei sagte, sie hätte die Demonstration für aufgelöst erklärt und der Journalist sei der Aufforderung zu gehen nicht nachgekommen. Diese Auflösung der Demo geschah aber anscheinend lange bevor der Journalist an den Ort des Geschehens kam. Er wusste dies also nicht und die äusseren Ringe der Polizei ließen ihn problemlos und vor allem kommentarlos passieren.

Die Direktion von FRANCE 3 PARIS ILE DE FRANCE verurteilte die übertriebene und parteiische Festnahme eines Journalisten, der seiner Arbeit nachging, auf das Heftigste und unterstützt den Kollegen mit aller Kraft.

Fabrice Goll, Directeur régional de France 3 Paris Île-de-France a informé de son côté que „la Direction de France 3 Paris Île-de-France condamne avec la plus grande fermeté cette arrestation abusive et arbitraire d’un journaliste dans l’exercice de son travail et apporte bien sûr son total soutien à notre confrère“. 

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https://france3-regions.francetvinfo.fr/paris-ile-de-france/paris/journaliste-france-3-paris-ile-france-interpelle-hier-soir-1896138.html


Frankreich: CFCM akzeptiert Macrons Forderung nach einem Imam-Rat mit republikanischen Werten!

19. November 2020

Der Französische Präsident Emmanuel Macron hat auch von den verschiedenen Vereinigungen, die den CFCM (Conseil français du culte musulman) bilden die Erstellung einer Charta Republikanischer Werte verlangt, an die sie sich künftig halten sollen!

Die Führung des CFCM hat dieser Forderung entsprochen, die Bildung eines Nationalen Rates des Islams zugesagt und dessen große Linien Gestern dem Präsidenten präsentiert, wie der Elysée-Palast mitteilte.

Das geschah in Folge der Forderungen des Präsidenten an den CFCM vom 2. Oktober, bei seinem Diskurs über den Islamistischen Separatismus, nach den Attentaten und Morden an Samuel Paty und Nizza.

Der CFCM muss in den nächsten 6 Monaten ein Konzept zur Bildung neuer Imame vorlegen. Entsprechend ihre künftigen Rolle werden sie unterschiedliche Anforderungen an Französischen Sprachkenntnissen, Abschlüssen und Diplomen bis hin zu Universitätsabschlüssen erfüllen müssen. Die aktuellen Imame werden sich ebenfalls in dieses neue System einfügen müssen. Ein Gesetzesantrag darüber soll bis zum 9. Dezember 2020 dem Ministerrat vorgelegt werden.

Weiter verlangt der Präsident vom CFCM, binnen 15 Tagen ab Heute, zusammen mit dem Innenministerium, eine Charta Republikanischer Werte zu erstellen. Dieser Text habe die Anerkennung dieser Republikanischen Werte durch den CFCM und die Präzisierung, daß der Islam in Frankreich eine Religion und keine Politik sei, zu enthalten.

Darüber hinaus müsse der Einfluss oder die Einmischung fremder Staaten in die islamische Religion in Frankreich unterbunden werden.
Der Präsident erwarte weiter, daß in den nächsten vier Jahren die Präsenz „fremder, entsandter Imame“ aus der Türkei, aus Marokko und Algerien in Frankreich beendet werde.

In Anwesenheit von 8 der 9 Verbandvertreter, die den CFCM bilden (der Fehlende war aus persönlichen Gründen entschuldigt) beschuldigte Präsident Macron drei von ihnen, darunter Milli Görüs und Musulmans de France, KEINE republikanische Vision zu vertreten und entweder ihren unklaren Kurs zu beenden oder die Konsequenzen zu tragen, falls sie ihre Unterschrift unter die geplante Charta verweigerten!

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https://www.francetvinfo.fr/societe/religion/islam-le-cfcm-accepte-la-creation-d-un-conseil-national-des-imams-demande-par-emmanuel-macron_4187273.html#xtor=EPR-2-%5Bnewsletterquotidienne%5D-20201119-%5Blestitres-colgauche/titre2%5D


Noch ein Anti-Separatisten-Gesetz in Frankreich.

18. November 2020

Elle s’appelle désormais loi confortant les principes républicains. Mercredi 18 novembre, France Télévisions a pu consulter la nouvelle version du projet de loi contre le séparatisme et certaines de ses nouvelles mesures. D’abord, la lutte contre la haine en ligne. Diffuser par exemple le nom et l’adresse de quelqu’un à son insu sur les réseaux sociaux sera bientôt un délit. C’est ce qui était arrivé à Samuel Paty, dont le nom et l’adresse du collège avaient été diffusés sur Facebook. Ce nouveau délit de mise en danger de la vie d’autrui par diffusion d’informations sera passible de trois ans d’emprisonnement et de 45 000 euros d’amende.

Noch ein neues Gesetz soll mit erheblicher Verspätung am 9. Dezember in Frankreich dem Ministerrat vorgelegt werden. Es sei dem Kampf gegen den Islamismus und den Separatismen gewidmet.

Unter Anderem wird mit bis zu drei Jahren Gefängnis und zusätzlicher erheblicher Geldstrafe von 45.000€ belegt, wer Andere identifiziert und lokalisiert um sie dem Hass Andersdenkender, bzw. -gläubiger auszusetzen. Das entsprechende Beispiel: Samuel Paty!

Von Korsischem, Baskischen oder Katalanischem Separatismus war nicht explizit die Rede.

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https://www.20minutes.fr/politique/2911019-20201118-projet-loi-separatismes-contient-texte-doit-etre-presente-9-decembre


Gesetzesantrag über „Gt*“ wird in Französischer Nationalversammlung debattiert.

18. November 2020

Seit Gestern, Dienstag dem 17. November, wird der komplexe Gesetzesvorschlag* in allen Aspekten diskutiert.
Er wurde von der Mehrheitspartei LREM und deren Partner AGIR eingebracht und sieht zahlreiche Änderungen des „status quo“ vor.
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(Der Gesetzesvorschlag Gt* trägt den Namen „Globale Sicherheit“. Da WORDPRESS mir diesen Namen nicht gestattet sondern automatisch zensiert, habe ich nur den ersten und letzten Buchstaben verwendet, was dann einwandfrei ging…)
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So würde nach Artikel 24 die Pressefreiheit erstmals seit 1881 eingeschränkt: Wer künftig das Gesicht oder jegliches andere Element der Identifizierung eines Polizisten oder Gendarmen veröffentlicht, der würde mit diesem Gesetz zu einem Jahr Gefängnis und 45.000 € Geldstrafe verurteilt, weil er dessen physische oder psychische Integrität gefährdet!

Im Moment ist auf Grundlage einer Verordnung von 2008 das Gegenteil der Fall: Die Polizei darf sich nicht gegen ihr Filmen und deren Veröffentlichung in der Öffentlichkeit stellen. Damit wurden praktisch alle polizeilichen Übergriffe, sprich Polizeigewalt, veröffentlicht. Damit wäre dann Schluß. Öffentliche Bilder von Polizeigewalt hatten den Gelbwesten-Protesten zu Beginn zusätzlichen Auftrieb gegeben.

Nun beeilte sich Innenminister Gérald Darmanin zu versichern, daß man die Polizei natürlich jederzeit filmen dürfe, nur die Filme veröffentlichen dürfen man nicht, AUSSER man liefere sie an Verwaltungs- und Justizbehörden zur Untersuchung von Übergriffen Seitens der Uniformierten. Gelangen die Bilder dann aber trotzdem in Medien und Öffentlichkeit ist der Kameramann dran, geht in den Knast und muß obendrein noch blechen…

Es soll erstmals eine städtische Polizei in Paris geben, zusätzlich zu nationalen Polizei und Gendarmerie.

Artikel 22 listet die zahlreichen Möglichkeiten von Luftaufnahmen auf, die es künftig geben darf und soll, erstellt mit Flugzeugen, Helicoptern und Drohnen. Aber, ganz ruhig, die gefilmten Menschen seien von den Aufnahmen zu unterrichten, es sei denn, dies stünde im Widerspruch zum eigentlichen Zweck, oder Ziel der Aufnahmen???

Bodycams, möglichst an der Brust eines jeden Polizisten, sollen natürlich auch unbedingt erlaubt sein, damit ein jeder, der mit der Polizei interagiere, sicher sein kann, daß er dabei gefilmt würde. Der filmende Polizist darf sie zwar selbst nicht unmittelbar benutzen, aber dafür in Echtzeit weiterleiten an übergeordnete Behörden zur Identifikation, z.B. von Flüchtenden.

Dann beschäftigt man sich mit der öffentlichen Sicherheit bei sportlichen Großereignissen wie der Rugby-WM 2023 und der Olympiade PARIS 2024.

Wer ist nun GEGEN diese geplanten Maßnahmen und WARUM?
Da sind die Journalistengewerkschaften, -organisationen und-verbände, aber auch die Liga der Menschenrechte, 40 Organisationen, 800 Filmende haben am 11. November in der LIBÉRATION protestiert. Auch Reporter ohne Grenzen (RSF) und Amnesty International (AI) äusserten ihre Sorgen.
Gestern, zu Beginn der parlamentarischen Debatte, wurde in Paris auf der Straße gegen die Pläne demonstriert:
„Künftig könne jeder filmende Journalist sofort von der Polizei vom Ort des Geschehens entfernt und arrestiert werden, sein Material gesichtet und er vor ein Tribunal geschleppt, das seine Bilder (und Absichten?) bewerte!“

Im Parlament gab es im Links/Rechts-Schema die zu erwartende Differenzierung:

LFI (ganz Links) : Hier wird die legale Basis künftiger Regierungspropaganda geschaffen!
PS (Links) Es gibt Rote Linien, die nicht überschritten werden dürften. Selbst Nicolas Sarkozy ist nie so weit gegangen!
EELV (Grüne) Verlangte den Text zurückzuweisen!
LREM (Macron-Partei) Es ginge hier nur darum, DIE zu schützen, die UNS schützten!
Die Republikaner (Rechte) und die Nationale Sammlungsbewegung (RN) (Ultra-Rechte) der Marine Le Pen könnten zu Macrons Verbündeten werden?
(Würde es jetzt hier zu einer solchen Koalition kommen, dann hätte Macron bei der Präsidentenwahl in eineinhalb Jahren wohl arge Probleme sich von seiner vermutlich härtesten Gegnerin Le Pen zu differenzieren?)

Dieser Gesetzesentwurf wird noch bis Freitag in der Nationalversammlung diskutiert. 1.300 (!) Änderungsvorschläge seien aus allen politischen Gruppen und Parteien dazu eingegangen.

Aber es muss ganz schnell gehen: So wird es in der Nationalversammlung und im Senat nur jeweils EINE Lesung der geplanten Gesetzes geben…



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https://www.francetvinfo.fr/politique/proposition-de-loi-sur-la-securite-globale/securite-globale-l-article-a-lire-pour-comprendre-la-proposition-de-loi_4183579.html#xtor=EPR-51-%5Bsecurite-globale-l-article-a-lire-pour-comprendre-cette-proposition-de-loi-controversee-actuellement-en-debat-a-l-assemblee_4183579%5D-20201118-%5Bbouton%5D

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Frankreich


Emmanuel Macron gegen US-/UK-Medien.

18. November 2020

„…So President Emmanuel Macron of France called me on Thursday afternoon from his gilded office in the Élysée Palace to drive home a complaint…“

Dass der französische Präsident medial als Einzelkämpfer agiert und wenig von den Institutionen „seines“ Staates Frankreich gebrauch macht, hat auch schon sein Vorgänger Francois Hollande öffentlich geäussert. Mir fiel es erstmals auf, als Emmanuel Macron sich persönlich vor den Kameras zu den Beleidigungen und Provokationen durch den Mörder des Lehrers Samuel Paty äusserte und den Mörder dadurch aufwertete, ihn überhöhte frei nach dem Motto „um mit dem französischen Präsidenten ins Gespräch zu kommen, muss man nur irgend jemand den Kopf absäbeln“!

Die US-/UK-Medien sehen die aktuelle Situation in Frankreich anscheinend ebenfalls kritisch und deren Leser(!) Emmanuel Macron greift dann schon mal zum Hörer um denen seine Meinung zu sagen…

Da Englisch in Deutschland die erste Fremdsprache ist, erspare ich mir hier die Übersetzung des verlinkten Textes…

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https://www.nytimes.com/2020/11/15/business/media/macron-france-terrorism-american-islam.html
https://www.leparisien.fr/politique/laicite-macron-reproche-aux-medias-anglo-saxons-de-legitimer-les-violences-contre-la-france-16-11-2020-8408580.php


Wie Ungarn und Polen die EU und damit auch Deutschland melken…

17. November 2020

Es ist eine „uralte Geschichte“, denn schon vor über acht Jahren schrieb die Wirtschaftswoche in einem Artikel von der ungarisch/polnischen Erpressung der EU und deren Nettozahlern.

Das Thema – schon damals keine Überraschung – ist leider immer noch aktuell, nur der deutsche Zahlungsanteil dürfte nach dem Entfall des EU-Beitrages des UK noch einmal deutlich anwachsen?

Wie also geht/kann/sollte die EU mit diesen „staatlichen Wegelagerern“ umgehen?

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38139/umfrage/nettozahler-und-nettoempfaengerlaender-in-der-eu/ (aktuell, d.h. bis 2019)

https://www.wiwo.de/politik/europa/eu-haushalt-die-groessten-nettoempfaenger-der-eu/7179484.html#7 (Achtung: 8 Jahre alt!)


Corona bekämpft Macron mit dem Verteidigungsrat!

12. November 2020

In Frankreich eine klare Regelung zur Pandemiebekämpfung. Präsident Emmanuel Macron nutzt ein am Heiligen Abend 2009 von seinem Vor-Vorgänger Nicolas Sarkozy erstmals in Kraft gesetztes Instrument, „den Verteidigungsrat“. Er hatte militärische Wurzeln, die dann auf plötzliche, daher unerwartete Ursachen aller Art ausgeweitet wurden. Nach und nach wurde er für immer mehr Themen genutzt. Offenbar war er ganz praktisch…

Er ist ein auf das absolute Minimum reduziertes Gremium aus Präsident und Fachministern, welches das restliche Kabinett und das Parlament „bequemerweise“ ausschließt.

https://lannuaire.service-public.fr/institutions-juridictions/institution_187240

2015 wurde er wegen des Charlie-Hebdo-Terroranschlages u.a. Ursachen 10x einberufen.

2016 waren dann schon 32 Anlässe „seiner würdig“.

2017 gab es gar 42 Gründe für „die kleine Runde“.
Ihr gehören „automatisch“ an der Präsident, der Premierminister, der Verteidigungsminister, der Aussen-, der Innen-, der Wirtschafts- und der Finanzminister, sowie die Minister deren Kompetenzgebiet gerade tangiert wird.

Ganz toll daran findet Macron bestimmt, daß alle Beteiligten der militärischen Geheimhaltung unterliegen. Klappe halten ist also angesagt…

Das Parlament wird nachträglich informiert. Parlamentarische Diskussionen finden nicht statt. Wird so nicht systematisch Demokratie ausgehebelt?

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https://www.francetvinfo.fr/sante/maladie/coronavirus/covid-19-comment-fonctionne-le-conseil-de-defense-et-de-securite-qui-se-reunit-a-nouveau-aujourd-hui_4177109.html


Saudi-Arabien: Verletzte bei Bombenanschlag auf alljährliche Gedenkfeier zum Ende des WW1 auf christlichem Friedhof in Dschidda!

11. November 2020

Genau 12 Tage nach einer Messer-Attacke auf einen Wachmann des Französischen Generalkonsulates in Dschidda (Djeddah), Saudi-Arabien, kam es erneut zu einem Terroranschlag. In Anwesenheit zahlreicher Konsule gab es eine Explosion die zahlreiche Verletzte unter den Anwesenden forderte, wie das Französische Außenministerium mitteilte ohne Näheres zu den Umständen und Opfern zu sagen.

ERGÄNZUNG 13:30 Uhr:
Es soll sich nicht um eine Bombe, sondern um eine Handgranate gehandelt haben. Vier Personen sollen verletzt worden sein, darunter Saudische Wachleute. Die Generalkonsule von Italien, Frankreich und Großbritannien, sowie die Verteidigungs-Attaches von Frankreich und Großbritannien waren vor Ort anwesend.
Das US-Konsulat hat in einem Kommunique zu größter Vorsicht aufgerufen!
Die Botschaft Frankreichs ist anscheinend abgetaucht und sagt keinen Pieps? Ein europäischer Diplomat sagte, daß man auf eine französische Reaktion warte…

Saudi-Arabien würde eigentlich in zehn Tagen am 21.-22. November in Riyad als Gastgeber eines G-20-Gipfel fungieren, der inzwischen aber in virtueller Form stattfinden wird, wegen der Chovid-19-Pandemie. Im Oktober hatten 45 US-Abgeordnete in einem Brief an den US-Außenminister Mike Pompeo zu einem Boykott dieses G-20-Gipfels aufgerufen, da Saudi-Arabien in puncto Menschenrechte nicht einmal Mindeststandars einhalte. Zuvor hatten bereits 65 Europa-Abgeordnete die EU zum Rückzug von diesem G-20 in Riyad aufgefordert aus den gleichen Gründen…




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https://www.lefigaro.fr/international/arabie-saoudite-attaque-contre-le-cimetiere-non-musulman-de-jeddah-20201111?utm_source=CRM&utm_medium=email&utm_campaign=%5B20201111_NL_ALERTESINFOS%5D&een=c07d50fdca8395233c78eff3b69d0b08&seen=6&m_i=xugH50g8ycXayj8vq5KmIAnPk1E_vw5DE8MWYjKRDj2B8NCHvK5w4tTuPVBCk4pqskid891ZIX_rzDZiWic5O4IMFX9z1vUXxL


Hat Putin Erdogan abgezockt?

11. November 2020

Der Jahrzehnte alte latente Konflikt zwischen Azerbaidjan und Armenien um das international weder als legitim noch gar als Staat anerkannte Gebiet Berg-Karabach auf azerischem Territorium ging am 27. September 2020 urplötzlich in einen heissen Krieg über, bei dem die Interessenparteien, wie in diesem Gebiet nicht unüblich, nicht auf den ersten Blick klar waren.

Russland verkaufte Waffen an beide Seiten. Israel verkaufte Waffen, z.B. Drohnen an Azerbaidjan, das zugleich ein wichtiger Energielieferant Israels und ein strategischer Partner in einem möglichen Konflikt zwischen Israel und dem Iran wäre (Flughäfen am Kaspischen Meer, welche die Reichweite der israelischen Air Force gewaltig erweitern würden!).
Dann war da die Türkei Erdogans, der mitten im türkischen Wirtschaftschaos seinen fiebrigen Großmachtsträumen nachhing und Azerbaidjan direkt militärisch und mit Hilfe aus Libyen importierter Söldner unterstützte.

Der militärische Erfolg Azerbaidjans war so klar, daß sich Putin am Ende gar beeilen musste um eine totale militärische Niederlage Armeniens im letzten Moment zu verhindern. Möglicherweise war es der versehentliche Abschuß eines russischen Helikopters über armenischem Territoriums durch Azerbaidjan, der genug Druck aufbaute um dessen Präsidenten Ilham Aliyev zur Unterschrift unter den Waffenstillstand zu nötigen, der letztlich die armenische Kapitulation, „den totalen Endsieg“ verhinderte?

In Moskau wurde nach Verhandlungen der Kriegsparteien (ohne die Türkei!) ein Waffenstillstand unterzeichnet, der für Armenien nahezu einer Kapitulation gleich kam, so klagte zumindest dessen Präsident Nikol Pashinyan:

Das Territorium Berg-Karabachs hatte sich zu Gunsten Azerbaidjans um etwa 30% oder 12.000 km2 verkleinert und dies in strategisch entscheidenden Gebieten.
Das in drei zeitlich fixierten Schritten zu übergebende Gebiet wird künftig durch Azerbaidjan verwaltet.
2.000 schwer bewaffnete russische „Schiedsrichter“ kontrollieren künftig die wichtigen Schnittstellen und Verbindungen zwischen Armenien und Berg-Karabach, aber auch zwischen der Türkei und Azerbaidjan für die nächsten 5 Jahre mit der Option auf Verlängerung.

Sollte dies wirklich so eintreffen, dann wäre Erdogan nach Armenien der zweite Verlierer dieses Konfliktes und sein Einsatz wäre umsonst gewesen!
Aber vielleicht gibt es für Erdogan ja auch einen „sehr gut versteckten Nutzen“ dieses Waffenstillstandes von Putins Gnaden? Dann wird er dies seinen Türken gewiss zeitnah mitteilen?

Der französische Präsident Emmanuel Macron hätte sich nach dem Libanon nun auch in Armenien bisher vergeblich bemüht…

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https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2020/11/turkey-russia-armenia-azerbaijan-nagorno-karabakh-deal.html