Wie Spaniens Wirtschaft auf Pedro Sánchez reagiert: IBEX 35 fiel um 2,29% oder 11,169 Milliarden €uro!

11. September 2018

Als „Sánchez-84“ am 31. Mai (Tag des Weltuntergangs!) gegen Rajoy per Misstrauensantrag putschte fiel der IBEX 35 in den folgenden 100 Tagen von 487,697 Milliarden auf 476,510 Milliarden €uro und wurde so zum schlechtesten europäischen Index des Jahres! Insgesamt ist der Wert des IBEX 35 in diesem Jahr um -7,7% gefallen, mehr als Frankfurt (-7,21%) und Mailand (-6,43%).
______
http://www.elmundo.es/economia/macroeconomia/2018/09/11/5b96be39e5fdea710c8b457d.html

https://www.abc.es/economia/abci-espana-entra-lleno-desaceleracion-economia-global-201809110255_noticia.html


61,1% der Spanier arbeiten unfreiwillig mit Zeitverträgen, sind statistisch „Unterbeschäftigte“!

9. Juni 2018

EUROSTAT sagt, daß nur in drei EU-Staaten dieser Prozentsatz „der zwangsweise Unterbeschäftigten“ höher sei als in Spanien und zwar in Griechenland (70,2%), Zypern (67,4%) und in Italien (62,5%)! Das ist die EU-Südschiene, OHNE Portugal. Dieser letzte Umstand wäre zu überprüfen?

Diese Jobs können automatisch als Armuts-Jobs bezeichnet werden, denn von der Bezahlung kann man schwerlich leben.

Dazu kommt jetzt auch noch ein Rückschlag der EU-Justiz, der ein Urteil kassierte, dass sie selbst vor eineinhalb Jahren fällten. Damals sprachen sie Teilzeit- und Vollzeitkräften die gleichen 20 Tage pro Jahr der Betriebszugehörigkeit als Abfindung zu, wenn ein Vertrag gekündigt wurde. Jetzt bekommen Teilzeitkräfte nur den ihrer Arbeitszeit entsprechenden Anteil als Abfindung. Wenn ein Unternehmen es also schafft Mitarbeiter vor ihrer Entlassung auf Teilzeit zu setzen, kann es damit zusätzlich die Abfindung halbieren, „echt toll!“

Es sollte unter „diesen Umständen“ nicht wirklich überraschen, wenn „dieser EU“ nicht mehr spontan „die Herzen zufliegen“?

______
https://elpais.com/economia/2018/06/08/actualidad/1528485440_524152.html

https://elpais.com/economia/2018/06/05/actualidad/1528186413_441313.html


Fast die Hälfte der arbeitenden Spanier bekommt weniger als 1.100 €uro Netto pro Monat!

9. Juni 2018

Diese Aussage stammt von der Gewerkschaft UGT und basiert auf Zahlen der Jahre 2015 und 2016. Aktuellere lägen angeblich noch nicht vor:

12,5% bekamen sogar weniger als den Mindestlohn von 9.172,80 €uro pro Jahr.

33,15% der Arbeitnehmer lagen in der Gruppe zwischen einem und zwei Mindestlöhnen, oder bis zu 18.345,60 €uro pro Jahr bei 14 Zahlungen.

Addiert man diese beiden Prozentsätze, dann bekommen 45,7% der Arbeitnehmer, etwa die Hälfte der 15,3 Millionen angestellten Beschäftigten in Spanien, im Durchschnitt etwas weniger als 1.100 €uro Netto pro Monat. Aber auch das ist letztlich theoretische Statistik-Scheisse, denn jeder Einzelne bekommt sein ganz konkretes Elendsgehalt und nicht einen, wie auch immer gearteten, Durchschnitt!

Die Gewerkschaft führte im Vorjahr die Kampagne „Ponte a mil!“ („Nimm’ tausend“, oder auch „geh‘ auf tausend“!) für ein allgemeines Brutto-Mindestgehalt von 1.000 €uro im Monat! Die oben genannte Hälfte hat etwa das doppelte Mindest-Brutto-Gehalt von 18.345,60 €uro, was Netto zu den besagten knapp 1.100 €uro bei 14 Zahlungen im Jahr führt.

Wer die Mieten, Lebenshaltungskosten und Preissteigerungsraten in Spaniens Ballungsräumen kennt, weiss daß mit 1.100 €uro keine großen Sprünge gemacht werden können, zudem es eine wachsende Zahl von befristeten Arbeitsverträgen gibt, die teilweise nur auf eine Woche begrenzt sind und folglich keinerlei Sicherheit und soziale Abfederung bieten.

Derzeit laufen zwischen den Gewerkschaften UGT und CCOO Verhandlungen für eine gemeinsame Vorgehensweise gegen die Arbeitnehmerorganisationen CEOE und CEPYME zur Umsetzung eines allgemeinen Mindestlohnes von 1.000 €uro Brutto im Monat. Aber diese gemeinsamen Tarifverträge der beiden größten Gewerkschaften beträfen nur Einen(!) von Drei Arbeitnehmern, nur ein Drittel(!), nur jeden Dritten(!), ein absolutes ARMUTSZEUGNIS für die spanischen Gewerkschaften.

Vor einem halben Jahr, im Dezember 2017 und damals noch in der Opposition, machte sich die PSOE des Pedro Sánchez für ein allgemeines Mindestgehalt von 1.000 €uro Brutto stark. Jetzt kann sie beweisen, wie ernst sie das damals meinte…

Wenn PP-Rajoy gebetsmühlenartig von seinem (rein statistischen!) Erfolg bei der Senkung der Arbeitslosenzahlen seit der Wirtschaftskrise von 2008 faselte, dann vergaß er stets zu erwähnen, daß diese Zahlen-Reduktion mit einer kollosalen Verschlechterung der Lage á la „weniger Gehalt und weniger Sicherheit, aber wenigstens nicht arbeitslos“ der arbeitenden Menschen einher ging!

______
https://www.20minutos.es/noticia/3363613/0/salario-minimo-smi-mil-euros-mes-convenio-mitad-trabajadores-mileuristas-sindicatos/


Spaniens Wirtschaft wächst, zu Lasten der Spanier, die weniger verdienen!

29. Mai 2018

Nach der Wirtschaftskrise von 2008 hat Mariano Rajoy Jahr für Jahr den stetig wachsenden Erfolg der Erholung der spanischen Wirtschaft durch seine PP-Regierung feiern lassen, wofür genau?

Wenn man sich alleine die Beschäftigtenzahlen herauspickt, dann hat die Arbeitslosigkeit tatsächlich abgenommen. Aber die Qualität der Arbeit bezüglich Sicherheit und Entlohnung ist gesunken.

Schauen wir also mal anders herum auf die Zahlen:

Das häufigste Gehalt, nicht zu verwechseln mit dem Durchschnittsgehalt, lag bei 16.498 €uro pro Jahr in 2015.

In 2016 hatte dieses häufigste Gehalt um einen €uro auf 16.497 €uro pro Jahr abgenommen! Noch genauer, es handelt sich um einen Monatslohn von 1.178 €uro der 14 Mal pro Jahr gezahlt werden sollte, was in der Summe die besagten 16.498 €uros ausmacht. Netto leben die meisten Spanier von etwa 933 €uro im Monat!

Zu Beginn der Wirtschaftskrise gab es einmal eine Aktivistengruppe der Mileuristas, der 1.000 €uro-Menschen,  die heftig dagegen protestierten „nur“ tausend €uro zu verdienen! Lang, lang ist’s her…

In Deutschland läge ein solches Einkommen etwa auf der Armutsgrenze!

Das sollte aber nicht überraschen, denn ein Teil der Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise lag darin, die Löhne und Gehälter zu senken um die Gewinne zu steigern. Hat geklappt, Rajoy hat erfolgreich „geschrödert“!

Die Lebenshaltungskosten  in Madrid oder Barcelona liegen aber deutlich über deutschem Niveau, besonders die Mieten.

Das Durchschnittsgehalt der Spanier liegt aber bei 23.156 €uro. Es ist um ein Fünftel Prozent (0,2%!) gestiegen, hurra!

Frauen scheinen weiterhin dazu verdammt zu sein 20-25% weniger als die Männer zu verdienen?

Das mittlere Gehalt, wie ich finde ein unzulässiger theoretischer Wert in dieser Darstellung, denn er vermittelt nicht die sich öffnende Schere der spanischen Löhne und Gehälter, also eine Art der statistischen Onanie, der sank auf 19.433 €uro pro Jahr.

Das Durchschnittsgehalt, also die Mitte beider Schneiden der sich öffnenden Schere, das stieg von 23.106 auf 23.156 €uro pro Jahr.

Auf einen einfachen, verständlichen  Nenner gebracht: Neueinstellungen erfolgen zu niedrigeren Gehältern und schlechteren Konditionen, hauptsächlich als befristete Zeitverträge. Beim qualifizierten Stammpersonal steigen die Löhne deutlich stärker als im Gesamtdurchschnitt. Daraus entsteht ein „geschöntes Durchschnittsbild“, das die Realität verzerrt. Man kann als Individuum konkret entweder gerade so / relativ gut / oder sehr gut von seinem Gehalt leben oder relativ schlecht / oder sehr schlecht.

Die Gewinne der Unternehmen sind seit der Krise um 36 Milliarden €uro gestiegen, weil man an Löhnen und Gehältern gekürzt hat.

Es bräuchte konstante Lohnsteigerungen von 3% pro Jahr bei den niedrigen Einkommen um auf das Verhältnis zwischen Löhnen und Gewinnen von 2007 zu kommen.

Die Bank von Spanien hat Gestern mit ihren Zahlen diesen Trend bestätigt:

12,5% der Spanier, jeder Achte, liegt unter dem Mindestlohn von 9.172 €uro pro Jahr. 72% aller Arbeitnehmer bekommen weniger als 2.000 €uro pro Monat (in 14 Zahlungen  = 28.000 €uro pro Jahr).

Das soziale Konfliktpotential in Spanien wächst also und kann und wird von Separatisten, Nationalisten und Demagogen genutzt für ihre jeweiligen Zwecke, ein Pulverfass!

______

https://www.20minutos.es/noticia/3353162/0/encuesta-estructura-salarial-2018-ine/


Rajoys Offenbarungseid: Spaniens Jugend stimmt mit den Füßen ab!

1. Mai 2018

Die Berufsaussichten für Spaniens Jugend sind nicht die Besten. Zuwenig und zu schlecht bezahlte, zeitlich befristete Jobs erwarten sie, von deren Entlohnung man in den Ballungsräumen der Großstädte weder Leben noch Sterben kann. Zukunftsplanung, Familie gar? Fehlanzeige! Immer mehr wohnen bei Mama und Papa oder gar den Großeltern um einigermaßen über die Runden zu kommen…

EUROSTAT hat in einer kürzlich veröffentlichten Erhebung festgestellt, daß von den arbeitslosen „Jugendlichen“ (bis zum Alter von 25 Jahren!) in der EU etwa die Häfte dazu bereit sei aus beruflichen Gründen in ein anderes Land zu emigrieren. In Spanien hingegen liegt diese Gruppe bei fast Zweidrittel der Befragten, nämlich exakt bei 64% und damit um 14% höher als im EU-Durchschnitt!

Was dies mittelfristig für die Alterspyramide in der spanischen Bevölkerung und damit für Steuereinnahmen, für die Familien- und Rentenplanung bedeutet, das kann man sich denken.

Die „Jugendarbeitslosigkeit“ der Gruppe der bis zu 25-jährigen liegt bei 36,37%, oder in absoluten Zahlen bei 515.200, über einer halben Million Arbeitsuchenden, Stand Ende März 2018.

Die Zahl der Beschäftigten in der Altersgruppe bis zu 30 Jahren hat sich seit Beginn der Wirtschaftskrise in 2008 von 4,9 Millionen auf 2,5 Millionen mehr als halbiert!

Immer mehr nutzen diese Lebensphase um sich im Ausland zu qualifizieren mit Sprachen, Schul- und Universitätsabschlüssen, für die sie sich mit Billiglöhner-Jobs verdingen, gerne im UK, den USA, wegen der internationalen Bedeutung der Englischen Sprache, aber auch in Lateinamerika, wo Spanier im Allgemeinen kein Sprachproblem haben. Seit 2008 sind etwa 425.000 jungen Spanier ins Ausland gegangen, weil sie glaubten in Spanien keine Zukunft zu haben!

Glaubhafte politische Alternativen sind nicht zu erkennen, deshalb wachsen die Scheinalternativen Populismus und Nationalismus und zwar überall im Land, nicht nur in Katalonien.

______

https://www.elperiodico.com/es/economia/20180430/los-jovenes-dispuestos-a-emigrar-crecen-pese-a-la-recuperacion-6790980


Rajoy, ein hinterhältiger Hinhälter?

1. Februar 2018

Die nun seit Jahren andauernde Katalonien-Krise überlagert unter Anderem die eher bescheidene Bilanz der Arbeits- und Sozialpolitik der konservativen PP-Regierung des Mariano Rajoy Brey. Da wird viel mit selektiv aufgehübschten Zahlen angegeben, die bei genauerer Betrachtung ein eher gegenteiliges Bild ergeben. Rekord-Rückgang der Arbeitslosigkeit? Ja, schon, aber mit immer kürzeren Zeitverträgen und im Verhältnis vor der Krise von 2009 um bis zu 30 % niedrigeren Löhnen, die immer seltener bis zum Monatsende reichen. Natürlich gibt auch keine gleichen Löhne für gleiche Arbeit, sondern für Frauen gibt es ganz erheblich weniger. Nur ein Beispiel von vielen…

Rajoy: „Da mischen wir uns nicht ein!“

LOS MORANCOS haben dieses Thema musikalisch eingängig umgesetzt, ein Skandal bleibt es trotzdem. Was Mariano Rajoy betrifft so glaube ich, daß er ohne das Katalonien- Dauerthema längst weg wäre, vom Fenster?


45,5 Millionen €uro! Süsser die Kassen nie klingeln?

20. Dezember 2017

Die französischen Sozialisten von der PS, seit der Abwahl von Mitterand und Valls in der Opposition, „verscheppern“ ihren traditionellen, geschichtsträchtigen Hauptsitz in der Rue Solferino im 7. Arrondissement von Paris Ende Februar an den Immobilien-Fond APSYS, der u.a.  über 30 Einkaufs- und Geschäftszentren in Europa betreibt. APSYS will aus den 3.000m2 der ehemaligen Sozialistenzentrale sein Hauptquartier machen. Im September muss die Hütte geräumt sein. Macht mich irgendwie traurig. Kann die SPD in Berlin ihr HQ nicht auch… frag‘ ja nur?

______

https://www.francetvinfo.fr/politique/ps/info-franceinfo-le-ps-vend-son-siege-rue-de-solferino-pour-45-5-millions-d-euros-au-promoteur-immobilier-apsys_2522875.html#xtor=EPR-51-%5Binfo-franceinfo-le-ps-vend-son-siege-rue-de-solferino-pour-45-5-millions-d-euros-au-promoteur-immobilier-apsys_2522893%5D-20171219-%5Bbouton%5D


EZB überprüft Geldabfluss in Katalonien zweimal täglich!

23. Oktober 2017

Nicht, daß es den Damen und Herren in Frankfurt am Main langweilig wäre, oh nein! Sie sorgen sich nur zunehmend um die Stabilität in Katalonien, noch-Spanien, noch-Europa.

Die EZB verlangt deshalb zweimal täglich einen finanziellen Status von allen Banken in Katalonien, ganz egal ob nun mit Hauptsitz in der rebellischen nordostspanischen Autonomie oder jüngst abgewandert in vermeintlich sichere Nachbargefilde. Denn eines muss allen Beteiligten klar sei: Auf Grund der Verflechtung Kataloniens mit Spanien wäre die Schieflage BEIDER Teile, also der abtrünnigen Separatisten und der verstümmelten Restspanier quasi garantiert. Alles andere ist getrost der Propaganda zuzurechnen

Die CAIXABANK mit einem Marktanteil von 24% in Katalonien, die SABADELL mit 22% Marktanteil und die BBVA mit 14% Marktanteil müssen um 12 Uhr und um 18 Uhr täglich einen finanziellen Status nach Frankfurt melden. Dazu werden die Banken parallel auch von der Spanischen Zentralbank überwacht, auf die Frankfurt sich aber  offenbar nicht so richtig verlassen mag?

Stand, Ende Juni 2017, hatte die CAIXABANK bei der EZB eine Bareinlage von knapp 12 Milliarden €uro und die SABADELL etwa 6,5 Milliarden €uro.

Obwohl verstärkt Bargeld abfließt, weil die Leute den Zeiten nicht trauen, scheint die Liquidität derzeit nicht gefährdet?

Im Ernstfall könnte CAIXABANK auf Aktiva im Wert von 65,6 Mia €uro zurück greifen, SABADELL auf 28,4 Mia €uro. Sie könnten also zusammen auf 94 Milliarden €uro bei der EZB zugreifen, kein Trinkgeld, gewiss!

Trotzdem sind Gestern zwei weitere Banken, die BANCO MEDIOLANUM (nach Valencia) und die ARQUIA BANCA (nach Madrid) mit ihren steuerlichen und juristischen Hauptsitzen aus der Rebellenautonomie abgewandert.

Oft melden sich die Bankkunden auch einfach bei außerhalb Kataloniens liegenden Filialen ihrer Banken an. Alleine die SABADELL hatte am vergangenen Montag, dem Tag nach dem verbotenen, illegalen FAKE-Referendum des 1-O, 6.000 neue Konten direkt außerhalb der Grenze Kataloniens. Einen Vertrauensbeweis für die nationalkatalanistischen CAT-SEP-Rebellen kann man dies wohl eher nicht nennen?

Trotzdem kursierten auch schon Gerüchte in Barcelona, daß es Probleme an Geldautomaten gäbe Bargeld abzuheben? Solche Gerüchte sind in der aktuellen Lage Kataloniens zwar naheliegend, sollten aber mit Vorsicht betrachtet werden, bis sie sich bestätigen.

In diesen schwierigen Banker-Zeiten in Spanien wird die Deutsche Bank Spanien seit Ende März wie Sauerbier auf dem Markt angeboten. Sie sollte, bei 16,3 Mia €uro Aktiva, 11,7 Mia €uro Einlagen, 700.000 Kunden, 235 Filialen und 2.600 Angestellten, rund 2 Milliarden €uro als Verkaufspreis einbringen. Wegen mangelndem Interesse liegt der Kurs für den Verkauf zur Zeit bei 700 Millionen, einem guten Drittel des Ausgangspreises. Am Ende können die Verkäufer in Frankfurt wohl 20% bis 25% also 400 bis 500 Millionen erwarten?


Illegales, verbotenes 1-O Referendum Auslöser für größere Krise in Spanien?

21. September 2017

Mariano Rajoy, der spanische Ministerpräsident ist klamm! Er braucht unbedingt 10 Milliarden Kredit um die Pensionen in Spanien in 2018 zahlen zu können. Die Liquidität in der Rentenkasse ist mau! Das Geld reicht gerade bis zum Jahresende 2017 einschließlich der Weihnachtssonderzahlung. Danach ist Sense!

In Spanien werden Renten und Gehälter in 14 Jahreszahlungen gezahlt, je eine pro Monat und je eine Extrazahlung im Sommer und im Winter.

Dieser finanzielle Mehrbedarf von 10 Milliarden ist im Haushaltsentwurf für 2018 unter „ausserordentlicher Aufwand“ versteckt. Zur Verabschiedung des Haushaltsentwurfes 2018 benötigt Rajoy die Stimmen seiner Partido Popular sowie die der Basken von der PNV um eine Mehrheit im Parlament zu haben.

Die Basken von der PNV zieren sich aber den Haushalt zu verabschieden mit Verweis auf die unklare Lage in Katalonien. Damit sind im Prinzip ab Januar 2018 die Renten in Spanien NICHT mehr sicher. Darüber soll Morgen im Parlament in Madrid debattiert werden.

Die Einnahmen der spanischen Rentenkasse reichen grundsätzlich nur noch für die 12 Monatszahlungen, die zwei Sonderzahlungen müssen als Kredite aufgenommen werden. Schuld daran sei die Bevölkerungsentwicklung, die geringe Geburtenrate, die hohe Arbeitslosigkeit, die seit der Wirtschaftskrise niedrigeren Löhne, die die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben sich immer weiter öffnen lasse. Die Sozialpartner und Parteien hätten es im „Pakt von Toledo“ nicht geschafft zu einer Einigung zu kommen, welche das System sicherstellt und seine Leistungen garantiere. Deshalb werde mit Staatskrediten gearbeitet. Nun nimmt ja praktisch jede konservative Regierung automatisch für sich in Anspruch besser mit Geld umgehen zu können als das Linke, Sozialisten gar, je könnten. Anscheinend stimmt dies aber nicht immer?

Mariano Rajoy kam 2012 an die Regierung, mit absoluter Narrenfreiheit, äh, pardon, absoluter Mehrheit meinte ich natürlich. Wegen der Wirtschaftskrise und/oder der Bankenrettung musste er leider, leider in die damals mit 66 Milliarden prall gefüllte Rentenkasse greifen, die die Sozialisten unter Zapatero ihm hinterlassen hatten. Aktuell sind noch 11 Milliarden in der Kasse, der niedrigste Wert seit 2004. Oh Schreck, das ganze Geld ist weg!

Übrigens:
Die spanische Sozialversicherungskasse war zu Beginn der Wirtschaftskrise 2008 die einzige öffentliche Kasse mit Überschuss und heute ist es die einzige mit Defizit. Wer wurde hier wohl verar…t und von wem?

______
http://www.elconfidencialdigital.com/dinero/Gobierno-obligado-credito-millones-pensionistas_0_3006299364.html


Und ist der Ruf erst ruiniert… Wie Artur Mas und Carles Puigdemont die Puppen tanzen lassen!

16. September 2017

Artur Mas und sein Nachfolger Carles Puigdemont haben den Katalanen mit ihrer Politik zusätzlich zu den bereits bei Mas’ Amtsantritt vorhandenen Schulden inzwischen weitere 40 Milliarden Euro Schulden eingebracht!

Die Katalanen sind deshalb mit 27% überproportional an der Verschuldung aller spanischen Autonomien beteiligt, bei 16% Bevölkerungsanteil an der spanischen Gesamtbevölkerung und 20% des spanischen Bruttoinlandsproduktes.

Gerade jetzt wurde bekannt, daß Kataloniens seine vereinbarten Zielkosten für 2017 um 6,6% überschreiten wird und damit verdreifacht gegenüber den 2,2% die mit Madrid vereinbart waren. Gleichzeitig lehnt „der Dicke“ jegliche Kostenkontrolle Spaniens ab.
Die Separatistenautonomie kann sich schon seit Langem nicht mehr am Kapitalmarkt finanzieren, seine Bonds werden als „Bono Basura“, als Müllbonus eingestuft von den Ratingagenturen.

Mas hatte 2011 begonnen mit einem Schuldenstand von damals 35,6 Milliarden Euro. Als er im Januar 2016 nach 5 Jahren „zur Seite treten musste“, weil die 10 Anarchos der CUP seinen Abgang erzwangen, standen die Schulden bei 73 Milliarden Euro. Der unfähige Mas hatte sie mehr als verdoppelt!

Sein Nachfolger Carles Puigdemont, damals Bürgermeister von Gerona und schon damit deutlich überfordert, von keinem Katalanen weder ins Präsidentenamt, noch ins Autonomieparlament gewählt sondern von Artur Mas per Fingerzeig benannt und mit der Separatistenmehrheit incl. der 10 Anarcho CUP’s im Autonomieparlament „durchgepeitscht“, hat in seinem Jahr auch schon zwei weitere Milliarden Schulden aufgehäuft, so daß die Verschuldung gegenwärtig bei 75,4 Milliarden Euro oder ca. bei einem Drittel (35%) des katalanischen BIP steht. Drei Viertel oder 51 Milliarden dieser 75 Milliarden schulden die Katalanen Madrid, dem bösen Ausbeuterstaat, an dessen Finanztropf sie seit Jahren hängen und von dem sie zu 100% abhängig sind.

Die katalanischen Schulden wachsen täglich durchschnittlich um 6 Millionen Euro, was monatlich etwa 180 Millionen Euro entspricht! Katalonien stünde nahe einer Insolvenz.

Der ausgeuferte Öffentliche Sektor, die Heerscharen von aussenstehenden Beratern aus Familien- und Freundeskreisen, die weit verbreitete Korruption und Günstlingswirtschaft, die Förderung der Separatistenpropaganda nach dem Gießkannenprinzip von TV-, Radio-, Web- und Printmedien, von Universitäten und Pseudo-Organisationen der Separatisten wie Omnium Cultural, des ANC haben halt ihren Preis und am Ende kosten 20km U-Bahnstrecke L9 in Barcelona ein mehrfaches von 300km Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke im schnöden Spanien.

Dumm gelaufen oder war das am Ende gar geplante, raffinierte Bauernschläue? Für jeden Darlehensgeber, Gläubiger kommt irgendwann der Moment, wo die Höhe der Schulden zu seinem Problem werden und die üblichen Machtverhältnisse und Abhängigkeiten ins Wanken geraten…

______
http://www.elmundo.es/espana/2017/09/16/59bc307be5fdea9b388b45e5.html

http://www.abc.es/espana/catalunya/politica/abci-cataluna-debe-estado-51000-millones-tras-cinco-anos-rescates-continuos-201706182318_noticia.html

https://www.thespainreport.com/articles/684-160318181656-s-p-downgrades-catalonia-to-even-worse-junk-bond-status-on-very-weak-financial-management