T&E ORG, sehr interessanter Zufallsfund!

2. Oktober 2019

Über eine spanische Tageszeitung gelangte ich zufällig an diese T&E ORG, mit Sitz in Brüssel, die bei mir den ersten Eindruck erweckt, daß wir als Verbraucher nach Diesel, LNG und Strom systematisch von Staat, Energiewirtschaft und Autoindustrie „verhintert“ werden? Auch UvdL scheint von den G10 und T&E schnell erkannt worden zu sein?

https://www.transportenvironment.org/news/vdl%E2%80%99s-%E2%80%98one-one-out%E2%80%99-policy-%E2%80%98incompatible%E2%80%99-climate-efforts
______

https://www.transportenvironment.org/press/praxistests-offenbaren-gas-lkw-verursachen-verursachen-bis-zu-f%C3%BCnfmal-mehr-luftverschmutzung

______

https://www.transportenvironment.org/press/there-are-now-51-million-dirty-diesel-cars-eu%E2%80%99s-roads

______

https://www.transportenvironment.org/press/luxury-cruise-giant-emits-10-times-more-
air-pollution-sox-all-europe%E2%80%99s-cars-%E2%80%93-study
______
https://www.transportenvironment.org/news/court-test-allegations-new-vw-diesel-scandal


Großbrand in Chemiefabrik LUBRIZOL in Rouen entwickelt sich zum Skandal!

1. Oktober 2019

Die Bevölkerung ist wegen der Vergiftung der ganzen Gegend, also von Luft, Landschaft, Immobilien, Mensch und Tier sehr besorgt. Viele Menschen tragen Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit.

Die Regierung versucht den Skandal herunter zu spielen und antwortet mit einer Untersuchung der Ursachen des Brandes. LUBRIZOL sei der größte und wichtigste Industrieunfall in Frankreich seit AZF in Toulouse im Jahre 2001.

Die Behandlung dieses Dramas, das unsere Heimat Rouen erleidet ist skandalös und erniedrigend, so der National-Sekretär der französischen Grünen EELV, David Cormand. Alle Nicht-Regierungsparteien fordern Transparenz, Aufklärung von Emmanuel Macron.

Das hilft den Betroffenen zwar erst einmal nicht, aber immerhin…

Der Präfekt von Normandie und Seine-Maritime, Monsieur Durand sagte lakonisch und durchaus zweideutig „unsere Luftqualität in Rouen bewegt sich im normalen Bereich“.

Kein Wort zur möglicherweise großflächigen Vergiftung von Land und Leuten mit Giften, Kohlenwasserstoffen, Ölen, Chemikalien und Microfasern!

Kein Wort auch zu den Brandursachen in einem Chemieunternehmen, „das perfekt auf dem Stand der Technik und der gesetzlichen Vorschriften gewesen sei“.

Während vor Ort also die Sorgen und Ängste der Bevölkerung beschwichtigt werden, haben mindestens 5 Bürger „Anzeige gegen Unbekannt“ gestellt um wenigstens zu versuchen auf dem Weg über die Justiz die Verantwortlichen ersichtlich zu machen.

Fünf Tage nach dem Großfeuer wurden am Montag, den 30. September die insgesamt 237 Schulen und ähnliche Einrichtungen für Kinder wieder eröffnet.

PS: Während also doch „alles schwer in Ordnung war bei“ LUBRIZOL in Rouen, Normandie, dürfen in der Umgebung keine Agrarprodukte aus Freilandanbau mehr zum menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden, man kann ja nie wissen. Die Landwirtschaftskammer forderte vorsorglich bereits Schadensersatz für die betroffenen Agronomen. Auch die unverzügliche Einrichtung einer parlamentarischen Untersuchungskommission wird verlangt.
______

https://www.francetvinfo.fr/faits-divers/incendie/incendie-d-un-site-seveso-a-rouen/incendie-de-l-usine-lubrizol-de-rouen-ce-que-l-on-sait-et-ce-que-l-on-ignore-encore-trois-jours-apres-le-sinistre_3636263.html#xtor=EPR-51-%5Bincendie-de-l-usine-lubrizol-de-rouen-ce-que-l-on-sait-et-ce-que-l-on-ignore-encore-trois-jours-apres-le-sinistre_3637097%5D-20190929-%5Btitre%5D


Französischer Umweltminister Nicolas Hulot Live im TV Inter zurückgetreten!

28. August 2018

Der französische Umweltminister Nicolas Hulot erklärte vor verdutzten Reportern in einer Live-Sendung des TV Inter seinen Rücktritt „um glaubwürdig zu bleiben“.

Es würden zwar ständig Ankündigen gemacht, diese aber dann nicht umgesetzt. Er verwies u.A. auf Pflanzengifte in der Agrarindustrie.

Letzter Auslöser könnte die Halbierung der jährlichen Kosten für den nationalen Jagdschein in Frankreich von 400 auf 200 €uro gewesen sein, welche die bisherige ohnehin schon große Zahl von 1,2 Millionen Franzosen mit Jagderlaubnis nochmals stark anwachsen lassen könnte? Dazu sollen immer mehr Spezies gejagt werden können?

Pikant an diesem Rücktritt ist, daß Hulot weder seinen Premierminister Edouard Philippe noch den Präsidenten Emanuel Macron vorab von seiner Absicht informierte.
Die dankten ihm trotzdem höflich, aber leicht säuerlich für die in den letzten 15 Monaten geleistete Arbeit…
______
https://www.francetvinfo.fr/politique/gouvernement-d-edouard-philippe/direct-nicolas-hulot-n-a-pas-prevenu-le-president-de-la-republique-ni-le-premier-ministre-de-sa-demission_2914375.html
http://www.lefigaro.fr/politique/2018/08/28/01002-20180828LIVWWW00063-Nicolas-Hulot-gouvernement-demission-ecologie-chasse-Macron.php


Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr!

19. Oktober 2015

Am 17. Januar 1966 stiessen in rund 9.000m Höhe über dem kleinen Zweitausend-Seelen-Dorf Palomares in der andalusischen Provinz Almeria zwei US-Luftwaffen-Flugzeuge zusammen und stürzten beide brennend ab. Die eine Maschine war eine KC-135 Tankmaschine, die versucht hatte, einen B-52 Bomber in der Luft aufzutanken. 4 der insgesamt 11 Soldaten in beiden Maschinen konnten mit dem Fallschirm abspringen und und überleben, 7 ihrer Kameraden starben hingegen, schon schlimm genug!
Noch schlimmer war es aber, dass es sich bei dem B-52G-Bomber um einen Atomwaffenträger handelte, der vier Atombomben des Typs B28RI in seinen Bombenschächten hatte…

Drei der Bomben fielen in den Ort Palomares, die Vierte einige Kilometer entfernt ins Mittelmeer. In zwei der Bomben detonierte die konventionelle Zündladung und verteilte das Plutonium der Atombombe in Palomares und durch den Wind in einer nicht genau abzugrenzenden Umgebung.

Es wurde medial alles getan um die völlige Abwesenheit von Gefahr für die Bevölkerung von Palomares und die Spanier im Allgemeinen zu demonstrieren. So zog sogar der Franco-Tourismus-Minister Manuel Fraga Iribarne* die Badehose über den Speck-Bauch und tummelte sich für Fotografen im Mittelmeer. (http://www.antena3.com/clipping/2012/01/09/00031/30.jpg)

Trotzdem wurden in einem Vierteljahr 1.400 Tonnen Boden abgetragen und per Schiff in die USA (zur Entsorgung?) gebracht. Die vierte Bombe wurde in einer technisch anspruchsvollen Aktion durch ein Bergungs-U-Boot aus 869m Tiefe gehoben.

Der Zwischenfall führte zu internationalen Protesten, diplomatischen Spannungen und zur Änderung der US-Strategie. Einen offiziellen Abschlussbericht gab es erst 1976, nach 9 Jahren! Die betroffenen Menschen erhielten erst 1986, nach 19 Jahren Einsicht in ihre Gesundheitsakten und schließlich erhielten 522 Menschen durchschnittlich 1.150,-$ an Entschädigung. Damit war für die USA der Fall Palomares zunächst erledigt!

2004 wurden hohe Radioaktivitätswerte gemessen und die entsprechenden Grundstücke enteignet. 2006, vierzig Jahre nach dem Unfall, vereinbarten Spanien und die USA die vollständige Dekontaminierung des betroffenen Gebietes! 2006 wurden „strahlende Atomschnecken“ entdeckt, noch später belastetes Plankton im Meer. 2009 wurde durch wikileaks enthüllt, dass der damalige spanischen Außenminister  Moratinos befürchtete, die Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes könnte die öffentliche Meinung ins Spanien gegen die USA richten! Da veröffentlichte man ihn lieber erst gar nicht…

2009 haben die USA ihre letzte Zahlung zu den Kosten der Verseuchung geleistet und fühlen sich seitdem „aus dem Schneider“, wie man so sagt!

Heute, am 19.10.2015, fast 50 Jahre nach dem Unfall über dem Dorf Palomares treffen sich der spanische Außeminister José Manuel García-Margallo und sein US-Kollege John Kerry zu einem intimen Abendessen zu Zweit um die letzten Details eines Abkommens zu regeln, das Morgen in Madrid unterzeichnet werden soll, eine politische Erklärung in der sich die USA dazu verpflichten, weitere 50.000 Kubikmeter verseuchter Erde aus Palomares abzutransportieren und diese irgendwann, irgendwo, irgendwie zu entsorgen…

Die technischen, terminlichen und finanziellen Details dieser Vereinbarung stehen angeblich noch nicht fest, müssen noch ausgehandelt werden.

Die Amis zieren sich dabei, fürchten sie doch einen Präzedenzfall für ähnliche Probleme in anderen Teilen der Welt!

Wahrlich, wer solche Freunde hat…

_____

*(Fraga gründete 1976 die Alianza Popular, mit der er sich eine Zukunft in der Nach-Franco-Ära sicherte. Aus ihr ging 1989 die Partido Popular hervor, die Mitte-Rechts-Partei des aktuellen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und des heute Abend mit John Kerry speisenden spanischen Außenministers José Manuel García-Margallo, womit sich der Kreis schließt…


USA: Fracking? OK! Regenwasser horten? Knast!

16. April 2015

Sie sind ja in allem die unerreichten Vorbilder der westlichen Welt und früher oder später holen uns die Sitten und Gebräuche der Amis hier in Europa heim, weshalb uns die folgende Nachricht durchaus mit Sorge erfüllen sollte!

Ein Mann im US-Bundesstaat Oregon wurde zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er auf seinem eigenen Grund und Boden Regenwasser aufgefangen und gelagert hatte.

Gary Harrington aus Eagle Point hortete unerlaubterweise drei Fässer Regenwasser  in seinem Haus, offenbar ein unerhörtes Verbrechen in Oregon?

Daraus folgten 9 Strafen wegen illegaler Reserven in seinem Haus! In Oregon gehört das Wasser, einschließlich das Regenwasser, der Öffentlichkeit und es bedarf einer offiziellen, schriftlichen Genehmigung der staatlichen Wasserbehörde es aufzufangen und zum eigenen Verbrauch zu lagern. Neben den 30 Tagen Gefängnis verpassten die Behörden Mr. Harrington, dem Wasserdieb, noch 1.500 $ Geldstrafe, denn Ordnung muss schließlich sein…

Da drängt sich mir die Frage auf, ob die Wasserbehörde im Falle von Wasserverunreinigung durch Fracking auch so unerbittlich zuschlägt?

Spontan fällt mir eine mögliche Ursache für den eklatanten Wassermangel, die Dürre in Kalifornien ein: Die horten es im Keller!


AKW Fessenheim besetzt: Hört auf damit, Europa zu riskieren!

18. März 2014

Das älteste AKW Europas, der elsässische Schrottmeiler Fessenheim, wurde heute Morgen gegen 05:30 Uhr von rund fünfzig Kernkraftgegnern von Greenpeace aus mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und den Niederlanden besetzt.

Die Besetzer erinnerten an die Gefahr, die der Museumsreaktor für die Sicherheit und Gesundheit in ganz Europa darstelle.

Zwar hat Frankreich bereits die Schließung des AKW’s beschlossen, lässt sich aber reichlich Zeit mit der Umsetzung.

Die französische Regierung betont, die Polizei habe alle unter Kontrolle und Gefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Na dann ist ja alles gut…


ECOPOP, oder warum die SVP-Initiative gegen Masseneinwanderung in die Schweiz kein Ausrutscher war!

13. Februar 2014

Da gibt es seit vierzig Jahren die „Vereinigung Umwelt und Bevölkerung“ mit Sitz in Winterthur, die das Schweizer Bevölkerungswachstum durch Regulierung der Einwanderung sowie Geburtenkontrolle(!) in den Griff bekommen möchte. Die von ECOPOP werden wahlweise als Ökologen, Grüne, Faschisten oder alles zusammen bezeichnet!

ECOPOP hat schon im Mai 2011 eine Initiative gestartet, die im Schweizer Bundesblatt veröffentlicht wurde. Am 29. Mai 2013 erklärte der Schweizerische Bundesrat diese Initiative zwar für zulässig, empfahl aber deren Ablehnung ohne selbst einen Gegenvorschlag zu machen.

ECOPOP ist also – wenn ich das richtig verstehe – noch zur Volksabstimmung anhängig. Einige rechnen im kommenden Jahr 2015 damit? Andere bezweifeln deren Zulässigkeit, weil sie verschiedene Ziele verfolge was unzulässig sei? Den aktuellen juristischen Stand dieser Initiative habe ich nicht gefunden. Jedenfalls hat die SVP-Initiative den ECOPOP-Leuten die Schau gestohlen, jedenfalls kurzfristig und das ist womöglich sogar gut, denn:

ECOPOP ist viel drastischer als die SVP-Initiative, denn sie will die künftige jährliche Zuwanderung in die Schweiz auf 0,2% der Wohnbevölkerung begrenzen!  Bei 8 Millionen Schweizern wären dies also maximal 16.000 Zuwanderer pro Jahr, oder 20% der 80.000 Zuwanderer die derzeit jährlich in die Schweiz kommen. ECOPOP würde sich – bildlich gesprochen an die Grenze stellen und abzählen „Eins, zwei, drei, ihr kommt nicht rein, nur jeder vierte darf herein!“

http://www.eidgenoessische-abstimmungen.ch/thomas-minder-und-die-ecopop-initiative/

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/16890936