PaPa: Cameron gibt zu, nicht alles gesagt zu haben!

7. April 2016

Nach drei Tagen des sich verkrampft herum windens und vier kunstvoll formulierten Statements von Teilwahrheiten, gibt David Cameron schließlich zu, zumindest Anteile in Fonds in Steuer-Paradiesen im Wert von 31.500 Pfund besessen zu haben, diese jedoch VOR AMTSANTRITT 2010 verkauft zu haben. Die Verbindung zum Offshore-Fond seines Vaters Ian gibt er jetzt zu und beteuert Mitleid heischend, „ein paar schwierige Tage gehabt zu haben“, der Arme!

Er habe diese Aktien (Anteile) zusammen mit seiner (steinreichen) Frau Samantha seit 1997 gehalten, über seine ganze Zeit als Oppositionsführer hinweg, dann aber kurz bevor er Premierminister wurde, verkauft! Er wusste, daß das illegal war, wollte sich keinen Interessenskonflikt unterstellen lassen und hat deshalb reinen Tisch gemacht. Dabei habe er 19.000 Pfund verdient und darauf korrekt Einkommenssteuer bezahlt.

Das späte Geständnis wird Cameron wohl nicht so schnell entlasten? Labour fordert bereits seinen Rücktritt!

Dann noch ein weiteres Eingeständnis: Er könne nicht ausschließen, daß Teile seines geerbten Anwesens im Wert von 300.000 Pfund, nicht aus Steuerparadiesen stammten, denn das Anwesen sei auf der Kanalinsel Jersey, einem weiteren Steuerparadies, geführt worden.

Er könne offensichtlich nicht die Quelle jedes Stückchens Geldes dokumentieren und seinen Vater könne er schließlich nicht mehr fragen!

Das war dann Camerons fünfte Erklärung in vier Tagen in dieser Angelegenheit und das wirkt nicht besonders souverän, mit Verlaub gesagt?


UK-Cameron eröffnet Zwei-Fronten-Krieg gegen Merkel!

26. Mai 2015

UK-Premier David Cameron ist auf dem Sprung die EU zu erschrecken: Ab Donnerstag will er eine Woche lang fünf Nationen der EU umgarnen um für seine Änderungspläne, bzw. UK-Sonderrechte zu werben, zu betteln und zu drohen!

Heute Abend ist erst einmal der von ihm heftig bekämpfte „Alkoholiker“ Jean-Claude Juncker an der Reihe. Er bekommt von Cameron eine Privataudienz im Landsitz Checkers. Die dabei offerierten Getränke sind nicht bekannt, sollten aber nicht stärker als Mineralwasser sein, zumindest bei David Cameron! Dabei bringt Cameron eine neue Variante ins Spiel, die ihm – falls sie akzeptiert wird – mehr Spielraum bieten wird als ein schnödes Nein der EU auf seine Forderungen.  Er findet nämlich die Bedingungen für die EU-Mitgliedschaft des UK gingen nicht nur die EU-Kommission an, sondern auch den Europa-Rat und alle Mitgliedsstaaten, ja die ganze Welt, ach was, das Universum!

Nach der Eröffnung seines Parlamentes am Mittwoch dieser Woche will Cameron bereits am Donnerstag  zu Helle Thorning-Schmidt, der attraktiven dänischen Blondine nach Kopenhagen fliegen, mit der er auf Nelson Mandelas Beerdigung vor den Kameras der Welt flirtete. Dänemark ist historisch immer ein potentioneller Verbündeter der Briten gewesen, wenn es gegen den Kontinent ging. Keine Überraschung also…

Danach ist der niederländische Premierminister Mark Rutte in Den Haag an der Reihe und dann kommt der Franzose Francois Hollande in Paris dran!

Irgendwie erinnert es an die alten WW2-Alliierten, zu denen das UK immer eine enge und besondere Beziehung hatte. Aber zu einem richtigen zwei Fronten-Krieg fehlt doch noch was?

Richtig, jetzt fliegt Calamity-Dave zur polnischen Kollegin Ewa Kopacz nach Warschau!

Erst dann wagt er sich in das Herz der Löwin, zu Frau Merkel nach Berlin!

Vor dem Europa-Rats-Gipfel am 25-26 Juni will Cameron sich noch mit allen 27 EU-Mitgliedsstaaten treffen.
Cameron drohte den EU-Führern auf dem Östlichen Partnerschafts-Gipfel in Riga an, sie ab jetzt bei allen weiteren Treffen mit seinem Scheiss’ zu behelligen, solange, bis ein Deal nach seinen Vorstellungen erreicht werden würde!

Beim spätestens 2017 geplanten EU-Referendum sollen übrigens nicht alle Auslands-Briten mitwählen dürfen, wie es im Wahlkampf noch geheissen hatte! Damals sollte das Wahlrecht so geändert werden, dass Auslands-Briten lebenslängliches Wahlrecht erhalten hätten. Jetzt heisst es:
Briten, die 15 Jahre oder mehr im Ausland leben, dürfen nicht mitwählen, wie der Rest der UK-Bürger!
Labour will nun erstmals mit der schottischen SNP im Unterhaus durchsetzen, dass bereits ab einem Alter von 16 Jahren über den EU-Verbleib abgestimmt werden darf!