PSOE-Sànchez-120 versagte! GroKo oder CAT-SEP-gesteuertes Links-Bündnis oder 5. Neuwahlen?

11. November 2019

1.) 120 Sitze ( -03) = 28,00% PSOE
2.) 088 Sitze (+22) = 20,82% PP
3.) 052 Sitze (+28) =15,09% VOX
4.) 035 Sitze ( -07) =12,84% UP
5.) 013 Sitze ( -02) = 03,61% ERC
6.) 010 Sitze ( -47) =06,79% C’s
7.) 008 Sitze (+01) = 2,19% JxCat
8.) 007 Sitze (+01) = 1,57% PNV
9.) 005 Sitze (+01) = 1,15% EH Bildu

24.365.851 Spanier gingen zur Wahl, das waren 69,87%.
10.506.203 Spanier dachten, „Ihr könnt mich mal“ und wählten nicht.
Das entsprach 30,13% oder fast einem Drittel der Wahlberechtigten!
Von denen die zur Wahl gingen wählten jeweils eine knappe Viertelmillion „Ungültig“ oder „Blanko“, d.h. Letztere gaben einen leeren Stimmzettel ab, der aber separat gezählt wird.

(Diese Top-Nine sollen nur einen groben Überblick geben. Es gibt eine Reihe weiterer Mikrosplitter-Parteien mit jeweils 1-2 Sitzen, die aufzuzählen ich mir hier erspare. Sie können in den diversen Links in den Grafiken ja nachgelesen werden.)

Es zeichnete sich bereits ab! Pedro Sánchez-120, der gefühlte einzig rechtmäßige kommissarische Präsident der Spanier wird dies wohl auch bleiben, wenn es nach IHM gehen sollte? Zumindest für ca. ein halbes Jahr, wenn es dann die fünften, vorgezogenen Nationalwahlen in Folge, in dann viereinhalb Jahren geben wird!

Das Problem für Pedro Sánchez, aber mehr noch für sein Lieblingsspielzeug, die Spanier, ist es fest daran zu glauben, daß nur ER, der Sonnenkönig, mit seinen „rauschenden Siegen“ dazu in der Lage sei, dieses geprüfte Land zu führen. Wenn er nicht aufpasst, dann kehrt mit dem leider „überwältigenden“ Sieg der Rechtsextremen von VOX das anscheinend vergessene Bürgerkriegsszenario aus der Vergangenheit  zurück!

Nicht einmal die Exhumierung fauliger Diktatorenknochen zahlte sich für ihn aus!
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https://www.20minutos.es/minuteca/elecciones-generales/resultados-2019-10-noviembre/

https://www.abc.es/#vca=logo&vmc=abc-es&vso=portadilla.espana&vli=cabecera-sticky

 


Wählt Spanien heute erneut die Blockade?

10. November 2019

In Deutschland nennt man die politische Blockade GroKo. Immerhin gibt es nach 15 Jahren noch eine zumindest technisch funktionierende Regierung, die theoretisch den politischen Willen von etwa der Hälfte der Wähler abbildet, mit allen gebotenen Einschränkungen, natürlich!

In Spanien wählt der Wähler seine Partei oder wechselt innerhalb seines politischen Blockes. Diese beiden Blöcke LINKS und RECHTS sind aber weitgehend gleich groß. Da Koalitionen recht verpönt sind, werden Absprachen, Duldungen, Enthaltungen versucht, jedoch meist nicht erreicht. Der Zweck ist, daß eine Partei regiert und die anderen draussen bleiben. Auf diese Weise würde z.B. ein Präsident Pedro Sánchez, PSOE nach letzten Umfragen gerade einmal 28% der spanischen Wähler repräsentieren. Er findet das voll in Ordnung, total normal und wundert sich nicht, wenn es so in vier Jahren zu vier (4!) nationalen Wahlen kam und er droht schon mit der fünften vorgezogenen Neuwahl, wenn seinem Willen nicht gefälligst nachgekommen wird. Sein Motto: Besser kommissarischer Präsident, als gar kein Präsident.

Dies führte in der spanischen Demokratie oft zu der Situation, daß die zur Mehrheit benötigten Stimmen oder zumindest die Duldung durch Hinter- oder Hotelzimmer-Deals sehr teuer erkauft worden sind. Der katalanische Separatismus lebte seit den Zeiten des unseeligen, „ewigen, 21 Jahre langen Autonomie-Präsidenten Jordi Pujol-+3%“ hervorragend von diesen Erpressungen. Es ist leider zu befürchten, daß sich nach den heutigen Wahlen schon wieder eine solche Aussgangsposition ergeben wird. Diesmal wird es vermutlich die ERC sein, die Sánchez die nötigen Stimmen liefern soll. Darauf deutet es zumindest hin, seit die ERC sich zunehmend den Wünschen und Ansinnen der JxCat und der CUP verweigert und der zu 13 Jahren Gefängnis verurteilte Oriol Junqueras recht selbstsicher seine Vorstellungen äussert. Damit wäre zwar der katalanische Separatismus theoretisch gesprengt, aber die offene Frage ist, wie weit sich ein Pedro Sánchez von der ERC erpressen lassen wird?

Grundsätzlich bin ich kein Freund der GroKo. Sie sollte die Ausnahmesituation sein und bleiben. In bestimmten Situationen kann sie aber Kompromisse schaffen, Verantwortung verteilen und so zumindest das Votum von etwa der Hälfte der spanischen Wähler abbilden, anstatt nur das Votum eines guten Viertels. Auch in der seit nun rund 7 Jahren offenen Wundes des katalanischen Separatismus sind Mehrheiten für politische Antworten unentbehrlich. Es ist zwar sehr wichtig die Rechtsverstösse, Staatstreiche, Missbräuche öffentlicher Mittel gesetzlich zu ahnden und die Akteure in die Verantwortung für ihre Handlungen zu nehmen, aber nur eine politische Lösung wird am Ende (hoffentlich?) die Gemüter beruhigen…


Geisterkandidat aus CAT-SEP-Paralleluniversum: Oriol Junqueras!

9. November 2019

Bei den vorgezogenen Nationalwahlen des 10-N (also Morgen!) in Spanien soll es einen Kandidaten geben, der anerkannt und selbstverständlich auch gewählt werden und gewinnen will, ohne auf irgendeiner Wahlliste zu stehen!

Das ist jedenfalls das Ansinnen des zu 13 Jahren Haft verurteilten ERC-Separatisten Oriol Junqeras. Er wollte schon während seiner über 2 Jahre dauernden U-Haft an allen überhaupt möglichen Wahlen kandidieren und gewählt werden und als Häftling in alle möglichen autonomen, nationalen und EU-Parlamente einziehen. Regelmäßig haben Gerichte sein Ansinnen ablehnend verurteilt. Das kümmerte ihn nicht, denn „im Unrechtsstaat Spanien“ können endgültige Urteile über mehrere Instanzen hinweg jahrelang verzögert werden.

Junqueras wollte schlicht „im Spiel bleiben“ und zwar gegenüber dem „bösen Madrid“ wie auch gegenüber den gerade sichtbar zerbröselnden CAT-SEP-Komplizen „seiner ERC“ von JxCat und CUP.

Ich erspare mir es hier die einzelnen lokalen, autonomen, nationalen und europäischen Gerichte und die einzelnen Instanzen seiner Verfahren aufzuzählen, denn das einzige was zählt ist, Oriol Junqueras sieht sich in keinem einzigen Fall rechtskräftig verurteilt und erkennt überhaupt nur die Gerichte an, die ihm gerade nützen. So muss sein letztes Ansinnen eingeordnet werden:

Er verlangt, ohne auf einer Kandidatenliste oder einem Wahlzettel zu stehen als Kopf- und damit Ansprechpartner seiner ERC betrachtet zu werden, woraus dann selbstverständlich Ansprüche auf Parlamentssitz und Abgeordneten-Salär entstehen. Der kommissarische Präsident Pedro Sànchez, PSOE weiss also jetzt was nach den Wahlen auf ihn zukommen wird. Die ERC ist ein heiss gehandelter Kandidat für eine Links/Extrem-Links/ undLinks-Sep-Koalition aus PSOE/UP/ERC für Spanien.

Wie man allerdings aus einem Staat austreten kann, den man selbst mitregiert, diesen also „von innen heraus“ zerstören möchte, das ist eine andere Geschichte des Geisterkandidaten aus dem CAT-SEP-Paralleluniversum, des Oriol Junqueras, ERC!

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https://www.lavanguardia.com/politica/20191108/471456802262/junqueras-pide-supremo-cabeza-lista-erc.html


Warum Polizisten, in Katalonien freie Wahlen garantierend, selbst nicht wählen dürfen!

7. November 2019

Da haben wohl welche etwas verschlafen? Zur Gewährleistung freier Wahlen in Katalonien wurden beträchtliche Kontingente diverser Polizeien in die nordostspanische Autonomie abkommandiert. Nun hat man offenbar überraschender Weise entdeckt, daß Polizisten auch Bürger sind und folglich das Wahlrecht besitzen, zumindest theoretisch…

Lange Rede kurzer Sinn: Es ist zu spät für die Gesetzeshüter Briefwahl zu beantragen, weil dabei penible Voraussetzungen einzuhalten sind. Die entsprechenden Termine sind längst verstrichen. Ihre eigentlichen Wahllokale hingegen liegen über ganz Spanien verstreut.

Fazit: Keine Briefwahl und keine Heimreise zum eigenen Wahllokal bedeutet für sie KEINE WAHL zu haben, spanische Bürger Zweiter Klasse zu sein, nicht fein…


Spanischer Wahlkampfhöhepunkt? Powerfrauen haben das letzte Wort, Heute 22 Uhr, laSexta!

7. November 2019

Ab Morgen Abend ist der Wahlkampf für die vorgezogenen Nationalwahlen des 10-N zu Ende. Samstag ist der obligatorische Tag der Besinnung, ohne jeglichen Wahlkampf in keinem Medium und am Sonntag wird dann gewählt. So ist zumindest der offizielle Plan. Die rassistische, nationalkatalanistische Separatisten-Sekte hat andere Pläne verkündet. Sie wollen am Samstag mit allerlei Ungehörsam exklusiv und ungestört von anderen Parteien auf sich aufmerksam machen. Wie heftig das wird und ob es gar wieder Schulbesetzungen geben wird, die dann von der Polizei geräumt werden müssen um die Wahllokale zugänglich zu machen und um die Wahlen ungestört zu ermöglichen, das wird sich zeigen. Verschiedene Gruppen der Separatisten haben Aktionen angekündigt. Zu gerne würden sie Krawalle mit der Polizei anfangen, dann schnell wieder Kinder und Großeltern vor prügelnde Polizisten schieben, um an so die gewünschten Bilder zu gelangen und diese an die Medien weiterzuleiten…

Aber heute Abend um 22 Uhr gibt es auf laSexta die letzte Live-TV-Debatte dieses Wahlkampfes und im Gegensatz zum vergangenen Montag, wo die gastgebende Leiterin der Debatte Ana Blanco die einzige Frau war, ist diesmal offiziell Frauenpower angesagt! Alle fünf teilnehmenden Parteien werden durch Frauen vertreten, die nicht auf den Mund gefallen sind. Das dürfte erheblichen Informations- und Unterhaltungswert haben?

Das sind die antretenden Frauen:
María Jesús Montero, PSOE; Ana Pastor, PP; Inés Arrimadas, Ciudadanos; Irene Montero, Unidas Podemos, y Rocío Monasterio, Vox.

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https://www.20minutos.es/noticia/4043294/0/debate-lasexta-oportunidad-partidos-convencer-indecisos/


Hat PSOE-Sánchez-123 gegen Puigdemonts Auslieferung von Belgien nach Spanien agiert?

6. November 2019

PSOE-Wahlkämper und kommissarischer Präsident Spaniens Sánchez-123 hat sich Heute in einem Interview bei RNE (Radio Nacional España) „sehr weit aus dem Fenster gelehnt“, vermutlich zu weit?
Er induzierte nämlich, ob nun aus Wahlkampfgründen oder Größenwahn sei einmal dahin gestellt,  daß die spanische Justiz der Regierung unterstünde, was sie des Status der Unabhängigkeit berauben würde!
Das ist nebenbei eines der Hauptargumente der rassistischen nationalkatalanischen Separatisten-Sekte, die so unangenehmen Urteilen zu entgegnen pflegt. Hat Sánchez diesen Stil jetzt auch übernommen? Doch was war genau geschehen?

Er hatte in vollem Wahlkampfmodus die Rückholung von Carles Puigdemont nach Spanien und dessen Bestrafung angekündigt.  Dass davor noch die Auslieferung durch Belgien und in Spanien ein Prozess mit einem entsprechenden Urteil steht, ließ Sánchez aus.

Die spanische Strafverfolgung bedauert diese Äußerungen des kommissarischen Präsidenten, von denen sie überrascht und sprachlos seien!

In dem Interview hatte sich Sánchez als die treibende Kraft hinter den Auslieferungsbemühungen präsentieren wollen und mehrfach gefragt „Wem untersteht die Staatsanwaltschaft, die Strafverfolgungsbehörden denn? Als der ihn befragende Journalist schließlich die gewünschte Frage stellte „..der Regierung?“ kam die erlösende Antwort des kommissarischen Präsidenten „Nun, so ist es“!

„Das wird die Auslieferung der per Europäischen Haftbefehl Gesuchten nicht erleichtern, sondern schwieriger machen“, so die Staatsanwaltschaft. „Das sei eine Wahlkampfstrategie, mit Negativeffekten in der Abwicklung der Euro-Orden“.

Schon am Montag Abend in der Live-TV-Debatte hatte Sánchez-123 getönt: „ICH verspreche, HIER und HEUTE ihn (Puigdemont) nach Spanien zurückzuholen und ihn vor die Justiz zu bringen.“

Der virtuelle, digitale Kofferraumflüchtling und Ex-Präsident nahm diesen Ball gerne auf und entgegnete Sánchez über die Medien: „Will er mich entführen lassen?“

Das ist in Spanien in den 80er Jahren mit ETA-Terroristen durchaus geschehen, die von der GAL* in ihren französischen Verstecken aufgegriffen, heimlich zurück nach Spanien gebracht, dort vor Gericht gestellt und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, aber auch teilweise durekt umgebracht wurden. Dies geschah während der Regierungszeit und somit unter letztlicher Verantwortung des PSOE-Präsidenten Felipe Gonzalez „in der guten alten Zeit“ Spaniens…
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https://www.elmundo.es/espana/2019/11/06/5dc2af2efdddfff17c8b45fe.html
*( https://de.wikipedia.org/wiki/Grupos_Antiterroristas_de_Liberaci%C3%B3n)


10-N Umfragen: Kein Block erreicht absolute Mehrheit!

4. November 2019

Am heutigen Montag, 5+1 Tage vor den nationalen Wahlen des 10-N in Spanien, sind letztmalig Wahlumfragen erlaubt, weil man die Wähler nicht bis an die Urne beeinflussen möchte.

Am Samstag, den 09. November, ist Ruhetag, Zeit der Reflexion, der Besinnung, an dem kein Wahlkampf mehr gemacht werden darf.

Am Sonntag, den 10. November, dem 10-N, wird dann gewählt. Dabei darf der Wähler nicht beinflusst, nicht behindert, gar bedroht werden.

Wer Medien liest, der weiss daß die rassistische, nationalkatalanistische Separatisten-Sekte, die CAT-SEP’s, nicht im Traum daran denkt sich an diese Regeln zu halten!

Aber, wie sieht die Lage denn nun aus?

Rechte Medien sehen die Rechte vorn, bei linken Medien ist es umgekehrt.

Damit bestätigt sich, was sich schon seit einiger Zeit ankündigte, zwei annähernd gleich schwache Blöcke des linken und rechten Lagers, beide zu schwach, eine Absolute Mehrheit (176 Stimmen) zu erreichen!

Dies wäre eigentlich die logische Premiere für die in Spanien vollkommen undenkbare Lösung einer GroKo (brech-kotz-würg!).

Sie würde die Wahlentscheidung, das Mandat von etwa 2/3 der spanischen Wähler würdigen, respektieren, aber WEN interessiert die eigentlich? Das Eigenleben der Politikerkaste hat längst den Kontakt zum Wähler verloren.

Statt einer GroKo muss man also eine total instabile Links/Extrem Links/Ganz Extrem Links/Cat-SEP/Bask-Sep-Regierung erwarten, die nur knapp über die Absolute Mehrheit schrammt und ein Paradies für Erpressungen und Korruptionen sein wird. Knapp 50% der spanischen Wähler würden damit „Draussen, vor der Tür“ stehen bleiben, sich mit ihrem Votum „den Hintern abwischen können“!

Diese offensichtliche Ungerechtigkeit wird die Demokratie nicht stärken, statt dessen den Frust erhöhen. Wem nutzt das?