Das Land von Morgen?

21. September 2019

Heute findet im historischen Kloster Poblet bei Tarragona ein vor einigen Tagen angekündigtes Treffen statt, daß katalanischen Separatisten eine Zuflucht aus ihrem Sackgassen-Dilemma bieten könnte, wenn sie denn auf ihre Einseitigkeit des Handelns, die Unilateralität, zu verzichten bereit wären.

Diese Plattform „El País de Demà“ vereint SOWOHL kritische CAT-SEP’s ALS AUCH andere Formationen, die gegen einseitiges Handeln der Katalanen sind.

Es ist von etwa hundert Teilnehmern die Rede. Darunter befinden sich einige bekannte CAT-SEP’s aus der zweiten Reihe der Separatisten.

Sie wollen sich austauschen, Handlungsmöglichkeiten erruieren, aber NEIN, AUF GAR KEINEN FALL, eine weitere Partei gründen, so ist zu hören…

Ausgangspunkt der Diskussion soll das gemeinsame Ziel sein, nämlich ‚Un país de progreso económico y social‘ also „ein Land des ökonomischen und sozialen Fortschritts“!

Es geht um vier Hauptkriterien

– Ökonomie
– Soziales
– Werte
– Politik

und deren Verbindung und Ausgestaltung und zum politischen Modell, diese Ziele zu erreichen. Ausgeschlossen sei dabei nur die einseitige Aktion des katalanischen Separatismus. Damit soll die fatale Dynamik des „Prozesses“ und die damit automatisch verbunden Konfliktsituation mit der spanischen Zentralregierung überwunden werden.

Es solle versucht werden, einen Konsens in der gespaltenen katalanischen Gesellschaft zu finden, wie kurzfristig die Beziehung zu Madrid gestaltet werden solle. Eine mittel- oder langfristige Unabhängigkeit Kataloniens wolle man damit nicht ausschließen! Kurzfristig wolle man nach Mitteln und Wegen suchen, wie der Staat zum Wohlstand Kataloniens beitragen könnte und diese steuerlichen und/oder investitionellen Maßnahmen dann möglichst schnell umzusetzen!

Kurz: Aus Madrid fließendes Geld soll den Katalanen aus der separatistischen Sackgasse heraushelfen. (Das könnte durchaus funktionieren…)
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https://www.catalunyapress.es/texto-diario/mostrar/1532645/formaciones-contrarias-unilateralidad-debaten-futuro-catalunya?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter%20www.catalunyapress.es


Heute beginnt neues Schuljahr in Katalonien.

12. September 2019

Heute, am 12. September beginnt ein neues Schuljahr mit insgesamt 1.338.577 Schülern. Das sind etwa 3200 Schüler weniger als im vergangenen Jahr aber dafür rund 700 Lehrer mehr. Für den Rückgang in Vor- und Grundschule sei die demografische Entwicklung verantwortlich, so der separatistische Erziehungsminister Josep Bargalló.

Kurz: Weniger Schüler und mehr Lehrer, das klingt zunächst nach Entspannung bei den Schulen, womöglich sogar eine Qualitätsverbesserung des Schulunterrichtes?

Dazu gibt es aber noch andere Meldungen und die lesen sich nicht so gut:
Etwa 20.000 Schüler werden das Schuljahr in Stahlcontainern erleben, im Sommer heiss und im Winter kalt. Diese Schüler sind quasi zu Geiseln der separatistischen Generalitat des Rassisten Quim Torra gemacht worden, der zwar seit zwei Jahren mangels Mehrheit keinen Haushalt mehr durchs Autonomieparlament bringt, sich trotzdem an der Macht klammert, und deshalb immer die alten Zahlen fortschreibt.

In den nächsten 7 Jahren wolle man etwa 700 dieser Stahlcontainer ersetzen, so verspricht man vage und unverbindlich, nur sind dann die Schüler die heute drinnen sitzen und sich abquälen längst von der Schule. Ausserdem gelang es den Separatisten in den letzten Jahren nur eine handvoll Container abzubauen. Im neuen Schuljahr sind es genau 2 (zwei!) Container weniger! Alles Andere sind nichts als leere Versprechungen der Separatisten.

93 Schulen bestehen vollständig aus Stahlcontainern. In weiteren 422 Schulen gibt es „Erweiterungen“ aus Stahlcontainern, bei insgesamt 3.800 Schulen.
„Irgendwie“ wolle man in den kommenden Jahren jährlich um die 100 Container abbauen, eine Basis von etwa 300 sollen aber dauerhaft Schüler und Lehrer foltern. Etwa 20 Schulen sitzen seit über 20 Jahren im Stahlcontainer und warten auf feste Gebäude in Immobilien.

ABER: Die Ausbildung und der Unterricht würden natürlich im Container überhaupt nicht leiden. Vielleicht kann man im Stahlcontainer den Schülern sogar die Schuld an der miserablen Schulsituation dem „spanischen Unterdrückerstaat“ in die Schuhe schieben? Da wundert man sich dann doch, daß überhaupt noch Schulen als feste Häuser gebaut werden? Gratis gibt es die Container auch nicht. Im letzten Jahrzehnt wurden dafür 131 Millionen €uro ausgegeben. Möchte doch zu gerne wissen, wer da alles daran verdient hat?

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https://www.elperiodico.com/es/educacion/20190911/escuenas-barracones-catalunya-7629301


Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte weist Klage von CAT-SEP’s in allen Punkten ab!

28. Mai 2019

76 CAT-SEP-Abgeordnete, darunter die damalige Präsidentin des katalanischen Autonomieparlamentes Carme Forcadell und der damalige Autonomiepräsident Carles Puigdemont, hatten beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg gegen die spanische Regierung geklagt, weil das Verfassungsgericht (TC) eine Parlamentssitzung der CAT-SEP’s wegen Illegalität suspendiert hatte, die am Vortag der Sekunden-Unabhängigkeitserklärung Puigdemonts stattfand.

Der EGMR wies diese Klage vollumfänglich und mit klaren Worten zurück!

Die Klage sei vollkommen unbegründet und das TC habe das übergeordnete soziale Wohl der spanischen Gesellschaft geschützt.

Der „Mesa“ des damals von Carme Forcadell geführten katalanischen Autonomieparlamentes wurde Respektlosigkeit gegenüber früheren Entscheidungen des TC konstatiert und außerdem… …sei ein legaler demokratischer Systemwechsel von Justiz- und Verfassungsstrukturen nur innerhalb des geltenden Rechtes und der Justiz zulässig!

Die (nicht-separatistische) parlamentarische Minderheit des katalanischen Autonomieparlamentes sei in ihren Rechten beschnitten worden. Hingegen seien die Rechte der katalanisch-separatistischen Kläger in keiner Weise durch das Verfassungsgericht TC verletzt worden.

ERGO: Der EGMR in Straßburg gab Spanien und dem TC in ALLEN Punkten Recht!

(Die ist übrigens der zweite Fall, wo der EGMR Anträge der CAT-SEP-Kläger abweist!)

 

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https://www.elmundo.es/espana/2019/05/28/5cecefd821efa0ab468b45be.html

https://www.20minutos.es/noticia/3654013/0/academicos-denuncian-violacion-derechos-secesionismo-catalan-the-national/

https://elpais.com/politica/2019/05/28/actualidad/1559029423_031179.html

https://www.elperiodico.com/es/politica/20190528/estrasburgo-rechaza-demanda-puigdemont-7477148

https://www.lavanguardia.com/politica/20190528/462537688018/estrasburgo-tedh-puigdemont-pleno-mesa-1o.html

https://www.elconfidencial.com/espana/cataluna/2019-05-28/estrasburgo-rechaza-demanda-puigdemont-75-diputados_2039402/

Primer varapalo para los separatistas en el Tribunal de Estrasburgo

https://okdiario.com/espana/tribunal-europeo-derechos-humanos-rechaza-demanda-puigdemont-otros-diputados-catalanes-4173708

https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Gerichtshof_f%C3%BCr_Menschenrechte


Schön, wenn mal einer sagt, was ist!

3. März 2019
Katalane_irrt

..und nichts als die reine Wahrheit! (aus der FAZ)


Carles Sastre, eine katalanische Separatistenkarriere, die ein Quim Torra lieben müsste?

3. Februar 2019

Ein verurteilter Terrorist und Mörder droht am 7. Februar mit Generalstreik in der nordostspanischen Autonomie Katalonien. Er will das Oberste Gericht Spaniens vor dem Beginn des Prozesses gegen die mutmaßlichen katalanischen Putschisten am 12. Februar einschüchtern! Dazu will er die ganze katalanische Gesellschaft zu Geiseln nehmen und der Wirtschaft maximal schaden, denn es gibt für diesen Demokraten natürlich das gefühlte humanitäres Grundrecht der Totalblockade…

Wie immer in solchen Fällen werden die Katalanen in ihrer Gesamtheit von einer radikalen gesetzesbrecherischen Minderheit zeitweise in Geiselhaft genommen, „im alles rechtfertigenden Dienste der höheren Sache“, des nationalkatalanistischen Separatismus, sozusagen…“

Aber wie schon der halb aufgeblasene Heissluftballon Oriol Junqueras 2006(!) befand, „könne unter bestimmten Umständen die Legitimität des bewaffneten Kampfes verteidigt werden“. Bei dieser Formulierung muss dem Mann (mit der extradicken kugelsicheren Weste unter dem Hemd?) wohl sein Anwalt zur Seite gestanden haben?

Diesen Generalstreik rief der Vorsitzende der Gewerkschaft CSC, Carles Sastre aus, ein freundlich wirkender, netter älterer Herr, der früher ein widerlicher Terrorist der katalanischen Terror-Organisationen „Terra Lliure“ und deren Vorgängerin „Epoca“ und als solcher vermutlich ein Doppelmörder war, der vom Gericht aber nur für den ersten Mord verurteilt wurde.

Dieser war erstmals vor nun bald 42 Jahren in Erscheinung getreten als sich ein sechsköpfiges Kommando unter Sastres Führung am 9. Mai 1977 Zutritt zu einer Wohnung in der Calle Muntaner in Barcelona verschaffte in der José María Bultó Marqués, ein 77-jähriger Unternehmer, der Älteste von 6 Brüdern, bei einem dieser Brüder zum Essen befand. Sie befestigten eine fernsteuerbare Bombe in der Größe einer Tafel Schokolade unter seiner linken Achsel und verlangten 3 Millionen €uro Lösegeld für sein Weiterleben. Bulto weigerte sich vom ersten Moment an. Er verlangte von seiner Familie nicht zu unternehmen und ging nach Hause nach Pedralbes, wo er zur Polizei gehen wollte. Die Bombe ging hoch, zerfetzte den Körper des Mannes und hinterließ dessen Überreste an Boden, Wänden und Decke des Raumes…

Sastre wurde zwei Monate später festgenommen und nach einem Knast-Sommer im September wieder frei gelassen?

Am 25. Januar des Folgejahres 1978 drangen vier bewaffnete Personen an der Paseo de Gracia in Barcelona in die Wohnung des Ex-Bürgermeisters der Stadt Joaquin Viola Sauret, 64, den sie zusammen mit seiner Ehefrau Montserrat in ein Zimmer sperrten, ihn ebenfalls mit einer Fernauslöser-Bombe fesselten, Geld forderten und ihm schriftliche Anweisungen hinterließen.

Die Bombe explodierte zu früh, köpfte Viola, zerfetzte ihn und seine Frau und tötete beide! Die vier Terroristen flüchteten. Einer der in der Wohnung anwesenden Söhne des Ehepaares identifizierte später unter Anderem Carles Sastre.

Der wurde 1985 (7 Jahre später!) erneut festgenommen und von der Audiencia Nacional wegen des ersten Mordes als Mittäter zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Für den zweiten (Doppel-)Mord nach demselben Schema wurde er nicht belangt „wegen des Fehlens von Beweisen“. Ich kann ihm deshalb natürlich diesen Doppelmord ebenfalls nicht unterstellen! Dafür bekam er zusätzliche 18 Jahre Gefängnis wegen seiner Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Terra Lliure“. Von den insgesamt 48 Jahren Strafe saß er 11 Jahre ab und war ab 1996 wieder ein freier Mann.
Sastre hat seine Tat/en(?) nie öffentlich bereut oder gar um Entschuldigung gebeten. 2012 kandidierte er für die (Anarcho-)CUP auf Platz 15 in Lérida (Lleida) und im Dezember 2016 wurde er im berüchtigten, öffentlichen, mit den Geldern aller Katalanen und Spanier finanzierten nationalkatalanistischen Separatisten-Propagandasender TV3 als „Ausführender Direktor von Terra Lliure, als politischer Gefangener (unschuldig, natürlich, ganz klar!) und als „große Reserve des katalanischen Separatismus“ präsentiert!

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https://www.dolcacatalunya.com/2019/02/el-asesino-de-bulto-y-del-exalcalde-de-barcelona-convoca-una-huelga-por-los-golpistas-lazis/

https://www.dolcacatalunya.com/2017/11/llore-la-salvajada-cometio-40-anos-tipo-convoca-la-huelga-del-miercoles/


Puigdemont eilt Allen voraus!

23. Oktober 2018

In Europa grassiert bekanntlich das Gespenst des Rechtspopulismus quer durch die meisten EU-Staaten. Aber wieder einmal sind die Katalanen, zumindest das separatistisch verstrahlte Drittel von Ihnen, Allen anderen voraus, denn sie benötigen für ihren Rechtspopulismus nicht einmal mehr einen eigenen Staat, der ja, wir erinnern uns schwach, das ursprüngliche Ziel des nationalkatalanistischen Separatismus sein sollte.

Sah es noch vor wenigen Tagen so aus, als drohe dem „Motxo“, dem „Wischmop“ Karle Putschdämon, das Schicksal schnöden Vergessens in Waterloo, Belgien, so hat der in einem fast schon „hypergenial“ zu nennenden Schachzug das scheinbar Unausweichliche verhindert!

Doch halten wir fest:

– Seine Flucht nach Belgien war kein Akt der Feigheit aus Angst vor dem Knast.

– Sie diente allein der Internationalisierung des „Prozesses“ der CAT-SEP’s.

– Die EU oder gar die UN sollten schlichten zwischen Spanien und CAT-SEP’s.

– Dieser Plan ist grandios gescheitert. Keiner wollte etwas für die CAT-SEP’s tun!

– Die Einheit der CAT-SEP’s scheiterte auch, weil die Einen im Knast in U-Haft saßen, während die Anderen es sich in Belgien, Schottland oder der Schweiz gut gehen ließen. Das ließ die Unterschiede zwischen den CAT-SEP’s offen zu Tag treten. Weil die Gerichte das beliebte Spielchen der Stimmendelegation nicht gelten ließen, war die separatistische Mehrheit im Autonomieparlament dahin, worauf es kurzerhand für ein Vierteljahr geschlossen wurde! Spötter und Lästermäuler versicherten, mit dem geschlossenen Autonomieparlament liefen die Dinge sowieso besser in der spanischen Autonomie Katalonien.

– Nun hatte der Motxo seinen Regierungspalast in Waterloo in dem es auf die Dauer nicht einmal seine Familie aushielt, die inzwischen nach Spanien zurückkehrte.

Jetzt soll also am 30. Oktober in Barcelona ein virtuelles Exilparlament Kataloniens, virtuell in Waterloo verortet, gegründet werden, das natürlich nur mit absolut vertrauenswürdigen Spitzenleuten besetzt werden soll, die ruhig gutes Geld kosten dürfen. Dafür kommen am Besten Familienmitglieder, Verwandte, Freunde und Bekannte in Frage. Diese werden dann mit missbrauchten Steuergeldern aller Spanier fürstlich entlohnt und sollen in der EU-Hauptstadt Brüssel täglich lautstark „Topfschlagen“ spielen, die beliebte katalanische Protestform „Cacerolada“, halt!

Dann sitzt Karle Putschdämon künftig als virtueller Präsident an der Spitze einer virtuellen Regierung eines Staates ohne eigenes Staatsgebiet. Dieses muss noch – auf die eine oder andere Art – den Spaniern entrissen werden…

Bis dahin lässt er sich von den Medien einladen, wenn gerade nichts Spannenderes passiert ist auf der Welt, oder er nimmt an wichtigen Konferenzen teil, wow, echt cool, „der Motxo“…


Die Symbolpolitik des „politischen Gefangenen“ Pedro Sánchez.

25. August 2018

Der Sommer, zumindest die Ferienzeit, geht dem Ende entgegen und selbst in der aufgeheizten Stimmung zwischen der spanischen Zentralregierung und den katalanischen Separatisten war es im August etwas ruhiger geworden. Das dürfte sich kurzfristig wieder ändern?

Am 11. September nähert sich „La Diada“, der auf Geschichtsfälschung und beliebiger Neu-Interpretation basierende sogenannte nationalkatalanistische Separatisten-Feiertag. Da muss wieder etwas auf die Straße gebracht werden. Wie in allen totalitären Systemen sollen Menschenmassen Argumente und Fakten überwinden. Zu Beginn der Separatistenkampagne unter Artur Mas sollen es gar 2 Millionen Menschen auf den Straßen gewesen sein, obwohl die Zahlen je nach Zählendem und dessen Interessenlage extrem stark variieren. Dann hat man Autobus- und Bahn-Konvois organisiert und den Provinzbauern ganztägige Familienausflüge nach Barcelona bezahlt um die Zahlen oben zu halten. Als auch dies nicht mehr gelang wurden die Örtlichkeiten, die Szenerie und der Ablauf geändert um mit Hilfe der allzeit-bereiten TV3-Propaganda-Kameras das Bild von virtuellen Menschenmassen vorzugauckeln. Mal sehen, was sich die CAT-SEP’s dies Jahr einfallen lassen werden? Wie wäre es mit einem großen Kreis der den ganzen Tag vor der fest installierten TV3-Kamera defiliert, endlose Menschenmassen parodierend?

Aber was hat sich denn geändert? Da hat sich ein Pedro Sánchez, PSOE legal per Misstrauensvotum an die Macht geputscht um nun zu versuchen mit lächerlichen 84 Abgeordneten des 350 Abgeordneten Parlamentes diese Legislaturperiode zu Ende zu regieren, also noch knapp zwei Jahre! Dabei ging es Anfangs nur darum Mariano Rajoy, den Polit-Autisten der PP abzuwählen und dann Neuwahlen auszulösen. Davon ist momentan nicht mehr die Rede. Sánchez klammert sich anscheinend um jeden Preis an die Macht und ihre Insignien. Es gibt „Kindergarten-Fotos“ von einem kindlich-stolzen Sánchez beim Regieren im Business-Jet. Sànchez mit den Großen Europas und der Welt, Symbolpolitik halt!

In Wirklichkeit kann Pedro Sánchez, der Gefangene von Separatisten, Minderheiten und erklärten Systemüberwindern wie Pablo Iglesias, PODEMOS buchstäblich keinen Furz lassen, ohne vorherige Genehmigung. Wenn es in Spanien also „politische Gefangene“ gibt, wie es die Separatisten gebetsmühlenartig verkünden, dann trifft dieser Begriff sicher mehr auf Pedro Sánchez zu, als auf die Untersuchungshäftlinge und Flüchtlinge des Staatsstreichversuches in Katalonien, denen ganz konkrete Rechtsbrüche, Verbrechen unterstellt werden. Diese Minderheiten wissen dies, genießen dies und schrauben automatisch den Preis hoch für ihre jeweilige Zustimmung. Er, Sánchez, hat bekanntlich nicht einmal die eigenen Partei geschlossen hinter sich, da ballt so manche/r heimlich die Faust in der Tasche.

Gleichzeitig werden im großen Stil Jobs neu verteilt an Vertraute, Freunde, Familie? Dies geschieht nämlich nicht etwa nur bei den katalanischen Separatisten, es geschieht selbstverständlich auch bei den Sozialisten in Madrid und anderswo. Aussenminister Borell ist dabei 40 Botschafter auszutauschen, weil die alten, noch von der PP ernannten, anscheinend über Nacht vollkommen untragbar geworden sind? Macht das Spaniens Ansehen und Stand in Europa und der Welt besser?

Klar ist, daß die Sprache der Separatisten, wissend um ihre neue Macht, aggressiver und radikaler geworden ist. Das bleibt folgenlos und gebiert Nachahmer. Der letzte Trottel ist ein katalanischer Restaurantbetreiber, der Guardia-Civil vom Grill anbietet oder Richter-Haxe weichgekocht und auf Holzkohle zubereitet. Ob das ein Aufruf zur Gewalt ist, das sollen Juristen beurteilen. Auf jeden Fall ist es ein weiterer Schritt der verbalen Eskalation.

Aber selbst die reine Symbolpolitik braucht konkrete Ergebnisse. Da kam man auf „die geniale Idee“ sozusagen als „kleinsten gemeinsamen Nenner“ der Radikalen, Separatisten, Systemüberwindern und der Sánchez-Hälfte der PSOE, den seit über 40 Jahren toten spanischen Diktator Franco aus seinem Mausoleum im Valle de los Caídos auszugraben und seiner Familie vor die Füße zu werfen, damit die mit ihm mache, was immer sie wolle!
Wow, da haben sich Pedro Sánchez & Co. ja wirklich an das Wesentliche und Drängendste der anstehenden Probleme gewagt, den spanischen Bürgerkrieg und die anschließende Franco-Zeit nachträglich sozusagen „posthum“ zu gewinnen? Keine Frage, diese Zeit wurde nie neutral und offen aufgearbeitet.

Mal sehen, was jetzt passiert? Werden die Separatisten speziell die der ERC nun den wahnsinnigen(?) Massenmörder Lluis Companys (mindestens 8.500 Ermordete werden ihm zugeschrieben, darunter viele Priester, Mönche und Nonnen, aber auch störende Ehemänner von Frauen hinter denen Companys her war) ebenfalls vom Montjuïc ausgraben und entfernen?

Oder werden sie ihm wieder als Märtyrer* und Vorbild ihrer guten Sache mit Blumenkränzen erschlagen?

Von da an überschlugen sich katalanische Dörfer und Städte geradezu in Franco-Begeisterung und nicht wenige der aktuellen Separatisten haben aktive Franco-Unterstützer unter ihren Vorfahren.
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*Er war zunächst nach Francos Sieg nach Frankreich geflohen und von dort nach dessen deutscher Besetzung von der Gestapo an den „neutralen Hitler-Freund“ Franco ausgeliefert worden, der ihn in Barcelona vor ein Kriegsgericht stellen und nach einem Pseudo-Verfahren von (katalanischen!) Richtern zum Tode durch Erschiessen verurteilen und hinrichten ließ. Etwa da, wo Lluis Companys damals hingerichtet worden war, fand makabrerweise während der Olympiade 1992 der Wettbewerb im Bogenschiessen statt. Bilder von Companys sollen sich dabei aber nicht auf den Zielscheiben befunden haben.