Erste gewaltätige „Gelbwesten“-Demos nach französischem Modell in Brüssel und der Wallonie Belgiens!

2. Dezember 2018

Wie von schon mir vermutet, sind die „Gelbwesten“-Proteste mittlerweile von Frankreich in den französisch-sprachigen Teil Belgiens, die Wallonie und nach Brüssel übergesprungen?

Erste gewaltsame Demos in Brüssel wurden mit Tränengas und Wasserwerfer aufgelöst. Aber auch bei den Gewaltorgien des gestrigen Sonntags in Paris hatten Akteure große belgische Flaggen vor den TV-Cameras geschwenkt. Der neoliberale französische Präsident Emmanuel Macron und sein ebenfalls liberal-konservativer belgischer Kollege Charles Michel werden sich spätestens bei den Europawahlen im Mai 2019 mit den Folgen, Reaktionen und Antworten ihrer Regierungen auf diese Proteste konfrontiert sehen!

In Paris wird schon laut über die Verhängung des Ausnahmezustandes, wie nach den Anschlägen von Paris, u.a. auf das BATACLAN verhängt, nachgedacht.  Wenn man sich vor Augen führt, daß ein paar hundert Gewalttäter, deren politischer Hintergrund anscheinend Rechtsradikal ist, die man ein paar Stunden erstaunlich unbehelligt bei ihren Gewaltorgien agieren lässt, die Regierung eines der wichtigsten EU-Staaten möglicherweise zur für sie sehr praktischen und bequemen Verhängung der Ausnahmezustandes mit der Einschränkung demokratischer Rechte und Freiheiten für ihre Bürger greifen lässt, sozusagen „den Poroschenko macht“, dann bekommen wir bald ukrainische Verhältnisse in Westeuropa, zum Kotzen…
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https://www.theguardian.com/world/2018/nov/30/belgian-police-fire-water-cannons-amid-fuel-price-protests


Paris: 5.500 gewalttätige Rechte in Gelbwesten randalieren auf den Champs-Elysées!

1. Dezember 2018

Laut Premier Edouard Philippe haben sich um die Mittagszeit rund 5.500 „Gelbwesten“ Zusammenstöße mit der Polizei geliefert bei denen es mindestens 80 Verletzte, darunter 14 Polizisten und 188 Festnahmen gab.  15 Metro-Stationen und mindestens 2 Linien seien geschlossen worden! In ganz Frankreich seien es aber weniger als 75.000 „Gelbwesten“ gewesen, gegenüber fast 300.000 bzw. 120.000 an den beiden vergangenen Samstagen. Die Teilnehmerzahlen reduzieren sich anscheinend auf den radikalen, gewaltbereiten Kern? Die Zusammenstöße seien „von selten erlebter Gewalttätigkeit“ gewesen, so die Polizei! Ca. 200 „Gelbwesten“ sollen als bekannte Ultra-Rechte identifiziert worden sein.

Die Champs-Elysées sind für den Straßenverkehr gesperrt. Fußgänger werden nach konsequenter Identitäts- und Taschenkontrolle von insgesamt bis zu 5.000 Polizisten durchgelassen. Es gibt widersprüchliche Bilder, von locker verstreuten „Gelbwesten“ und zwischen ihnen trainierenden Joggern einerseits und Krawallhorden, die Autos aufs Dach kippen, sie zu Barrikaden an Kreuzungen zusammenschieben und dann anzünden. Vermummte die systematisch Fensterscheiben im Parterre der anliegenden Gebäude zertrümmern, von Trainengasschwaden und Wasserwerfern in Aktion, purer Gewalt halt!
(Auszug aus francetvinfo.fr)
16h58 : Bonjour . Il y a toujours des manifestants et des débordements en cours. Un hôtel particulier est actuellement en feu sur l’avenue Kléber, à proximité de l’Arc de triomphe. Les pompiers sont en train d’intervenir. Par ailleurs, le journaliste sur place évoque plusieurs voitures en feu sur la même avenue.

Ein privates Hotel steht in der Avenue Kléber, nahe des Triumphbogens, in hellen Flammen. In der gleichen Straße brennen auch mehrere Fahrzeuge.

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Gespräche, „Verhandlungen“ mit den „Gelbwesten“ seien an einem toten Punkt angelangt. Premier Philippe hatte die berühmten 8 selbst ernannten Kommunikatoren der „Gelbwesten“-Bewegung gestern Freitag nachmittag in seinen Regierungssitz Matignon eingeladen, was zu einem Fiasko ausartete: Nur zwei der acht Sprecher waren erschienen und einer, Jason Herbert, ging gleich wieder, weil er nicht LIVE über die TV-Kameras zu den Franzosen sprechen durfte! Der/die zweite „Gelbwesten“-Sprecher/in war unbemerkt von den Medien durch einen Seiteneingang in den Matignon gelassen worden, sprach nicht zur Presse und seine/ihre Identität wurde weder von der Regierung noch von Jason Herbert enthüllt, der wiederum der Presse mitteilte, daß sie unter enormen Druck stünden und physischen und verbalen Drohungen ausgesetzt seien, daß ihr Leben in Gefahr sei!

Das etwa einstündige Gespräch, mit einer einzigen, auf keine Weise repräsentanten Person der „Gelbwesten“, sei nützlich und interessant gewesen meinte Premier Edouard Philippe hinterher und die Türen des Matignon stünden ihnen immer offen!

REISETIPP:
Also, wenn Sie gerade in Paris sind und mal nett mit dem französischen Premier reden wollen, dann holen Sie einfach Ihre gelbe Sicherheitsweste aus dem Auto, nehmen Sie den Seiteneingang des Matignons und reden Sie sich bei dem zweithöchsten französischen Politiker, nach Präsident Emmanuel Macron, einfach alles von der Seele, was Ihnen so auf dem Herzen liegt.. und, Sie müssen dabei nicht in einem Beichtstuhl knien. Echt „voll cool“ diese Franzosen, was?

SPASS BEISEITE:
Die Rechte Marine Le Pen ruft den in Argentinien beim G20 weilenden Präsidenten Emmanuel Macron dazu auf, sich nach seiner Rückkehr „unverzüglich mit der politischen Opposition in Kontakt zu setzen!

https://www.francetvinfo.fr/economie/transports/gilets-jaunes/gilets-jaunes-champs-elysees-direct-manifestation-video-paris-republique-madeleine-securite-crs-police_3079387.html#xtor=EPR-51-[gilets-jaunes-pres-de-5-500-manifestants-rassembles-a-paris-et-plus-de-107-personnes-interpellees-annonce-edouard-philippe_3079387]-20181201-[bouton]
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https://www.msn.com/fr-be/actualite/france/le-rendez-vous-de-gilets-jaunes-avec-edouard-philippe-tourne-au-fiasco/ar-BBQiYpd


„Brot, Arbeit und ein Dach über dem Kopf!“ Zehntausende ziehen in 9 Marschsäulen ins Zentrum von Madrid.

21. März 2015

300 soziale und gewerkschaftliche Organisationen und Parteien wie IU, Podemos, Equo oder SAT haben am heutigen 21-M zu einer speziellen Demo aufgerufen für diejenigen, die die Krise am meisten spüren, wie z.B. die Jugend.

Man sei in einer Notstandssituation und dieser könne man nicht bettelnd und heulend begegnen, sondern man müsse Madrid erobern, verlangte Julio Anguita, IU.

Für eine würdige Arbeit, mit Rechten und gegen das TTIP-Abkommen der EU mit den USA waren die Demonstranten, die in neun Marschsäulen, symbolisch für die neun Autonomien Spaniens, sternförmig auf die Plaza de Colón zu marschierten.

País Vasco, Burgos und La Rioja (Route 1); Cataluña, Aragón, Navarra und Guadalajara (Route 2); Murcia, Comunidad Valenciana, Castilla la Mancha und Südosten von Madrid (Route 3); Andalucía, Castilla-La Mancha und der Süden von Madrid (Route 4); Extremadura, Toledo und der Südwesten von Madrid (Route 5); Asturias, Cantabria, Castilla y León (Route 6); Canarias, Baleares, yayoflautas und Zentrum von Madrid (Route 7), die Züge aus Galicia (Route 8) und die sogenannte Route der historischen Erinnerung (Route 9).

(Die Nummerierung dieser Routen folgt offensichtlich der Nummerierung der sternförmig von Madrid ausgehenden Nationalstraßen?)

Ver más en: http://www.20minutos.es/noticia/2411283/0/marchas-dignidad/21-marzo/madrid/#xtor=AD-15&xts=467263

Die Menschen trugen Republikanische Flaggen, diejenigen ihrer Autonomien und ihrer Gewerkschaften und skandierten Parolen wie „Das Parlament ist nicht die Lösung, die Lösung ist die Revolution!“ (was sich im Spanischen reimt!)

„Wir erlauben keine weitere Zwangsräumung mehr!“

„Es lebe der Kampf der Arbeiterklasse!“

„Es fehlt jetzt ein Generalstreik!“

Dieser Generalstreik, sowohl der Arbeit als auch des Konsums, soll am 22-O, am 22. Oktober dieses Jahres, statt finden.

Das makabere dieser Situation liegt in der Tatsache, dass zu den finsteren Zeiten des Franco-Faschismus, dieses Recht auf würdige Arbeit zu geschützten Bedingungen und auf ein Dach über dem Kopf im Prinzip garantiert waren in Spanien. Arbeiter waren praktisch unkündbar und wohnen war unfassbar billig.
Arbeits- und Mietverträge aus dieser Zeit waren praktisch Gold wert. Ich habe das in den 80er- und 90er-Jahren selbst erlebt…

Nach dem Ende der Kundgebung kam es zu Zusammenstössen von etwa 200 Maskierten mit der Bereitschaftspolizei, UIP bei denen es zu Sachschäden kam. Die Calle Génova, Sitz der PP des Ministerpräsidenten Mariano Rajoy war von einem Großaufgebot der Polizei vollkommen besetzt und für jede Art öffentlichen Verkehrs (auch ficken?) gesperrt.