Die Anarcho-Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau,unterdrückt das Castellano, gesprochen von der überwältigenden Mehrheit in Spanien, zum Tag der Muttersprache am 21. Februar, kein Witz!

19. Februar 2019

Die lächerlichen Bemühungen dieser vollkommen unfähigen Person, IRGENDWIE die nächsten Kommunalwahlen zu überstehen, haben neue Blüten geschlagen. Jetzt schmeisst sie sich hemmungslos den katalanischen Separatisten an den Hals, denn Umfragen sehen die ERC als möglichen Wahlsieger in Barcelona. Colau jedoch hat außer steigender Kriminalität und Rechtslosigkeit und einem übersteigerten Minderheiten-Kult „aber so rein gar nichts“ aufzuweisen.

So kam das folgene Plakat zu Stande, das übrigens nicht das erste dieser Art ist, denn Colau informiert grundsätzlich in jeder Minderheitensprache, zu denen auch rein zahlenmäßig das zwangsweise, automatisch verordnete Katalán gehört und unterdrückt gleichzeitig die meistgesprochene Sprache Kataloniens, die Hauptsprache des Staates Spanien, die Weltsprache Spanisch, das Castellano!

Das ist der erneute Beweis, daß Ada Colau intelektuell auf dem Stande eines Höhlenmenschen stehen geblieben ist, ohne mit diesem Vergleich den Höhlenmenschen Unrecht tun zu wollen…

DiaLenguaMaterna

Armes Barcelona, womit hast du dir das verdient?

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https://www.dolcacatalunya.com/2019/02/para-ada-colau-todos-tienen-lengua-materna-menos-los-que-hablan-espanol/


Super-Valls will Barcelona retten: „Je veux être le prochain maire de Barcelone“, sagte auf Català, der französische Ex-Premier Manuel Valls und kandidiert für das Amt des Bürgermeisters von Barcelona!

25. September 2018

Es wurde seit Längerem erwartet, nun ist es offiziell: Valls warf seinen Handschuh in den Ring und will gegen Anarcho-Ada Colau und den Polit-Greis Maragall antreten.

Er verwies in seiner Rede auf Catalàn auf die katalanische Herkunft (Tarragona) seiner Familie, deren Wurzeln, seine Geburtsstadt (Barcelona), seine Kindheitserinnerungen.

Valls, der bei der französischen PS als Rechter Hardliner galt, zählte alsbald die Defizite Barcelonas auf, die er alsbald zu beheben gedächte. Ada Colau müssen die Ohren geklungen haben?

Da der SepaRassist Quim Torra ihm deshalb nicht mit genetischen Mängeln kommen konnte, ordnete er Valls sofort als Kandidat der Reichen und als die übliche Intrige Madrids ein, Punkt.
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https://www.francetvinfo.fr/monde/espagne/referendum-en-catalogne/manuel-valls-depute-de-l-essonne-et-ex-premier-ministre-officialise-sa-candidature-a-la-mairie-de-barcelone-en-espagne_2956785.html#xtor=EPR-51-%5Bcandidat-a-la-mairie-de-barcelone-manuel-valls-annonce-qu-il-va-demissionner-de-son-mandat-de-depute-de-l-essonne_2956785%5D-20180925-%5Bbouton%5D


Will Manuel Valls im Mai 2019 in Barcelona zum Bürgermeister kandidieren?

23. September 2018

Er ist ein richtiger Europäer und sieht sich offenbar als politische Mehrzweckwaffe? Mutter aus der italienischen Schweiz, Vater Spanier aus der katalanischen Metropole Barcelona, wuchs der am 13. August 1962 in Barcelona geborene Manuel Valls viersprachig (Italienisch, Spanisch, Katalanisch und natürlich Französisch) in Paris auf und nahm erst mit 20 Jahren die französische Staatsbürgerschaft an, zusätzlich zu seiner Spanischen vermutlich?

Mit 17 trat er (noch als Spanier?) in die Sozialistische Partei PS ein und – seltsame Mischung – war auch für 16 Jahre Freimaurer der Loge GRAND ORIENT DE FRANCE!  Die Einzelheiten seiner politischen Entwicklung und seiner Einstellung kann dem verlinkten Wikipedia-Artikel entnommen werden, nur kurz, er scheint demnach nicht sehr mit dem Sozialismus verbunden zu sein und ihn eher nur als Sprungbrett für seine persönliche Karriere benutzt zu haben? Er war Innenminister und Premierminister und verbreitete eher das Bild eines französischen Rechten, den der Zufall in die PS verschlagen hatte. Valls regierte im Prinzip gegen die Programme und Interessen seiner Partei, teils mit Notverordnungen am Parlament vorbei und verlor deren Unterstützung mehr als einmal. Er war auch notorisch illoyal gegen den (schwachen) Präsidenten François Hollande. Die Parteilinke legte ihm den Austritt aus der PS nahe! Er hatte keine Lobby, keinen Parteiflügel der sich mit ihm identifizierte, der ihn unterstützte und als er selbst Nachfolger des Präsidenten Hollande werden wollte, musste er sein Abgeordnetenmandat niederlegen um kandidieren zu können. Er verlor auch bei seiner zweiten PS-parteiinternen Vorwahl gegen Benoît Hamon und trat nach seinem Austritt aus der PS als unabhängiger Kandidat an und schloss sich der Fraktion von Macrons Bewegung LA RÉPUBLIQUE EN MARCHE an. Macron hielt aber deutlich Distanz zu Valls und seinen Bemühungen der neuen Regierung anzugehören. Kurz: Valls hatte es sich in der französischen Politik ziemlich verscherzt und auch die Wirtschaft hielt sich mit Job-Angeboten deutlich zurück. Seine Perspektive schien gleich Null zu sein?

Da erinnerte er sich seiner spanisch-katalanischen Wurzeln und mischte sich, so etwa seit dem Staatsstreich des Carles Puigdemont und seiner CAT-SEP’s, wieder verstärkt in die katalanische Politik ein, vertrat dabei die „gute, alte“ französische Position eines starken zentralistischen Staatsmodells für Spanien und lehnte die katalanische Unabhängigkeit eindeutig ab (da haben wir sogar mal was gemeinsam!). Ciudadanos, C’s bot ihm die Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Barcelona bei dem Kommunalwahlen im Mai 2019 an. Er hielt sich die Antwort bisher offen, scheint aber am kommenden Dienstag eine offizielle Stellungnahme abgeben zu wollen? Gerüchteweise soll er ein breiteres Bündnis aller verfassungskonformen, nicht separatistischen Parteien anstreben? Vorerst gibt er im Wintersemester Vorlesungen an der privaten ESADE in Barcelona und hat damit zumindest schon mal „einen Fuß in der Tür“.

Die hohe politische Differenzierung von Parteien, Bewegungen und Gruppierungen in Spanien scheinen mir persönlich aber eher ungünstig für ein solches Konzept und die Kandidatur eines solchen Kandidaten zu sein? Unwahrscheinlich, daß sich PSC und PP einem solchen Bündnis gegen die CAT-SEP’s als auch gegen Ada Colau „unterwerfen“ würden? Man wird ihn vermutlich als Legionär, als Franzosen, als Fremden abqualifizieren, der keine Ahnung von den konkreten politischen Bedingungen in Barcelona hat? Aber warten wir es also erst einmal ab, „welche Katze“ Manuel Valls am Dienstag „aus dem Sack lässt“?

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https://de.wikipedia.org/wiki/Manuel_Valls

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Sánchez’s Franco-Nummer wegen Haushalt 2019?

26. August 2018

Kaum mit „Ach-und-Krach“ gewählt, von einer extremen Koalition aus Extremisten und Minderheiten, hat Pedro Sánchez, PSOE verkündet bis zum feststehenden Ende der Legislaturperiode im Juni 2020 durchregieren, bzw. sich durchwursteln und auf vorgezogene Neuwahlen verzichten zu wollen. Das würde eine jahrelange Zitterpartie und maximale Erpressbarkeit bedeuten, was er eigentlich nicht wirklich wollen kann?
Wie sieht es kräftemäßig eigentlich aus im Spanischen Parlament?

Gewählt haben ihn bei Misstrauensvotum gegen Mariano Rajoy Brey, PP folgende Parteien bzw./ oder Gruppen:
84 PSOE
67 Podemos
09 ERC (CAT-SEP’s)
08 PDeCat (CAT-SEP’s)
05 PNV (Basken)
04 Compromís
02 BILDU (Basken)
01 Nueva Canarias
=180 Stimmen von 350 Stimmen,
(176 Stimmen = absolute Mehrheit!)
Diesen bunten Haufen zusammen zu halten, gar zu gemeinsamem Abstimmungen zu veranlassen, dürfte ein ziemliches Ding der Unmöglichkeit sein, es sei denn, man KAUFT sich die benötigten Stimmen durch entsprechende Zugeständnisse. Was könnten die 17 CAT-SEP-Stimmen zum Beispiel kosten?

Gegen den Sánchez’s Mißtrauensantrag gegen Rajoy haben damals gestimmt:
134 PP
032 C’s
002 UPN
001 Foro Asturias
00(1) Coalición Canaria
=170 Stimmen von 350 Stimmen, eine starke Minderheit, die bis auf 6 Stimmen an die absolute Mehrheit heranreicht und denen im konkreten Einzelfall schon 6 Abweichler zur Mehrheit verhelfen könnten!

Jetzt muss Pedro Sánchez den Haushalt 2019 durch das Parlament bringen, will er nicht die peinliche Niederlage riskieren, Mariano Rajoys PP-Haushalt fortschreiben zu müssen, weil er für einen eigenen keine Mehrheit findet.

Es wird angenommen, daß die schräge Nummer mit dem Eilgesetz zur schnellen Ausgrabung (binnen 14 Tagen!) der seit 42 Jahren im Valle de los Caídos beigesetzten Franco-Mumie etwas mit Sánchez Nöten eine Mehrheit aus extremen, separatistischen und Minderheitsparteien herstellen zu müssen zu tun haben könnte? Sei’s drum, mir ist’s egal wo der Diktator „ruht“, Hauptsache tot! Eine mögliche Gefahr sehe ich aber in der Aufkündigung der gemeinsamen Basis für den Übergang der spanischen Politik von der Franco-Diktatur zur parlamentarischen Monarchie, die darin bestand, die Vergangenheit ruhen und nicht ausgraben zu lassen. Der Spanische Bürgerkrieg hat auf ALLEN Seiten schreckliche Taten, Verbrechen und Opfer gefordert und wurde meines Wissens NIE neutral aufgearbeitet. Die Folge von Sánchez’s Handeln könnte also sein, daß die gesamtspanische Gesellschaft, ähnlich wie jetzt schon die katalanische, in zwei annähernd gleich große Hälften gespalten wird, die sich unversöhnlich gegenüberstehen und beide im Recht glauben, ein potentielles neues Bürgerkriegs-Szenario?

Aber ist es wirklich sinnvoll für Sánchez zu versuchen, sich bis Juni 2020 „durchzuwursteln“?

Im Moment haben sich die Umfragewerte der PSOE etwas erholt zu Lasten von Podemos. Allerdings hat sich auch sein etwas farbloser PP-Kontrahent Pablo Casado zu Lasten von C’s erholt. Diese Entwicklung würde das alte Zwei-Parteien-Regierungssystem in Spanien wiederbeleben?

Im März 2019 finden in Andalusien Wahlen statt. Gleichzeitig wird für diesen Zeitraum das Urteil im seit Jahre laufenden Korruptionsverfahren der andalusischen PSOE dem sogenannten Fall „ERE“ erwartet. Darin sind PSOE-Politiker bis über die Ohren verwickelt. Das spräche eigentlich dafür die Wahlen auf Ende 2018 vorzuziehen, was Susana Díaz zwar lautstark bestreitet, damit aber eher wahrscheinlicher macht?

Auch Pablo Casado, PP hätte ein Interesse auf vorgezogene Neuwahlen in Spanien. gegenwärtig wird untersucht, ob es bei seinem Master-Abschluss an der Universidad Rey Juan Carlos (URJC) in Madrid alles „mit rechten Dingen“ zugegangen ist. Es gibt starke Indizien, daß dem nicht so ist und ein Gerichtsverfahren gegen ihn eröffnet wird. Das wäre ein starker Rückschlag für ihn.

Im Mai 2019 finden in Spanien Autonomie-, Kommunal- und Europawahlen statt. Eigentlich undenkbar, daß ein „politischer Gefangener“ der Extremisten, der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez unter solchen Bedingungen zu Wahlen antreten möchte?

Für wahrscheinlicher halte ich es deshalb, daß er seiner Klientel maximale Versprechungen machen und noch Ende 2018 Neuwahlen abhalten wird. Schau’n wir mal…

 

 


Frau, Muslima, Schleierträgerin und Abgeordnete im Stadtrat von Badalona.

14. Juni 2015

Eine der Frauen, die am 24-M einen Rathaus-Sitz eroberten und damit Geschichte schrieben, ist die 39-jährige Fátima Taleb, gebürtig aus Marokko, die seit 17 Jahren in Catalunya lebt.

Sie hatte zunächst überhaupt nicht die Absicht sich direkt kommunalpolitisch zu betätigen.  Sie arbeitete als kulturelle Mediatorin zwischen nordafrikanischen Einwanderern, Einheimischen und Institutionen in Barcelona.  Überzeugte Multi-Kulti-Anhängerin wirkte sie auch in der Föderation kultureller und und erzieherischer Vereine in Barcelona (Federación de Asociaciones Culturales y Educativas de Barcelona) und als Koordinatorin des Projektes „Stadtviertel bauen„ (Construïm Barri) mit.

Sie ist eines der Gesichter des „Badalona nueva“, des neuen Badalonas und beschreibt sich selbst als „Frau, Muslima und Schleier-Trägerin“.

Der Schlüssel-Moment für ihren Entschluss sich politisch zu betätigen, sei das Verbot einer zuvor erlaubten Benefizveranstaltung muslimischer Frauen in einem öffentlichen Zentrum gewesen, die der Hilfe bedürftiger Einwanderer galt. Am Tag nach den Pariser Charlie-Hebdo-Anschlägen wurde den Frauen die geplante Veranstaltung verboten.

Darauf setzte sie sich mit dem linken Bündnis „Guanyem“ in Verbindung. In einer der lokalen Versammlungen erklärte sie ihren Fall. Viele rieten ihr zu, sich bei den Kommunalwahlen als Kandidatin zu bewerben. Nach einigen Zögern nahm sie den Vorschlag an.

Sie hat aber klare Vorstellungen, die zum Beispiel das Wort „Integration“ ablehnt und statt dessen „soziale Einbindung“  befürwortet, was also durchaus „kulturelle, islamische Inseln“ in spanischen Städten beinhaltet, denn sie sieht es als ungerecht an, dass ein Migrant seine kulturelle Identität komplett aufgeben müsse und statt dessen begeistert die seines Aufnahmelandes „umarmen“ müsse! Von einer „sozialen Integration könne man aber nicht sprechen, der Beweis seien die fehlenden Kandidaten mit Migrationshintergrund für die Kommunalwahlen des 24-M.
Sie fordert eine Moschee für Badalona, die von islamischer Seite mit eigenen Mitteln gebaut werden müsse.

Fátima Taleb kandidierte bei der ersten Wahl an der sie teilnehmen konnte auf Platz 5 für Badalona im linken Bündnis „Guanyem Badalona“ aus CUPPodemos, Procés Constituent und Unabhängigen. Sie wurde gewählt und die Linken konnten vereint mit Dolors Sabater* als neuer Bürgermeisterin gemeinsam das letzte Bollwerk der PP mit dem offen fremdenfeindlichen Bürgermeister Xavier García-Albiol mit 14 : 11 Ratssitzen ablösen!
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* Bei der Amtsübernahme von Sabater lieferten sich die Fahnen schwenkende Anhänger der neuen linken und des scheidenden konservativen Bürgermeisters lautstarke Wortgefechte, Pfiffe und Rempeleien und mussten von den Mossos (in Zivil) getrennt werden.

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http://www.lavanguardia.com/politica/20150613/54432807243/badalona-alcaldesa.html


Spanien: So wählten die großen Städte!

26. Mai 2015

SPANIEN: KOMMUNALWAHL 24-M, Ergebnisse in Großstädten

Madrid

34,55%, 21 Sitze,  PP
31,85%, 20 Sitze,  AhoraMadrid
15,28%, 09 Sitze,  PSOE
11,41%, 07 C’s
06,91%, 00 diverse Andere
Gesamt: 57 Sitze, absolute Mehrheit 29 Sitze.

Barcelona

25,21%, 11 Sitze, Barcelona en Comú
22,72%, 10 Sitze, CiU
11,05%, 05 Sitze, C’s
11,01%, 05 Sitze, ERC
09,63%, 04 Sitze, PSOE
08,70%, 03 Sitze, PP
07,42%, 03 Sitze, CUP
04,26%, 00 Sitze, diverse Andere
Gesamt: 41 Sitze, absolute Mehrheit 21 Sitze.

Zaragoza

26,88%, 10 Sitze, PP
24,57%, 09 Sitze, ZGZ
18,65%, 06 Sitze, PSOE
12,29%, 04 Sitze, C’s
06,78%, 02 Sitze, CHA
10,83%, 00 Sitze, diverse Andere
Gesamt: 31 Sitze, absolute Mehrheit 16 Sitze.

Bilbao

39,32%, 13 Sitze, PNV
14,03%, 04 Sitze, Bildu
11,95%, 04 Sitze, PSOE
11,85%, 04 Sitze, PP
08,52%, 02 Sitze, Udalberri
06,47%, 02 Sitze, Ganemos
Gesamt: 29 Sitze, absolute Mehrheit 15 Sitze.

Valencia

25,71%, 10 Sitze, PP
23,28%, 09 Sitze, Compromis
15,38%, 06 Sitze, C’s
14,07%, 05 Sitze, PSOE
09,81%, 03 Sitze, VALC
11,75%, 00 Sitze, diverse Andere
Gesamt: 33 Sitze, absolute Mehrheit 17 Sitze.

Sevilla

32,98%, 12 Sitze, PP
32,17%, 11 Sitze, PSOE
09,28%, 03 Sitze, C’s
09,06%, 03 Sitze, PSevilla
05,98%, 02 Sitze, IU
10,53%, 00 Sitze, diverse Andere
Gesamt: 31 Sitze, absolute Mehrheit 16 Sitze.

Knappe Mehrheiten durch linke Koalitionen sind oft theoretisch möglich. Es wird wohl eine Frage der Kompromissfähigkeit kleiner Links-Gruppen, aber auch der arg gefledderten PSOE, ihre geschwundene Bedeutung zu akzeptieren? Es besteht andererseits die Gefahr, dass sie sich aus egoistischen Überlebensgründen „staatstragend“ gibt und sich diesen linken Mehrheiten verweigert. Eine große Koalition nach deutschem Modell böte zwar stabile Mehrheiten, ist aber in Spanien verpönt…
Zusammen haben PP und PSOE bei dieser Kommunalwahl rund 3 Millionen an Wählerstimmen verloren und rund 4.700 Rats-Mandate im ganzen Land. Nach Stand von Heute wäre das Zwei-Parteiensystem in Spanien am Ende!

Eine interessante Besonderheit ergab sich in Madrid, wo der jeweilige Bürgermeisterkandidat fast aller Parteien, also PP, PSOE, IU, aber auch AhoraMadrid (Podemos)  weniger Stimmen bekam als der Kandidat für die Comunidad de Madrid. Die Wähler Madrids trauen ihnen wohl allen nicht so recht?

Trotzdem nicht vergessen: Das war nur eine Kommunalwahl, ein Stimmungsbarometer zwar, aber am Ende nicht mehr als eine Kommunalwahl!


Die Wähler rücken Spanien nach Links!

25. Mai 2015

Genug der Krisenjahre, genug der Einsparungen, der Kürzungen, der Entlassungen, genug der ständigen, für den Bürger im Geldbeutel nicht nachvollziehbaren synthetischen Erfolgsmeldungen der Partido Popular, der PP des Merkel-Strebers Mariano Rajoy Brey und deren Korruptionsskanadalen auf allen Ebenen der Partei und Regierung. Die PP hat bei diesen Wahlen eine totale Klatsche erhalten und könnte wesentliche Teile Spaniens verlieren, allen voran dessen symbolischem Zentrum, das Rathaus der Hauptstadt Madrid, in denen sie bisher ungestört regierte!

In Catalunya haben die Separatisten ihre geplante, künftige Hauptstadt Barcelona verloren, wo der Amtsinhaber, der Arzt Xavier Trias von CiU, gegen den „Newcomer“ Ada Colau von der Plataforma Barcelona en Comú mit einem Sitz Rückstand verlor. Es kann also eine linke Regierung geben, wenn die stark gefledderte PSOE über ihren Schatten springt, die Dominanz der neuen Linken akzeptiert und ihre neue Rolle demütig annimmt, was nicht garantiert ist!

Die Àrea Metropolitana, der industrielle Großraum um Barcelona herum, rückte deutlich von CiU und dem Separatismus ab, der sich zunehmend auf die tiefsten katalanischen Provinzen beschränkt, wo CiU nach wie vor gewinnt! Das Wahlergebnis stellt den 27. September als Termin für Kommunalwahlen, die gleichzeitig ein Phantomreferendum für den Separatismus sein sollen, ernsthaft in Frage. Artur Mas würde sich sein politisches Grab schaufeln, die genervten Katalanen die CiU zu Tode wählen lassen! Artur Mas führt den Termin zwar bekanntlich ständig im Munde, hat ihn bisher allerdings nicht rechtskräftig und damit verbindlich gemacht, seine Phantomwahlen zur Unabhängigkeit, den 27-S! Auf Details zu Parteien, Stimmen und Sitzen gehe ich später gesondert ein.

Obwohl diese Wahlen vom 24. Mai 2015 zuallererst Kommunalwahlen in Spanien waren und erst in zweiter Linie Barometer, Stimmungsthermometer der aktuellen politischen Lage Spaniens, wird man dereinst diesen Termin vermutlich als das Ende des faktischen Zwei-Parteien-Systems in Spanien ansehen?