Ausländer bleiben weg: Weniger Katalan an den Unis!

17. März 2015

Der obsessive Zwang zu Forschung und Lehre in katalanischer Sprache war immer ein qualitatives und quantitatives Handicap für die katalanischen Unis. Weder Studenten noch Professoren rissen sich um Vorlesungen in dieser „Wir-sind-8-Millionen“-Sprache. Immer stand man im Wettbewerb mit den Weltsprachen Spanisch und Englisch. Endlich, nach mehr als zwei Jahrzehnten, scheint man in Barcelona klüger geworden zu sein, scheint man in Barcelona zu reagieren?

Ab dem nächsten Semester gibt es den „internationalen Zugang“ für Studenten aus nicht EU-Staaten. Diese müssen allerdings tief in die Taschen greifen. Sie zahlen mit 6.000,- bis 8.000,- € pro Semester Studiengebühren, die das drei- bis vierfache der EU-Studenten und der Spanier/Katalanen betragen! Wie immer geht es also bei dem Einlenken in Catalunya letztlich um Geld, die alte Zauberformel der Katalanen. Den Vollzahlern sollen dann Vorlesungen in Englisch und Spanisch angeboten werden, was den riesigen Lateinamerikanischen Markt eröffnen würde. Schon in den letzten Jahren waren zunächst unmerklich aber beständig Vorlesungen in Spanisch zu Lasten des gesetzlich verordneten Katalan(!) eingeführt worden.

Die letzten Zahlen stammen aus 2012-13. Im Grundstudium betrug das Verhältnis von Katalan 75% zu Spanisch 16% und andere Sprachen 9%. Es änderte sich im Hauptstudium in 57% Katalan und 21% Spanisch  und 22% andere Sprachen, u.a. Englisch. Wenn der Professor sich in Spanisch wohler fühlt, dann könne künftig auch ein Kurs, der in Katalan begonnen habe auf Spanisch fortgeführt werden. Von den 16 Unis in Catalunya hat die „Pompeu Fabra“ als einzige ein ausgewogenes 50 / 50 Verhältnis zwischen beiden offiziellen Sprachen Catalunyas. Bei den Master-Studiengängen herrscht sogar ein 30/30/30 Verhältnis von Katalan, Spanisch und Englisch, was als vorbildlich angesehen werden kann.

Von den Studenten in Catalunya kommen derzeit nur 12% aus anderen Teilen Spaniens und nur 6% aus dem Ausland. Sie haben zumindest den Vorteil, sich nicht der in ganz Spanien geltenden, einheitlichen Aufnahmeprüfung, der „Selectividad“ unterziehen zu müssen.


FBI: Spanische Exklave Ceuta, Islamisten-Nest, 170km von US-Basis Rota, Andalusien entfernt!

12. Dezember 2014

US- und spanische Agenten gehen ein und aus und interessieren sich für die Durchlässigkeit der Grenzen und das soziale und religiöse Profil der Bevölkerung der spanischen Exklave in Nordafrika.

Ceuta, das über Spanien bekanntlich zur EU gehört, hat mit 72% die höchste Jugendarbeitslosigkeit in der ganzen EU, das heisst, nur jeder vierte Jugendliche hat Arbeit, 39% keinen Schulabschluß! Als Spanier haben sie nicht nur in Festland-Spanien, sondern natürlich in ganz Europa Reise- und Niederlassungsfreiheit. Muslime stellen 40% der Bevölkerung Ceutas. 25% aller spanischen Jihadisten kämen aus Ceuta sagt das spanische Innenministerium. Das Ceuta umgebende Marokko ergänzt, dass 30% seiner Jihadisten aus den Ceuta nahegelegenen Städten Tánger und Tetuán stammten.

Das spanische Militär, beschäftigt sich seit über einem Jahr mit Soldaten, die radikalem Gedankengut (natürlich nicht nur islamischem!) anhingen und die deshalb eine Gefahr darstellten. Das spanische Militär in Ceuta und Melilla besteht zu etwa 30% aus Muslimen.

Die Jihadisten der Zweiten Generation kämen heute nicht mehr aus dem Irak oder Syrien, sondern aus Ceuta und Melilla!

Alleine in Ceuta gäbe es derzeit über 50 offene Ermittlungen wegen Terrorismusverdachtes. Dies stelle aber nur 6% der gesamten Ermittlungen dar, die sich auf Madrid, Katalonien, Valencia und Andalusien konzentrierten.


Künftig keine Sozialleistungen mehr in der EU für UK-Bürger?

15. November 2014

Der UK-Außenmister Hammond orgelt erneut die alte Melodie: „Sollte es keine substanziellen, bedeutenden Reformen in der EU geben, dann KÖNNTEN die Briten dem Spuk durch Austritt ein Ende bereiten!“

Er will – unter anderem – die Freizügigkeit für EU-Bürger innerhalb der EU begrenzen: Auf dem Kontinent „ja“, über den Kanal auf die Insel „auf gar keinen Fall!“ Für Arbeit suchende Europäer soll es künftig auf der Insel keinerlei Sozialleistungen mehr geben, so Hammond.

Nach dem Reziprozitäts-Dingens, dem Prinzip der Gegenseitigkeit, würde dies natürlich für die zahlreichen UK-Bürger auf dem europäischen Festland, in Frankreich, Spanien, Portugal aber auch Deutschland genauso gelten. Hier in NRW gibt es so einige, die nach der Army hier blieben und sich seither irgendwie durchschlugen. Die werden sich freuen über diese „good-news“!

Übrigens: Laut der FINANCIAL TIMES  vom Februar 2014 gleichen sich die Ein- (2,3 Mio) und Auswanderungszahlen (2,0 Mio) des UK nahezu aus. Es bestünde nahezu eine Balance und die UKIP- und Torie-Panikmache sei sachlich unbegründet. Na also!

http://www.ft.com/cms/s/0/5cd640f6-9025-11e3-a776-00144feab7de.html#axzz3J9Ev2VpV