Wie lange kann die katalanische Separatistensekte Puigdemont noch ertragen?

8. Mai 2018

Das gewohnte Bild ist das eines permanenten „Katz-und-Maus-Spieles“ zwischen den CAT-SEP’s, vertreten durch den Guru Puigdemont und der Zentralregierung in Madrid, vertreten durch den Polit-Autisten Rajoy.

Aber das Affentheater, der CAT-SEP-Zirkus, hat noch ein paar Kollateralschäden erzeugt. Darunter sind zum Beispiel die Gläubigen der eigenen Separatisten-Sekte, von denen sich zwar ein harter Kern radikalisiert, Andere jedoch enttäuscht zurückziehen.

Sie haben mit „Ach-und-Krach“ 2 Millionen Stimmen geholt am 21-D. Sie haben die Wahl an Stimmen klar und eindeutig verloren, nicht aber an Sitzen, denn sie errangen 70 von 135 Sitzen, das sind nur 2 Stimmen über der Absoluten Mehrheit von 68 Sitzen. Wenn man bedenkt, daß JxCat, ERC/Cat-Sí und die CUP diametral entgegengesetzte Programme haben und die Separation von Spanien lediglich der kleinste gemeinsame Nenner ist, dann wird die momentane Hängepartie verständlicher. Sie wissen, jeder von ihnen hat zu verlieren, egal welche Form von Koalition die Zukunft bringen wird.

Die ERC (32 Sitze am 21-D mit 935.000 Stimmen oder durchschnittlich 29.200 Stimmen pro Sitz) ist bisher immer mehr oder weniger brav dem Kurs des Verrückten aus Gerona gefolgt, obwohl ihr Präsident Junqueras seit Oktober und damit wie die meisten Inhaftierten, seit über einem halben Jahr im Knast sitzt. Sie grummelt jetzt vernehmlich, will eine „reale“ Regierung, die Autonomie in den Griff bekommen und dafür sorgen, daß Madrid des Artikel 155 wieder abschaltet. Die ERC hat zwar dem Separatismus keineswegs abgeschworen, gab aber kürzlich zu, daß es keine Mehrheit für das CAT-SEP-Projekt unter den Katalanen gäbe und will aktiv dafür werben, Verbündete suchen. Die Abspaltung von Spanien ist damit zum Fernziel geworden.

Die Anarchos von der CUP bekam am 21-D die größte Klatsche aller Separatisten und schrumpfte von 10 auf 4 Sitze (mit 195.000 Stimmen oder durchschnittlich 48.700 Stimmen pro Sitz!) im Autonomieparlament. Sie hat aber nichts daraus gelernt, sich eher noch mehr radikalisiert! Alles unterhalb der unabhängigen Republik Katalonien lehnen sie kategorisch ab! Damit gibt es faktisch keine CAT-SEP-Mehrheit mehr, denn es ist ihnen der Kleinste gemeinsame Nenner abhanden gekommen.

Die PDE-Cat (34 Sitze am 21-D durch 948.000 Stimmen, oder durchschnittlich 27.800 Stimmen pro Sitz) war unter dem unverfänglichen Label „Junts pel Catalunya“,  kurz JxCat, angetreten um so von den alten CiU-Skandal-Jahrzehnten abzulenken. Sie folgen noch immer dem Sektenführer Puigdemont, obwohl oder weil praktisch die gesamte zweite Führungsgarnitur im Knast sitzt. Sie sind zu schwach zum Putschen und der alte „Karle Putschdämon“ nutz dies gnadenlos aus. Er sieht sich als absolut-total unentbehrlich und dies auf Lebenszeit. Egal, wohin er auch gerade geflüchtet ist, seine Vasallen müssen dort antanzen und sich kuriose Pläne und Handlungsalternativen anhören, denen einzig und allein gemein ist, daß ER jeweils in ihnen wie die Sonne als Zentralgestirn im Zentrum thront, während alle anderen entbehrliche Bauern in diesem Schachspiel gegen ALLE sind, denn natürlich sind die ERC und die CUP ihm mindest ebenso feindlich gesinnt wie die Nationalparteien PP, PSOE und PODEMOS. Die Einzigen, die bei einem Abfall der CUP möglicherweise einspringen würden sind die Sozialisten der PSC um den opportunistischen „Tänzer“ Miquel Iceta, der am liebsten auf allen Hochzeiten tanzen möchte, sei es staatstragend in Madrid, sei es separatistisch in Barcelona.

Momentan zahlt Madrid brav die Zeche, denn sowohl die Knackis als auch die Abgehauenen beziehen ihre Bezüge. Die möglicherweise in den oberen Strukturen der Generalitat installierte Korruption wird vermutlich ebensowenig tangiert? Dass das katalanische Autonomieparlament nicht arbeitet, das ist ihre geringste Sorge. Dies war auch schon seit Zeiten von Artur Mas so! Sie haben praktisch selbst den Beweis ihrer Überflüssigkeit erbracht. Ohne Autonomieparlament, mit-verwaltet von Madrid, läuft es besser, denn Rechnungen, z.B. an Apotheken werden jetzt bezahlt und weisen keinen Jahresrückstand auf.

Der Fairness Halber muss hier gesagt werden, daß die Opposition im katalanischen Autonomieparlament sich untereinander auch nicht grün ist und außerdem auch ohne die vier Stimmen der CUP mit 65 Stimmen eine Stimme weniger als die verbleibenden CAT-SEP’s von JxCat und ERC hätten.

Im Ernstfall würden wohl beide Lager versuchen Stimmen, oder zumindest Enthaltungen, im jeweils gegnerischen Lager zu kaufen. Eine stabile Regierung sähe anders aus…

So läuft die Zeit ab und bis zum 14. Mai soll nun das Hologramm von Puigdemont installiert werden und daneben eine Art von Statthalter/in vor Ort, mit geringen Kompetenzen, der sich an der katalanischen Realität und mit Madrid die Finger schmutzig machen darf, nicht aber das Büro des Sonnenkönigs betreten oder gar auf seinem Stuhl sitzen darf!

Spätestens am 22. Mai läuft aber automatisch der Prozess für Neuwahlen an. Um dann nicht erneut, wie schon am 21-D, zu verlieren, müssten die CAT-SEP’s sich zumindest verbal deutlich radikalisieren um eine maximale Mobilisierung zu erreichen und ihre Gläubigen an die Urnen zu bekommen.
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Phantastische Rede von Lorena Roldán, Ciudadanos zur CAT-SEP-Sekte, ihrer Matrix-Realität, ihren mangelnden demokratischen Umgangsformen und ihren rechtsextremistischen Freunden in Europa:


Verfassungsgericht klagt Puigdemont und 12 CAT-SEP-Komplizen der Rebellion an!

23. März 2018

Pablo Llarena sieht offenbar durch die Aktionen der CAT-SEP’s den Sachverhalt der Rebellion erfüllt, einen der schwersten Vergehen des Spanischen Strafgesetzbuches mit möglichen Strafen von bis zu 25 Jahren (ohne Waffen!). Es muss allerdings für jeden Einzelnen der Tatbestand als erfüllt betrachtet werden um der Rebellion angeklagt werden zu können. Sonst kämen womöglich andere, erheblich geringere Delikte zur Anklage mit entsprechend geringerem potentiellen Strafmaß.

Wie schon erwähnt, hat sich offenbar Marta Rovira, Generalsekretärin der ERC und als rechte Hand und Hirnhälfte von Oriol Junqueras bei ALLEN CAT-SEP-Sauereien dabei, als Schlüsselfigur den spanischen Gerichten durch Flucht ins Ausland entzogen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß diese Flucht geduldet wurde, denn das Zeitfenster war seit dem Verlassen des katalanischen Autonomieparlamentes nach 22 Uhr und der Ladung vor das Verfassungsgericht für heute Morgen 10 Uhr extrem eng und mit Fluchtgefahr mussten die Behörden Angesichts der potentiellen Strafen gewiss rechnen? Andererseits hat Puigdemont es ja vorgemacht: Ab in den Kofferraum und Frankreich ist von Barcelona aus in 2 Stunden ganz locker erreichbar. Außerdem war Marta Rovira die Einzige der sich gegen Kaution auf freiem Fuß befindlichen CAT-SEP’s, der NICHT ihr Reisepass entzogen worden war! Damit befinden sich jetzt 5 Spitzenfiguren des CAT-SEP-Staatsstreichs vom 1-O und 27-O im „Exil“!
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Hier das Resumée des TC-Ermittlungsrichter Pablo Llarena als 70-Seiten-PDF:
Auto_procesamiento


Lichtet sich Heute das CAT-SEP-Chaos?

20. März 2018

Es hat den Anschein, als zerlege sich die katalanische Bevölkerungshälfte der nationalkatalanistischen Separatisten, der CAT-SEP’s mit zunehmender Geschwindigkeit selber?

Jeder streitet sich ausgiebig mit Jedem und die ersten entlarvenden Enthüllungsbücher von Insidern sind auf dem Markt. Demnach wussten die CAT-SEP’s (JxC, ERC und CUP) schon vor dem illegalen Referendum des 1-O 2017 und der gefühlten, „symbolischen Unabhängigkeitssekunde“ genau über die Illegalität ihres Handels und dessen wirtschaftliche und juristische Folgen Bescheid. Darüber gibt es inzwischen nicht nur die Enthüllungsbücher der besagten Insider sondern auch den jüngst beschlagnahmten email-Schriftwechsel der Protagonisten der Generalitat d’Catalunya.

Auch das Agieren der Mossos d’Esquadra als Gestapo-CAT ist detailliert belegt. Das Intrigieren am 1-O, das die Zusammenstösse der nationalen Polizeien PN und GUARDIA CIVIL mit den Schulbesetzern erst bewusst und planvoll herbeizuführen half. Die Annahme von Befehlen durch einzelne aussenstehende CAT-SEP’s und ANC-Mitglieder, vorbei am geltenden Recht, die Existenz einer geheimen politischen Truppe, welche die Unionistische andere Hälfte der Katalanen und deren politischen Vertreter ausspitzelte und das Anlegen von geheimen, anonymen (Folter-?) Verhör-Wohnungen mitten in Barcelona. Wenn es denn Beweise für den Versuch eines Staatsstreichs am 1-O bedürfte, dann sind diese jetzt haufenweise vorhanden und stehen Richtern und Staatsanwälten zur Verfügung. Das dürfte die Verurteilungen und längere Haftstrafen für die Akteure eher wahrscheinlich machen. Der Versuch, sich mit dem „war doch alles nur symbolisch und gar nicht wirklich so gemeint“ aus der Gefahrenzone zu winden, der scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt ziemlich gescheitert zu sein? Aber das ist Spanien und das ist Katalonien und darum ist auch garantiert, daß es wohl auch weiterhin ziemlich spannend bleiben wird?

Während Carles Puigdemont am vergangenen Sonntag in Genf seine üblichen Lügenmärchen erzählte, ganz so als sei nichts geschehen und seinen nächsten Auftritt in Finnland wohl „unter Dach und Fach“ hat, wird in Spanien offen über seine in dieser Woche erwartete Rücktrittserklärung spekuliert. Er selbst fachte in Genf das Interesse an, indem er verklausuliert herumdruckste, es müsse nicht unbedingt die Unabhängigkeit, die Republik sein für Katalonien (ach nee, jetzt auf einmal?). Er möchte wohl vor allem eine wirtschaftliche Garantie für ein gehobenes Exilantenleben in Belgien, ob nun in Waterloo oder in Sonstwoo?

Der von ihm als sein Nachfolger vorgeschlagene Ex-ANC-Präsi Jordi Sànchez, hat inzwischen am Vormittag, während eines Haftprüfungsantrages vor dem TC angekündigt, sein Abgeordnetenmandat niederlegen zu wollen, sich so der Puigdemont-Nachfolge aus eigener Kraft zu entledigen und seine Rückkehr an die Universität angekündigt, sofern der Richter ihn denn aus der U-Haft entließe. Dieser lehnte eine Haftentlassung trotzdem ab. Ob Sànchez dann sein Mandat niederlegt, das muß man abwarten…

Dann sollte Gerüchteweise die vierte* Garnitur Jordi Turull den Autonomo-CAT-Präsi geben. Der wäre auch gerne dazu bereit, was aber den bisherigen Tiefstand des Amtes unter Mas und Puigdemont nochmals sehr deutlich nach unten drücken würde.
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*(Auf der JxC Wahlliste stehen als 1.) Puigdemont, 2.) Sànchez, 3.) Ponsati, 4.) Turull. Der Erste sitzt in Waterloo fest, der Zweite im Knast, die Dritte ging aus Brüssel an ihre alte Uni in Schottland zurück und nun folgt also der Viertbeste, nur weil Puigdemont auf das Vorschlagsrecht pocht und die ERC sich anscheinend alles gefallen lässt?)
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Der Mesa des Autonomieparlamentes hat heute die Änderung des Präsidentschaftsgesetzes angekündigt, das die Anwesenheitspflicht eines Präsidentschaftskandidaten im Parlament vor der Wahl aufheben soll und somit theoretisch eine Fernwahl von Puigdemont oder sonst jemand ermöglichen würde! Gleichzeitig sollen künftig telematische Regierungssitzungen mit Abwesenden oder mit anwesenden Hologramen von Abwesenden ermöglicht werden. Ob diese Holos von lebenden oder auch von toten Personen stammen müssen/können/dürfen, das ist derzeit unklar. Ebenso, ob das katalanische Autonomieparlament künftig Zeitreisen á la „Zurück in die Zukunft!“ unternehmen darf. So könnte die Geschichte verändert werden, das ist es doch, was die CAT-SEP’s schon seit Jahren systematisch versuchen?

Genug der Scherze, diese neue Absicht des Mesa des CAT-Auto-Parla ist NATÜRLICH ILLEGAL und eine erneute Provokation des TC. Gleichzeitig wundern sich die CAT-SEP’s, daß die Gerichte so wenig U-Häftlinge frei lassen, denn es besteht ein hohes Risiko der Wiederholungs- bzw. Fluchtgefahr. Mit anderen Worten: Das Agieren der Einen hält die Anderen zuverlässig im Knast, so sieht Solidarität bei den CAT-SEP’s aus…

Alternativ wären immer noch Neuwahlen, die Puigdemont initiieren und Torrent ausrufen könnte. Sie könnten kurz vor dem Sommerurlaub erfolgen und Katalonien hätte dann wohl frühestens im September wieder eine Regierung?

Was wäre naheliegend:

Eine reale, konkrete Autonomieregierung in Barcelona, die nicht von Strafverfahren bedroht und eingeschränkt, an einer Aufhebung des Artikels 155 durch Madrid arbeiten könnte und die sich klar und dezidiert INNERHALB der Spanischen Verfassung bewegt.

Puigdemont möchte irgendwie und um jeden Preis als ganz, ganz wichtige Schlüsselfigur in den Medien bleiben und ein gehobenes Leben in Belgien führen. Die Anliegen der Katalanen, nicht einmal die „seiner“ Separatistenhälfte der Bevölkerung, sind da klar zweitrangig…

In dem Chaos wächst natürlich die Spekulation darüber was, wann, wie und warum geschehen könnte. So hat z.B. ABC, das womöglich am Weitesten von den CAT-SEP’s entfernte konservative Medium aus Madrid, darüber spekuliert, daß in dieser Woche „die Brüsseler Flüchtlinge“ ihre Abgeordnetenmandate niederlegen könnte, damit diese mit in Barcelona präsenten und zur Verfügung stehenden Nachrückern besetzt werden könnten um auf diesem Weg eine einfache Mehrheit im CAT-Autonomo-Parla zu erzielen, sich so von der Erpressung durch die CUP unabhängig zu machen und im Zweiten Wahlgang einen Kandidaten mit einfacher Mehrheit zum Autonomo-CAT-Präsi zu wählen, ätsch, CUP!

66 Sitze haben JxC und ERC zusammen Mit Puigdemont und Comín in Brüssel sind es  derzeit nur 64 real in Barcelona verfügbare Sitze, solange die Brüsseler ihre Mandate nicht niederlegen. Die CUP hat 4 Sitze für ihre Erpressungsversuche mit Eskalationscharakter. Insgesamt hätten die CAT-SEP’s also maximal 70 Sitze von denen derzeit praktisch nur 64 zur Verfügung stehen! Alle anderen Parteien, die sich untereinander „auch nicht grün sind“ haben theoretisch zusammen 65 Sitze, macht in der Summe die 135 Sitze des katalanischen Autonomieparlamentes. Das bedeutet in der aktuellen Situation, mit 2 blockierten Stimmen in Brüssel und 4 abtrünnigen Stimmen der CUP könnten die restlichen CAT-SEP’s JxC und ERC in einem zweiten Wahlgang mit einfacher Mehrheit von 65 Stimmen von den Unionisten mit einer einzigen Stimme rechtswirksam überstimmt werden! Dann würde wohl die eigentliche Wahlsiegerin des 21-D, Inés Arrimadas, C’s zum Zuge kommen und Katalonien erstmals von einer Frau regiert werden?

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http://www.abc.es/espana/abci-puigdemont-dispuesto-renunciar-semana-viene-acta-diputado-201803170225_noticia.html

 


Karle Putschdämon will heute an der UNI Kopenhagen die Dänen erleuchten!

22. Januar 2018

Er flog mit Ryan-Air ein aus Brüssel nach Kopenhagen-Castrup. Mal sehen, ob und mit wem er Morgen wieder rausfliegt aus Dänemark?

Die UNI hat einen Livestream eingerichtet, der ab 14 Uhr die Diskussion übertragen wird. Wer also Dänisch und Katalanisch spricht oder trolliges Englisch versteht, bzw. zu erraten in der Lage ist, der kann sich dann aus erster Quelle informieren:

http://politicalscience.ku.dk/calendar/debate-with-carles-puigdemont/

Im Vorfeld des Besuches war über Nebeneffekte und verborgene Gründe spekuliert worden. So soll die zweitägige Abwesenheit aus Belgien die 90-tägige Frist zur offiziellen Anmeldung und Niederlassung in Belgien unterbrechen, vermutlich erneuern?

Es war auch darüber spekuliert worden, ob Spanien es noch einmal mit einem EU-Haftbefehl gegen Puigdemont versucht, weil Dänemark qualitativ doch als realere Demokratie eingeschätzt wird, obgleich alle drei Länder Spanien, Belgien und Dänemark ja auch Monarchien sind.


Du hast’s vermasselt, steckst tief in der Scheisse? Wechsele den Namen und mach’ weiter so!

8. Januar 2018

Namensänderungen sind gerade ganz groß angesagt in der Politik. Früher gab es das nicht. Da wurden höchstens einmal Snacks von RAIDER zu TWIX, aber sonst änderte sich nix!

Frankreich:
Die Sarkozy-Partei UMP (UNION MOUVEMENT POPULAIRE) wollte es mit neuem Namen LES RÉPUBLICAINS gegen Macron und EN MARCHE versuchen und verlor trotzdem.

Die FN (FRONT NATIONAL) versucht unter Le Pen ihrem schlechten Rechtsaußen-Ruf zu entfliehen, sich demokratisch vermittelbar aufzuhübschen und so Koalitions-, Regierungsfähig zu werden. Auch das Programm wird dazu geändert.  Der neue Name steht noch nicht fest.

Spanien:
Die katalanischen Korruptionsweltmeister von der CdC nennen sich jetzt PDECat.
Die CAT-SEP’s treten bei jeder Wahl mit einem neuen Bündnisnamen an. Beim letzten Mal 2015 nannten sie sich JpSí (JUNTS PEL SÍ), diesmal 2017 JpCat (JUNTS PEL CATALUNYA). Es scheint geholfen zu haben, denn sie verloren „nur“ zwei Sitze oder 0,2%!

Die Indignados hiessen PODEMOS oder in Katalonien PODEM und wollen sich jetzt einen Neuen Namen geben wegen der ständigen Misserfolge bei jeder Wahl. Möglicherweise muss sich „Coletas“ Iglesias eine neue Frisur oder Nase zulegen, oder gleich ganz abtreten?

Deutschland:
Wenn ich das Vollrindt bei Slomka richtig verstanden habe, dann will er aus der CSU eine AfD-light machen und eine rechte Revolution ausrufen, aber ob er auch den Parteinamen ändern will, das entscheidet wohl ab jetzt der Söder?
Na ja, jedenfalls wird aus der Christlichen Seehofer Union jetzt die Christliche Söder Union. Praktisch, zumindest dazu braucht man am Namen nichts verändern, es bleibt die sattsam bekannte CSU…


Von extremen Gegensätzen…

7. Januar 2018

In Deutschland versucht die Politik seit der letzten Bundestagswahl mehr oder weniger ernsthaft eine neue Regierung zu bilden. Es darf gerne, es soll, ach was, es muss erneut eine GroKo werden, bei der im Schlafwagen-Modus mit stabilen Mehrheiten durchregiert werden kann, eine detaillierte GroKoalitionsvereinbarungsliste Punkt für Punkt abgearbeitet werden kann. Für die Wirtschaft, vertreten durch rund tausend Lobbyisten im Bundestag der rund 700 Abgeordneten, ist das ganz praktisch. Unangenehme Überraschungen sind praktisch ausgeschlossen, es sei denn die Amis kriegen Einen z.B. wegen Abgaswerte-Betrug „an den Arsch“, aber selbst dann ist es letztlich die Allgemeinheit, „der Steuerzahler“, der am Ende die Zeche bezahlt. Der Nachteil dieses in der Ära Merkel perfektionierten „präsidialen Regierens“ ist die Entpolitisierung des Bundestages, des einstigen Debattierforums deutscher Politik, sagen wir mal zumindest seit den späten Vierziger Jahren bis in die Ära Kohl, Schröder, Fischer hinein. Den Oldies unter uns fallen automatisch die passenden Namen und Debatten ein, Sternstunden, Anfangs noch in Schwarz-Weiss übertragen vom eigenen Röhren-TV, dem des Nachbarn oder dem in der Kneipe, in der es AUCH bei diesen Gelegenheiten „hoch her gehen“ konnte…

In Spanien allgemein, aber ganz speziell in Katalonien, gibt es eine genau gegenläufige Entwicklung. Man vertritt als Partei extrem gegensätzliche Positionen vollkommen kompromisslos. Die ähnlich großen Lager zählen eifrig ihre Stimmen zusammen, stellen vollkommen erstaunt fest, daß es zur absoluten Mehrheit wieder einmal nur ganz knapp reicht oder eben ganz knapp nicht reicht, wobei dann der Analyse stets eine Phase der Paralyse folgt. Im Hintergrund versucht man sich die fehlenden Stimmen von radikalen, extremen Minderheiten zu holen, die dann ihre feuchten Traumphantasien ausleben wollen und sich das auch noch fürstlich honorieren lassen wollen. Weil man mit solchen Verabredungen unangenehme Erfahrungen gemacht hat und weil in solchen zugespitzten Situationen auch stets der eine oder andere unsichere Kantonist der eigenen Partei, des eigenen Lagers, Begehrlichkeiten entwickelt und mit Absprung droht und weil man die Phantasie der Beteiligten bei der Umgehung und Auslegung von Absprachen, aber auch von Recht und Gesetz allgemein ganz genau kennt, tut man in solchen Fällen dann lieber… NICHTS!

Ersatzweise ruft man erneut vorgezogene Neuwahlen aus, deren Ergebnis… ÜBERRASCHUNG(!)… dann fast genau das selbe Ergebnis bringt, wie beim letzten Mal und alle fühlen sich dadurch in ihrer Strategie bestätigt und zum Weitermachen ermuntert. Die Meinungsbildung der Bevölkerung wird im Fall Katalonien von öffentlichen Propagandamedien wie TV3 oder von reichlich und flächendeckend subventionierten Privatmedien „in die richtige Richtung gelenkt!“

Im Falle Deutschlands sind die längst nicht mehr ganz so großen, ehemaligen Volksparteien zu einem Gesichts- und Konturenarmen Einheitsbrei verschmolzen, der es Populisten, Nationalisten und etwaigen interessierten ausländischen Mitspielern leicht macht, die Aufmerksamkeit, Auge und Ohr des Noch-Wählers zu finden.

Wir haben es in diesen beiden und in vielen anderen Fällen also mit nationalen Parlamenten und formell nationaler Politik zu tun, die aber durch Bündnisse wie die EU und oder die NATO oder via web und Medien längst globalen Einflüssen unterliegt. Der Eifer der USA eine russische Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahlen nachzuweisen, liegt im Wissen um ihr eigenes Agieren bei praktisch jeder beliebigen Wahl auf dieser Welt begründet. Die Idee einer rein nationalen Politik ist heute eine utopische Fiktion, die weder wünschenswert noch realisierbar ist, nicht einmal mehr in Nordkorea, bei „Kim-du-hast-die-Haare-schön“.

In diesem Zusammenhang muß vielleicht auch die jüngste Initiative des  „MiVijüFraPaZ„, des „Mit-Vierzig-jüngsten-Französischen-Präsidenten-aller-Zeiten“, Emmanuel Macron („e-mac“ wollte ich ihn erst nennen, aber das klang dann doch zu sehr nach apple?) gesehen werden, der ein Fake-News-Bekämpfungsgesetz  auf den Weg bringen will, das Kritiker als Bedrohung der freien Meinungsäußerung, der Meinungsfreiheit sehen.


Arbeitet Bundesregierung über Deutsche Telekom und T-Systems und die deutsche Botschaft in Madrid heimlich an einer Steuerbehörde für die nationalkatalanistischen Separatisten?

13. Dezember 2017

Unmöglich! Undenkbar, denn EU-Mitgliedstaaten werden sich nicht gegenseitig zerlegen, zerbrechen wollen und auch nicht daran mitwirken, nicht einmal heimlich!

Aber das schreibt elPeriódico heute, Mittwoch den 13. Dezember, acht Tage vor der vorgezogenen Autonomiewahl in Katalonien, unter Bezug auf höchste CAT-SEP-Kreise!

Konkret wird der Name von Josep María Jové genannt, einst die rechte Hand des inzwischen abgesetzten und bei Madrid in U-Haft sitzenden Ex-Vize-Präsidenten und Ex-Wirtschaftsministers der spanischen Autonomie Katalonien und ERC-Vorsitzenden Oriol Junqueras.

Für den digitalen Teil dieser Aufgabe habe man T-Systems verpflichtet, eine Tochter der Deutschen Telekom (die ihrerseits zu einem Drittel im Bundesbesitz oder zumindest unter dessen Kontrolle über den Umweg KfW ist).

Jové hat – vermutlich der CAT-SEP-Krankheit der maßlosen Übertreibung geschuldet – sogar von einem Bundesanteil von 50% geschrieben am 22. März 2016.  Der wichtigste Kunde dieses teilstaatlichen Unternehmens sei das Deutsche Finanzministerium. Vorbild für die CAT-SEP’s sei die Steuer- und Finanzverwaltung vom Nachbar-Zwergstaat & katalanischen Steuerparadies Andorra und dies werden in einem Joint-Venture mit der Beratungsfirma EVERIS auf der Basis von SAP angestrebt.

Josep María Jové: „Man arbeite über die deutsche Botschaft, denn 50% des Kapitals stamme von der deutschen Regierung!.“

Jové unterstellt der Deutschen Regierung also Konspiration mit den CAT-SEP’s oder wie ist seine Aussagen zu verstehen?

Das steht nun ab heute so offiziell-medial im Raum und ich bin mal gespannt wer als erstes reagiert, die deutsche oder die spanische Regierung?
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http://www.elperiodico.com/es/politica/20171213/puigdemont-queria-una-hacienda-catalana-inspirada-andorra-6492237